Seite 2: Die Hardware

Im Grunde genommen stellt sich hinsichtlich der Hardware natürlich zunächst einmal die Frage, was man mit einem Mini-PC alles vorhat? Soll er nur als Media-PC im Wohnzimmer dienen, ist unsere maximal konfigurierte Version sicherlich etwas zu viel des Guten. Soll der Vision 3D aber den bisherigen Rechner vollständig ersetzen, erweist sich der AsRock Vision 3D-252B als durchaus interessant.

Wird nicht direkt auf einen starken 4-Kerner gesetzt, greifen die meisten Anbieter aktuell auf einen Core i5-2410M zurück. Für alle, die etwas mehr Leistung suchen, der i5-Klasse aber nicht enteilen möchten, wird der i5-2520M verbaut. Der 2-Kerner, der dank Hyperthreading 4 Aufgaben auf einmal verarbeiten kann, besitzt einen Grundtakt von 2,5 GHz und  einen maximalen Turbo-Takt von 3,2 GHz. Der L3-Cache beläuft sich wie bei allen i5-Prozessoren auf 3 MB. Gefertigt wird der Notebook-Prozessor in einer Strukturbreite von 32 nm, die TDP liegt auf dem normalen Niveau der aktuell verfügbaren Dual-Core-Sandy-Bridge-CPUs und wird mit 35 Watt angegeben. Da Lenovo auf keine dedizierte GPU setzt, greift das X1 auf den in die CPU integrierten HD3000-Grafikkern zurück. Der zwackt sich seinen Grafikspeicher vom Hauptspeicher ab. Der GPU-Takt liegt bei 650 MHz. Unsere bisherigen Tests haben gezeigt, dass enthusiastische Gamer zwar auf jeden Fall weiterhin eine dedizierte GPU benötigen, Nutzer, die ihr Notebook aber in erster Linie für Office-Arbeiten verwenden, müssen nun aber sicherlich nicht mehr zu einer dedizierten Lösung greifen.

Die zum Einsatz kommende GPU ist eine alte Bekannte, denn in diesem Jahr kam ein Großteil der neuen Sandy-Bridge-Notebooks mit NVIDIAs GT540M daher. Im Grunde genommen handelt es sich hierbei aber nicht um eine neue Grafik-Lösung, sondern lediglich um ein flott vor dem Sandy-Bridge-Launch vorgestelltes, passendes Modell, denn die GT 540M basiert noch immer auf der GF108-GPU – und die wurde bekanntlich schon bei der GT 435M genutzt. Die GPU besitzt 96 Pipelines, der Takt beläuft sich dabei auf 672 MHz, der Shadertakt auf 1344 MHz. Der 1,5 GB fassende DDR5-RAM wird mit 900 MHz betrieben, aber nur über ein 128 Bit breites Interface angeboten. Laut NVIDIA besitzt die im 40-nm-Verfahren produzierte GPU eine TDP von ebenfalls 35 Watt. Wie es bei NVIDIAs aktuellen GPUs der Fall ist, wird natürlich Vision 3D unterstützt – alles andere wäre bei unserem Testkandidaten aber auch ein NoGo gewesen.

Upgrades gegenüber dem Vorgänger-Modell können auch bei der weiteren Ausstattung beobachtet werden. Der flüchtige Speicher hat sich verdoppelt und beläuft sich nun auf 8 GB. Damit wird auch für anspruchsvolle Anwendungen, wie beispielsweise die Bildbearbeitung mehr als genügend RAM geboten. Auch bei der eingesetzten 2,5 Zoll großen HDD hat sich etwas getan. Kam bei unserem letzten Testmuster noch eine 500 GB fassende Version zum Einsatz, sind es nun 750 GB. Zwar gibt es seit kurzem auch 1-TB-HDDs im 2,5-Zoll-Format, mit Hinblick auf die aktuellen Festplattenpreise hätte das den Budget-Rahmen aber wohl gesprengt. Wenig überraschend ist darüber hinaus, dass ein Blu-ray-Player als optisches Laufwerk zum Einsatz kommt. Beschrieben werden können hingegen aber nur DVDs, was bei der Ausrichtung des Vision 3D ein wenig schade ist.

Merkliche Veränderungen gegenüber dem Vorgänger gibt es beim BIOS. Wie im Sandy-Bridge-Zeitalter üblich, setzt AsRock nun auf ein UEFI-BIOS. Das ist optisch ansprechend gelöst und bietet dennoch eine hohe Übersicht. Alle relevanten Features und zusätzlich ein paar Overclocking-Funktionen sind vorhanden. Letztere werden aber vermutlich gerade bei einem kompakten Media-PC nur selten genutzt werden.