[Sammelthread] Was ist Liebe?

Danke, tree und elchu.
Der Schmerz kommt oft schubweise. Am WE war er leider sehr ausgeprägt und ich habe ihn komplett an Ihr ausgelassen. Keine gute Idee.
Was soll ich bloss machen?
Vor allem, da sie einen anderen hat.
Wahrscheinlich wäre es das Beste, Sie komplett in Ruhe zu lassen..
 
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Tu einfach auch das was Dir gut tut und sei gesund egoistisch. Wir müssen es nicht allen recht machen und uns vernachlässigen. Folge nicht einer engen Moral. Bleib Mensch und wenn Du Schmerzen hast, in welcher Form auch immer darfst Du reagieren. Wenn Sie Dir ein offenes Ohr schenkt ist das so. Sie muss das ja nicht tun und Du musst da auch nicht die Verantwortung übernehmen ob es Ihr gut tut. Ob der Laden offen hat oder geschlossen bestimmt dann Sie. Ob Du sprichst oder nicht Du. Alles ok tor :)
 
Tja, das mit der Moral ist immer so eine Sache. Am Wochenende hab ich auch sämtliche Bedenken über Bord geworfen, hab eskaliert und bin mit Madame in der Kiste gelandet. Es war zwar schön. Aber es war nicht so wie sonst. Ich denke der Zug ist tatsächlich abgefahren. Nun habe ich am Ende des Tages nur für noch mehr Gefühlsachterbahn auf Ihrer Seite gesorgt. Dabei wollte ich doch genau das eigentlich vermeiden. Über Weihnachten fährt sie für ein paar Tage weg. Ich denke das ist eine gute Gelegenheit endlich etwas emotionalen Abstand zu gewinnen.

@ tor123:
Weshalb seht Ihr euch überhaupt so oft? Gemeinsamer Freundeskreis? Arbeit? Wenn Du die Trennung noch nicht aufgearbeitet hast, solltest Du tatsächlich den Kontakt reduzieren. So bekommst Du jedenfalls keinen sauberen Abschluss hin und quälst Dich nur selbst.
 
Ganz ehrlich, da muss einfach verdammt viel Kopfkino und nicht aufgearbeitete Themen mit im Spiel sein, ich lebe mit meiner Ex Freundin zusammen und bin nicht so fertig. Dieses nachtrauern ist total sinnlos, es schränkt euch nur ein und verhilft euch zu keinem klaren Gedanken.

Das soll keine Aufforderung sein, nicht zu trauern, aber das geht auch anders, Dankbar sein, für das was war und sich klar machen, dass es eben einfach nicht gepasst hat, sonst wärt ihr ja noch zusammen.
 
Generell bin ich der Meinung, das man viel mehr Dankbar sein sollte für das was war und die Dinge/Erfahrungen die man machen durfte als sich zu Ärgern über das was einem genommen wurde. Aber oh man: Jungs, Kopf oben halten!
 
Hmm, als fertig würde ich mich jetzt nicht bezeichnen. Andererseits ist Selbstreflektion ja oftmals schwieriger, als die Dinge von außen zu betrachten. Ich habe einfach gemerkt dass sie nicht wirklich weiß was sie will. Ich wollte testen wieviel Spannung und Anziehung noch vorhanden ist. Deshalb die Eskalation. Am Ende habe ich dann aber einfach nur festgestellt das für mich keine Fortsetzung der Beziehung mehr in Frage kommt. Alles was bleibt ist mein Beschützerinstinkt. Und ein bisschen schlechtes Gewissen wegen der Fickerei vom Wochenende. Aber auch das geht vorbei.
 
Dazu noch ein kurzer Text von einem geschätzen Bekannten von mir:

Schmerz und Leid ist nicht dasselbe. Es gibt nicht zufällig zwei Wörter für zwei versch. Erfahrungen, die gerne miteinander verwechselt werden. Schmerz sichert das Überleben, Leid blockiert das Leben. Schmerz kann dich stark machen, Leid hält dich schwach. Schmerz ist notwendig, Leid ist freiwillig. Ein vollständiges Daseinist nur dann eines, wenn Schmerz integriert wird.
Daher: Gewähre dem Schmerz Raum!
 
