Seite 2: Software, Möglichkeiten, Ergebnisse

Softwarepaket 

Die mitgelieferte Software nennt sich RecCentral und begrüßt den Nutzer mit einem futuristischen Design - hier hat man mehrere Auswahlmöglichkeiten. Am linken Rand finden sich die Punkte "Bulletin", "Capture", "Stream" und "Video Folder". Fangen wir hinten an: Der Button "Video Folder" öffnet - Überraschung - den gewählten Ordner, in dem die gecaptureten Videos abgelegt werden. "Bulletin" ist lediglich ein kleines News-Portal in der Applikation, unter "Stream" findet man die Möglichkeit, seinen Bildschirm direkt auf TwitchTV, UStream oder Own3D zu befördern und unter "Capture" findet sich das eigentliche Herzstück der Software - die Verbindung zur Karte im PC.

connect
Auf dem Bild sind die verschiedenen Möglichkeiten aufgezeigt, wie man die Karte und ihre Anschlüsse nutzen kann.

In dem Menü findet sich ein weiteres Untermenü. Man kann zwischen Newbie, Amateur und Pro wählen und somit einen Assistenten zur Seite gestellt bekommen (der einem bspw. erklärt, wie man welches Kabel bei welcher Einstellung wo anschließen muss) oder direkt über alle Einstellungen verfügen. Während Newbie fast keine Einstellungsmöglichkeiten hat (lediglich die Quelle) und alles automatisch erkennt, kann man bei Amateur wenigstens noch eigene Entscheidungen geleitet treffen. Schön: Wählt man im Bereich "Video Settings" seine Auflösung und Bitrate wird anhand des gewählten Videoordners angezeigt, wie lange man insgesamt aufnehmen kann, bevor die Festplatte voll ist.

 recentr 001200  recentr 002200  reccentr 003200

Im Pro-Modus ist dann alles auf nur einer Seite frei einstellbar. Je nach Vorlieben können spezielle Einstellungen auch als Profile gespeichert werden und so direkt angewählt werden. Dort lassen sich die Quelle (aktueller PC, anderer PC, Spielekonsole), das Capture Device, die Soundkarte, die Videoeinstellungen (Auflösung und Bitrate) sowie der Hotkey einstellen. Das geht bei der Einstellung Amateur auch, wobei man hier erst durch mehrere Menüs muss, um die Einstellungen zu erreichen. Der Hotkey kann auch deaktiviert und gegen den Hot-Button ausgetauscht werden, der während einer Aufnahme schnell rot blinkt. Das ist unserer Meinung nach etwas zu viel des Guten - ein leichter Breathing-Effekt hätte dem Gadget sicher besser gut getan. 

Während der Start der Software etwas schneller vonstattengehen könnte, gibt es während der Bedienung keine längeren Wartezeiten. Etwas schade ist, dass man bei den zu wählenden Auflösungen auf die vorgegebenen (siehe auch Produktseite bei AVerMedia) festgelegt ist. Ansonsten bietet die Software einige Einstellungsmöglichkeiten, die erstaunlich übersichtlich zusammengetragen wurden, sodass selbst Anfänger ohne Einarbeitung direkt loslegen können.

Erfreulich ist, dass AVerMedia die Software regelmäßig updatet - erst Ende November gab es noch ein Update auf die aktuelle Version 1.2.0.25, die die folgenden Funktionen mit sich bringt:

1. External Audio supports "Push to Talk" function.
2. Show "Upload status” while streaming at the notification tray icon.
3. Add "Audio Bitrate" option, range from 32kbps to 256kbps.
4. Add "Sound Volume Control" in Amateur’s Audio Source tab (Analog source only).
5. Add "Deinterlace" option in Pro mode (Analog source only).
6. Add "Stream Stabilizer*" option in Stream's Pro mode.
7. Add "TS format (H.264+AAC)" in “Capture”.

Weiterhin wird ein 3-Monats-Test der Software XSplit Broadcaster beigelegt - wer sich für die Software interessiert, kann hier einen Blick auf den Funktionsumfang werfen. Da die Software nur eine Testversion ist, berücksichtigen wir diese bei unserem Test nicht. Ein Video zur Software haben wir aber trotzdem für euch:

 

Ergebnisse

Die Karte nimmt in verschiedenen Qualitäten bis FullHD mit 30 fps auf - wobei maximal FullHD mit 60 fps angenommen werden. Das führt dazu, dass 16:10-Monitore mit einer Auflösung von 1920 x 1200 Pixeln nicht unterstützt werden. Die Bedienung der Software ist, wie vorhin angemerkt, recht einfach und die Ergebnisse können sich definitiv sehen lassen. Ein Beispiel liefert unser Microsoft-Surfac- Test, bei dem wir den Screen aufgenommen haben. Dabei lief das Ganze bei einer Auflösung von 1360 x 768 px (eigentlich hätte das Surface 1366 x 768 px, die Software unterstützt diese Auflösung jedoch nicht). Das Ergebnis lässt sich auf unserem YouTube-Channel betrachten:

Viele, viele weitere Captures, die mit der Karte durchgeführt wurden, finden sich ebenfalls auf YouTube, wenn man einfach als Suchbegriff "AVerMedia Live Gamer HD" eingibt. Bei unseren Tests gab es - bei der Aufnahme von einem anderen PC - keine Probleme. Was nicht geht, ist die Aufnahme von HDCP-Geschütztem Material - per Full-HD ist also eine Aufnahme von der PS3 nicht möglich.

