Seite 1: Test: Pebble Smartwatch

pebble-logoSucht man derzeit nach der Innovation in der Unterhaltungselektronik, so dürften sogenannte Smartwatches keine unerhebliche Rolle spielen. Doch eigentlich haben sie ihre Daseinsberechtigung noch gar nicht unter Beweis stellen dürfen - dennoch wird Apple, Google und Samsung die Entwicklung an eines solchen Armband-Rechners nachgesagt. Smartwatches sind allerdings keine neue Erfindung, ihnen kommt derzeit nur eine vermehrte Aufmerksamkeit zugute. Eines dieser Modelle ist Pebble Smartwatch, die eng mit der Kickstarter-Plattform verknüpft, auf der mehr oder weniger interessante Projekte eine Finanzierung erfahren können.

Die Pebble gehörte lange Zeit zu den erfolgreichsten Kickstarter-Projekten und sollte ursprünglich ein Finanzierungsziel von 100.000 US-Dollar erreichen. Letztendlich fanden sich 68.929 Unterstützer, die bis zum 18. Mai 2012 satte 10.266.845 US-Dollar zusammentrugen. Nun, 11 Monate später, halten die erster "Backer" trotz großer Probleme mit dem Zoll (die wir glücklicherweise nicht hatten) ihre Pebble in Händen und auch wir haben unser schwarzes Modell vorliegen.

Pebble Smartwatch

Doch was ist die Pebble überhaupt? Zunächst einmal ist es eine Uhr mit LC-Display und einer Beleuchtung. Lange Zeit war bei der Pebble von einem E-Ink-Display die Rede, wie wir es vom Amazon Kindle kennen, doch es handelt sich um ein sogenanntes "schwarz/weiß E-Paper"-Display. Um es auch im Dunkeln ablesen zu können, wurde eine Hintergrundbeleuchtung verbaut. Das Display hat eine Auflösung von 144 x 168 Pixel. Im Inneren arbeitet ein ARM Cortex M3. Alle Komponenten werden von einem 140 mAh-Akku versorgt. Die Bedienung erfolgt über vier Knöpfe, die an den Seiten untergebracht sind. Die Verbindung zwischen Smartphone und Pebble erfolgt per Bluetooth 2.1+EDR und 4.0 im Low-Energy-Mode. Über diese Verbindung werden auch die Apps auf die Uhr übertragen. Da das SDK erst vor wenigen Wochen freigegeben wurde, beschränkt sich dies derzeit auf die Erstellung von eigenen Zifferblättern.

Neben der Darstellung der Uhrzeit zeigt die Pebble auch noch folgende Notifications an:

  • Name und Rufnummer bei Anrufen
  • SMS (nur mit Android-Smartphone) und iMessages
  • Facebook-Nachrichten
  • Kalender-Termine
  • Wecker
  • Twitter-Notifications
  • E-Mails

E-Mails lassen sich bisher noch nicht zuverlässig auf die Pebble aus iOS heraus weiterreichen. Die Entwickler arbeiten aber noch daran, die möglichen Notifications weiter auszubauen und nehmen auch Vorschläge entgegen. Ein Vibrationsmotor macht ankommenden Nachrichten, E-Mails und Anrufe auch am Handgelenk spürbar. Ein 3-Achsen-Beschleunigungssensor erkennt bestimmte Gesten, die z.B. die Hintergrundbeleuchtung einschalten.

Doch neben dem einfachen Weiterreichen von Notifications soll die Pebble Smartwatch im Laufe der Zeit noch viel mehr können. Bereits heute ist es möglich die Musik auf dem Smartphone über die Pebble zu steuern. Später sollen Tacho-Funktionen für die Nutzung auf dem Fahrrad oder während des Laufens hinzukommen. RunKeeper hat bereits angekündigt eine App zur Verfügung stellen zu wollen. Dank des offenen SDKs sind noch zahlreiche weitere Anwendungsgebiete denkbar.

Update:

In der vergangenen Woche wurde das Watchface-SDK freigebeben, so dass sich nun jeder selbst an die Erstellung eines Ziffernblattes machen kann, es inzwischen aber auch unzählige Open-Source-Watchfaces gibt. My Pebble Faces hat inzwischem mehrere hundert Zifferblätter zusammengefasst und stellt diese zum Download bereit. Sowohl unter Android wie auch iOS können diese direkt auf dem Smartphone heruntergeladen werden.