Seite 2: Die Hardware-Ausstattung

Bevor wir uns das Gehäuse der ZBOX nano ID69 Plus im Detail anschauen, werfen wir zunächst einen Blick auf die Hardware-Zusammenstellung, die ZOTAC für uns ausgewählt hat.

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Bislang führte die ZOTAC ZBOX nano ID67 das Feld der nano-Familie an. Nun setzen die Taiwaner noch einmal einen drauf und verbauen im schlanken ZBOX-Gehäuse eine noch schnellere CPU der Core-i7-Reihe. Herzstück ist der Intel Core i7-4500U. Dieser kann auf zwei native Rechenkerne zurückgreifen, die dank SMT-Support zwei Threads gleichzeitig abarbeiten können. Die Taktfrequenz beläuft sich auf jeweils 1,8 GHz, kann dank Turbo-Boost aber auch bei maximal 3,0 GHz liegen. Belastet man jedoch beide Kerne, sind es wie auf dem CPUz-Screen zu sehen 2,7 GHz. Nach längerer Zeit taktet sich der Prozessor gerne auch auf 2,4 bis 2,2 GHz zurück. Der L2-Cache fasst insgesamt 4.096 KB an Daten. Gefertigt wird der "Haswell"-Ableger bereits im 22-nm-Verfahren, womit sich der Intel Core i7-4500U, der von Intel bereits im dritten Quartal 2013 vorgestellt wurde, besonders energieeffizient zeigt. Die TDP beziffert der Chipriese auf schlanke 15 Watt. Zum Vergleich: Der Intel Core i7-4770T aus unserem letzten Test zur ZOTAC ZBOX IQ01 Plus brachte es hier noch auf 45 Watt.

Um im Leerlauf etwas Abwärme und Strom einzusparen, taktet sich der Prozessor im normalen Windows-Betrieb automatisch herunter. Dann rechnet die Dual-Core-CPU mit einem Takt von 800 MHz und senkt seine Spannung auf etwa 0,6 Volt ab. Unter Last dreht er in der Praxis auf etwa 2,7 GHz bzw. 0,9 Volt auf. 

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Bei der Grafikeinheit vertraut ZOTAC wie viele andere Hersteller nicht auf eine zusätzliche, diskrete Grafiklösung, sondern auf die integrierte Intel HD Graphics 4400. Diese Entscheidung ist nicht verwunderlich, hat im kleinen Gehäuse doch keine zusätzliche Grafikeinheit Platz. Im Falle des Intel Core i7-4500U macht diese mit 20 sogenannten Execution-Units (EUs) auf sich aufmerksam, limitiert im Vergleich zum großen Bruder - der Intel HD Graphics 4600 - aber bei den Taktraten. Der Basis-Takt beläuft sich auf 200 MHz und entspricht damit auch dem Takt im normalen 2D-Modus. Unter Last sollen hingegen bis zu 1.100 MHz drin sein.

Im Vergleich zum direkten Vorgänger hat Intel die HD Graphics 4400 in einigen Punkten weiterentwickelt. So werden nun DirectX 11, OpenGL 4.0 und OpenCL 1.2 unterstützt. Auch ein verbesserter Decoder für 4K-Inhalte ist mit an Bord - entsprechendes Feature wird von ZOTAC auch beworben. Leistungsmäßig konnte Intel die Performance im Vergleich zum Vorgänger der "Ivy Bridge"-Generation deutlich verbessern. Im 3DMark 11 soll die Leistung um gut 50 Prozent darüber liegen, was vor allem der weiter gesteigerten Anzahl der Execution-Units zuzuschreiben ist. Die Intel HD Graphics 4000 besaß hier nur 16 EUs. Insgesamt liegt die HD 4400 damit etwas unter dem Niveau einer GeForce GT 630. Ihren Videospeicher zwackt sich die Grafiklösung direkt vom Hauptspeicher ab und profitiert somit von den dessen hohen Taktraten. Die Plus-Version der ZOTAC ZBOX nano ID69 ist mit 1.600 MHz schnellem RAM bestückt. 

Ansonsten vertraut die Plattform auf insgesamt 4.096 MB DDR3-Arbeitsspeicher und eine Festplatte aus dem Hause Samsung. Diese arbeitet mit 5.400 Umdrehungen in der Minute, setzt auf ein SATA-II-Interface und kann auf einen 16 MB großen Cache zurückgreifen. In der Vergangenheit war die integrierte Festplatte leider nicht sonderlich performant - vor allem im Vergleich zu aktuellen SSDs.