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Kommentare (4)

#1
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Registriert seit: 23.03.2012

Korvettenkapitän
Beiträge: 2076
Klar, Kurztest, aber ins Fazit Punkte aufzunehmen, welche sonst nur auf dem Werbebild wiederzufinden sind, finde ich fraglich. In erster Linie meine ich die CPU-Last. Ich finde auch, dass die negativen Aspekte, sowie der Preis im Fazit(/Test) zu kurz kommen. Wenn es nur um den PC geht, ist man doch mit einfachen Software-Lösungen besser/günstiger dran?!


OT: Diesen ganzen Trend um Let'sPlays kann ich nicht verstehen. Früher gab es Video Walkthroughs, da haben sich die Leute informiert, schon einige mal durchgespielt und haben hilfreiche Tippsgegeben. Dank den ganzen LPs, wo jemand mit mäßigem Skill demontriert, wie er beim ersten mal spielen keinen Plan hat und eigentlich COD viel besser findet, sind Walkthroughs immer schwerer zu finden und werden gefühlt weniger.
#2
Registriert seit: 26.04.2012

Bootsmann
Beiträge: 705
mir fehlt noch ein kleiner hinweis, was für eine inet-leitung man zum streamen z.b. haben müsste.
#3
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Registriert seit: 20.07.2009

Bootsmann
Beiträge: 677
Das Entscheidende ist für mich die eigentliche Codier Leistung/Kompression ohne grossen Qualitätsverlust der hardware.
Am Ende sitze ich da wieder mit 2 gb für 5 minuten und darf den Scheiss wieder umständlich nachbearbeiten. Genau dass will ich nicht....Die Files sollen 720p für Youtube ergeben bei 24 fps und der höchstmöglichen Kompression und das in realtime, damit ich nicht stundenlang mit einem upload zubringe. H264 ist da recht wenig aussagekräftig....je nach Güte der verwendeten Tools lassen sich da grosse Unterschiede im Kodierergebniss feststellen bei Verhältniss Grösse zu Qualität.

Zitat

OT: Diesen ganzen Trend um Let'sPlays kann ich nicht verstehen. Früher gab es Video Walkthroughs, da haben sich die Leute informiert, schon einige mal durchgespielt und haben hilfreiche Tippsgegeben. Dank den ganzen LPs, wo jemand mit mäßigem Skill demontriert, wie er beim ersten mal spielen keinen Plan hat und eigentlich COD viel besser findet, sind Walkthroughs immer schwerer zu finden und werden gefühlt weniger.


Die gibt es immer noch und sie heissen Walkthroughs und nicht LetsPlay....beides sind völlig unterschiedliche Dinge
wo ist das Problem...dass es von LPs viel Schrott gibt der das Netz zukleistert ist ein anderes Thema. Ein gutes
LP ist ja schliesslich eher abhängig von der Persönlichkeit/Stimme des LPers. Das Game ist dazu nur Mittel zum Zweck
um ein unterhaltsames Video zu produzieren. Gronkh und ein paar wenige andere im deutschsprachigen Raum machen
das mit skurillem Sprachwitz und sympathischer Manier und haben damit ihre Fans für sich gewonnen. Man schaut die
LPs primär wegen dem Macher und nicht wegen dem Spiel...wenn es wirklich gute LPs sind.
#4
customavatars/avatar46270_1.gif
Registriert seit: 31.08.2006
Halle
Leutnant zur See
Beiträge: 1170
Ich habe die GameBroadCasterHD von Avermedia, was im Prinzip der Vorgänger ohne Hardware Encoder ist.

- Was ich als leicht irreführend empfand ist die "Capture 1080p @60 Hz" Werbung, was jedoch nur das Videoformat angibt, was die Karte am Eingang annimmt. Aufnehmen geht dann jedoch nur mit 30 Hz.

- Weiterhin hätte mich interessiert, ob die LiveGamerHD auch Probleme mit VSync hat, d.h. teilweise die Bilder zerschnitten sind, wenn man mehr als 30 Hz am Eingang hat.

- Es ist zwar nur ein Kurztest, aber ein Vergleich zwischen dem Hardware Encoder und einer lossless Aufnahme + nachträglichen Software Encoder mit vergleichbarer Bitrate wäre interessant gewesen. Teilweise gibt es das Problem, dass man bei einem Hardware Encoder die Bitrate für vernünftige Qualität stark hochziehen muss und es sich für ein sinnvolles Dateigröße zu Qualitätsverhältnis dann trotzdem nochmal empfiehlt per Software zu re-encoden.

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