Seite 21: Fazit

Mit der GeForce GTX 780 wollte NVIDIA das Zwischenstück zur GeForce GTX Titan und GeForce GTX 770 (früher GeForce GTX 680) bilden. Allerdings ist man der Referenzversion der GeForce GTX Titan sehr nahe gerückt, was es den übertakteten Partner-Karten dann recht leicht macht, diese Hürde zu überspringen. Dies gelingt auch der Palit GeForce GTX 780 Super Jetstream. Sie kommt ab Werk mit einem Basis-Takt von 980 MHz und einem Boost-Takt von 1033 MHz daher. In der Praxis arbeitet die GPU aber meist bei 1111 MHz - dank einer sehr guten Kühlung. Dies bringt die Karte auf Niveau einer ebenso schnellen EVGA GeForce GTX 780 Superclocked mit ACX-Kühler, Inno3D iChill GeForce GTX 780 und der Gainward GeForce GTX 780 Phantom GLH.

Entsprechend hoch ist natürlich auch die Leistungsaufnahme unter Last, während man mit einer Temperatur von 70 °C erst die hohen Boost-Taktraten möglich macht. Nicht so gut gefallen hat uns die Lautstärke im Idle-Betrieb, dafür aber umso mehr unter Last. Hier muss auch immer die gebotene Leistung ins Verhältnis gesetzt werden.

In Sachen Kühlung bleibt Palit dem Jetstream-Kühler treu und verändert diesen auch bei der Super-Jetstream-Variante nicht. Eine Bodenplatte aus Kupfer nebst Kupfer-Heatpipes in fünffacher Ausführung führen die Abwärme in den zweigeteilten Kühler. Gleich drei Lüfter kümmern sich um den notwendigen Luftstrom, können in den Messungen aber nicht immer mit niedriger Lautstärke glänzen. Das ausgebaute PCB hat zunächst einmal keinen großen Einfluss auf die Performance, denn auch beim Overclocking erreicht die Palit GeForce GTX 780 Super Jetstream Werte, wie wir sie schon von anderen Karten her kennen. Wir sind gespannt was Hersteller wie EVGA für die GeForce GTX 780 Classified oder MSI für die GeForce GTX 780 Lightning in Sachen PCB aus dem Hut zaubern.

Produktname
Straßenpreis ab 590 Euro
Homepage www.palit.biz
Technische Daten
GPU GK110 (GK110-300-A1)
Fertigung 28 nm
Transistoren 7,1 Milliarden
GPU-Takt (Base Clock) 980 MHz
GPU-Takt (Boost Clock) 1033 MHz
Speichertakt 1553 MHz
Speichertyp GDDR5
Speichergröße 3072 MB
Speicherinterface 384 Bit
Speicherbandbreite 298 GB/Sek.
DirectX-Version 11.0
Shadereinheiten 2304 (1D)
Textur Units 192
ROPs 48
Pixelfüllrate 47,0 GPixel/Sek.
SLI/CrossFire SLI
Lautstärke
Idle-Modus 35,1 dB(A)
Last-Modus 50,5 dB(A) 
Leistungsaufnahme
Idle-Modus 106,8 Watt
Last-Modus 412,2 Watt
Temperaturen
Idle-Modus 35 °C
Last-Modus 70 °

Kommen wir zum Preis und damit oftmals zum Knackpunkt einer solchen Karte. Doch auch hier weiß uns Palit zu überraschen, denn anstatt eines Preises weit über der 600-Euro-Grenze verlangt man für die GeForce GTX 780 Super Jetstream derzeit nur etwa 590 Euro und ist somit nur 20 Euro teurer als die günstigste GeForce GTX 780 in unserem Preisvergleich. Viel wichtiger aber ist, dass man die GeForce GTX Titan mit einem Preis ab 875 Euro in Sachen Performance meist locker im Griff hat. Dennoch sind 590 Euro natürlich eine Stange Geld, die nicht jeder so einfach für eine Grafikkarte übrig hat.

Alternativen? Die Alternativen haben wir im Test bereits mehrfach erwähnt, denn aufgrund guter Kühlung erreichen auch die EVGA GeForce GTX 780 Superclocked mit ACX-Kühler, Inno3D iChill GeForce GTX 780 und der Gainward GeForce GTX 780 Phantom GLH ähnliche Werte bei der Performance. Hier spielen dann vielleicht persönliche Präferenzen die entscheidende Rolle für die Wahl einer bestimmten Karte.

 

Persönliche Meinung

Palit schafft es mit der GeForce GTX 780 Super Jetstream mit den derzeit schnellsten Karten mitzuhalten. Ein Grund sind die hohen Taktvorgaben ab Werk, die allerdings wenig wert sind, wenn die Kühlung diese nicht einhalten kann. Beides gelingt Palit und das zu einem durchaus akzeptablen Preis. (Andreas Schilling)

 

Positive Aspekte der Palit GeForce GTX 780 Super Jetstream:

  • hohe Performance, selbst für hohe Auflösungen und Qualitätssettings
  • meist schneller als die GeForce GTX Titan
  • gute Kühlung
  • GPU-Boost 2.0 mit neuen Optionen für den Nutzer

Negative Aspekte der Palit GeForce GTX 780 Super Jetstream:

  • relativ hohe Leistungsaufnahme unter Last
  • kein "CUDA - Double Precision" möglich
  • nicht gerade preiswert