@tor123: Was spielt dir denn dein Kopfkino so alles vor? Ich bin echt neugierig was da auftaucht
@bergbube & andR_: Der Auslöser ist meist einseitig, man kann aber in dem Gespräch, das man da zwangsweise zu führen hat, zu dem Punkt kommen, dass beide in der Beziehung nicht mehr so wirklich keine Zukunft sehen. Man kann verschiedene Schlüsse ziehen, es unter veränderten Randbedingungen nochmal zu versuchen oder es sein zu lassen. Meist ist es aber eine einseitige Sache, wenn einer noch Potential sieht und der andere nicht. Nur wenn man an den Noch-Partner herantritt mit der Ansage "die Beziehung ist jetzt zuende" sollte man sich der Sache sicher sein, weil allein diese Ansage (zer)stört das Vertrauen grundsätzlich tief und wirkt verletzend. Gerade wenn man EIGENTLICH nicht wirklich Schluss machen will sondern nur Probleme ansprechen will.
Generell...Abschließen ist nicht ignorieren, sondern Verarbeiten. Ignorieren und "vergessen" oder ausblenden geht vielleicht bei Teenager 7-Tage-Beziehungen, aber nicht wenn jemand einem mal wirklich wichtig war. Was am Ende steht, ist die guten Zeiten in Erinnerung zu behalten, um die Zeit in positiver Erinnerung zu behalten, aber ebenso die Gründe der Trennung nicht auszublenden, und hinter dieser Entscheidung zu stehen, auch wenn man sie nicht selbst gewählt hat sondern nur damit leben musste.
Bei der Beziehung zu meiner Ex WÄRE viel Potential da gewesen, und es gab schöne Zeiten; Vielleicht habe ich auch durch sie erst gelernt was es heißt zu LEBEN statt immer nur vor mich hin zu wurschteln. ABER wir hatten beide unsere jeweilige vorherige Beziehung nicht abgeschlossen. Das hat die gemeinsame Beziehung empfindlich gestört, weil wir eben beide EIGENTLICH noch nicht so weit waren. Andererseits hat es uns wohl beiden geholfen, über die vorherigen Beziehungen hinweg zu kommen. Obwohl wir BEIDE diejenigen waren, die sie beendet haben.
Jeder Mensch, den man an sich heran lässt, hinterlässt halt auch seine Spuren. Und jede vergangene Beziehung, jeder vergangene Job und jede zerbrochene oder verlaufene Freundschaft ist eine Etappe im Leben, die in sich abgeschlossen ist. Wie gut man sie gemeistert hat weiß man erst später.
Zum Thema Beziehungen: Am Wochenende hatten meine Freundin und ich unseren Jahrestag. Wir hatten uns im Vorfeld entschieden unser damaliges "Date" zu wiederholen, sprich wieder mit der Bahn nach München, einen bestimmten Laden aufsuchen und dann die Stadt und die Weihnachtsmärkte erkunden. Durch das Zusammenleben entstehen immer mal wieder so kleine Spannungen, die wir dann kooperativ lösen. Die Hausarbeiten teilen sich dadurch quasi von selbst auf. Irgendwie ist es ein Gefühl von Leichtigkeit, dass mich durch den Tag trägt; Wir ziehen uns beide gegenseitig hoch; Sie ist mein Rückzugsort und ich ihrer. Wir können beide auch mal nebeneinander sitzen und Spielen/im Netz surfen/Filme sehen etc. ohne dass sofort der Zwang da ist aufeinander zu sein oder Aufmerksamkeit zu brauchen. Ich hab das Gefühl, alles ist so wie es sein soll - einzeln sind wir stark, aber zusammen sind wir stärker
Zum Thema Beziehungsanbahnung: Pünktlich zum Anfang Dezember geht's mal wieder los...Einige Leute bekommen offensichtlich Panik und gehen ihre Kontaktliste durch ... auf jeden Fall haben sich in den letzten Wochen wieder div. Mädels gemeldet. Direkt mit der Frage ob ich denn noch mit meiner Freundin zusammen wäre als wichtiger Inhalt direkt hinter "wie geht's dir?". Und auf die freundliche Antwort kommt dann ein "ich hab mich vor [Zeit] getrennt".
Besonders bemerkenswert bei einer, die einmal ein "wichtiger" Teil meines Lebens war, zumindest in meinem und ihrem Kopfkino - und mich ziemlich verletzt hat in der Art und Weise wie sie mit mir umging. Irgendwie habe ich den Eindruck, dass manche Weihnachten nicht als Singles verbringen wollen und nach dem Rausch der Feiertage dann zum Januar und der Rückkehr ins "normale" Leben wieder Schluss machen...oder irgendwie so.