Seite 1: ATI Radeon HD 5870 Eyefinity 6

Eyefinity_LogoBereits im Spätsommer letzten Jahres präsentierte AMD zusammen mit der neuen Radeon-HD-5000er-Serie die Eyefinity 6 Edition der 5870. Doch bisher war das Eyefinity-Feature ausschließlich auf die bisher vorgestellten Grafikkarten und damit auf maximal drei Displays pro Karte beschränkt. Dies soll sich nun ändern und die ATI Radeon HD 5870 Eyefinity 6 Edition wird offiziell vorgestellt. Doch auch eine kleine Änderung am Konzept wurde vorgenommen: So hat man die Kapazität des Speichers auf 2 GB verdoppelt, um der höheren Auflösung Rechnung zu tragen. Auf den folgenden Seiten wollen wir uns den technischen Details widmen, können aber noch nicht mit einem kompletten Test aufwarten, da AMD erst zu einem späteren Zeitpunkt hierzu eine Freigabe erteilt.

Beginnen wir mit einem Blick auf die technischen Daten der Karte:

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Bis auf die Möglichkeit bis zu sechs Monitore anzuschließen und die bereits erwähnte Verdoppelung des Arbeitsspeichers unterscheidet sich die ATI Radeon HD 5870 Eyefinity 6 Edition nicht von der Standard-Radeon-HD-5870. Auch hier arbeitet die GPU mit 850 MHz, während die 2 GB GDDR5-Speicher mit 1200 MHz laufen. Ein Unterschied ist allerdings in der maximalen Leistungsaufnahme zu finden, denn die 2 GB  Speicher benötigen natürlich eine entsprechende Stromversorgung. AMD gibt für die ATI Radeon HD 5870 Eyefinity 6 Edition einen maximalen Verbrauch von 228 Watt für das 2-GB-Modell an. Für das Standard-Modell mit 1 GB Speicher waren es noch 188 Watt. Auch im Idle-Betrieb sind unterschiedliche Angaben zu finden. Während die normale Radeon HD 5870 nur 27 Watt verbrauchen soll, sind es bei der Eyefinity 6 Edition mit 2 GB Speicher schon 34 Watt.

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Die ATI Radeon HD 5870 Eyefinity 6 Edition mit sechs DisplayPorts macht eine Konfiguration für sechs Displays überhaupt erst möglich. Die Standard-Karten der 5800-Serie sind in der Lage bis zu drei Displays anzusprechen. Der Anwender hat die Wahl, ob er bis zu sechs getrennte Desktops verwenden möchte oder aber eine Anwendung oder ein 3D-Spiel auf alle Monitore verteilt. Das theoretische Maximum liegt dann bei 8.096 x 8.096 Pixeln. Selbst mit einer Konfiguration aus sechs 30-Zoll-Monitoren wird dieses Maximum also nicht erreicht, dies ergäbe eine Auflösung von 7680 x 3200 Pixeln. Aus Kostengründen eher wahrscheinlich scheint hier der Einsatz von 24-Zoll-Monitoren, was dann in 5.670 x 2.160 Pixeln resultiert. Die neuen Karten sollen in der Lage sein auch diese Auflösungen flüssig darzustellen.

Um bis zu sechs Monitore ansteuern zu können, verfügen die neuen Karten über bis zu sechs Display-Controller. Diese können dann sechs DisplayPorts, DVI- und HDMI-Ausgänge zur Verfügung stellen. Soll eine Auflösung von mehr als 1920 x 1080 Pixeln angesprochen werden, so muss dies über die DisplayPorts geschehen oder aber per Dual-Link-DVI. Dies wird durch das Zusammenführen von zwei Display-Controllern realisiert.