Ganz ehrlich, da muss einfach verdammt viel Kopfkino und nicht aufgearbeitete Themen mit im Spiel sein, ich lebe mit meiner Ex Freundin zusammen und bin nicht so fertig. Dieses nachtrauern ist total sinnlos, es schränkt euch nur ein und verhilft euch zu keinem klaren Gedanken.

Das soll keine Aufforderung sein, nicht zu trauern, aber das geht auch anders, Dankbar sein, für das was war und sich klar machen, dass es eben einfach nicht gepasst hat, sonst wärt ihr ja noch zusammen.

Das lässt sich leider immer so einfach sagen, jetzt zur Weihnachtszeit macht man sich aufgrund des um einem herum doch wirklich ein paar Gedanken was man im letzten Jahr so alles erlebt hat und da gehört die Trennung dazu. Ich sitze auch nicht zu Hause und flenne oder jammer rum, allerdings komm doch hin und wieder Gedanken über die Gemeinsame Zeit. Man weiß ja das es nicht geklappt hat aber trotzdem macht man sich halt Gedanken. Abstellen ist da leider nicht so einfach. Erst wenn man sich wieder neu verliebt hat, kann man mit dem vorherigen abschließen. Jedenfalls ist das bei mir so.

Jeder geht mit so einer Sache anders um und jeder verarbeitet sie anders und braucht auch mehr oder weniger Zeit.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das ist für mein kein Abschließen. Was machst du, wenn du dich erst in 5 Jahren neu verliebst, 5 Jahre nicht abschließen? Findest du das Gesund?

Wie gesagt, ich lebe mit meiner Ex noch zusammen und kann definitiv sagen, dass auch außerhalb der Beziehung Kommunikation sehr wichtig ist. Wir sprechen nicht soo viel persönlich, weil das nicht ihre Stärke ist, schreiben aber doch etliche Mails und manchmal spreche ich sie auch direkt an, wenn mir etwas einfällt.

Wir haben unseren Wohnraum recht gut getrennt und ich bin ehrlich gesagt in der Zwischenzeit erleichtert darüber, weil ich einen viel klareren Blick auf das Ganze haben, als noch vor einiger Zeit.

Was bringt es mir, in der Vergangenheit zu leben (zu denken) und was wäre wenn zu spielen oder ähnliches? Gar nix!"

Meine Meinung dazu!
 
Das ist für mein kein Abschließen. Was machst du, wenn du dich erst in 5 Jahren neu verliebst, 5 Jahre nicht abschließen? Findest du das Gesund?

Wie gesagt, ich lebe mit meiner Ex noch zusammen und kann definitiv sagen, dass auch außerhalb der Beziehung Kommunikation sehr wichtig ist. Wir sprechen nicht soo viel persönlich, weil das nicht ihre Stärke ist, schreiben aber doch etliche Mails und manchmal spreche ich sie auch direkt an, wenn mir etwas einfällt.

Wir haben unseren Wohnraum recht gut getrennt und ich bin ehrlich gesagt in der Zwischenzeit erleichtert darüber, weil ich einen viel klareren Blick auf das Ganze haben, als noch vor einiger Zeit.

Was bringt es mir, in der Vergangenheit zu leben (zu denken) und was wäre wenn zu spielen oder ähnliches? Gar nix!"

Meine Meinung dazu!

Wieso in der Vergangenheit leben? Es ist ja nicht so das ich da sitze und hoffe das alles wie früher wird, man muss sich klar sein was falsch gelaufen ist und was man anders machen sollte. Derzeit lebe ich genauso wie vor der Beziehung und damit war ich ewig zufrieden ;)

Du musst auch bedenken das es verschiedene Phasen nach der Trennung gibt und da du ständig mit deiner Ex in Kontakt bist, kannst du das mit den meisten Trennungen nicht vergleichen. Denn dort wird der Kontakt komplett abgebrochen und man redet nie wieder miteinander
 
Meiner Meinung nach, ist ein Neuverlieben erst möglich, wenn man mit der Vergangenheit abgeschlossen hat...
 
Meiner Meinung nach, ist ein Neuverlieben erst möglich, wenn man mit der Vergangenheit abgeschlossen hat...

