Seite 1: EVGA Hadron Air im Test

Scythe_Gekko_logoWenn ein Hersteller erstmalig ein Gehäuse auf den Markt bringt, sorgt das immer für besondere Spannung. Wird das Angebot um ein interessantes Modell bereichert, das vielleicht sogar eine Marktlücke schließen kann? Im Fall des EVGA Hadron Air stehen die Zeichen günstig - das Mini-ITX-Gehäuse ist nicht nur sehr kompakt, sondern auch für leistungsstarke Hardware geeignet. Und es wird gleich mit einem platzsparenden und hocheffizienten Netzteil ausgeliefert. 

EVGA ist NVIDIA-Premiumpartner und dementsprechend vor allem für Grafikkarten bekannt. Doch auch EVGA gehört zu den Herstellern, die sich um weitere Standbeine bemühen. EVGA-Mainboards sind vielen Nutzern schon länger ein Begriff und auch Netzteile bietet das Unternehmen nicht erst seit gestern an. Neu ist aber, dass es auch Gehäuse von EVGA gibt. 

Das Erstlingswerk ist das Hadron Air. Wer erwartet hat, dass EVGA vielleicht mit einem riesigen Full-Tower für die eigenen High-End-Mainboards und -Grafikkarten auf den Markt drängt, wird überrascht werden. Die Philosophie hinter dem Hadron Air lässt sich vielmehr mit: "So klein wie möglich, so groß wie nötig." beschreiben. Das Mini-ITX-Gehäuse wurde auf kompakte 169 x 305 x 308 mm (B x H x T) eingedampft, soll aber trotzdem für leistungsstarke Hardware geeignet sein. Wir werden diese Eignung prüfen, denn EVGA hat zum Gehäusetestsample gleich noch ein Z87 Stinger-Mainboard und eine EVGA GeForce GTX 770 SC ACX (zu unserem Test) mitgeschickt. Das Mainboard werden wir mit Intels leistungsstärkstem Prozessor für die LGA 1150-Plattform bestücken, also mit dem Core i7-4770K (zu unserem Test). Ein Blick auf EVGAs Produktseite klärt übrigens darüber auf, dass es bald noch ein weiteres Gehäuse von diesem Unternehmen geben wird. Das Hadron Hydro sieht praktisch wie ein Hadron Air mit einem Aufsatz für eine Wasserkühlung aus. Ob EVGA später auch Gehäuse für Mainboards mit größerem Formfaktor anbieten will, ist derzeit hingegen noch nicht bekannt. 

Das Hadron Air kann jedenfalls bereits bei Caseking vorbestellt werden, als Auslieferungstermin wird aktuell der 20. November angegeben. Der scheinbar hohe Verkaufspreis von 199,90 Euro lässt sich vor allem mit dem bereits vormontierten, hocheffizienten 500-Watt-Netzteil mit 80 PLUS Gold-Zertifizierung begründen. 

Schon im Testvorfeld haben wir das EVGA Hadron Air in einen ausgepackt & angefasst-Video vorgestellt:

alles

Der Lieferumfang des Hadron Air ist etwas umfangreicher als bei einem typischen Mini-ITX-Gehäuse. So liegen neben den Montageschrauben und der Montageanleitung noch eine Laufwerksschublade für ein optisches Slim-Laufwerk, zwei Kabelführungen, ein Netzkabel, SATA-Kabel und zwei Aufkleber bei. EVGA bleibt also auch bei den Gehäusen der eigenen Sticker-Tradition treu.

Bevor wir mit dem eigentlichen Test beginnen, hier die Eckdaten des Gehäuses in tabellarischer Form:

Eckdaten: EVGA Hadron Air
Bezeichnung: EVGA Hadron Air
Material: Stahl, Kunststoff
Maße: 169 x 305 x 308 mm (B x H x T)
Formfaktor: Mini-ITX
Laufwerke: 1x optisches Slim-Slot-Laufwerk, 2x 2,5 Zoll oder 3,5 Zoll
Lüfter: 2x 120 mm (Deckel, vorinstalliert)
Gewicht: rund 5,6 kg (inkl. Netzteil)
Preis: 199,90 Euro (inkl. Netzteil)