Seite 2: Das neue Interface

Nach der eher unspektakulären Hardware kommen wir nun zur Software.

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Die wichtigsten Änderungen mit iOS 5 auf dem AppleTV sind das neu gestaltete Interface. Statt der alten Textmenüs sind nun große Icons zu sehen, welche zu Filmen, Musik, Computer und Einstellungen führen. Darunter sind bereits einige Dienste wie Youtube, Flickr, Vimeo oder der eigene Fotostream zu finden. TV-Serien fehlen noch und sind auf dem AppleTV nur in den USA verfügbar.

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Mehr oder weniger komfortabel sind aus dem Hauptmenü auch Videos in Youtube erreichbar. Diese werden je nach Angebot und Geschwindigkeit der Internetverbindung dann auch in 1080p wiedergegeben.

Das Angebot an 1080p-Content im iTunes-Store ist in Deutschland noch etwas eingeschränkt. Nur wenige Filme werden in FullHD angeboten. Schon etwas besser sieht dies bei den TV-Serien aus, die allerdings in iTunes direkt und dann über das iOS-Gerät an den AppleTV gebracht werden müssen. Über die Privatfreigabe kann der AppleTV dann auch direkt darauf zugreifen. In den Einstellungen des AppleTV kann der Nutzer wählen, welche Qualität er bei Zugriff auf den Store bevorzugt: SD, 720p oder 1080p. Dies ist nicht zuletzt sicher auch eine Frage der Geschwindigkeit des Internets.

Bislang hat Apple "iTunes in the Cloud", also den iCloud-Zugriff auf bereits gekaufte Inhalte, noch nicht in Deutschland freigeschaltet. Wer nun von deutlich höheren Datenmengen für 1080p im Vergleich zu 720p ausgeht, wird sich wundern. Durchschnittlich kommt ein 720p Video aus dem iTunes-Store auf 4 MBit/s. Für 1080p liegt der Wert zwischen 5 und 5,5 MBit/s. Die Videos sehe etwas schärfer aus, durch das "High Profile" von H.264 kommt aber es aber vermehrt zur Artefakt-Bildung.

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Über AirPlay-Mirroring kann das Bild eines iPhone 4S, iPad 2 oder neuen iPads auf den AppleTV gebracht werden. Dies geschieht allerdings im Falle des neuen iPads nicht in einer höheren Auflösung, sondern weiterhin in 720p. Videos und Fotos können allerdings per AirPlay auch in 1080p an den AppleTV gebracht werden.

Das AirPlay-Mirroring erlaubt auch die Darstellung von Spielen über den AppleTV auf dem heimischen Fernseher. Wir verwendeten ein neues iPad in einem 5-GHz-Netzwerk einer Timecapsule und mussten dennoch mit einer deutlichen Verzögerung und Rucklern (siehe Video) umgehen. Ein im Timing unkritisches Spiel ist hier also sicher möglich, so wie (wenn auch geringe) Verzögerung allerdings stört, ist an ein Spielvergnügen nicht zu denken.

Klassisches AirPlay, also die Wiedergabe von Musik, Fotos und Videos vom iOS-Gerät auf den AppleTV erfolgt problemlos und ohne oben genannte Hürden. Apps, wie der BBC iPlayer unterstützen ebenfalls AirPlay und erlauben somit die Wiedergabe des eigenen Inhaltes auf dem großformatigen Fernseher.

In einem Video könnt ihr euch einen Eindruck des neuen Interfaces und der AirPlay-Funktionalität verschaffen: