Seite 5: In der Praxis

Die Leistung

Der Einsatz der Sandy-Bridge-Plattform beschert dem AsRock Vision 3D natürlich einen merklichen Performance-Boost. Gegenüber unserem Vorgänger konnte die Version 252B rund 30 Prozent an Leistung zulegen. Gerade im täglichen Windows-, Office- und Surf-Einsatz entsteht so zu keinem Zeitpunkt der Wunsch nach mehr Leistung. Fortschritte gibt es auch bei Games zu vermelden, ein Spielerechner wird der Vision 3D aber niemals werden.

Die Medienfähigkeit:

Wirklich überraschend ist es beim heutigen Leistungsstand der Technik natürlich nicht: Die Medienwiedergabe stellt unseren kleinen Testkandidaten nicht vor die geringste Herausforderung. Egal, ob DVD oder Blu-ray, nie erreicht die CPU-Auslastung auch nur ansatzweise den zweistelligen Prozent-Bereich. Somit steht natürlich gerade Bastel-Fans die Möglichkeit offen, mit aufwendigen Video-Codecs die Bildqualität von betagten DVDs nahe an die Blu-ray-Performance heran zu treiben. Hier sollte man sich aber darauf einstellen, dass mehr als nur ein regnerischer Winter-Nachmittag investiert werden muss.

Für die reine Medienwiedergabe hätten wir uns aber wie bereits beim Vorgänger-Modell, die Integration eines DVB-T-Tuners gewünscht. Zwar stellt eine Nachrüstung mit Hinblick auf die zahlreichen USB-Ports nicht wirklich ein Problem dar, in Anbetracht des sehr hohen Preises sollte ein solcher Komfort aber direkt ab Start geboten werden.

Der Stromverbrauch:

Durch die Nutzung von Mobile-Hardware konnte bereits der Vorgänger mit ordentlichen Werten bzgl. des Stromverbrauchs aufwarten. Mit dem Wechsel auf die Sandy-Bridge-Plattform konnte die Leistung zwar gesteigert werden, der Stromverbrauch ist hingegen gleich geblieben – und das trotz der CPU-Fertigung in 32 nm.

So verbraucht unser Testkandidat im Idle rund 20 Watt, während die Leistungsaufnahme bei Volllast auf rund 63 Watt hinaufschnellt. Beides sind mehr als ordentliche Werte und attestieren dem kleinen Rechner ein erhebliches Sparpotenzial gegenüber den meisten ausgewachsenen PCs.

Bei der Medienwiedergabe konsumierte AsRocks Vision 3D rund 34 Watt, was ebenfalls ein rundum ordentlicher Wert ist.

Die Lautstärke:

Keine großen Änderungen gegenüber dem Vorgänger gibt es auch hinsichtlich der Lautstärke-Entwicklung. Im Idle-Betrieb konnten wir Emissionen von 32,3 dB messen, während es unter Volllast 44,6 dB waren. Gerade beim Hochdrehen macht aber leider das Blu-ray-Laufwerk lautstark auf sich aufmerksam. Größtenteils unterbunden werden kann dies bereits dadurch, dass der Mini-PC auf einer massiven Unterlage positioniert wird. Alles in allem konnten wir so im Blu-ray-Betrieb rund 39 dB messen. Damit ist der Mini-PC zwar aus nächster Nähe wahrnehmbar, in einer normalen Wohnzimmer-Aufstellung sollte er gerade bei der Filmwiedergabe nicht mehr erkennbar sein.

Der Sound:

Nun möchten wir aber noch das Versprechen der ersten Seite einlösen und erklären, was es mit dem THX-Logo auf der Gehäuse-Front auf sich hat. Hierbei handelt es sich genau genommen nicht um ein Zertifikat, das für den Kino-Betrieb gedacht ist, wie es noch in den Anfangstagen des Qualitätsprüfsiegels der Fall war. Heute besitzen zahlreiche Komponenten eines der verschiedenen THX-Logos.

Beim TruStudio Pro-Standard handelt es sich um eine neue Technik, die sich vornehmlich an OEM-Anbieter richtet und deren Herzstück eine spezielle Software darstellt. Der Funktionsumfang erinnert dabei stark an die zahlreichen Tools, die Creative seit der Einführung der X-Fi-Technik anbietet.

In der Praxis funktionieren die Tools problemlos, wobei die Einstellmöglichkeiten leider wenig umfangreich ausfallen und klar Einsteiger ansprechen. Mit dem, was viele Heimkino-Enthusiasten noch mit dem ursprünglichen THX-Logo verbinden, hat das TruStudio-Badge mit Verlaub gesagt nichts mehr zu tun.