Seite 4: Wenn Geld keine Rolle spielt

Wenn Geld keine Rolle spielt - dann lohnt ein Blick auf die aktuelle High-End-Riege. Samsungs Galaxy S4 wirkt dagegen fast schon etwas angestaubt, wenn LGs G2 und das Sony Xperia Z1 auftauchen. Nicht zu verachten ist hier aber das Samsung Galaxy Note 3, das ebenfalls mit exorbitanter Hardware-Ausstattung kommt, von uns aber erst noch getestet werden muss. Aufgrund des fehlenden Supports kann man in der Windows Phone Welt von solchen Spezifikationen träumen, jedoch hat man mit dem schon bei den Kamera-Telefonen erwähnten Nokia Lumia 1020 ein heißes Eisen im Feuer.

 

Samsung Galaxy S4

Zum Galaxy S4 muss man wohl nicht mehr viel sagen. Wieder einmal sehr erfolgreich zeigt Samsung der Konkurrenz, wie man High-End baut. Dass die Konkurrenz teils bessere Verarbeitung und ähnliche Features bietet, scheint niemanden zu stören - zumal das Galaxy S4 in unserem Test keineswegs schlecht abgeschnitten hat und seinerzeit den Excellent-Hardware-Award abgeräumt hat. Samsung weiß sich zu verkaufen - und durch den frühen Marktstart liegt es mit rund 460 Euro unter den Preisen der Konkurrenz.

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Das liegt unter anderem an dem älteren SoC (Snapdragon 600 vs. Snapdragon 800). Größte Vorteile des S4: entnehmbarer Akku und ein microSD-Kartenslot sowie LTE-Hexaband. Für 460 Euro kann man nicht viel falsch machen.

Prozessor 4 x 1,9 GHz (Qualcomm Snapdragon 600)
Display & Auflösung 4,99-Zoll SuperAMOLED; 1920 x 1080 px (441 ppi)
Akku 2600 mAh, entnehmbar
Kamera (sekundär) 2,1 MP
Kamera (primär)

13 MP, LED-Blitz, Autofokus

int. Speicher 16 GB (9 GB verfügbar), microSD-Slot
Maße / Gewicht 130g; 136,6 x 68,8 x 7,9 mm

 

LG G2

Ebenfalls aus Kunststoff, aber eine Generation neuer, ist das LG G2. Mit 480 Euro ist es dabei aber nicht deutlich teurer als das Galaxy S4; und das, obwohl es gerade frisch auf den Markt gekommen ist. Mit Spitzenhardware, einem riesigen 5,2-Zoll-Display in einem "winzigen" Gehäuse und dem besonderen Rear-Key soll es Käufer anlocken. In unserem Test konnte das LG G2 den Excellent-Hardware-Award abstauben, weil die Gesamtkompositon einfach stimmig war. Als richtiger Sparfuchs setzt man auf ein gebrandetes Smartphone, das ca. 50 Euro günstiger kommt, und spielt selbst Custom-ROMs auf. 

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Wer das nicht will, bekommt aber auch zum Preis des freien Gerätes ein absolutes Top-Smartphone. Besonders hervorzuheben ist die lange Akkulaufzeit, besonders negativ der nicht erweiterbare Speicher. In der günstigen Version kann das G2 mit nur 16 GB aufwarten. Im Shoot-Out, unserem Kameratest, konnte das LG G2 selbst gegen Sonys Xperia Z1 und eine Systemkamera eine gute Figur abgeben.

Prozessor 4x 2,26-GHz Qualcomm Snapdragon 800 (MSM8974)
Display 5,2-Zoll IPS (1920 x 1080 px) mit Gorilla Glass 2
Akku 3000 mAh
Kamera (vorne) 2 MP
Kamera (hinten) 13 MP mit OIS und Sapphire Crystal Glass Lens
Speicher 16 GB / 32 GB; kein microSD-Slot
Maße / Gewicht 138,5 x 70,9 x 9,14 mm; 142g

 

Sony Xperia Z1

Das Z1 ist ebenfalls brandneu und wurde auf der IFA vorgestellt. Getestet haben wir es natürlich auch schon, mit 575 Euro ist es aber das mit Abstand teuerste High-End-Gerät (neben dem Lumia 1020). Da sich die Hardware nur marginal vom LG G2 unterscheidet, kann über die reine Leistung wohl kaum eine Entscheidung gefällt werden.

Vorzüge des Z1 sind ganz klar die IP58-Zertifizierung, ein microSD-Kartenslot und LTE-Octaband (gegenüber Pentaband beim G2). Dafür muss man ein größeres Gehäuse mit kleinerem Display in Kauf nehmen, das zwar etwas dünner, dafür aber schwerer ausfällt.

Prozessor 4x 2,2-GHz Qualcomm Snapdragon 800 (MSM8974)
Display 5-Zoll Mobile Bravia Engine 2 (1920 x 1080 px)
Akku 3000 mAh
Kamera (vorne) 2 MP
Kamera (hinten) 20,7 MP Exmor-RS-Sensor, LED, HDR
Speicher 16 GB; erweiterbar per microSD
Maße / Gewicht 144,4 x 73,9 x 8,5 mm; 169g

 

Apple iPhone 5s

Nicht außer Acht gelassen, aufgrund des hohen Preises jedoch bislang kaum Erwähnung gefunden: Apples iPhone. In der neuesten Iteration 5s kann es mit einzigartigen Features wie einem Fingerprint-Reader im Homebutton und 64-bit Architektur aufwarten - zudem ist es mit seinem 4-Zoll Display das kleinste Flaggschiff am Markt. Kleines Display, große Leistung. Das ist - schaut man sich aktuelle Debatten um Mini-Flaggschiffe an - absolut gefragt.

Wer ein iPhone will, nimmt ein iPhone. In den wenigsten Fällen kommt dann überhaupt ein Android- oder gar Windows Phone-Gerät infrage, weshalb das Gerät an dieser Stelle natürlich ebenfalls erwähnt werden sollte. Sich für iOS zu entscheiden, heißt, das iPhone zu bekommen. Das man damit durchaus gut fährt, zeigt die in Umfragen immer wieder sehr hohe Kundenzufriedenheit. Mit knapp 700 Euro in der günstigsten Variante ist es definitiv das teuerste Flaggschiff. Wer nicht soviel Geld für das iOS-Universum ausgeben will: Mit Vorjahreshardware und ohne Fingerprint-Sensor ist das neue iPhone 5c (zum Test) ab gut 550 Euro zu bekommen (und damit so teuer wie die aktuellen Android-Flaggschiffe!). 

Prozessor Apple A7, 64-bit + M7 Co-Prozessor
Display 4-Zoll (1136 x 640 px)
Akku 1560 mAh
Kamera (vorne) 1,2 MP
Kamera (hinten) 8 MP BSI, f/2.2, True Tone Blitz
Speicher 16/32/64 GB; nicht erweiterbar
Maße / Gewicht 123,8 x 58,6 x 7,6 mm; 112g