Seite 2: Die Hardware-Ausstattung

Bevor wir uns das Gehäuse der ZOTAC ZBOX PI320 Pico im Detail anschauen, werfen wir zunächst einen Blick auf die Hardware-Ausstattung.

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Herzstück der ZOTAC ZBOX PI320 Pico ist ein Intel Atom Z3735F, ein sparsamer Quad-Core-SoC, der eigentlich für Tablet-PCs gedacht ist, dank x86-Architektur aber auch mit Windows-Systemen zurechtkommt. Die vier Rechenkerne entspringen dabei der "Silvermont"-Architektur, die bereits im 22-nm-Verfahren gefertigt wird. Sowohl die Energieeffizienz wie auch die Leistung will Intel im Vergleich zu den Vorgänger-Modellen deutlich verbessert haben. Hier sollen neben dem fortschrittlicheren Fertigungsverfahren auch Tri-Gate-Transistoren helfen. Die vier Kerne arbeiten jeweils mit einem Basis-Takt von 1,33 GHz, können ihre Geschwindigkeit dank Turbo Boost aber auf bis zu 1,83 GHz beschleunigen, Befehle werden im Out-of-Order-Design ausgeführt. Gleichzeitig gibt es eine Vielzahl neuer Befehlssatzerweiterungen wie SSE 4.1 oder SSE 4.2 sowie je nach Modell AES-NI. Auf Letzteres aber auch auf Hyper-Threading muss der Intel Atom Z3735F aber verzichten. Dazu gibt es für jeden Kern einen 24 bzw. 32 KB großen Daten- und Instruktions-Cache sowie insgesamt 2 MB Level-2-Zwischenspeicher, wobei sich jeweils zwei Kerne ein Megabyte teilen müssen. Die maximale Leistungsaufnahme beziffert Intel auf gerade einmal 2,2 Watt (SDP).

Für den Alltags-Betrieb aber dürfte der Intel Atom Z3735F eine ausreichend hohe Leistung bereitstellen und für Office- und Multimedia-Anwendungen bestens gewappnet sein. 

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Eine diskrete Grafiklösung gibt es aufgrund der geringen Platzverhältnisse nicht. Die ZOTAC ZBOX PI320 Pico vertraut hier auf Intels integrierte HD Graphics, die bereits in siebter Generation zum Einsatz kommt und so schon von den größeren "Ivy Bridge"-Prozessoren als HD Graphics 4000 bekannt ist. Mit lediglich vier Execution-Units und Taktraten von gerade einmal 311 bzw. 646 MHz ist sie allerdings deutlich leistungsärmer. Große Performance-Sprünge sind hier nicht zu erwarten. Auch wenn dies ein drastischer Fortschritt gegenüber den ersten Atom-Prozessoren ist, dürften sich damit nur ältere und weniger anspruchsvolle Spiele flüssig darstellen lassen. Dafür ist die kleine ZBOX aber auch nicht gemacht.

Eines der größten Mankos ist aber der fehlende Hardware-Decoder in Form von Intels Quicksync. Gerade im Hinblick auf Steam-In-Home-Streaming könnte dies von Nachteil sein, da die anfallenden Arbeiten überwiegend von der CPU berechnet werden müssen. Auch Wireless-Display und die Intel-Clear-Video-HD-Technologie werden nicht unterstützt.