Seite 4: Impressionen (3)

Immer tiefer gehen wir nun ins Detail mit der ASUS ROG Matrix GeForce GTX 980 Ti.

ASUS ROG Matrix GeForce GTX 980 Ti
ASUS ROG Matrix GeForce GTX 980 Ti

Wie bei aktuellen NVIDIA-Karten im High-End-Bereich üblich, sind für die 6-GB-Konfiguration auf der GeForce GTX 980 Ti 12 GDDR5-Chips mit einer Kapazität von jeweils 512 MByte Speicherkapazität verbaut. Diese hören auf die Bezeichnung H5GCQ4H24MFR-R2C und stammen aus dem Hause SK Hynix. Sie sind bei einer Versorgungsspannung von 1,55 V für einen Takt von 1.750 MHz spezifiziert. ASUS übertaktet den Speicher allerdings auf 1.800 MHz.

ASUS ROG Matrix GeForce GTX 980 Ti
ASUS ROG Matrix GeForce GTX 980 Ti

In der linken, oberen Ecke des PCBs sind bereits zwei Spulen vorhanden, die sich um die Spannungsversorgung einiger Komponenten, z.B. des PCI-Express-Interfaces, kümmern. Dazu gesellen sich noch einige Kondensatoren und Widerstände.

ASUS ROG Matrix GeForce GTX 980 Ti
ASUS ROG Matrix GeForce GTX 980 Ti

Von den insgesamt 14 Spannungsphasen kümmern sich 12 um die Versorgung der GPU und diese sind alle nebeneinander auf dem PCB angeordnet und damit auch verantwortlich für die Höhe des PCBs. Die verbauten Kondensatoren (rund und schwarz) sollen 90.000 Stunden länger halten, als standardmäßig verbaute Kondensatoren. Dies sind natürlich nur theoretische Angaben und sollen nur das Potenzial der verbauten Komponenten unterstreichen sowie das Overclocking-Potenzial verdeutlichen.

In einem silbernen Gehäuse gefasst und mit einem Logo versehen sind die dazugehörigen Spulen. Diese sollen komplett verlötet oder verklebt sein und so kein Spulenfiepen mehr erzeugen können. In unseren Tests war Spulenfiepen bei der ASUS ROG Matrix GeForce GTX 980 Ti auch nie ein Thema. Die wohl wichtigsten Komponenten befinden sich aber unter dem Kühlkörper. Darunter verbergen sich die DIGI+ VRMs. Diese Voltage Regulator Module kümmern sich letztendlich um die Ansteuerung der jeweiligen Phase mit der richtigen Spannung und arbeiten digital. Sie sollen eine besonders hohe Effizient aufweisen und letztendlich auch dafür verantwortlich sein, dass die ASUS ROG Matrix GeForce GTX 980 Ti ihre Effizienz- und Overclocking-Ziele erreicht.

Insgesamt verbaut ASUS nach eigenen Angaben nur besonders hochwertige Komponenten, was einen positiven Einfluss auf die Lebensdauer haben soll, vielmehr noch aber das Overclocking-Potenzial beeinflusst.

ASUS ROG Matrix GeForce GTX 980 Ti
ASUS ROG Matrix GeForce GTX 980 Ti

Auch der hintere Bereich des PCBs ist vollgestopft mit Komponenten, die sich um die Strom- und Spannungsversorgung, deren Ansteuerung oder aber die Lüftersteuerung kümmern. Hier sind noch einmal einige Kondensatoren und Spulen zu finden, die bei der Speicherheizung zum Einsatz kommen. Direkt hinter den beiden zusätzlichen Stromanschlüssen sind zwei von drei Shunts erkennbar. Dabei handelt es sich um besonders niederohmige elektrische Widerstände, die zur Messung des elektrischen Stroms verwendet werden. Insgesamt sind auf dem PCB drei dieser Bauteile zu finden, die ASUS vermutlich dazu verwendet direkte Messungen des Stromflusses zu den verschiedenen Komponenten zu machen.

ASUS ROG Matrix GeForce GTX 980 Ti
ASUS ROG Matrix GeForce GTX 980 Ti

Ein seitlicher Blick auf die hintere Kante des PCBs zeigt noch einmal den 4-Pin-Molex-Anschluss zur Versorgung der Speicherheizung, die Spannungsmesspunkte, den Schalter für den LN2-Mode sowie den Safe-Mode-Taster zur Wiederherstellung des BIOS.

ASUS ROG Matrix GeForce GTX 980 Ti
ASUS ROG Matrix GeForce GTX 980 Ti

Über die zwei Controller Digi+ und iROG werden Lüftersteuerung und Spannungsversorgung gesteuert. Sämtliche Steuerbefehle zu diesen beiden Themengebieten gehen durch diese beiden Chips. Das Foto zeigt aber auch noch einmal sehr schön, wie vollgepackt das PCB in einigen Bereichen ist. Zwischen den größeren Bauteilen reihen sich zahllose SMD-Widerstände nebeneinander. Die Verbindung untereinander muss ASUS über ein PCB mit 12 Layern realisieren.

ASUS ROG Matrix GeForce GTX 980 Ti
ASUS ROG Matrix GeForce GTX 980 Ti

Seit einiger Zeit setzt ASUS bei seinen Grafikkarten bzw. deren Fertigung auf das sogenannte "Auto Extreme Technology"-Verfahren. Das PCB der Karte wird vollständig automatisiert gefertigt. Kein Bauteil muss manuell platziert werden. Dazu gehört auch, dass kein Durchkontaktierungen für größere Bauteile mehr erforderlich sind. Große, hohe und vor allem scharfe Lötpunkte gibt es auf der Karte nicht mehr. Dies trägt zum einen dem Design bei, macht das Design der Backplate und den Einbau der Karte aber auch einfacher.

ASUS ROG Matrix GeForce GTX 980 TiASUS ROG Matrix GeForce GTX 980 Ti

ASUS ROG Matrix GeForce GTX 980 Ti

Der auf der ASUS ROG Matrix GeForce GTX 980 Ti verbaute DirectCU-Kühler verwendet grundsätzliche die gleiche Funktionsweise, wie alle anderen Modelle diesen Typs auch. Allerdings ist der Kühlkörper mit einer Höhe von drei Slots deutlich höher und besitzt daher auch eine größere Oberfläche. Wie auch die Heatpipes, hat ASUS den Kühlkörper aus Aluminium schwarz lackiert.

Fünf Heatpipes sind im direkten Kontakt mit der GPU - nicht ganz allerdings, denn die beiden ganz außen liegenden Kühler berühren die Oberfläche der GPU nicht oder so nur sehr knapp. Es ist allerdings davon auszusehen, dass ein Teil der Abwärme dennoch von diesen beiden Heatpipes erfasst werden kann. Allerdings dürfte der Anteil nicht sonderlich hoch sein. Verbaut sind zwei Heatpipes mit einem Durchmesser von 6 mm, zwei weitere mit 8 mm und eine weitere mit 10 mm.

ASUS ROG Matrix GeForce GTX 980 Ti
ASUS ROG Matrix GeForce GTX 980 Ti

Dort, wo die Heatpipes durch den Kühlkörper führen und damit in Kontakt kommen, hat ASUS die feinen Kühllamellen des Kühlers ausgefüllt, um die Kontaktfläche zu erhöhen. Das Bild soll noch einmal verdeutlichen, wie hoch der Aufbau des Kühlkörpers ist, was auch die drei Slots an Höhe begründet.