Abschließen und nicht dran denken sind auch zwei verschiedene paar Schuhe ;)
Wie ich schon sagte, unter dran denken verstehe ich nicht hoffen das es wieder kommt, sondern einfach nur nochmal dran denken. Das ist absolut nicht im negativen Sinne gemeint, es ist halt ein Teil des Lebens und an einen Urlaub denkt man ja auch immer mal wieder. Vergessen wird man Exfrauen doch niemals, selbst in 30 Jahren wird man da noch Erinnerungen dran haben.
 
Hatte ich bislang auch immer so gehandhabt. Ist aber auch ein Unterschied wie lange und/oder intensiv eine Beziehung war. An die letzte Beziehung werd ich mich zumindest immer wohlwollend erinnern können.
 
Mach Dir da keinen Kopf Bergbube :). Ich kann nur sagen das ich auch ewig gebraucht hatte um drüber weg zu kommen bis her.
Da kommt dann Sehnsucht auf und es tut einfach noch eine ganze Weile weh. Bei mir hat das schon 2, 3 Jahre mal gehalten.
Es hat sich für mich herausgestellt das es gut tut sich die Gründe des Schmerzes zu vergegenwärtigen.
Das empfinde ich als ehrliche Heilung dann. Ich finde das kann schon tiefe Wunden reisen.
Klar, das dies so ist hängt mit einem selbst zusammen aber dennoch kann das einfach schwer weh tun innerlich und durchaus auch auf die Gesundheit schlagen.

Ich finde man darf das auch zulassen das das so ist. Kämpfen dagegen, Wegsehen und zwanghaftes Ablenken schiebt meiner Erfahrung nach die Aufarbeitung nur nach Hinten.

Für mich gilt daher:

► Wo tut`s weh?

► Warum tut`s weh?

Wenn ich das einfach durchgehe und für mich weiß geht`s mir deutlich besser.
Ehrlicher Schmerz ist reiner Schmerz und gehört wie elchupacabre hier schrieb wirklich dazu im Leben.

Ich arbeite tagtäglich im Gesundheitsbereich beruflich mit Entspannungstechniken und habe einige Schüler.
Der Weg ist auch da immer der Gleiche: 1. Sich bewusst werden wo verspannt, 2. diese Rückmeldung nutzen um die Verspannung zu lösen.
An dieser Stelle wird dann die Körperintelligenz mobilisiert. Ihr glaubt nicht wie schlau unser Körper eigentlich sein kann und wie sehr er sich wünscht in seine Mitte zu kommen.
Man braucht den Körper nicht mit Strenge befehlen was er tun muss. Oft reicht ein Schubs in die richtige Richtung und man kann durch fortlaufendes Training ihn einfach selbst machen lassen.


In Bezug wiederum hier wenn getrennt wird und es einfach sauweh tut.
Nicht zu viel weg rennen & "zusaufen". Hinschauen und mutig bleiben.
Der Lohn? Aufarbeitung und Erkennen der Zusammenhänge.
 
Jeder geht anders damit um. ich finde "meine" Variante wesentlich gesünder, schließlich habe ich eine nicht unwesentliche Zeit meines Leben's mit diesem Menschen verbracht, weshalb sollte ich ihn nun komplett daraus verbannen. Aber wie gesagt, soll jeder halten, wie er es möchte.
 
Das ist gesunder Selbstschutz elchupacabre. Die meisten Menschen funktionieren nach dem Prinzip der klaren & vollen Trennung um innerlich frei zu kommen.
Du bist da eher eine Ausnahme. Ist ja auch bewundernswert wenn Du das so kannst.

Mir persönlich ist das ganz fern und wesensfremd. Ich versteh das nicht.
So sehr ich mich da versuche empathisch reinzubegeben, es klappt nicht.
Mir würde sich der Magen rum drehen wenn ich zu lange mit der Ex an Ort und Stelle wohnen müsste.
Da ist`s mir dann schon recht die Zelte abzubrechen, einen messerscharfen Cut zu fahren. So ist`s eben bei mir.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ging auch nicht von Heute auf Morgen, aber ich sehe meine Ex Freundinnen auch nicht als Feinde oder Schuldträger für etwas, was passiert ist. Ich sehe sie als Lebensabschnitsspartner und das ist gut so.

