Seite 1: So viel Smartphone bekommt man für unter 120 Euro - Archos 55 Helium im Test

Archos 55 HeliumMit dem 55 Helium spricht der französische Hersteller Archos ganz gezielt preisbewusste Käufer an. Das 5,5 Zoll große Android-Smartphone lockt mit einer soliden Ausstattung. Auf einen Quad-Core-SoC muss dabei genauso wenig verzichtet werden wie auf LTE. Und wer zwei SIM-Karten nutzt, wird sich über zwei freie Plätze freuen. Das wichtigste Argument für das Archos 5 Helium ist aber ganz klar der Preis von 118 Euro.

Archos hat seinen Ursprung als Speicherkartenanbieter, konzentriert sich mittlerweile aber auf drei Produktgruppen - Smartphones, Tablets und „Connected Objects" - das sind vor allem Smart-Home-Produkte, aber beispielsweise auch eine eigene Drohne. Das aus Paris stammende Unternehmen will dabei vor allem mit einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugen.  

Dafür steht auch das 55 Helium. Das 118 Euro teure Android-Smartphone kann natürlich keine High-End-Specs bieten. Darum dürfte es den meisten preisbewussten Käufern aber auch gar nicht gehen. Er wird nach einer soliden, alltagstauglichen Konfiguration zum attraktiven Preis suchen. Ein großes 5,5-Zoll-Display, LTE-Unterstützung, ein Quad-Core-Prozessor, zwei Kameras mit solider Auflösung, Dual-SIM und immerhin Android 6.0 - das sind die wichtigsten Eckdaten und auch die Angaben, die Archos selbst auf der Verpackung hervorhebt.    

Für die Preisklasse nicht gerade selbstverständlich ist der Lieferumfang. Neben Kurzanleitung, Garantie- und Umwelthinweisen, dem Ladeadapter und dem USB-Kabel liegt dem 55 Helium nämlich auch ein In-Ear-Headset bei. Viel mehr als Sprachwiedergabe kann man dem Headset aber nicht zumuten - für Filme und Musik ist es schlicht zu bassarm. 

Äußerlich ohne Überraschung

Das Archos 55 Helium selbst zeigt sich als 5,5-Zoll-Smartphone äußerlich zwar großformatig, aber schlicht im Kunststoffgehäuse. Die weiße Hauptfarbe wird mit einem silberfarbenen Rahmen ergänzt, der sich rings um das Smartphone zieht und dabei mal schmaler (an den langen Seiten) und mal breiter (an den kurzen Seiten) ausfällt. Silberfarben zeigen sich auch die Bedienelemente - der An/Ausschalter an der linken und die Lautstärkewippe an der rechten Seite. Beide ragen weit genug aus dem Gehäuse und haben zudem auch einen angemessenen Tastenhub, um treffsicher bedient werden zu können. 

Den Herstellerhinweis gibt es in dezenter Form auf der Rückseite. Ansonsten dominiert hier weißer und glatter Kunststoff. Gerade mit verschwitzten oder feuchten Händen fehlt es dem großen Smartphone etwas an Grip.  

Die Kunststoffrückseite lässt sich abnehmen - eine kleine Aussparung an einer der unteren Ecke dient dabei als Ansatzpunkt für den Fingernagel. Bei unserem Test-Sample saß die Rückseite am Anfang sehr fest, die einzelnen Haltenasen lösten sich nur mit Mühe. Nach mehrmaligem Abziehen der Rückseite ließen sie sich aber etwas leichter lösen. Positiv fällt auf, dass das Gerät trotz des Kunststoffgehäuses und der abnehmaren Rückseite relativ stabil und verwindungssteif ist - gerade in der Preisklasse ist das nicht selbstverständlich.