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Rise of the Tomb Raider unter DirectX 12 und mit VXAO: Topmodelle von AMD und NVIDIA verlieren Leistung (Update)

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Heute Abend veröffentlichte Nixxes Software ein Update für Rise of the Tomb Raider und fügte dabei auch die Unterstützung für DirectX 12 und VXAO hinzu. In der Theorie sorgt DirectX 12 dafür, dass durch einen geringeren Overhead die Leistung steigt – so zumindest die bisherigen Benchmarks. Allerdings konnte bisher meist nur AMD eine nennenswerte Leistungsverbesserung für sich verbuchen. AMD wirbt auch gerne mit diesem Umstand und mit Asynchronous Shaders hat AMD noch ein weiteres heißes Eisen im Feuer.

Wir haben nun erste Benchmarks mit Rise of the Tomb Raider durchgeführt. Dabei verwendeten wir unser Grafikkarten-Testsystem mit einem Intel Core i7-3960X 3,3 @ 3,9 GHz auf einem ASUS P9X97 Deluxe im Zusammenspiel mit einer Corsair-H110i-GT-All-in-One-Wasserkühlung. Hinzu kommen 16 GB DDR3-Arbeitsspeicher, eine OCZ Arc 100 240 GB, ein Seasonic Platinum Series 1.000 Watt und dies alles ist in einem Fractal Design Define R5 verpackt. Als Betriebssystem setzten wir ein aktuelles Windows 10 in 64 Bit ein.

An Grafikkarten verwendeten wir eine GeForce GTX 980 Ti unter dem aktuellen GeForce 364.61 sowie eine Radeon R9 Fury X unter dem ebenfalls aktuellen Radeon Software Crimson Edition 16.3.

Beginnen willen wir mit VXAO oder Voxel Accelerated Ambient Occlusion. NVIDIA selbst beschreibt diese wie folgt: "Im Gegensatz zu bisherigen Umgebungsverdeckungstechnologien berechnet VXAO die Verschattung der gesamten geometrischen Spiel-Szene, inklusive der Bereiche, die mit der Kamera nicht sichtbar sind (etwa die Bereiche hinter Objekten). Dadurch werden alle Bereiche einer Spielszene, in denen Verschattung sichtbar ist, realistischer dargestellt."

Erst in der kommenden Woche sollen dazu weitere Informationen veröffentlicht werden und so können wir nur anhand des Namens sowie der Beschreibung von NVIDIA Rückschlüsse ziehen. Offenbar handelt es sich um eine Umgebungsverdeckungstechnologie, die ebenfalls auf Voxel zurückgreift, wie auch schon VXGI (Voxel Global Illumination). Für VXGI wird der zu beleuchtende 3D-Raum in 3D-Voxel aufgeteilt. Dies sind einfache 3D-Objekte, denen zwei Eigenschaften zugewiesen werden können: Durchlässigkeit für das Licht und in welche Richtung sowie in welcher Farbe das Licht aus dem Voxel emittiert. Um den Raum in die Voxel aufzuteilen, sind bestimmte Sampling-Verfahren notwendig, die dedizierte Hardware voraussetzen, die ebenfalls nur in der Maxwell-Architektur vorhanden sind. Sie sind auch Teil des DirectX-12-Subsets, welches bereits von Maxwell beherrscht wird.

Für VXAO kommen also ebenfalls diese Voxel zum Einsatz, was auch daran ersichtlich wird, dass eine Grafikkarte mit Kepler-GPU kein VXAO ermöglicht und dies gilt natürlich auch für alle Grafikkarten mit AMD-GPU.

Rise of the Tomb Raider

2.560 x 1.440 Sehr hoch

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Hinsichtlich der Leistung liegt VXAO auf Niveau von HBAO+. Bei der Darstellung der Schatten konnten wir auf den ersten Blick keine großen Unterschiede feststellen. Hierzu ist wohl ein genauerer Blick notwendig. Offenbar aber ist nicht nur die Qualität, sondern auch die Leistung eben auf Niveau von HBAO+ – so zumindest der erste Eindruck.

Update: Wir haben nach dem kleinen Patch von Nixxes Software für VXAO den Benchmark wiederholt und stellen einen Leistungseinbruch von etwa 10 Prozent im Vergleich zu HBAO+ fest.

Bei der Implementation von DirectX 12 soll es sich um eine recht frühe handeln. Diese sei noch lange nicht ausgereift und dies zeigt sich auch beim Blick auf die Benchmarks:

Rise of the Tomb Raider

1.920 x 1.080 Sehr hoch, 4xSSAA

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Rise of the Tomb Raider

2.560 x 1.440 Sehr hoch, 2xSSAA

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Rise of the Tomb Raider

3.840 x 2.160 Sehr hoch, SMAA

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Weder Grafikkarten mit NVIDIA- noch solche mit AMD-GPU profitieren derzeit von DirectX 12. Eher das Gegenteil ist der Fall, denn sowohl die GeForce GTX 980 Ti also auch die Radeon R9 Fury X haben mit teilweise großen Leistungseinbrüchen zu kämpfen. Derzeit ist die Aktivierung von DirectX 12 also nicht zu empfehlen.