Ich stell mich damit auch gar nicht "über" Andere, ich möchte nur sagen, dass ich diesen 100% Cut nicht ganz nachvollziehen kann, ich mein, ich war ja schließlich mit der Frau zusammen. (den Frauen)

Ich brauche halt auch keinen Selbstschutz, wovor sollte ich mich schützen? Ich mag meine Ex noch immer und habe sie auch gestern wieder in den Arm genommen, weil ich gemerkt habe, dass es ihr nicht gut geht, obwohl soviel passiert ist.

Einerseits kommuniziere ich ihr klar, dass einige Entscheidungen definitiv nicht in Ordnung so waren, dennoch bin ich menschlich, das ist mir wichtig. Mich verkriechen und Abstand suchen, ist nicht das Gleiche, wie zu verarbeiten.

Wenn jemand ohne Abstand nicht loskommt, ist das ja auch legitim, nur sollte das mMn nicht immer so sein.

Edit: Wie gesagt, ich mag sie noch immer und ich war ja auch gern mit ihr zusammen, das hat sich nur zum Teil geändert, wenn die Wohnsituation das hergibt und sich Beide Zeit nehmen können um alles gemütlich auf die Reihe zu bringen, halte ich das für sehr angenehm.
 
Zuletzt bearbeitet:
aber ich sehe meine Ex Freundinnen auch nicht als Feinde oder Schuldträger für etwas, was passiert ist. Ich sehe sie als Lebensabschnitsspartner und das ist gut so

Dies sehe ich ebenso. Feind und Schuldfragen führen da zu nichts Gescheitem.

Tickt denn Deine Freundin genauso? Ich finde diese Stärke fraglich realistisch umzusetzen.
Gut, vielleicht schaffst Du das wirklich aber Sie?
Ich mein, tut das auch Ihr gut wenn ihr weiter zusammen wohnt aber getrennt seid.
Ist das wirklich so eindeutig durchführbar in der gemeinsamen Wohnung?
Du siehst Sie doch immer wieder.
Tut es nicht weh und macht wehmütig wenn man erkennt das es nichts wird für die Zukunft?

Entweder Du bist der Dalai Lama oder ich hab noch echt viel zu lernen :vrizz:
 
Fehler kommen immer von beiden und daher gibt es bei einer Trennung keine Schuldfrage, niemand ist daran schuld. Es hat einfach nicht funktioniert.

Ich komme ohne einen Cut aber nicht klar, ich würde mir zu beginn einfach zu viel Hoffnung machen und das würde bei mir nur in Fehlern enden. Bei meiner Ex ist es das gleiche, die Nachrichten die sie mir noch geschickt hatte waren nicht gerade Freundlich und nett ^^

Alleine die Sache das ich es beendet habe, war für sie scheinbar einfach nicht hinnehmbar und ich bin dann eh das Arschloch, jedenfalls kam das in den Nachrichten so bei mir an.
Wenn ich sie aber nun wieder sehen würde, dann würde ich mich vermutlich freuen und sie ansprechen. Hab mit ihr keine Probleme und ich hoffe sie ist nun auch darüber hinweg, schließlich hatten wir seit 8 Monaten keinen Kontakt mehr.
 
Zuletzt bearbeitet:
So ging`s mir auch mit meiner Freundin als wir getrennt waren. Wir hätten uns einfach nicht mehr gut getan und ehe man sich gegenseitig die Gesundheit raubt geht man lieber ganz auseinander.
Das hätte nur noch in Giftspritzen geendet und das bringt`s dann echt nicht mehr.

Irgendwann, wenn Jeder für sich war kann ich aber aus neuer Perspektive noch mal einen Blick wagen und ganz anders reflektieren.
 
Oft ist es ja nunmal auch so, dass eine Trennung nicht "einvernehmlich" stattfindet... Es gibt also sehr oft einen, der mit der Entscheidung eines anderen leben muss. Gefühle sind dennoch vorhanden und wenn man dann noch Kontakt hat, ist es halt schwer davon loszukommen. Ähnlich wie wenn man über beiden Ohren in jemanden verknallt ist, weiß das daraus nichts wird, diese Person aber jeden Tag sieht.

