Seite 7: Fazit

Mit unserem 500-Euro-System lassen sich aktuelle Spiele durchaus gut spielen. Während Battlefield: Hardline und Grand Theft Auto 5 selbst in FullHD und mit maximalen Details sehr gut spielbar sind, muss man bei anderen Titeln die Details oder Auflösung leicht reduzieren. Vor allem DiRt Rally und Total War: Attila laufen in unseren üblichen Settings und Benchmark-Sequenzen nicht ganz so flüssig. Hier kommen der Intel Pentium G3420 und die AMD Radeon R9 380 an ihre Grenzen. 

Dank der schnellen SSD und der 8 GB DDR3-Arbeitsspeicher lässt es sich aber hervorragend mit unserem Bauvorschlag arbeiten. Insgesamt ist das System so schnell wie ein aktuelles High-End-Notebook. Abstriche müssen allerdings beim Gehäuse gemacht werden, denn hier macht sich der niedrige Preis im Vergleich zu teuren Modellen durchaus bemerkbar. Zwar lassen sich Festplatten und Laufwerke werkzeuglos montieren, die Verarbeitungsqualität beim Steckkarten-System lässt aber sehr zu wünschen übrig und dicke Stecker für HDMI und DisplayPort lassen sich überhaupt nicht anstecken – dafür hätte die Grafikkarte einen Slot nach unten gesetzt werden müssen, wäre dann aber nicht mehr mit den vollen 16 Lanes angesprochen worden. Ein Leistungsverlust wäre die Folge gewesen. Bei DVI aber gab es keine Probleme. Ohnehin ist die Wahl des Gehäuses Geschmackssache, unser Thermaltake Versa H23 verfügt über einen aggressiven Gamer-Lock, der sicherlich nicht jedermanns Sache ist. Alternativen gibt es aber genügend.

Die Crucial BX100 SSD ist zwar sehr performant, bietet mit einer Kapazität von 120 GB aber nicht gerade viel Speicherplatz. Hier reicht es gerade einmal für das Betriebssystem und die wichtigsten Programme. Eine zusätzliche 3,5-Zoll-Festplatte als Datengrab ist als Aufrüstoption zu empfehlen, zumal aktuelle Spieletitel gerne einmal über 60 GB für sich beanspruchen. In Zeiten von Steam, Origin und uPlay, bei denen sich Spiele direkt aus dem Internet herunterladen lassen, ist ein optisches Laufwerk nicht mehr notwendig. Auch Windows 10 wird bereits auf einem USB-Stick ausgeliefert und lässt sich darüber installieren. Wer das nicht mag und obendrein noch viele CDs oder DVDs besitzt, braucht obendrein noch ein optisches Laufwerk. Ebenfalls nicht im Preis inbegriffen sind das Betriebssystem, Tastatur und Maus sowie ein Monitor. Empfehlungen hierzu werden wir in Kürze ebenfalls aufzeigen.

Insgesamt kann man mit unserem 500-Euro-Rechner schon einiges anfangen, muss hier und da aber auch ein paar Kompromisse eingehen. In unserem nächsten Artikel erhöhen wir das Budget auf 1.200 Euro und schauen was sich damit alles anstellen lässt und welche Leistung man damit erreichen kann. Der nächste Teil unserer Buyer's Guides erscheint schon morgen.

Buyer's Guide: Einsteiger-PC
HardwarePreis
Prozessor: Intel Pentium G3420 ca. 64 Euro
Mainboard: Asrock B85M Pro4 ca. 61 Euro
Arbeitsspeicher: Corsair Vengeance LP 2x4 GB DDR3-1600 ca. 47 Euro
Grafikkarte: MSI Radeon R9 380 OC ca. 188 Euro
Massenspeicher: Crucial BX100 SSD 120 GB ca. 59 Euro
Soundkarte: onboard -
Netzteil: be quiet! Pure Power L8 400W ca. 47 Euro
Kühlung und Gehäuse
Gehäuse: Thermaltake Versa H23 ca. 33 Euro
CPU-Kühler: boxed -
Lüfter: vormontiert -
Preis
Gesamtpreis:   ca. 499 Euro
Testergebnisse
Cinebench R11.5 2,68 Punkte
Crystal Disk 532,9 MB/s 
3DMark Fire Strike 5.948 Punkte 
Grand Theft Auto V 47,7 FPS 
The Witcher 3 22,1 FPS 
Battlefield: Hardline 70,9 FPS 
DiRt Rally 21,9 FPS 
Leistungsaufnahme 220,1 W 
Lautstärke 39,8 dB(A) 
Temperaturverhalten CPU/GPU/Mainboard: 54/78/38 °C