TEST

Razer Huntsman V2 im Test

Neue Version mit Anpassungen

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Mit ein paar feinen Änderungen will Razer sein Produkt zur alten Version weiter abheben und auch Druck auf die Konkurrenz ausüben, denn das beispielsweise in einer Tastatur im Mainstream-Bereich ein Schall/Vibrationen-absorbierender Schaumstoff integriert wird, kommt nicht wirklich oft vor. Diese Maßnahme soll die Akustik beim Tippen verbessern und für einen angenehmeren und leiseren Sound sorgen. Durch den Schaumstoff werden die Vibrationen, die beim Tippen entstehen vermindert, und auch das Geräusch der Federn innerhalb der Switches wird gedämpft. Insgesamt soll die Tastatur dadurch leiser werden, jedoch macht das in Anbetracht der Clicky-Variante, die wir getestet haben, keinen allzu großen Unterschied. Denn diese ist immer noch recht laut und damit für ein Büro weitestgehend ungeeignet, wenn man seine Kollegen nicht stören möchte. 

Im gleichen Zug hätte man auch das Gewicht der Tastatur verbessern können, denn ein paar Gramm mehr auf der Waage hätten der Tastatur auf jeden Fall gutgetan. Leider fällt auf, dass die Anti-Rutsch-Gleiter auf der Unterseite zwar groß ausfallen, sich die Tastatur aber trotzdem recht einfach verschieben lässt. Weiterhin merkt man bei der Handballenauflage, dass die Konstruktion einen großen Luftraum aufweisen wird, denn die Geräusche die man mit den Handgelenken auf der Ablage macht, lassen sehr deutlich darauf schließen. Zudem macht sie einen recht flexiblen Eindruck, was auf eine nicht allzu üppige Materialstärke schließen lässt.

Eine weitere technische Anpassung erfolgte bei der Polling Rate, welche mit 8.000 Hz dafür sorgen soll, dass so gut wie keine Latenz bei der Übertragung entsteht. In unserem Test haben wir keinen Unterschied zu anderen Tastaturen feststellen können. Beim normalen Spielen oder Arbeiten, wird diese Änderung nur den wenigsten Nutzern auffallen.

Wie auch schon bei der ersten Generation des Razer Optical Switches ist das Tippgefühl sehr angenehm und man hat jederzeit einen stabilen Tastendruck der kein schwammiges Gefühl aufkommen lässt. Die Tastenkappen auf den Switches sitzen fest und auch die größeren Tasten wie "Space, Shift oder Enter" sitzen auch an den Rändern sehr stabil und haben über alle einen soliden Druckpunkt. Leider macht die rechte "Shift"-Taste bei uns am äußeren Ende ein wesentlich lauteres Betätigungsgeräusch als in der Mitte.

Bei Tageslicht lassen sich alle Symbole auf den Tasten gut ablesen, wenn es aber dunkler wird, kann es mit Tasten die nicht nur eine Funktion haben, etwas schwierig werden, denn die Symbole die durch die RGB-Beleuchtung ausgeleuchtet werden sind nur die Hauptsymbole einer Taste. Warum Razer dies erneut so umsetzt, erschließt sich uns nicht wirklich. Schön wäre es, wenn alles Symbole der Tasten beleuchtet werden, um auch bei Dunkelheit alles lesen zu können. Des Weiteren ist die Ausleuchtung bei ein paar Tasten nicht optimal, dies lässt sich aber nur schwer vermeiden, da die LED am oberen Ende des Switches montiert ist.

Fazit

Die neue Huntsman V2 ist eine Tastatur, die ein paar schöne Änderungen mit sich bringt und bei einigen Punkten wurden Anmerkungen aus früheren Reviews oder Hinweise der Community umgesetzt. Eine der Änderungen, die viele User wahrscheinlich sehr glücklich machen wird, ist die Möglichkeit, seine Einstellungen endlich auf der Tastatur speichern zu können. So kann man seine persönlichen Einstellungen jederzeit und überall nutzen. Des Weiteren spart es Ressourcen, wenn man ein Programm weniger starten muss.

Auch das "Sound Dampening Feature" hilft dabei, die Tastatur ein Stück leiser zu machen, was sich bei der Version mit den linearen Switchen wohl deutlicher auswirken wird. Trotzdem ist dies ein Schritt in die richtige Richtung und macht das Gehäuse der Tastatur etwa hochwertiger. Auch das nur noch ein normaldickes USB-Kabel auf der linken Seite der Tastatur vorhanden ist, macht die Verwendung für viel einfacher.

Im Bereich der optischen Anpassungen ist das, was direkt aufgefallen ist, die fehlende Underglow- Beleuchtung, was den meisten Anwendern aber wahrscheinlich nicht fehlen wird, denn diese war nur bei Dunkelheit wirklich gut sichtbar. Beim Zocken sind ein guter Tastenanschlag und eine saubere und immer fehlerfreie Signalübertragung wichtiger. Somit ist die 8.000-Hz-Pollingrate zwar ein aus Marketingsicht interessantes Feature, in der Praxis wird dies aber keine große Rolle spielen, denn merkbar ist der Unterschied für uns nicht gewesen. 

Die neu gestaltete Handballauflage sorgt dagegen für einen spürbaren Unterschied, zwar ist diese für unseren Geschmack zu leicht und macht durch ihre Konstruktion etwas störende Geräusche, dafür geht die Polsterung bis an die Ränder und man hat keine Kunststoffrahmen mehr auf dem das Handgelenkt aufliegt. In Verbindung mit den leichtgängigen und stabilen Switch-Tastenkappen-Kombination macht das Schreiben und Spielen in jeder Situation Freude. 

Positive Aspekte der Razer Huntsman V2:

  • Interner Speicher für die Einstellungen
  • Dünnes USB Kabel auf der linken Seite
  • Schaumstoff im Tastaturgehäuse
  • Doubleshot PBT Keycaps
  • Voll Programmierbar

Negative Aspekte der Razer Huntsman V2:

  • Ausleuchtung der Tastenkappen nicht immer optimal
  • Konstruktion der Handballauflage wirkt billig
  • Gesamtgewicht der Tastatur könnte höher sein
Quellen und weitere Links

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