Meine Ex habe ich nach 7 Jahren und aus div. Umständen kurz vor der Hochzeit abgeschossen... Gefühle waren nach wie vor da, es war eine Kopfentscheidung und ohne klaren Schlussstrich wäre ich daran zerbrochen oder weich geworden, weil Sie unbedingt weiter machen wollte (die Umstände wurden hier auch mal von mir thematisiert)

Ich habe dann 2 Jahre gebraucht um Abstand zu bekommen und mich auf was neues einlassen zu können bzw. zu wollen.

Wenn beide zu der Einsicht kommen, dass die Beziehung keine Zukunft hat und man gemeinsam diese Entscheidung trifft, ist die Gefahr, dass einer davon verletzt wird eben deutlich geringer und dann kann ich mir durchaus vorstellen, dass mit etwas Anstrengung und Mühe eine art "WG" eine Zeit lang funktionieren kann. Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, dass dies noch der Fall ist, wenn einer der beiden mal mit einem/einer (potentiellen) neuen antanzt... Da wird selbst ein freundschaftliches Verhältnis zwischen Ex-Partnern oft sehr kompliziert und unmöglich.
 
Zuletzt bearbeitet:
domdom: Ich sehe sie nicht lange, sie taucht aber öfter mal in der Nähe meiner Arbeit auf. Ich sehe Sie dann nur, wir grüßen uns kurz und das wars.
Das reicht aber schon fürs Kopfkino.
Selbstreflektierend ist es wohl so, dass ich darauf eifersüchtig bin, dass Sie gleich wen Neues hatte und ich wieder mal alleine meine Kreise ziehe.
Das habe ich auch nur zufällig erfahren und Sie dann darauf angesprochen.
Wie dem auch sei, ich versuche einfach, meinen Kopf frei zu bekommen. ;)
 
Ich bin sicher kein Dalai Lama, abgesehen davon, dass er auch ein Mensch war/ist, mit Seele und Herz und Verstand.

Ich agiere nunmal einfach anders und lebe und gebe mich nicht dem Kopfkino so hin wie Andere es vielleicht tun, diese Situation, mit dem gemeinsam Wohnen, hab ich mir ja mit ihr gemeinsam ausgesucht und es ist in Ordnung, klar, es gibt bessere und schlechtere Tage (mehr bei ihr, ich komme in der Zwischenzeit sehr gut zurecht) das liegt bei ihr aber einfach daran, dass sie ja gar keine Ahnung hat, wohin ihr Weg sie führen soll.

Weder was die Arbeit angeht, noch privat, noch beziehungstechnisch. Sie steht nicht mit beiden Beinen im Leben, hat noch nicht das Ausmaß an Erfahrungen wie ich gemacht und lebt eine sehr romantische Vorstellung von Allem. Seit wir getrennt sind, habe ich ihr einiges davon sehr direkt und kritisch mitgeteilt und einiges davon hat sie ziemlich mitgenommen und teilweise auch aufgeweckt.

Sie weiß auch, dass sie einen riesen Anteil an der ganzen "Misere" hat und sie in vielen Situationen nicht korrekt reagiert, bzw. sich verhalten hat. Solange sie daraus lernt, kann es nur positiv sein. Ich trauere um Nichts, wozu auch?

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Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, dass dies noch der Fall ist, wenn einer der beiden mal mit einem/einer (potentiellen) neuen antanzt... Da wird selbst ein freundschaftliches Verhältnis zwischen Ex-Partnern oft sehr kompliziert und unmöglich.

Das ist auch kein Thema und Tabu, außerhalb des Wohnraums kann sie machen, was sie möchte, unter dem gemeinsamen Dach gibt es Regeln. Nachdem sie aber eh keine Ahnung hat, was sie wirklich möchte, ist sie derzeit mehr verwirrt, als gewiss, wo die Reise hingeht.
 
