Seite 4: Innerer Aufbau (1)

Wir hatten schon erwähnt, dass die Rändelschrauben an der Rückseite nur eine Transportsicherung sind. Im Alltag können die beiden Seitenteile einfach zur Front hin eingehängt und in Rückwandnähe angeclipst werden. Diese Clipslösung kennt man in ähnlicher Form schon von Lian Li. Fractal Design nutzt allerdings nur zwei Clips je Seitenteil. Das kann dazu führen, dass widerspenstige Kabelstränge das rechte Stahlseitenteil einfach wieder aufdrücken. 

Bei der Tempered Glass-Variante wird zumindest das rechte Seitenteil schallgedämmt. 

Ab Werk zeigt sich der Innenraum des Define R6 im sogenannten Standardlayout. Dieses Layout kombiniert eine überschaubare Mainboardkammer mit einer separaten Netzteilkammer und einem klassischen Laufwerksschacht. Es ist damit optimal für Nutzer, die Wert auf möglichst viele Laufwerksplätze legen. Das alternative Open Layout entspricht hingegen dem, was man als modernen Standard bezeichnen kann. Der Laufwerksschacht wird aufgelöst, sodass ein großer Frontradiator und überlange Grafikkarten genutzt werden können. Wir werden noch zeigen, wie anders das Define R6 mit Open Layout aussieht. Doch vorerst stellen wir den Innenraum noch näher in der Standardkonfiguration vor. 

Völlig unabhängig von der Innenraumkonfiguration kann eine Dual-Slot-Grafikkarte vertikal montiert werden. Benötigt wird allerdings das optionale Riserkabel. Fractal Design hat uns dieses Flex VRC-25 PCIE x16 Vertical GPU Riser Kit für den Test zur Verfügung gestellt, sodass wir es gleich nutzen konnten. Das Kit wurde speziell für das Define R6 entwickelt und unterstützt PCI Express 3.0. Das Riserkabel wird einfach mit einem PCIe-Slot des Mainboards verbunden. Die Grafikkarte kann dann am anderen Ende eingesteckt und an der Gehäuserückwand mit zwei Kreuzschlitzschrauben befestigt werden. An den sieben horizontalen Erweiterungskartenslots kommen hingegen Rändelschrauben zum Einsatz.