Seite 1: Test: Samsung Galaxy Note 2 (inkl. Video)

teaserNachdem Samsung einen unerwarteten Erfolg mit dem Ur-"Galaxy Note" feiern konnte, war natürlich klar, dass man das Konzept weiterentwickelt und eine neue Iteration auf den Markt bringt. Das Galaxy Note 2 wurde in vielen Details verbessert und im Bereich Design und Hardware stark an das aktuelle Flaggschiff Galaxy S3 angelehnt. Smartphone, Tablet, Smartlet, Phablet - wie auch immer, wir haben es uns angesehen.

Wir bedanken uns bei 'getgoods.de' für die problemlose Bereitstellung des Testsamples.

In der Galerie befinden sich neben den in diesem Test verwendeten Bildern noch weitere interessante Details - reinschauen lohnt sich.

Die Verpackung des Galaxy Note 2 wirkt noch recht unscheinbar - doch das täuscht. Öffnet man diese, fällt einem in unserem Fall das Gerät in einer silbergrauen Farben in de Hände. Natürlich ist es auch wieder in Weiß erhältlich. Das Display ist hier natürlich Haupt-Verkaufsargument. Während die einen sich beschweren, dass der Trend zu immer größeren Geräten geht, die kaum noch in die Hosentasche passen, kann es anderen nicht groß genug sein. 5,5-Zoll misst das Super-AMOLED-HD-Display, das somit mehr als genug Platz für alle Anwendungsgebiete bereithält. Das Design lehnt sich stark an das des Galaxy S3 an - abgerundete Formen und ein lang gezogener Home-Button sowie zwei Touch-Buttons weisen auf jeden Fall darauf hin. Ebenfalls auf der Vorderseite angesiedelt sind natürlich Frontkamera und Hörmuschel. Ansonsten findet sich hier nichts. Durch den vergleichsweise schmalen Rahmen um das Gerät ist es im Gegensatz zum Galaxy Note 1 nur minimal gewachsen. Lautstärkewippe, Power-Button, 3,5-mm-Klinkeanschluss und microUSB-Anschluss. Samsung hat die Buttons und Anschlüsse gleichmäßig auf alle vier Seiten des Geräts verteilt - kein Problem also mit fälschlicherweise gedrückten Knöpfen oder Verwirrungen durch zu viele Möglichkeiten. Etwas schade und auch schon ein Kritikpunkt beim Galaxy S3 ist der fehlende dedizierte Kamerabutton. Dank Schnellzugriff über eine Dreh-Geste auf dem Sperrbildschirm sollte dies aber zu verkraften sein.

Erfreulich ist die abnehmbare Rückseite, hinter der sich der 3100-mAh-Akku, ein SIM- und microSD-Slot befinden. Zudem steckt die NFC-Antenne nun im Akkudeckel und auch die Anschlüsse für ein später erscheinendes Wireless Charging Kit sind, wie beim S3, vorhanden. Natürlich beherbergt die Rückseite auch die 8-MP-Kamera, den Blitz und den Lautsprecher.

Die Verarbeitungsqualität ist, wie beim S3, gut - hier gibt es nichts zu beanstanden. Lediglich der hohe Plastikeinsatz ist bei High-End-Geräten etwas schade aber gerade beim Galaxy Note 2, das mit rund 180 Gramm (die sich in der Nutzung durch die schiere Größe des Gerätes nicht so anfühlen) schon recht schwer ist, sicherlich sinnvoll.

Das Display ist zwar schön scharf und groß, dürfte aber ruhig etwas heller sein, ist es doch bei Sonneneinstrahlung nur noch schwer zu lesen. Die Begrenzung ist hier aber sicher auch ein Kompromiss zwischen Kosten und Akkulaufzeit - denn ein 5,5-Zoll-Display ist natürlich in Verbindung mit dem verbauten 1,6-GHz-Quadcore sowie dem Digitizer-Panel ein richtiger Stromfresser. Dem hat Samsung aber natürlich auch mit einem überdimensional großen 3100 mAh Akku entgegen gewirkt.

Das besondere Merkmal des Note ist natürlich der S-Pen. Der wurde etwas dicker gemacht, sodass er besser in der Hand liegt. Soviel können wir schon verraten: Menschen mit größeren Händen haben bei der Nutzung kaum Probleme - lediglich der schlecht erreichbare Button auf dem Stift trübt das Nutzungserlebnis doch stark. Der Stift selbst wird durch einen kleinen Magneten in der "Garage" gehalten und ist mit kurzen Fingernägeln nur schlecht aus dem Gerät zu holen. Durch den Magneten merkt das Gerät aber, dass der Stift entnommen wurde und kann entsprechende Aktionen ausführen - darauf wollen wir aber im Software-Test noch näher eingehen.

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Insgesamt hat Samsung es geschafft, das Note in allen Bereichen zu verbessern - neu erfunden hat man sich aber im Hardware-Bereich eher nicht. Das braucht es aber auch gar nicht, denn die Software ist ein viel wichtigerer Punkt, der die Zufriedenheit des Verbrauchers stark beeinflusst. Daher haben wir uns auf den nächsten Seiten sowohl die Software allgemein als auch die Stiftbedienung nochmal ganz genau angesehen.