@tor123: Was spielt dir denn dein Kopfkino so alles vor? Ich bin echt neugierig was da auftaucht :)

@bergbube & andR_: Der Auslöser ist meist einseitig, man kann aber in dem Gespräch, das man da zwangsweise zu führen hat, zu dem Punkt kommen, dass beide in der Beziehung nicht mehr so wirklich keine Zukunft sehen. Man kann verschiedene Schlüsse ziehen, es unter veränderten Randbedingungen nochmal zu versuchen oder es sein zu lassen. Meist ist es aber eine einseitige Sache, wenn einer noch Potential sieht und der andere nicht. Nur wenn man an den Noch-Partner herantritt mit der Ansage "die Beziehung ist jetzt zuende" sollte man sich der Sache sicher sein, weil allein diese Ansage (zer)stört das Vertrauen grundsätzlich tief und wirkt verletzend. Gerade wenn man EIGENTLICH nicht wirklich Schluss machen will sondern nur Probleme ansprechen will.

Generell...Abschließen ist nicht ignorieren, sondern Verarbeiten. Ignorieren und "vergessen" oder ausblenden geht vielleicht bei Teenager 7-Tage-Beziehungen, aber nicht wenn jemand einem mal wirklich wichtig war. Was am Ende steht, ist die guten Zeiten in Erinnerung zu behalten, um die Zeit in positiver Erinnerung zu behalten, aber ebenso die Gründe der Trennung nicht auszublenden, und hinter dieser Entscheidung zu stehen, auch wenn man sie nicht selbst gewählt hat sondern nur damit leben musste.
Bei der Beziehung zu meiner Ex WÄRE viel Potential da gewesen, und es gab schöne Zeiten; Vielleicht habe ich auch durch sie erst gelernt was es heißt zu LEBEN statt immer nur vor mich hin zu wurschteln. ABER wir hatten beide unsere jeweilige vorherige Beziehung nicht abgeschlossen. Das hat die gemeinsame Beziehung empfindlich gestört, weil wir eben beide EIGENTLICH noch nicht so weit waren. Andererseits hat es uns wohl beiden geholfen, über die vorherigen Beziehungen hinweg zu kommen. Obwohl wir BEIDE diejenigen waren, die sie beendet haben.
Jeder Mensch, den man an sich heran lässt, hinterlässt halt auch seine Spuren. Und jede vergangene Beziehung, jeder vergangene Job und jede zerbrochene oder verlaufene Freundschaft ist eine Etappe im Leben, die in sich abgeschlossen ist. Wie gut man sie gemeistert hat weiß man erst später.

Zum Thema Beziehungen: Am Wochenende hatten meine Freundin und ich unseren Jahrestag. Wir hatten uns im Vorfeld entschieden unser damaliges "Date" zu wiederholen, sprich wieder mit der Bahn nach München, einen bestimmten Laden aufsuchen und dann die Stadt und die Weihnachtsmärkte erkunden. Durch das Zusammenleben entstehen immer mal wieder so kleine Spannungen, die wir dann kooperativ lösen. Die Hausarbeiten teilen sich dadurch quasi von selbst auf. Irgendwie ist es ein Gefühl von Leichtigkeit, dass mich durch den Tag trägt; Wir ziehen uns beide gegenseitig hoch; Sie ist mein Rückzugsort und ich ihrer. Wir können beide auch mal nebeneinander sitzen und Spielen/im Netz surfen/Filme sehen etc. ohne dass sofort der Zwang da ist aufeinander zu sein oder Aufmerksamkeit zu brauchen. Ich hab das Gefühl, alles ist so wie es sein soll - einzeln sind wir stark, aber zusammen sind wir stärker :)

Zum Thema Beziehungsanbahnung: Pünktlich zum Anfang Dezember geht's mal wieder los...Einige Leute bekommen offensichtlich Panik und gehen ihre Kontaktliste durch ... auf jeden Fall haben sich in den letzten Wochen wieder div. Mädels gemeldet. Direkt mit der Frage ob ich denn noch mit meiner Freundin zusammen wäre als wichtiger Inhalt direkt hinter "wie geht's dir?". Und auf die freundliche Antwort kommt dann ein "ich hab mich vor [Zeit] getrennt".
Besonders bemerkenswert bei einer, die einmal ein "wichtiger" Teil meines Lebens war, zumindest in meinem und ihrem Kopfkino - und mich ziemlich verletzt hat in der Art und Weise wie sie mit mir umging. Irgendwie habe ich den Eindruck, dass manche Weihnachten nicht als Singles verbringen wollen und nach dem Rausch der Feiertage dann zum Januar und der Rückkehr ins "normale" Leben wieder Schluss machen...oder irgendwie so.
 
