Seite 3: Die Hardware im Detail II

Die Grafikkarte:

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Bei der Grafikkarte hätten wir ebenfalls noch etwas sparen können und den Gesamtpreis damit auf runde 1.000 Euro drücken können, jedoch haben wir unseren Fokus wie bereits erwähnt hauptsächlich auf Gaming gelegt und damit dem 3D-Beschleuniger lieber ein paar Euro mehr spendiert. Dafür ist es bei unserem mittleren System schon eine NVIDIA GeForce GTX 970, welche zwar aufgrund des Spezifikationsskandals bei der Speicherausstattung für negative Schlagzeilen sorgte, trotzdem für Spieler bei weitem kein schlechtes Modell ist. Unsere ASUS GeForce GTX 970 StriX OC ist dabei leicht übertaktet und verfügt über ein dickes Kühlsystem, welches Luft für noch höhere Taktraten schaffen würde. Außerdem stellen die beiden Lüfter im Leerlauf bzw. bis zum Erreichen eines bestimmten Temperatur-Niveaus ihren Betrieb ein und kühlen den Grafikprozessor damit passiv und völlig lautlos, was sich bei unseren späteren Lautstärke-Messungen bemerkbar machen wird.

Unter der Haube werkelt NVIDIAs GM204-Chip, welcher insgesamt 1.664 Shadereinheiten, 104 TMUs und 64 Rasterendstufen bereitstellt. Dazu gibt es insgesamt 4.096 MB GDDR5-Videospeicher, welcher über ein insgesamt 256 Bit breites Speicherinterface anbindet. Der letzte Speicherbereich wird allerdings nur mit 32 Bit angesprochen, weswegen man hier eigentlich von einem 224 + 32 Bit breitem Interface sprechen muss. Die Taktraten erhöhte ASUS von von 1.050 bzw. 1.178 MHz im Basis- und Boost auf 1.114 respektive 1.253 MHz. Den Speichertakt beließen die Taiwaner bei 1.750 MHz.

Wer etwas Geld sparen möchte, der sollte sich bei AMD umsehen. Die Radeon R9 390X oder gar die Radeon R9 390 sind die passenden Gegenspieler. Deutlich langsamer, dafür aber auch ein gutes Stück günstiger ist ein Modell der GeForce GTX 960, wie zum Beispiel die ebenfalls übertaktete EVGA GeForce GTX 960 SSC.

Mögliche Alternativen:

Weitere GPU-Tests finden sich in unserer Grafikkarten-Kategorie.

 

Das Netzteil:

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Beim Netzteil wollten wir eigentlich eine Modellnummer kleiner nehmen, jedoch war diese kurzfristig nicht lieferbar, sodass wir zum 650-Watt-Modell greifen mussten. Geworden ist es hier das Corsair RM650i, welches damit genügend Potential für unseren 1.200-Euro-Rechner bereitstellt. Außerdem ist es vollmodular, womit nur die tatsächlich benötigten Kabel im System hängen. Bei geringen und mittleren Lasten von etwa 40 % bleibt auch hier der Lüfter still, womit ein semi-passiver Betrieb möglich wird. Dank Corsair-Link-Unterstützung können wichtige Parameter in Echtzeit überwacht werden, wie zum Beispiel aktuell anliegende Spannungen, die Leistungsaufnahme oder Temperatur-Werte.

Wer ein paar Euro einsparen möchte, greift zum be quiet! Dark Power Pro 11, welches mit 550 W ebenfalls über genügend Leistungsreserven für unseren Bauvorschlag bereitstellt. Auch das Seasonic M12II Evo wäre eine gute Alternative.

Mögliche Alternativen:

Weitere PSU-Tests finden sich in unserer Netzteil-Kategorie.

 

Der Massenspeicher:

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Eine SSD muss es natürlich auch beim zweiten Rechner unserer Buyer's Guides sein. Aufgrund des größeren Budgets konnten wir die Kapazität verdoppeln und entschieden uns für ein Modell von OCZ mit einem Speicherplatz von 240 GB. Während die meisten Hersteller bei ihren Spezifikationen die maximalen Leistungswerte angeben, die unter optimalen Bedingungen und im neuen Zustand erreicht werden können, verspricht OCZ bei seiner Vector 180 eine dauerhaft hohe Leistung auch bei gemischten Workloads, wie zum Beispiel Internetsurfen zu 65 % und 35 % Schreiben. Der Hauptfokus liegt bei OCZ Storage Solutions somit nicht auf rekordverdächtigen Spitzenwerten in theoretischen Benchmarks, sondern auf einer praxisnahen Langzeitleistung, was auch unsere Benchmarks bestätigt haben. Da aktuelle Spielekracher wie Grand Theft Auto 5 oder The Witcher 3 alleine schon über 60 GB an Speicherplatz auf der Festplatte belegen, haben wir unserem 1.200-Euro-Rechner eine zusätzliche 1-TB-HDD von Western Digital als Datengrab spendiert. Das Betriebssystem und die meist genutzten Programme sollten hier auf der SSD, größere Spiele hingegen auf der HDD installiert werden. 

Wer etwas sparen möchte, sollte sich die Crucial BX100 mit 240 GB, welche wir bereits in unserem 500-Euro-System mit geringerer Kapazität verbaut haben, näher ansehen. Aber auch die Sandisk Ultra II verfügt über ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Mögliche Alternativen:

Weitere SSD-Tests finden sich in unserer Storage-Kategorie.

 

Das Gehäuse:

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Einen großen Sprung in Sachen Verarbeitungsqualität und Feature-Liste haben wir auch beim Gehäuse gemacht. Wir entschieden uns hier für ein Fractal Design Define R5, welches derzeit auch bei unseren Grafikkarten-Tests zum Einsatz kommt. Dieses besitzt nicht nur eine hohe Verarbeitungsqualität, sondern vor allem auch viel Platz für unsere Hardware. Laufwerke können werkzeuglos untergebracht werden, ein durchdachtes Kabelmanagement für die optimale Belüftung ist ebenfalls möglich. Zudem ist das Gehäuse deutlich besser gedämmt. Wer später auf eine leistungsfähige Wasserkühlung upgraden möchte, kann das beim Fractal-Design-Gehäuse mit Leichtigkeit tun, denn Platz hierfür gibt es im Deckel oder in der Front mehr als genug. Eine Lüftersteuerung ist ab Werk ebenfalls schon vorhanden, die unabhängig von der Regelstufe einen sehr leisen Betrieb mit den vormontierten Lüftern ermöglicht, wie unser Test zeigte. Wir zückten hier im Übrigen unseren heiß begehrten Excellent-Hardware-Award.

Da das Gehäuse aber immer Geschmackssache ist, listen wir drei weitere Gehäuse von BitFenix, Corsair und In Win auf.

Mögliche Alternativen:

Weitere Gehäuse-Artikel finden sich in unserer Gehäuse-Kategorie

Wer noch etwas an der Kühlung feilen möchte und bereit ist, ein paar Euro mehr auszugeben, der kann sein System mit einem be quiet! Silent Wing-Lüfter aufwerten.