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Thermaltake Urban T81 im Test - Fazit

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Seite 7: Fazit

Das Urban T81 hat auf den ersten Blick keinen leichten Stand - schließlich hat die Urban Serie mit dem Urban S71 schon ein adäquates und mittlerweile auch preislich attraktives Flaggschiff. Bei der Arbeit an diesem Test wurde aber schnell klar, dass das Urban T81 alles andere als überflüssig ist. 

Rein äußerlich kündet nicht mehr nur die Aluminiumfront, sondern auch die seitliche Doppeltür vom Premiumanspruch des Gehäuses. Auch der Blick auf das überbordende I/O-Panel, die zweistufige Lüftersteuerung und die leicht zu reinigenden Staubfilter macht schnell klar, dass es sich beim Urban T81 um ein Oberklassemodell handelt. Letzte Zweifel wischt dann die Begutachtung des Innenraums beiseite. Im Inneren ist nicht nur jede Menge Platz, sondern das Gehäusevolumen kann auch noch flexibel für verschiedene Zwecke genutzt werden. Dank der einfach komplett entfernbaren Laufwerkskäfige eignet sich das Gehäuse gut, wenn großformatige 360- oder 420-mm-Radiatoren eingesetzt werden sollen. Ein einzelner Laufwerksträger stellt dabei sicher, dass trotzdem auch noch eine Festplatte oder SSD montiert werden kann. Anders als beim Urban S71 hat Thermaltake beim Urban T81 außerdem sichergestellt, dass der Innenraum geräumig genug für hohe High-End-Kühler ist. Nur der Platz hinter dem Mainboardtray fällt etwas knapp aus.

Bei allen Wasserkühlungsmöglichkeiten kommen auch die Nutzer nicht zu kurz, die lieber einer Luftkühlung vertrauen. Mit den drei vormontierten 200-mm-Lüftern und dem rückwandigen 140-mm-Lüfter erzielt Thermaltake bereits im Auslieferungszustand eine mehr als respektable Kühlleistung. Dank der zweistufigen Lüftersteuerung ist es aber auch möglich, die Lautstärke deutlich zu reduzieren, ohne dass die Kühlleistung dramatisch abfallen würde. Die sehr gut erreichbaren Bedienelemente der Lüftersteuerung sitzen in unmittelbarer Nachbarschaft zum üppig bestückten I/O-Panel. Komfort wird auch dadurch garantiert, dass optische Laufwerke und Erweiterungskarten werkzeuglos montiert werden, das Kabelmanagement überzeugend funktioniert und eine Montage eines CPU-Kühlers mit Backplate selbst dann möglich ist, wenn das Mainboard schon im Gehäuse verbaut wurde. Festplatten und SSDs müssen aber erst mit den Laufwerksschubladen verschraubt werden und der Platz hinter dem Mainboardtray könnte noch etwas großzügiger ausfallen. 

Angesichts der umfangreichen Ausstattung erscheint der Verkaufspreis von 149,90 Euro (UVP) sehr attraktiv. Auch beim Vergleich mit E-ATX-Konkurrenten wie dem Corsair Graphite Series 760T bzw. dem sehr ähnlichen Corsair Obsidian Series 750D, dem Fractal Design Arc XL oder auch dem NZXT H630 punktet Urban T81 vor allem mit den großformatigen Radiatorenplätzen. Während die genannten Modelle zusätzlich zum Deckelradiator hinter der Front meist nur noch einen Dual-Radiator aufnehmen (ausgenommen das H630, das zumindest einen 360-mm-Frontradiator zulässt), punktet das Urban T81 mit seinen zwei 360/420-mm-Radiatorenplätzen. Bei den Lüfterplätzen hat es ebenfalls die Nase vorn. Die beiden Corsairmodelle und das NZXT H630 überzeugen zwar mit nutzerfreundlicher Montage, insgesamt bietet das Urban T81 aber eine etwas stimmigere Ausstattung und vor allem noch mehr Flexibilität. Dabei bleibt die Preisdifferenz im Rahmen und dürfte sich nach dem Verkaufsstart sogar noch etwas reduzieren. Deutlich günstiger ist nur das 100 Euro-Gehäuse Fractal Design Arc XL.

Mit dem Urban T81 baut Thermaltake die Urban Serie um ein Flaggschiff aus, das kaum noch Wünsche offen lässt. Der ungemein flexible und gut ausgestattete Full-Tower verdient sich unseren Exzellent-Hardware-Award. 

alles

Positive Aspekte des Thermaltake Urban T81:

  • dezentes Design mit Aluminiumfront und großzügigem Window
  • Seitenteile öffnen als Türen 
  • viel Platz für High-End-Hardware
  • flexibles Kühlsystem, u.a. mit vier 200-mm-Lüfterplätzen und vier Radiatorenplätzen; schon werkseitig gute Kühlleistung
  • modulare HDD/SSD-Käfige, zusätzlich ein HDD/SSD-Montageplatz am Querträger
  • werkzeuglose Montage für Erweiterungskarten und optische Laufwerke
  • sehr gut ausgestattetes I/O-Panel, daneben zweistufige Lüftersteuerung
  • überzeugendes Kabelmanagement
  • vorhandene Staubfilter leicht zu reinigen 

Negative Aspekte des Thermaltake Urban T81:

  • keine werkzeuglose Montage der Festplatten und SSDs
  • Platz für Kabelmanagement etwas knapp

Update: Laut Thermaltake ist mit dem Verkaufsstart ab Anfang/Mitte Juli 2014 zu rechnen.