Aktuelles

TrueNAS + 1 Windows VM - Proxmox/HyperV?

hs_warez

Enthusiast
Thread Starter
Mitglied seit
11.10.2007
Beiträge
693
Hallo!

NAS/Server ist hardwaremäßig fertig.
Gigabyte C246 Board
i3-9100
32GB ECC-Ram
120GB Samsung M2-SSD
2x 6 TB Seagate IronWolf

Als NAS-OS experimentiere ich gerade mit TrueNAS - soll/wird es auch bleiben.

Hab etwas im I-Net geforscht und theoretisch wäre es ja nicht schlecht, wenn ich mir einen PC sparen könnte.
Ich hätte eine VM (Win7 mit Ersatzteilkatalog für KFZ), welche ich oft brauche und derzeit halt auf meinem Laptop via VM-Ware starte.
Wenn ich nun ein NAS/Server habe, welcher ohnehin durchläuft, dann könnte ich die VM ja dort laufen lassen und ich hätte unterwegs auch Zugriff drauf.

1. Ist es sinnvoll, TrueNAS virtuell zu betreiben?
2. Eine VM in TrueNAS soll ja angeblich nicht so gut laufen!?
3. Was wäre für meinen Zweck besser - Proxmox, oder HyperV?


Danke!


LG
 
Wenn Du diese Anzeige nicht sehen willst, registriere Dich und/oder logge Dich ein.
Wenn Du diese Anzeige nicht sehen willst, registriere Dich und/oder logge Dich ein.

smoothwater

Enthusiast
Mitglied seit
18.07.2006
Beiträge
2.234
Ort
Halle (Saale)
VM in TrueNAS läuft super...nur halt Grafik-lastiges wie Windows nicht zufriedenstellend.
Zumindest meine bisherigen Versuche scheiterten stets an einem sehr langsamen System oder Fehlern.

TrueNAS in Proxmox läuft, ist aber so ne Sache. Ich selbst reiche dem Test-TrueNAS die HBA mitsamt der Platten durch. Bisher habe ich keine Probleme damit; Backups und Snapshots stehen aber immer bereit.
Proxmox--ZFS-Platten direkt durch die TrueNAS-VM handlen zu lassen , würde ich nicht. Vorteil bei Proxmox: Wenn TrueNAS Probleme macht, die Platten können ohne Probleme gelesen werden, da ZFS enthalten ist. Notfalls ne kleine Ubuntu-VM hochgezogen und per SMB ne Freigabe auf die Platten.

Zu HyperV kann ich nix sagen, das hab ich schon vor Jahren zur Seite gelegt. KVM und bhyve liegen mir mehr.
 

Gen8 Runner

Experte
Mitglied seit
12.08.2015
Beiträge
793
Würde ESXI als Basis nehmen.
Dort drauf dann TrueNAS installieren und die Windows VM's.

Arbeite regelmäßig (im lokalen Netzwerk, als auch per VPN) an den Windows (10) VM's und das läuft fluffig. Klar, Grafiklastige Anwendungen / Gaming nicht, wie bereits erwähnt. Aber Ersatzteilekatalog wird zu 99% super klappen.
 

hs_warez

Enthusiast
Thread Starter
Mitglied seit
11.10.2007
Beiträge
693
ESXI habe ich mal kurz überflogen - sollte robuster/schneller sein als Proxmox, aber angeblich ohne Backup-Funktion?

Kann ich dann bei ESXI meine beiden 6 TB HDD‘s 1:1 an TrueNAS weiterreichen und dort dann einfach „ZFS Mirror“ auf den HDD‘s anwenden?


Danke für eure bisherigen Meinungen!
 

maxblank

Semiprofi
Mitglied seit
14.01.2019
Beiträge
66
Dafür solltest du einen HBA nehmen, der im IT- Mode läuft und diesen dann komplett mit Platten durchreichen.
 

hs_warez

Enthusiast
Thread Starter
Mitglied seit
11.10.2007
Beiträge
693
Braucht man HBA immer, oder nur wenn man die HDDs durchreichen und mit ZFS betreiben will?
 

gea

Enthusiast
Mitglied seit
16.11.2010
Beiträge
4.388
Ein Type-1 Virtualisierer wie ESXi ist extrem minimalistisch. Eigentlich eher eine Firmware als ein OS. Alle Dienste und Systeme werden darauf virtualisiert - inkl. ein Storageserver als VM. Das zugrundelegende AiO Konzept habe ich vor über 10 Jahren vorgestellt.

Das Konzept geht so, dass man eine minimalistische ZFS Storage VM unter ESXi bereitstellt die nichts anderes macht als Storage für ESXi und als Filer. Die Storage VM braucht aber Platten. Dazu kann man

- virtuelle Platten von ESXi bereitstellen (eher ungünstig außer für die Storage VM selber)
- einzelne Platten über den ESXi Treiber bereitstellen (geht sehr gut mit Sata/SAS Platten am SAS Controller)
- einen ganzen HBA durchreichen und mit den Treibern der Storage VM betreiben

Klar hat bei Option 3 die VM die beste Kontrolle über die Platten. Das Konzept hat aber nichts mit ZFS zu tun. Man könnte auch einen Windows Server mit Platten unter ntfs so betreiben.

