Seite 1: Kurztest: fantec 3DFHDL - 3D-FullHD-Streaming inklusive

fantec 3dfhdl_traserMedia-Player etablieren sich immer weiter in den deutschen Wohnzimmern. fantec möchte mit seinem 3DFHDL nun endlich einen Media-Player mit einem der Features in das Wohnzimmer bringen, ohne das man laut Industrie eigentlich schon längst nicht mehr zurechtkommen sollte: 3D. Wie sich der 3D-Player, der noch das ein oder andere interessante Feature zu bieten hat, in der Praxis schlägt, wird sich auf den kommenden Seiten zeigen.

Media-Player schießen momentan  wie Pilze aus dem Boden – da die meisten der aktuellen Vertreter auf einem Realtek-Chipsatz basieren, fällt eine Differenzierung zwischen den verschiedenen Multimedia-Boxen für das Wohnzimmer immer schwerer. Einen guten Weg geht dabei fantec, denn auch wenn man ebenfalls auf einem Realtek-Chip, in diesem Fall dem 1186 aufbaut, so gelingt es mit einigen raffinierten Kniffen sich doch von der Konkurrenz abzuheben. Wie es der Name schon vermuten lässt, ist der 3DFHDL als erster Player in der Lage, ISO-Files von 3D Blu-rays abzuspielen – bislang musste ein Umweg über SBS-Daten gemacht werden. Wer also die 3D-Fähigkeiten seines Fernsehers nutzen möchte, ohne rotierende Scheiben im Player liegen zu haben, für den bietet fantecs 3DFHDL aktuell die einfachste Möglichkeit, entsprechenden Content wiederzugeben. Neben unserem Testkandidaten gibt es den HiMedia 900B, der ebenfalls auf Realteks 1186 basiert – aber nicht im großen Stile auf dem deutschen Markt verfügbar ist. Andere bislang getestete Media-Player wie A.C.Ryans PlayOn!HD2 (zum Test) oder die IcyBox MP3011 (zum Test) basieren noch auf dem Realtek 1185-Chip. Wer aus der proprietären Welt ausbrechen möchte, für den gibt es aber auch Geräte mit ARM-Chip wie das A.C.Ryan Veolo (zum Test) oder mit Atom-CPU wie D-Links Boxee Box.

Preislich wird der fantec 3DFHDL in der absoluten Oberklasse für einen Media-Player angesiedelt. 215 Euro werden aktuell in den Webshops aufgerufen – damit bewegt man sich auf Augenhöhe mit der Boxee Box. Die erst vor kurzem getestete IcyBox 3011 kostet gerade einmal die Hälfte. Wer also auf 3D-Features verzichten kann, der spart ordentlich.
Hier ein Überblick über die unterstützten Formate:

  • Video: MKV, 3D (SbS & TaB), ISO (DVD & BD Blu-ray), AVCHD, MTS, M2TS, AVI, VOB, MOV, MP4, MPG, TS, WMV, DAT, IFO, RM, RMVB, M4V, ASF, FLV, XviD, DivX 3/4/5, DVD & Blu-ray
  • Audio: MP3, MP2, OGG, WMA, WAV, AAC, FLAC, Stereo/Dolby Digital AC3 5.1, Dolby Digital Plus 7.1, DTS Digital Surround 5.1 & 7.1
  • Foto: HDJPEG, JPEG, JPG, BMP, GIF, TIFF, PNG

Neben der Fähigkeit, 3D-ISOs abzuspielen unterstützt unser Testkandidat also alle aktuell relevanten Formate.

Etwas mager fällt der Lieferumfang aus. Neben dem externen Netzteil befindet einzig ein USB-3.0-Kabel im Karton. Mancher Konkurrent kann hier mit mehreren Video-Kabeln inklusive HDMI aufwarten. Mit Hinblick auf den hohen Preis hätten wir uns dies hier auch gewünscht.