aber mal eine Frage in die Runde!!!
Gibt es die Liebe auf den ersten Blick wirklich und habt ihr so etwas schon erlebt?
Ich persönlich glaube da nicht dran, dass ist wie die Jagd der Frauen nach dem Märchenprinzen der sie wach küsst.
Gibt es? Check.
Selbst erlebt? Check.
Liebe und Verliebtheit verwechseln? Ich denke das ist gerade der Punkt was "Liebe auf den Ersten Blick" eben NICHT ist. Verliebtheit ist zwar dabei, aber nicht das was es besonders macht. Das Besondere ist, dass man SOFORT merkt dass man auf der gleichen Wellenlänge liegt, und da mehr drin liegt als nur eine kurze Schwärmerei. Sich gegenseitig in die Höhe pusht weil man intuitiv weiß was die andere Seite gerade braucht. Die gleichen Ziele hat, in vielerlei Hinsicht gleichen Ansichten. Und das ist insgesamt ein Gefühl, dass sich nicht so ohne weiteres Finden lässt und gleichzeitig Aufgeschlossenheit verlangt.
Und die ganze Sache hat ihre eigenen Herausforderungen. Hier kursiert ja die Methapher mit Zelt abbauen und Zelt aufbauen; Dementsprechend wird aus dem Zelt über die Zeit was immer größeres, vom Zelt zum Schuppen zur Laube zum Haus zur Burg zum Schloss etc. Dementsprechend schwierig ist es auch eine Burg abzubauen

Wenn ich das mit der "Liebe auf den Ersten Blick" vergleichen sollte, dann ist das fast so wie wenn man das Zelt überspringt und das Haus schon schlüsselfertig dran steht - man es aber zuvor nicht geplant hat. Dementsprechend gibt es darin "Macken" die normale "Bauherren" vielleicht nicht gehabt hätten, und wenn man sich gemeinsam unbedacht an den Umbau macht, stürzt einem das Dach über dem Kopf ein, ohne dass da draußen noch ein Zelt steht...
Oder anders ausgedrückt: Dadurch, dass die Beziehung schlagartig ein höheres Level erreicht, ist die Art der Fehler die man miteinander machen kann eine andere als bei "normalen" Beziehungsanfängen: Man hat zwar das Gefühl einander zu verstehen, und bis zu einem gewissen Grad stimmt das auch, dennoch gibt es Eigenheiten oder Belastungen aus der Vergangenheit die hier reinspielen können.
Danke tree! Danke Hardwarekäufer! Das beides hat mir viel zu denken nachgegeben.
Da ich sie eh erst frühestens am Wochenende sehe, wenn überhaupt, (bin gut 400km weg von zuhause wegen einarbeitung in den neuen job in der Firmenzentrale) werde ich nochmals kräftig nachdenken. Ihr habt recht ich muss wissen ob ich das stemmen kann.
Ich wollte später selbst ein Kind haben. Also würde das noch hinterkommen. Eines Tages...
Auch ich hab noch ne Anmerkung; Vor ein paar Wochen hab ich was zu Beziehungsanbahnung geschrieben. Kennenlernen ist das eine, dennoch heißt das noch lange nicht, dass das bis zum "Maximum" führen muss. Wenn man merkt, dass man einer Beziehung nicht gewachsen ist oder die (potentielle) Partnerin nicht die Richtige ist, dann ist es wohl besser das ganze zu beenden oder auf ein Level zu bringen das nicht "Beziehung" heißt sondern "Freundschaft" oder "ich kenn da wen...". Vertrauen ist eine Sache die MIR extrem Wichtig ist.
Wenn ich da wen kennenlerne und mir entweder Zweifel entgegenschlagen, oder ich selbst welche habe dann werde ich den ganzen Kram nicht weiter verfolgen.
Also ich kann jetzt erstmal für mich sprechen. Und zwar bleibt mir keine andere Möglichkeit als gezielt Frauen kennen zu lernen die ich auch irgentwie attraktiv finde.
Meine Kindheit und Jugend war eine absolute Katastrophe: Ich wurde ausgegrenzt, gemobbt und Zuhause im "goldenen Käfig" festgehalten.
Das Reultat ist, dass die besten Freunde die ich heute habe mit 23 Jahren, ähnlich verkorkste Leute sind wie ich, obwohl ich die Frauen noch nicht abgeschrieben hab.
In meinem Alltag (Maschinenbaustudium) komme ich leider auch nicht allzuoft mit Frauen in Kontakt, ohne, dass dies nicht furchtbar gezwungen aussieht.
Freizeitaktivitäten wie "normale" Menschen sie machen kenne ich nicht. Was normal ist kenne ich nicht. Alles dank dem Käfig.
Also wenn ich also unterwegs bin und mich mal dazu durchringe eine Frau anzusprechen,
dann ist das mit dem Ziel eine Telefonnummer zu bekommen um nach einer gewissen Zeit in der ich mit ihr Kommuniziert habe, sie auszubitten.
Was danach folgt, das wissen die Sterne.
Okay, eins ist die Erkenntnis. Nun bleibt dir die Wahl. Du findest dich mit dem früheren Zustand ab und bleibst in deiner kleinen Welt. Im Goldenen Käfig ist es verdammt bequem, man wird gefüttert und jemand kümmert sich um einen. Oder man fliegt aus in die nicht mehr ganz so heile, gefährliche Welt.
Ob ich das so ganz aus eigener Erfahrung nachvollziehen kann ist die Frage; Mobbing und Ausgrenzung kenn ich auch; Kommt aber auch daher, dass ich nicht jeden Mist mitmachen wollte und alles nachplappern was ich nicht verstehen konnte. Ich wurde auch in einer eher "geschlossenen Gesellschaft" groß und im technischen Studium ergeben sich auch kaum Kontakte zu Frauen. Aber hey! Du bist im Studium und stehst demnächst auf eigenen Beinen (falls du es noch nicht tust) Es ist verdammt noch mal dein eigenes Leben und du jetzt da du Bestandsaufnahme gemacht hast musst du wissen OB du was verändern willst und WIE. Die eigene Vergangenheit irgendwann ohne die typisch deutsche Wehleidigkeit betrachten zu können ist ein Schritt zum besseren Leben. (so blöd das jetzt klingt)
Es gibt SO viele Möglichkeiten andere Leute kennenzulernen; Studium ist nur eine Sache. Es gibt im Studium auch Zusatzkurse, die von einem gemischteren Publikum besucht werden. Es gibt Sportvereine. Es gibt Fotoclubs/Gruppen oder andere Gruppen je nachdem welche Interessen du hast*. Es gibt nicht zuletzt sowas wie die VHS; Ich hab mich auch durchgerungen mich für nen Sprachkurs anzumelden was ich schon ewig mal wollte. Extrem gemischtes Publikum und sehr ungezwungene Atmosphäre. Wäre ich tatsächlich auf Partnersuche, wäre mein Telefonbuch wohl seit dem schon einiges voller...