Seite 1: Cloud-Videoüberwachung mit der SpotCam HD im Test

SpotCam HD

Videoüberwachung leichtgemacht - das verspricht SpotCam mit der SpotCam HD. Die schicke Kamera braucht nur einen Stromanschluss und überträgt Bild und Ton per W-LAN an den PC oder an mobile Geräte. Der Stream kann einfach im Cloud-Speicher von SpotCam gespeichert und jederzeit von überall aus abgerufen werden. Und selbst ein Echtzeitalaram mit Benachrichtigung lässt sich einrichten.

Klassische Videoüberwachung ist stationär ausgelegt. Die Daten der Kameras werden lokal angezeigt und abgespeichert. Im Smartphone-Zeitalter wirkt das seltsam einschränkend. Das taiwanesische Unternehmen SpotCam verfolgt deshalb das Ziel, mit einer cloud-basierten Lösung Videoüberwachung für das 21. Jahrhundert anzubieten. Auf Geräteseite dient dazu die Spotcam HD, ein Kamerazylinder, der entweder per Standfuß aufgestellt oder mit beiliegendem Montagematerial an der Wand befestigt werden kann.

Dabei gibt es die Kamera in zwei Ausführungen. Die einfache SpotCam HD ist nur für die Innenraumnutzung vorgesehen. Mit ihr kann also die Wohnung selbst oder bestenfalls noch der Blick aus dem Fenster überwacht werden. Mit der SpotCam HD Pro wird auf der Firmenseite auch eine wasser- und staubgeschützte Variante mit IP54-Zertifizierung gezeigt. Sie ist bisher aber noch nicht lieferbar. Die SpotCam HD wird zwar über ein 3m langes Kabel mit Strom versorgt, ihre Daten überträgt sie aber komplett drahtlos per W-LAN. Obwohl die SpotCam HD 179 Euro kostet, kann sie maximal 720p-Videos bei 30 Frames pro Sekunde aufzeichnen. Überwacht wird dabei mit einem Sichtwinkel von 110 Grad. IR-LEDs sollen sicherstellen, dass die SpotCam HD ihren Job auch in der Dunkelheit ihren Job macht. Integriert sind außerdem Mikrofon und Lautsprecher. Die Kamera kann so Audio in beide Richtungen übertragen.

Die Hardware ist aber nur die eine Seite des SpotCam-Konzepts. Innovativer ist eigentlich, was mit dem Überwachungsstream passiert. Bild und Ton können natürlich im heimischen W-LAN am PC oder am Android- und iOS-Mobilgerät verfolgt werden. Eine lokale Aufzeichnung ist von SpotCam aber nicht vorgesehen. Stattdessen kann der Nutzer online sogenannte "Pläne" ordern. Zur Auswahl stehen NVR-1, NVR-3, NVR-7 und NVR-30. Die Zahl gibt jeweils an, wie viele Tage Videomaterial in der Cloud aufgezeichnet werden. Das Geschäftsmodell von SpotCam sieht dabei vor, dass der Nutzer nicht nur für die SpotCam HD, sondern auch für diese Pläne zahlt. Nur der NVR-1-Plan, mit dem immer die letzten 24 Stunden mitgeschnitten werden, ist schon inklusive. Der NVR-3-Plan kostet hingegen monatlich 3,50 Euro, der NVR-7-Plan 5,27 Euro und der NVR-30-Plan für den 30-Tages-Rückblick 17,65 Euro. Durch die Cloud-Speicherung kann von überall her auf das Überwachungsmaterial zugegriffen werden. Sie dient aber auch zum Schutz des Überwachungsvideos - anders als bei einer lokalen Speicherung haben Eindringlinge keine Chance, vor Ort an das Überwachungsvideo heranzukommen (zumindest nicht, solange man ihnen die SpotCam-Zugangsdaten nicht zugänglich macht). Damit der Nutzer nicht erst beim Sichten des Überwachungsmaterials auf Eindringlinge aufmerksam wird, kann er einen Echtzeitalarm aktivieren. SpotCam versendet dann eine Benachrichtigung, wenn die Kamera eine Bewegung oder ein Geräusch registriert.

Die technischen Daten im Überblick:

Maße Kamera: 4,8 x 14,8 cm; Standfuß: 7,5 cm Durchmesser
Gewicht 198 g
Auflösung bis zu 720p HD (1.280 x 720 Pixel) bei 30 Frames/Sekunde
Videocodec H.264
Sichtwinkel 110 Grad (diagonal)
Audio Mikrofon und Lautsprecher
Nachtsichtfähigkeit zwölf IR-LEDs
Temperaturbereich 0-45 Grad Celsius, nur für Innenraumnutzung (die SpotCam HD Pro wird durch IP54 Wasser- und Staubschutz aufgewertet)
nutzbar mit am PC im Browser (Internet Explorer 7+, Firefox 3+, Safari 3+, Chrome)
iPhone, iPad, iPod Touch
Android Smartphones und Tablets
Lieferumfang SpotCam HD, Wandbefestigung, Stromkabel (3 m), Netzadapter, Schnellstartanleitung