Mein Konzept (wird auch von Free-NAS jetzt genau so empfohlen nachdem die das Konzept jahrelang verteufelt haben)

ps
Backup von ESXi zweitrangig wenn man 30min Ausfall verkraften kann:
ESXi neu installieren und VMs importieren

Backup der Storage VM kann man machen (z.B. Replikation der Bootumgebung), ist aber eher zweitrangig wenn man 30min Ausfall verkraften kann und nichts anderes darauf bereitstellt als FC/iSCSI, NFS und SMB. Zur Not die Storage VM neu als Template bereitstellen und den Pool importieren.

Backup und Snaps der weiteren VMs geht über ZFS und Replikation oder Zugriff per SMB auf die VMs
 
Zuletzt bearbeitet:

hs_warez

Enthusiast
Thread Starter
Mitglied seit
11.10.2007
Beiträge
693
Danke für deine Infos!!

Hab mal kurz etwas recherchiert - für diesen Zweck sind oft folgende "Namen" gefallen.

  • LSI Megaraid 9207-8i
  • LSI 9217-8i
  • Dell H310
Beide bekommt man gebraucht schon relativ günstig und meist auch schon im "it mode".

Welchen würdest du bevorzugen?


Wenn ich mein NAS jetzt mal "normal" (TrueNAS - sonst nix) in Betrieb nehmen, könnte man dann später noch auf den "Virtualisierungszug" aufspringen?
Sprich, könnte ich die jetzigen "TureNAS Daten-Festplatten" dann einfach an den HBA anschließen, an ein virtuelles TrueNAS (Sicherung von der jetzigen Konfiguration einspielen) weiterreichen?


Danke!


LG
 

Gen8 Runner

Experte
Mitglied seit
12.08.2015
Beiträge
793
Welche restliche Hardware setzt du überhaupt ein?

Ich habe vor kurzem auch herausgefunden, dass ich meinen Onboard-SATA Controller vom Supermicro durchreichen kann zu Truenas und somit gar keinen HBA mehr brauche. Eventuell geht das ja auch bei dir (spart Steckplätze und Strom). Ich würde wahrscheinlich den 9207-8i nehmen, falls es doch einer werden soll...Wobei auch in meinem Fujitsu Backup-Server ein alter D2607-A21 werkelt und perfekt läuft.

Du kannst jetzt TrueNAS ganz normal ("bare-metal") nutzen und es später virtualisieren.
1. Config exportieren
2. Sicherheitshalber alle Festplatten, die TrueNAS nutzt abklemmen
3. ESXI bspw. installieren
4. Festplatten wieder anschließen
5. TrueNAS VM erstellen (selbe Version nehmen, wie vom Export, sonst gelingt der Restore der Konfiguration nicht) und den HBA Controller an die VM durchreichen
6. Konfiguration importieren und alles sollte so laufen, als wäre nie etwas passiert

Das ist das wunderschöne an TrueNAS. Sofern du regelmäßig die Konfiguration sicherst (geht übrigens auch automatisch per Script, bspw. an Google Drive), ist bei einem Versagen der Festplatte / SSD, auf welcher das TrueNAS Betriebssystem installiert ist, alles in wenigen Minuten wiederhergestellt.
TrueNAS neu installieren, Backup einspielen, fertig.
 

hs_warez

Enthusiast
Thread Starter
Mitglied seit
11.10.2007
Beiträge
693
Hardware - siehe 1. Beitrag.

Hm, die Konfiguration von TrueNAS kann man automatisch in eine Cloud sichern lassen?
Klingt interessant!


Gut, das heißt, ich könnte dann jederzeit umsteigen.
 

Gen8 Runner

Experte
Mitglied seit
12.08.2015
Beiträge
793
Ah okay, da steht ja alles. Hat den Intel C246 Chipsatz und könnte gut sein, dass du bspw. bei ESXI 8 der 10 SATA Ports so durchreichen könntest (an TrueNAS). Müsstest nur die Passthrough bearbeiten.
Dann bräuchtest du gar keinen HBA Controller, sondern wäre alles OnBoard.


Genau, kannst jederzeit umsteigen. Pool Importieren ist bei TrueNAS kein Thema, zu anderen ZFS Derivaten entzieht sich meiner Kenntnis.
 

hs_warez

Enthusiast
Thread Starter
Mitglied seit
11.10.2007
Beiträge
693
Hätte noch eine - vorläufig - letzte Frage!

Angenommen ich entscheide mich dazu zu virtualisieren - die TrueNAS-Pool-HDD's muss ich also an einem HBA betreiben und dann 1:1 von z.B. Proxmox/ESXi/... an TrueNAS weiterreichen - soweit klar.

Wie ist das aber mit den anderen Datenträgern, wenn ich z.B. die VM's auf SSD's laufen lasse?
Muss man die SSD's dann über das Board schon im RAID betreiben, oder laufen die auch über HBA und müssen dann vom "Virtualisierung-OS" als "Raid" konfiguriert werden!?


Danke!


LG
 

gea

Enthusiast
Mitglied seit
16.11.2010
Beiträge
4.388
Bei einem AiO Setup werden die Datenplatten an eine Storage VM weitergereicht. Die baut damit einen oder zwei ZFS Pools z.B. für Filer/Backup und VMs. Die werden dann z.B. in ESXi per NFS zur Ablage von VMs genutzt. Neben NFS kann man Zugriff per SMB erlauben für schnelles und einfaches VM copy/move/backup/clone und Zugriff auf ZFS Snaps über Windows "vorherige Version".

Siehe mein HowTo für ESXi. Ist für den Solaris Fork OmniOS, geht aber mit FreeBSD genauso, https://napp-it.org/doc/downloads/napp-in-one.pdf
 
Oben Unten