Seite 3: Impressionen (2)

Weiter geht es mit der detaillierten Betrachtung der einige Overclocking-Funktionen der ASUS ROG Matrix GeForce GTX 980 Ti.

ASUS ROG Matrix GeForce GTX 980 Ti
ASUS ROG Matrix GeForce GTX 980 Ti

Rechts ist ein großer Safe-Mode-Taster zu sehen. Über den Safe-Mode ist es möglich, die Karte wieder in einen definierten Default-Zustand zu versetzen. Einen Defekt über ein falsch programmiertes BIOS herbeizuführen ist damit so gut wie unmöglich. In der Mitte im hinteren Bereich des PCBs sind einige Kontaktpunkte zu sehen, an denen die wichtigsten Spannungen abgegriffen werden können. Dazu gehören die GPU-, Speicher- und Interface-Spannung. Dazwischen ist ein kleiner Schalter platziert, der die Speicherheizung ein- bzw. ausschaltet. Ganz links befindet sich die Stromversorgung der Speicherheizung.

Wer bereits selbst einmal Overclocking-Versuche mit flüssigem Stickstoff unternommen hat oder bei einer entsprechenden Benchmark-Session dabei war, der kennt die Pausen die nötig werden, um das System zu enteisen und darauffolgend zu trocknen. Weiterhin tritt bei einigen Komponenten ein sogenannter "Cold Bug" auf. Dies drückt sich insofern aus, als dass ab einer bestimmten Temperatur (und darunter) kein stabiler Betrieb mehr möglich ist. Offenbar ist davon besonders der Speicher betroffen, doch wenn die GPU mittels flüssigem Stickstoff gekühlt wird, erreicht diese Kälte früher oder später auch die Speicherchips. Über einen DIP-Schalter lässt sich auf der ROG Matrix GeForce GTX 980 Ti eine Art Heizung zuschalten, welche die Speicherchips eisfrei halten soll. ASUS nennt dieses Feature "Memory Defrost" und natürlich kann dies auch genutzt werden, um die Karte zu enteisen. Vorsicht ist natürlich dann geboten, wenn das Eis zu Wasser wird und somit trotz Isolierung der restlichen Komponenten zu einer Gefahr werden könnte.

Bisher haben sich Overclocker damit beholfen die Speicherspannung etwas anzuheben, um damit auch die Abwärme zu erhöhen. Diesen Schritt können sie sich mit "Memory Defrost" ersparen, wenngleich der Effekt der gleiche ist. Der Memory Defroster ist bereits auf früheren Karten verbaut - so z.B. auf der ROG Matrix GeForce GTX 980, ROG Matrix GeForce GTX 780 Ti und ROG Matrix Radeon R9 290X.

ASUS ROG Matrix GeForce GTX 980 Ti
ASUS ROG Matrix GeForce GTX 980 Ti

Auf Seiten des PCI-Express-Steckplatzes führt ASUS beim DirectCU-Kühler die vier der fünf Heatpipes heraus. Diese bestehen zwar aus Kupfer, sind bei der ROG Matrix GeForce GTX 980 Ti aber mattschwarz lackiert. Dies trägt natürlich der Optik der Karte bei und sollte keinerlei Auswirkungen auf die Kühlleistung der Heatpipe haben.

ASUS ROG Matrix GeForce GTX 980 Ti
ASUS ROG Matrix GeForce GTX 980 Ti

Über das beleuchtete ROG-Logo auf der Stirnseite kann der Nutzer sehen, wie stark die Karte ausgelastet ist. Unterschiedliche Farben geben den Lastzustand an. Umrahmt ist das Logo mit bronze-glänzendem Plastik, das nicht wirklich zum matten Orange der restlichen Karte passt.

ASUS ROG Matrix GeForce GTX 980 Ti
ASUS ROG Matrix GeForce GTX 980 Ti

Auf der Slotblende sehen wir die übliche Konfiguration für die aktuelle Maxwell-Generation von NVIDIA. Dazu gehören jeweils einmal Dual-Link-DVI und HDMI 2.0 sowie dreimal DisplayPort 1.2. Die Öffnungen in der Slotblende sind zwar schön und gut, können im Falle der ASUS ROG Matrix GeForce GTX 980 Ti aber wenig ausrichten, da nur ein kleiner Teil der warmen Luft hier entweichen kann.

ASUS ROG Matrix GeForce GTX 980 Ti
ASUS ROG Matrix GeForce GTX 980 Ti

Ein Schalter in direkter Nähe zu den SLI-Anschlüssen ist mit Standard und LN2 beschriftet. Auch hierrüber lassen sich bestimmte Modi und Schutzmechanismen ein- bzw. ausschalten. Um dies aber wirklich aktivieren zu können, müssen die bereits erwähnten Kontaktpunkte auf dem PCB zunächst einmal geschlossen werden.

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ASUS ROG Matrix GeForce GTX 980 Ti

Eingebaut im System weiß die ASUS ROG Matrix GeForce GTX 980 Ti noch mit einigen Lichteffekten aufzuwarten. Dazu gehören auch die zusätzlichen Stromanschlüsse, die über eine rote LED auf den fehlenden Kontakt oder eine mangelnde Versorgung hinweisen und mit einer weißen LED die korrekte Verbindung bestätigen.

Das ROG-Logo auf der Karte zeigt über verschiedene Farben an, wie stark die Karte bzw. GPU derzeit ausgelastet ist. Im Safe Mode leuchtet es Grün, im Idle-Betrieb in einem hellen Grün und bei zunehmender Last wechselt die Farbe in mehr in ein Rot.

ASUS ROG Matrix GeForce GTX 980 Ti
ASUS ROG Matrix GeForce GTX 980 Ti

Die wahre Pracht der ASUS ROG Matrix GeForce GTX 980 Ti wird aber erst deutlich, wenn man ihr den Kühler entreißt. Trotz mehrschichtigem Aufbau musste ASUS das PCB in der Höhe erweitern. Grund hierfür ist sicherlich der Aufbau der Spannungsphasen. 14 Stück sind in der Höhe nebeneinander angeordnet zu finden. Die Aufteilung ist dabei von der Slotblende aus gesehen nicht unüblich und beinhaltet im linken Bereich des PCBs die Komponenten zur Display-Ausgabe, in der Mitte die GPU samt Speicherchips und im hinteren, rechten Bereich des PCBs die Strom- und Spannungsversorgung.

ASUS ROG Matrix GeForce GTX 980 Ti
ASUS ROG Matrix GeForce GTX 980 Ti

Die GPU ist recht mittig auf dem PCB platziert und wird auf drei Seiten vom den GDDR5-Speicherchips flankiert. Hier sind auch schön die Leiterbahnen im obersten Layer des PCBs zu sehen, die von den einzelnen Speicherchips zum GPU-Package führen.