Sehr gut geschrieben!
Na ja, ignorieren ist wieder was anderes, aber es ist tatsächlich einfacher für beide wenn nach der Trennung zumindest eine Zeitlang der Kontakt abgebrochen wird (m. Erfahrung nach).
Und es ist tatsächlich so, dass zum Ende eines Jahres manche Menschen feststellen, dass Weihnachten bzw. der Jahreswechsel alleine schon scheiße sein kann (besonders ohne Familie). Und dann kommt die große Panik!
 
Ich muss mal hier mein Herz ausschütten. Wir sind beide ende 20.

Ich war 2 Jahre mit meiner Freundin zusammen, wir haben aber nicht zusammen gewohnt, hatten 60km zwischen uns. Wir hatten eine sehr gute Zeit und uns auch immer sehr gut verstanden.

Aber mit der Zeit in der Beziehung wurde sie sehr vereinnahmend und ich wurde immer mehr eingeschränkt. Ich hatte auf einmal keine Zeit für meine eigenen Interessen, sie hatte immer gesagt, das kannst du machen wenn du alleine zuhause bist. Das Problem war, ich war sehr wenig alleine zuhause, entweder bei ihr oder sie bei mir. Wir hatten dabei aber immer Spaß bei unseren Unternehmungen. Bei meiner Ex Freundin bin ich meinen eigenen Interessen nachgegangen und hatte auch immer eine eigene Meinung und habe nicht zu allem ja gesagt.

Aber mit der Zeit habe ich in der Beziehung nur um sie nicht zu verletzen angefangen einfach zu allem ja zu sagen, obwohl ich es nicht wollte, wollte sie nur nicht traurig machen. Dann ist mir vor 4 monaten der Knoten geplatzt und habe ihr gesagt, dass ich wenige Gefühle für sie habe, weil ich mich nicht mehr wie ich selber fühle. Dann hat sie gemeint sie will nicht mehr so vereinnahmend sein. 2-3 Wochen hat es geklappt, danach wieder wie immer. Ich habe wieder zu allem ja gesagt und innerlich einen Hass aufgebaut.

Vor 3 Wochen habe ich ihr gesagt, dass ich nicht mehr kann und mich trenne. Sie hat gesagt sie versteht das und hat das Signal vor 4 Monaten nicht richtig verstanden. Ich habe ihr dann gesagt, ich kann nicht mehr und will nicht mehr. Sie hat die ganze Zeit gesagt wir haben eine richtige Chance verdient, ich bin jetzt seit 3 Wochen abweisend zu ihr, ohne absicht versteht sich, weil ich einfach innerlich einen Hass habe und nicht mehr möchte.

Montag haben wir uns getroffen und sie hat wieder gesagt sie will eine Chance, habe ihr gesagt ich will nicht, sie meinte das weisst du nicht nach 3 Wochen. Habe ihr auch gesagt, ich habe letzte Woche gedacht: Ok, gebe dir die chance mit dem Gedanken, dass sie denkt es gab eine Chance, obwohl ich weiss, ich will nie mehr.

Jedenfalls, ich habe ihr gesagt, meine Meinung wird sich nicht ändern, sie meint dass weisst du nicht. Jetzt hat sie gesagt lass uns bis Februar eine Chance geben und versuchen, sonst kann ich das nicht anders verarbeiten meinte sie. Tja, ich habe wie immer ja gesagt und dabei im gleichen Saatz gesagt es geht nicht. Sie will es trotzdem. Ich weiss aber das es nicht gehen wird, weil ich keine Gefühle mehr habe. Mir tut es weh das ich sie auch mit meinem abweisenden Verhalten verletze, aber sie lässt einfach nicht locker. Ich werde das jetzt einfach machen müssen, damit sie das dann nach der "chance" verarbeiten kann.

Sorry für die Fehler im Text.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich denke, du schützt dich mit der abweisenden Art auch selbst, solange du nicht "gemein" zu ihr bist, seh ich da kein Problem mit. Du darfst nach deinem Herzen und deinen Bauchgefühl handeln, ohne komplett Rücksicht auf sie zu nehmen. Das ist jetzt hart, erspart euch jedoch viel ärger.
 
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