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klein aber oho - SilverStone Milo ML07 im Test - Fazit

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Seite 6: Fazit

Die Vorteile von SilverStones Gehäusekonzept liegen auf der Hand: Das Milo ML07 (und das Geschwistermodell Raven RVZ01) sind beispielhaft flach und platzsparend. Sie können sowohl liegend als auch stehend genutzt werden. Dabei überzeugt das Konzept durchaus auch in der Praxis. 

Einige Einschränkungen bei der Komponentenwahl (nur SFX-Netzteile, keine Towerkühler, nur ein 3,5-Zoll-Laufwerksplatz, optisches Laufwerk im Slim-Format, Grafikkarten mit konventionellem Dual-Slot-Kühler) müssen zwar beachtet werden, doch diese Limitierungen sind angesichts der Außenmaße nachvollziehbar. Für die meisten Nutzer dürfte nur die Beschränkung auf SFX-Netzteile problematisch sein, weil dadurch zusätzliche Kosten entstehen können. Wer sich darauf einlässt, die Hardware an das Gehäuse anzupassen, kann innerhalb der 14 Liter ein leistungsstarkes System mit immerhin fünf Laufwerken aufbauen. Die Kühlung ist unproblematisch: Selbst ohne jeden Gehäuselüfter sorgen Grafikkarten- und Prozessorlüfter dank der nahe liegenden Lufteinlässe für akzeptable Temperaturen. Wer mit dem Design leben kann, erhält beim Kauf des Raven RVZ01 anders als beim Milo ML07 einen Satz Gehäuselüfter und vor allem magnetische Staubfilter. Dafür können beim Milo einige Euro eingespart werden. Die Installation der Komponenten ist in beiden Modellen gleich aufwändig. Der überdurchschnittliche Montageaufwand ist aber angesichts des platzsparenden Innenraums gerechtfertigt.

Oft sind kompakte Mini-ITX-Gehäuse nicht als Gaming-Systeme geeignet. Reine Gaming-Gehäuse im Mini-ITX-Format fallen hingegen in aller Regel viel größer als das SilverStone-Modell aus. Dementsprechend gibt es nur wenige, einigermaßen vergleichbare Konkurrenzmodelle. Zu den kompakteren Vertretern gehört noch Antecs ISK 600 mit seinen 260 x 195 x 369 mm (B x H x T). Dieses Modell ist rund 10 Euro günstiger als das Milo ML07 und ermöglicht außerdem die Montage von zahlreichen Towerkühlern. Allerdings beansprucht es knapp 5 Liter mehr Volumen als das 14-Liter-Gehäuse von SilverStone. EVGAs Hadron Air ist mit 169 x 305 x 308 mm und 15,9 Liter Volumen zwar auch recht platzsparend, spielt aber in einer ganz anderen Preisklasse und schränkt zudem bei der Grafikkartenwahl mehr ein als die beiden Konkurrenten.

Noch kompakter als das Milo ML07 kann ein spiele-geeignetes Mini-ITX-Gehäuse kaum ausfallen. Wir zeichnen das ultra-flache Mini-ITX-Modell deshalb mit unserem Technik-Award aus.

alles

Positive Aspekte des SilverStone Milo ML07:

  • geringes Volumen, Platz enorm effizient genutzt
  • genug Platz für lange Dual-Slot-Grafikkarte
  • fünf Laufwerksplätze, darunter Platz für ein optisches Laufwerk (allerdings nur Slim)
  • drei (optionale) 120-mm-Lüfterplätze
  • dezentes Design

Negative Aspekte des SilverStone Milo ML07:

  • wird ohne Lüfter und Staubfilter ausgeliefert (dafür günstiger Preis), benötigt SFX-Netzteil
  • relativ aufwändige Komponenteninstallation