Seite 2: ASUS ROG Strix GeForce GTX 1070 Ti A8G Gaming - Impressionen

Bevor wir uns nun die Karte aus allen Winkeln anschauen, werfen wir noch einen Blick auf die wichtigsten technischen Daten in Form von Abmessung und Kühlung.

ASUS ROG Strix GeForce GTX 1070 Ti A8G Gaming
Länge des PCBs 285 mm
Länge mit Kühler 304 mm
Slothöhe 2,5 Slots
zusätzliche Stromanschlüsse 1x 8-Pin
Lüfterdurchmesser 3x 90 mm
Display-Anschlüsse

3x Displayport 1.3/1.4
1x HDMI 2.0
1x Dual-Link-DVI

Lüfter aus im Idle Ja (ab 46 °C)

Die ASUS ROG Strix GeForce GTX 1070 Ti A8G Gaming und die Variante von ZOTAC teilen sich den wuchtigen Auftritt. Auch wenn das PCB hier nur 285 mm lang ist, misst die Karte 304 mm und ist damit eine der längsten. Auch die Stärke des Kühlers ist mit 2,5 Slots beachtlich. Auf die Details der Versorgung sowie der weiteren Anschlüsse gehen wir später noch genauer ein.

Gegenüberstellung von Temperatur und Takt
Spiel Temperatur Takt
The Witcher 3: Wild Hunt 60 °C 1.963 MHz
Rise of the Tomb Raider 60 °C 1.963 MHz
Hitman 60 °C 1.949 MHz
Far Cry Primal 60 °C 1.963 MHz
DiRT Rallye 60 °C 1.963 MHz
Anno 2205 60 °C 1.949 MHz
The Division 60 °C 1.949 MHz
Fallout 4 60 °C 1.963 MHz
DOOM 60 °C 1.949 MHz

Die Vorgaben des Boost-Mechanismusses werden von der ASUS ROG Strix GeForce GTX 1070 Ti A8G Gaming deutlich übertroffen. Die GPU-Temperatur steigt nicht über einen Wert von 60 °C. Vermutlich hat der Kühler also keinerlei Probleme mit der Abwärme der Karte. Der dazugehörige GPU-Takt liegt bei 1.949 bis 1.963 MHz. Diese Werte werden mit dem OC-Profil erreicht, welches per Software aktiviert werden kann. Im Auslieferungszustand erreicht die Karte einen GPU-Takt von etwa 1.885 MHz.

Bereits mehrfach angesprochen haben wir das wuchtige Auftreten der Karte. Mit der typischen Mittelklasse hat dies wenig zu tun. Die großen Axiallüfter dominieren die Frontansicht und ansonsten bleibt sich ASUS seiner Designsprache für die ROG-Strix-Serie treu.

Die Rückseite der Karte versieht ASUS mit einer Backplate, die für eine Stabilisierung durch das hohe Gewicht des Kühlers sorgen soll. Eine Backplate kann aber auch vor mechanischen Schäden schützen und ist inzwischen auch schon ein Designelement einer jeden Grafikkarte. ASUS bringt an dieser Stelle auch ein beleuchtetes Element unter, welches wir uns noch genauer anschauen wollen.

Die drei Axiallüfter kommen auf einen Durchmesser von jeweils 90 mm. Erst ab einer GPU-Temperatur von 56 °C beginnen sie mit ihrer Arbeit und drehen dann auf bis zu 1.100 Umdrehungen pro Minute in den automatischen Einstellungen. Lässt die Last wieder nach, schalten sich die Lüfter ab einer GPU-Temperatur von 46 °C wieder ab. Das Einschalten der Lüfter ab 56 °C ist recht erstaunlich wenn man sich vor Augen führt, dass die GPU nur etwa 60 °C warm wird.

Die zusätzliche Stromversorgung erfolgt über einen 8-Pin-Anschluss. Damit kann die Karte theoretisch 225 W aufnehmen, denn zu den 150 W des Anschlusses kommen noch die 75 W des PCI-Express-Steckplatzes. Die 225 W sind recht knapp bemessen, wenn man bedenkt, dass die Karte ab Werk eine TDP von 180 W vorzuweisen hat, die aber um +40 % erhöht werden können. Damit werden die ATX-Spezifikationen ausgereizt.

Auf der Stirnseite der Karte befindet sich ein weiteres Element der RGB-Beleuchtung. Der "Republic of Gamers"-Schriftzug wechselt im Automatik-Modus einfach immer nur die Farbe. Der Nutzer kann aber auch eigene Profile und Effekte einstellen. Von der seitlichen Ansicht wird auch die Dicke mit 2,5 Slots noch einmal deutlich.

Das Strix-Logo auf der Bachplate ist ein weiteres Beleuchtungselement auf der ASUS ROG Strix GeForce GTX 1070 Ti A8G Gaming. Eine dünne LED-Folie wird automatisch in den Farben des Regenbodens beleuchtet oder kann auch hier mit eigenen Effekten angesteuert werden.

In der Backplate sieht ASUS einige Öffnungen vor, die aufgrund der Bauhöhe einiger Komponenten notwendig sind. Zu erkennen ist auch, dass ASUS des PCB- und Backplate-Design schon bei mehreren Modellen verwendet hat und daher bei der Variante der GeForce GTX 1070 Ti einige Lötpads und Öffnungen nicht verwendet werden.

Die Verwandtschaft mit anderen Modellen wir auch anhand der Spannungsmesspunkte auf der ASUS ROG Strix GeForce GTX 1070 Ti A8G Gaming deutlich. Hier können die GPU-, Speicher- und PLL-Spannung abgegriffen werden. Auf eine Beschriftung der Kontaktpunkte verzichtet ASUS allerdings im Falle des Strix-Modells jenoch.

Im hinteren Bereich der Karte befinden sich noch einige Steckverbindungen. Die bereits vorhandenen Stecker steuern die Lüfter und die RGB-Beleuchtung an. Links befinden sich zwei Lüfteranschlüsse. Über diese möchte es ASUS dem Nutzer erlauben, zwei Lüfter im Gehäuse direkt über die Grafikkarte anzusteuern. Notwendig ist dies laut ASUS, da eine Grafikkarte wesentlich mehr Abwärme erzeugen kann, als es das Mainboard über die Last des Prozessors vermuten würde. Derart gesteuert kann die Abwärme durch die Gehäuselüfter aber nicht effizient abgeführt werden. Eine direkte Steuerung der Gehäuselüfter über die Grafikkarten bzw. deren GPU-Temperatur soll laut ASUS deutlich besser sein.

Auf der Slotblende werden wir noch oft obiges Bild sehen: Alle modernen und auch schon etwas betagteren Displays können per Dual-Link-DVI und HDMI 2.0a sowie den drei Displayport 1.3/1.4 angesteuert werden. Die Größte der Karte wird auch hier ersichtlich, da die Karte in Höhe und Länge die Slotblende deutlich überragt.

Ein seitlicher Blick auf die Karte zeigt den wuchtigen Kühler. Dieser deckt nicht nur die GPU ab, sondern mit dedizierten weiteren Kühlern auch die Speicherchips sowie einige Komponenten der Strom- und Spannungsversorgung. Da dieser Kühler nicht zum ersten Mal zum Einsatz kommt, ist ein Blick auf vorherige Artikel an dieser Stelle sinnvoll, da wir uns den Kühler dort schon genauer angeschaut haben.