@Hiserius, habe Deinen Text nun das dritte Mal ganz langsam durchgelesen und finde das was Du schreibst großartig
Die Doku in Deiner Sig werde ich mir auch mal anschauen
Einerseits muss man eine so lange Beziehung mit Trennung erstmal verarbeiten
wenn überhaupt getrennt werden muss oder sich nicht wieder gefunden werden kann

Sich diese Fragen zu stellen die @Hiserius meint bedeutet nicht das man bei der nächst besten Gelegenheit sich trennt.
Es geht darum zu kommunizieren und nicht eine Beziehung zu ertragen.
und dann in dem Alter nochmal jemand neuen finden, der dann keine Marrotten und egoistische Seiten hat, die einen zu sehr stören
Also es gibt genug intolerante junge Menschen (hat man paar weibliche Dinge ist man z.B. gleich gay

), egoistisch, radikal, unreif und dann gibt`s auch Andere.
Wenn ich mich umschaue finde ich eher die Freidenker mit eigener Persönlichkeit ohne Klonegetue meist in höherem Alter.
Grundsätzlich gibt es allerdings in jedem Alter solche und solche.
Was ich erkennen kann ist das sich eine Persönlichkeit entwickelt und dann in höherem Alter meist relativ gleich bleibt insofern keine
Ereignisse von hoher Intensität zu einer Veränderung führten (Tod des Kindes, Haus abgebrannt usw...)
Alle beeinflussenden Dinge sind Veranlagung, Umwelteinflüsse & Erziehung.
Diese Dinge wirken und machen uns zu dem was wir sind.
also wird man kaum auf Menschen treffen, die nicht die ein oder andere Kante haben
Wir haben alle Ecken und Kanten und das darf auch sein bis zu einem gewissen Grad.
Da hat man möglicherweise doch lieber einen Partner, den man nicht perfekt findet
In dem Moment wo man einen Partner perfekt findet hat man sich auch schon auf die Rutschbahn gesetzt die geradewegs in den Abgrund führt.
Dann wird die Beziehung automatisch kaputt gehen.
1. ist niemand perfekt und 2. wenn man das sucht sollte man wissen das es das nie geben wird und schließlich 3. sind wir Menschen.
Wenn wir natürlich abgehobene Ansprüche haben, Menschen mit Einkaufsprodukten verwechseln, dann bedeutet das auch wieder nicht beziehungsfähig zu sein.
Das Entscheidende für eine Beziehung mit möglichst wenig Leid ist von Anfang an ehrlich seine Wünsche kund zu tun damit diese auch auf eine ehrliche Reaktion abzielen können.
Daher ist es kompletter Schwachsinn z.B. "Jemanden" zu schauspielern um dann eine tolle Frau zu bekommen.
Am Ende wird dir das ganz Pappmaché genommen und man steht "nackig" voreinander.
So, guten Tag, noch nie getroffen
Wollen wir uns kennenlernen oder "was ist das so ungeschminkt"
Daher spart man sich unglaublich viel Leid im Leben wenn man sich tatsächlich mit dem auseinandersetzt was @Hiserius schreibt.
Soll eine jahrzehntelange Beziehung tatsächlich mehr Gesundheit geben als alleine zu sein, was ganz selten nur der Fall ist geht es nicht ohne seine Fragen.
Leider und das sollte man immer wieder wissen, sind sehr viele Menschen richtig krank weil sie sich gegenseitig nicht gut tun.
Also bedeutet eine Beziehung führen sich mit einander ehrlich mit Bescheidenheit und Respekt auseinanderzusetzen.
Nix stumpf in sich rein fressen sondern an der Beziehung arbeiten. Sind Beide dazu bereit sind gute Rahmenbedingungen gesetzt.
Sind Beide zu Anfang während der Kennenlernphase ohne große Maske aufeinander zugegangen und haben sich gegenseitig Ihr wahres Gesicht offenbart sind gesunde Voraussetzungen da.
Dann wird man mit großer Wahrscheinlichkeit nicht nach 3 Jahren sagen: Wer bist denn Du, dich kenne ich ja gar nicht mehr und fällt aus allen Wolken.
Das passiert immer dann wenn man die Warnzeichen ignoriert hat, rumrennt, rastlos ist, keine Zeit hat und sonst ein Hektiker ist.
Dann sorgt nämlich das Leben automatisch für Ruhe und zerstört Dir so lange das Lebensgebilde bis Du wieder alleine beginnen darfst.
Problem sind die vielen Baustellen welche sich einige Menschen aufhalsen. Wenn man keine Ruhe mehr in sich findet findet sich auch außen keine mehr und so zündet man die Lunte zur eigenen Detonation.
Am Ende steht doch wieder das Leben vor der Tür und sagt: Was kannst Du alleine?
Wenn man diese Frage beantworten kann ist man in sich selbst zu Hause angekommen.
Da hab ich selber noch zu lernen.
Hinschauen, ehrlich sein und kommunizieren. So kann das aber nur ein Mensch der seine Persönlichkeit schon gefunden hat.
Dann weiß man was man hat, warum man hat und wie man hat

Daher soll man ja auch bitte nur dann heiraten wenn man da in sich gefestigt ist.
Sonst bekommen schon bald die armen Kinder den unausgegoren Mist ab von einem.
Grundsätzlich sollte man aufpassen von materieller Profilierung, diese nimmt uns Entwicklung weg zur Menschlichkeit und
lässt uns fallen in dem Moment wo die Menschen nicht mehr da sind welche uns zeigen wie "toll" wir sind.
Auch jeder Dünkel oder Bewerterei macht Menschlichkeit nicht selten kaputt.
Wir sollten den Menschen der vor uns steht ausziehen, seine Jacht, sein Haus, seine Noten, seinen Beruf und das alles nicht
anrechnen, dann sind wir auf einer Ebene und haben gelernt das es keine derartige Hierarchie gibt.
Und wenn es sie gibt, dann nie auf menschlicher Ebene.
So ist meine Sichtweise Menschen zu begegnen.
Ich hab bestimmt schon einige Menschen enttäuscht damit das mich der ganze Schauspielkram und das Schminkegetue null interessieren.
Das lässt mich kalt und kommt bei mir nicht an. Eigentlich verstehe ich nur wirklich die Sprache des Herzens und da unterhalte ich mich auch gerne.
Hält man das wahre Wesen verdeckt und offenbart es nicht dem Partner, kommt irgendwann der Stichtag und dann ist das große Gebrüll.
"Die Welt geht unter" und man weiß nicht warum.