Seite 5: Gehäuse

Wilde Design-Experimente gab es bei den Nexus-Smartphones so gut wie nie, kleinere Auffälligkeiten hingegen meistens. Beim Nexus 6P traf dies auf den Kamera-Buckel zu, beim Nexus 6 auf das sehr Motorola-lastige Erscheinungsbild. Trotz neuem Namen ist dies auch beim Pixel und Pixel XL so.

Sieht man von den unterschiedlichen Maßen ab, sind beide optisch nicht voneinander zu unterscheiden. Das Gehäuse ist je nach gewählter Farbvariante in Silber oder Anthrazit gehalten, die drei im unteren und oberen Bereich integrierten Antennen-Isolatoren weichen jeweils ab. Auf der Front bleibt das Auge des Betrachters nirgends hängen - es gibt kein Logo und keinen sonstigen Eyecatcher.

Kein aufregendes Erscheinungsbild

Anders fällt hingegen die Rückseite aus. Hier lockern im unteren Drittel das Google-G, im oberen Drittel ein Glaselement mitsamt Kamera und Fingerabdrucksensor das Erscheinungsbild auf. Von Hinten sind Pixel und Pixel XL somit eindeutig zu identifizieren, aus Herstellersicht nicht unwichtig. Der Rahmen verfügt zu beiden Seiten hin über eine Fase, dank derer das Gehäuse etwas schlanker wirkt. Wirklich kaschieren lassen sich die 154,7 x 75,7 x 8,6 mm aber nicht, das Pixel XL liegt in puncto Größe irgendwo zwischen Galaxy S7 edge und iPhone 7 Plus. Mit 168 g gilt das auch für das Gewicht.

Abgesehen vom Deckglas - Gorilla Glass 4 - kommt eloxiertes Aluminium zum Einsatz. Die Verarbeitung ist dank Unibody tadellos, auch das Glaselement auf der Rückseite ist hervorragend integriert. Gleiches gilt für die drei Tasten am rechten Rand, die über einen knackigen Druckpunkt und kein überflüssiges Spiel verfügen. Am oberen Rand wurde die Audio-Buchse Platziert, am unteren der USB-Port sowie einer der beiden Lautsprecher; die zweite Öffnung ist lediglich eine optische Spielerei.

Für ein Gerät dieser Größe lässt sich das Pixel XL gut bedienen, die Tasten sind auch mit kleineren Händen problemlos zu erreichen. Wie bei jedem Smartphone mit 5,5 Zoll ist die Einhandbedienung jedoch nur ein frommer Wunsch, der auch hier unerfüllt bleibt - da helfen auch die längsten Finger nicht. Das liegt aber auch am eher verschwenderischen Umgang mit der Fläche. Denn das Display nimmt nur rund 71 % der Front ein, ein lediglich durchschnittlicher Wert. Huawei bringt es beim P9 Plus auf knapp 73 %, Samsung beim Galaxy S7 edge auf 76 %. In Hosen- und Jackettasche macht sich das Pixel XL leicht bemerkbar, allerdings nicht so deutlich wie das iPhone 7 Plus.