Seite 7: Fazit, Meinung, Alternativen

Mit dem G Pad 10.1 zielt LG ganz klar auf die Nutzer, die für kleines Geld ein großformatiges Androidtablet suchen. Für den günstigen Preis von knapp 210 Euro müssen allerdings einige Abstriche hingenommen werden. 

Schon mit Blick auf die Spezifikationen lässt sich vermuten, dass das Tablet vor allem unter dem niedrig auflösendem Display und dem Einsteiger-SoC zu leiden hat. Tatsächlich wird die geringe Pixeldichte aktuellen Ansprüchen nicht mehr wirklich gerecht. Ein Stück weit entschädigt das Display aber immerhin durch eine solide maximale Helligkeit und die hohe Blickwinkelstabilität. Bei der Performance gibt es hingegen keine solche Lichtblicke. Das Einsteiger-SoC sieht nicht nur in den Benchmarks schlecht aus, sondern ist auch im Nutzeralltag regelmäßig für Verzögerungen bzw. ein etwas zähes Reaktionsverhalten verantwortlich. Dem genügsamen Qualcomm-Prozessor kann man letztlich nur zugutehalten, dass er mitverantwortlich für die lobenswert lange Akkulaufzeit ist.   

Was das G Pad 10.1 daneben noch auszeichnet, ist die moderne Benutzeroberfläche und die sinnvolle Kombination von Google- und nützlichen LG-Apps beim weitgehenden Verzicht auf störende Bloatware. Auch die gute Verabeitung und die rückseitige Kamera können (unter Berücksichtigung der Preisklasse) als Pluspunkt zählen und an W-LAN-Reichweite und GPS-Empfang gibt es ebenfalls nichts auszusetzen. Die Soundlösung ist hingegen bestenfalls durchschnittlich und die rückseitigen Lautsprecher werden schnell einmal von den Händen verdeckt und klingen dann noch dumpfer.

Wie in der Einleitung schon angesprochen, bietet Samsung mit dem Galaxy Tab 4 10.1 ein Tablet an, das dem G Pad 10.1 in einigen Punkten ähnelt. Auch Samsung setzt auf ein Display mit WXGA-Auflösung und auf einen Quad-Core-Prozessor mit vier 1,2 GHz schnellen Cortex-A7-Kernen. Gegen Aufpreis gibt es das Samsung-Tablet anders als das G Pad 10.1 auch mit LTE. Größere Unterschiede gibt es auch bei der Benutzeroberfläche und den vorinstallierten Apps. Ob man LGs Optimus UI oder Samsungs TouchWiz-Benutzeroberfläche den Vorzug gibt, ist aber Geschmackssache. Einen anderen Weg als LG und Samsung geht Gigaset mit dem ähnlich teuren QV1030. Dieses Androidtablet wirkt zwar nicht so gut verarbeitet wie das G Pad 10.1 und wird nach wie vor nur mit Android 4.2 angeboten, übertrumpft die namhafte Konkurrenz aber mit einem wesentlich leistungsstärkeren Tegra 4-Prozessor und einem hochauflösenden Display mit 2.560 x 1.600 Pixeln.

Wer keine großen Ansprüche an Performance und Displayauflösung stellt, erhält mit dem G Pad 10.1 ein grundsolides und ausdauerndes 10,1-Zoll-Tablet mit moderner Benutzeroberfläche und einigen durchaus nützlichen LG-Apps.

Positive Aspekte des LG G Pad 10.1:

  • attraktiver Verkaufspreis
  • gute Akkulaufzeit
  • durch einige nützliche LG-Apps aufgewertet, als Universalfernbedienung nutzbar
  • solide Kamera, hohe W-LAN-Reichweite, zuverlässiger GPS-Empfang
  • microSD-Kartenleser

Negative Aspekte des LG G Pad 10.1:

  • Displayauflösung
  • magere Performance
  • kein microHDMI (aber Unterstützung drahtloser Alternativen), keine 3G/4G-Option