Seite 2: PowerColor Radeon RX 480 Red Devil - Impressionen (1)

Bevor wir uns nun die PowerColor Radeon RX 480 Red Devil etwas genauer anschauen, werfen wir noch einmal einen Blick auf die wichtigsten technischen Daten zum Kühler, PCB und den weiteren Ausstattungsmerkmalen.

PowerColor Radeon RX 480 Red Devil
Länge des PCBs 240 mm
Länge mit Kühler 295 mm
Slothöhe 2 Slots
zusätzliche Stromanschlüsse 1x 8-Pin
Lüfterdurchmesser 3x 80 mm
Display-Anschlüsse

1x HDMI 2.0b
3x Displayport 1.3/1.4
1x Dual-Link-DVI

Lüfter aus im Idle Ja (Silent-BIOS - ab 50 °C)

Optisch bzw. in den weiteren technischen Daten sind die größten Unterschiede zwischen dem ersten Custom-Modell und der Referenz-Version sicherlich in der Größe der Karte zu finden. Während das PCB der Referenzversion auf 180 mm kommt, sind es bei der PowerColor Radeon RX 480 Red Devil 240 mm. Diese 240 mm entsprechend sogar der Gesamtlänge der Referenzversion mit Kühler – die Radeon RX 480 Red Devil kommt hier sogar auf 295 mm. Von einer kompakten Karte kann also nicht mehr die Rede sein. Wir bewegen uns aber noch immer in den ATX-Spezifikationen und sehen keinerlei Probleme bei der mechanischen Kompatibilität in den verschiedenen Gehäusen. Dies trifft auch auf die Slothöhe von zwei Slots zu. Auf die weiteren Details gehen wir bei den dazu passenden Bildern genauer ein.

PowerColor Radeon RX 480 Red Devil
PowerColor Radeon RX 480 Red Devil

Wer nicht weiß, um welches Modell es sich handelt, der wird hinter diesem Modell von PowerColor sicherlich nicht eine Mitteklasse-Grafikkarte vermuten. Die Länge von fast 300 mm legt eher eine High-End-Karte nahe. Damit lässt sich aber auch vermuten, dass der Kühler ein ausreichendes Potenzial bietet, um die GPU gut zu kühlen – leise und effizient. Drei Lüfter sollen im klassischen Design dafür sorgen, dass der Kühler mit ausreichend Frischluft versorgt wird.

Das Design der Karte soll das Devil-Thema unterstreichen. Rot und Schwarz dominieren daher. Hinzu kommen Formen und Schriftarten, die diesen Eindruck weiter unterstützen. Ob eine Karte nun "Red Devil" oder "Ultra Edition" heißen muss, spielt für die meisten sicherlich keine Rolle, denn letztendlich geht es darum, welche Leistung die Karte abliefert.

PowerColor Radeon RX 480 Red Devil
PowerColor Radeon RX 480 Red Devil

Die Rückseite des PCBs ist komplett mit einer Backplate versehen. Diese ist größtenteils komplett geschlossen, besitzt allerdings eine kreisrund angeordnete runde Öffnungen. Diese sind um ein aufgedrucktes Pentagramm angeordnet und damit sind wir auch wieder beim Devil-Thema. Weitere Erkenntnisse lassen sich hier nicht gewinnen.

PowerColor Radeon RX 480 Red Devil
PowerColor Radeon RX 480 Red Devil

Alle drei Lüfter kommen auf einen Durchmesser von 80 mm. Laut PowerColor kommen besonders hochwertige Kugellager zum Einsatz, die langlebig und laufruhig sein sollen. Hinzu kommt, dass die Lüfterblätter ein spezielles Design aufweisen. Dies soll für ein höhere Luftvolumen sorgen, aber auch verhindern, dass sich Staub auf den Lüftern absetzt. Im OC-Mode schalten sich die Lüfter ebenso ab, wie im Silent-Mode. In beiden Fällen stehen die Lüfter ab einer GPU-Temperatur von 50 °C still und beginnen erst mit 62 °C mit der Arbeit. Im OC-Mode drehen die Lüfter mit maximalen 1.800 RPM, im Silent-Mode sind es 1.600 RPM.

PowerColor Radeon RX 480 Red Devil
PowerColor Radeon RX 480 Red Devil

AMD legte die Referenzversion der Radeon RX 480 mit einer typischen Leistungsaufnahme von 150 W aus. Daher reichten auch die 75 W über den PCI-Express-Steckplatz und 75 W über den zusätzlichen Stromanschluss. Doch offenbar genemigt sich die Radeon RX 480 hin und wieder etwas mehr als diese 150 W und sorgt für eine Überlast auf dem PCI-Express-Steckplatz. Durch ein Update im Treiber umging AMD das Problem und damit wird theoretisch der 6-Pin-Anschluss zum Flaschenhals. In der Praxis spielt dies jedoch keine Rolle.

Von den Boardpartnern wurde erwartet, dass diese gleich einen 8-Pin-Anschluss verwenden und dies ist auch bei der PowerColor Radeon RX 480 Red Devil der Fall. Damit kann die Karte theoretisch 225 W aufnehmen. Hinzu kommt, dass PowerColor die Anzahl der Spannungsphasen erhöht hat.

PowerColor Radeon RX 480 Red Devil
PowerColor Radeon RX 480 Red Devil

Auf der Stirnseite der Karte setzt PowerColor das Red-Devil-Logo ein. Auf eine Beleuchtung verzichtet PowerColor, was allen interessierten Käufern mit einem geschlossenen Gehäuse ohnehin egal sein kann. Dem zunehmenden Trend zu RGB-Beleuchtungen ist man bei PowerColor schon einmal nicht erlegen.

PowerColor Radeon RX 480 Red Devil
PowerColor Radeon RX 480 Red Devil

Bei den neuen Grafikkarten mit Pascal-GPU haben wir bereits einige Hersteller gesehen, die per Software verschiedenen Modi anbieten, in denen die Karte betrieben werden kann. OC-Mode, Silent-Mode und Gaming-Mode sind hier die häufigsten Einstellungen. PowerColor hat sich bei der Radeon RX 480 Red Devil für einen BIOS-Schalter entschieden. Dieser wechselt zwischen zwei BIOS-Versionen – Silent-BIOS und OC-BIOS. Die maximale Taktfrequenz ist bei beiden BIOS-Versionen gleich, einzig hinsichtlich der Lüfterdrehzahl gibt es einige Unterschiede. In den Messungen gehen wir darauf noch etwas genauer ein und liefern auch die dazugehörigen Werte.

PowerColor Radeon RX 480 Red Devil
PowerColor Radeon RX 480 Red Devil

Auf der Slotblende finden wir die inzwischen üblichen Anschlüsse in Form von dreimal DisplayPort 1.3/1.4 sowie jeweils einmal HDMI 2.0b und Dual-Link-DVI. Während AMD also in der Referenzversion noch auf Dual-Link-DVI verzichtete, verbaut PowerColor bei dieser Karte diesen Anschluss noch.