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[User-Review] SilverStone Sugo 14

mod666

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17.03.2008
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Hallo liebe Hardwareluxx Community,

ich hatte das Glück als Tester eines Silverstone Sugo 14 Gehäuses ausgewählt zu werden und hatte die Wahl zwischen einem weißen oder einem schwarzen Gehäuse. Ich habe mich für das schwarze Gehäuse entschieden, welches einige Tage später bei mir eintraf und ich nun endlich Zeit gefunden habe, den Umbau vom großen be quiet Dark Base 700 in das kleine Mini-ITX Gehäuse durchzuführen.

Mein Testsystem besteht aus diesen Komponenten:

Gigabyte GA-Ab360N Gaming WIFI AMD B350 Mainboard
AMD Ryzen 5 2400G 4x 3,6 Ghz CPU
be quiet! Dark Rock Slim Kühler
16 GB G.Skill Aegis DDR4-3000 RAM
250 GB Samsung 960 Evo NVME
1 TB Samsung Crucial MX500
500 Watt be quiet! Pure Power 10

Testumfang:
  • Verpackung
  • Ausstattung + Zubehör
  • Verarbeitung des Gehäuses
  • Dokumentation (Handbuch)
  • Einbau der Hardware
  • Fazit
Das Gehäuse kommt in einem Karton, der etwas größer ist als das Gehäuse. Das Gehäuse wird dabei von 2 Schaumstoffteilen vorne und hinten geschützt und ist in einer Folie eingepackt, um es vor Kratzern zu schützen. In den Schaumstoffteilen ist zudem das Zubehör untergebracht. Das Leergewicht beträgt knappe 5 kg bei einer Breite von 247 mm, einer Höhe von 215 mm und ein Tiefe von 368,1 mm.

Zum Zubehör gehören 4 flache sowie 4 höhere Gummifüße zum Ankleben, Kabelbinder, Schrauben zum Befestigen von Lüftern, Festplatten und Netzteil sowie ein 5,25“ Rahmen. Des Weiteren sind 3 2,5“ Festplattenhalterungen bereits im Gehäuse vorinstalliert, 2 davon hinter der Frontabdeckung, einer auf der Rückseite der Netzteilhalterung, sowie ein 120 mm Lüfter.
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Das Gehäuse lässt sich in 2 Positionen aufstellen, darum sind die Gummifüße auch zum Ankleben und nicht festmontiert. Die vorderen I/O Ports befinden sich dann entweder an der linken Seite oder oben. Zu den I/O Ports zählen 2x USB 3.0 Ports sowie ein USB 2.0 Port und ein Kombi-Audio Anschluss und ein Resetknopf. An der Vorderseite befindet sich der Powerknopf. Die Gehäuseseiten sowie Deckel und Unterseite lassen sich abnehmen.

Das Gehäuse bietet Platz für Grafikkarten mit einer Länge bis zu 330mm und einer Breite von 148 mm und hat einen justierbaren Grafikkartenhalter. In das Sugo 14 können Mini-DTX oder Mini-ITX Boards sowie Standard ATX Netzteile verbaut werden. Des Weiteren bietet es Platz für ein 5,25“ DVD oder Blu-ray Laufwerk.

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Ein Handbuch lag nicht bei, auf der Silverstone Webseite wird aber eine umfangreiche 11-sprachige PDF zum Download angeboten, in der auf 51 Seiten alles bestens beschrieben ist. Angefangen vom Lieferumfang über die Installationsanleitung bis zur Auflistung der verschiedenen Konfigurationen sowie der Restriktionen, die man beim Einbau verschiedener Hardware wie Lüftern, CPU Kühlern oder einer Wasserkühlung beachten muss.

Die Webseite selbst bietet bereits eine Übersicht über die möglichen Konfigurationen des Gehäuses inkl. Bilder.

Hier zum Beispiel die Übersicht der seitlichen Halterung und der möglichen Kombinationen Hardware zu verbauen:

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Das Gehäuse ist gut verarbeitet, die abnehmbaren Teile machen einen stabilen Eindruck und lassen sich leicht entfernen und wieder befestigen. Nirgendswo klemmt oder hakte es oder Schrauben griffen nicht richtig. Bemängeln muss ich die arretierbare Grafikkartenschiene, welche aus Plastik ist und im eingerasteten Zustand Spiel hat und auch nicht den stabilsten Eindruck macht. Des Weiteren sind die Kabel des Frontpanels nicht optimal – zumindest nicht für mein Board. Das Kabel des USB-Frontpanel ist doch etwas lang geraten, während die Kabel für Reset, Power und LEDs doch eher zu kurz geraten sind und man sich schon genau überlegen muss, wie man diese im Gehäuse verlegt.

Das Netzteil wird in mittlerer Höhe, direkt hinter der Gehäusefrontseite angebracht, was ich nicht ganz optimal fand. Ein etwas höheres Gehäuse fände ich da besser und das Netzteil dann entweder eher Richtung Boden oder weiter nach oben orientiert. Die mittlere Position wurde von Silverstone allerdings gewählt, damit eine Wasserkühlung und lange Grafikkarten nutzen kann. Einen Durchzug des Luftstromes durch das Gehäuse wäre eh nicht gegeben, da hinter der Frontabdeckung 2 der 3 2,5“ Festplattenhalterungen angebracht sind und bis auf den 5,25“ Slot für das DVD/Blu-ray Laufwerk die Front geschlossen ist. Die 3. 2,5“ Festplattenhalterung befindet sich auf der Rückseite der Netzteilhalterung, in der Mitte des Gehäuses. Eine SSD dort zu verbauen, kann je nachdem welche Kabel man nutzt ein ziemliches Geduldsspiel und Frickelei werden, wenn das Mainboard bereits verbaut ist.

Ich habe die Halterung komplett abgeschraubt und nicht genutzt, da der Abstand zum CPU-Kühler sehr gering gewesen wäre, meine SSD habe ich in einen der beiden vorderen SSD Halterungen installiert. Da ich an der Oberseite auch keinen weiteren Lüfter anbringen wollte, habe ich die 120 mm Lüfterhaltung dort ebenfalls entfernt, um mehr Platz im Gehäuse zu haben. Den 120mm Lüfter an der Rückseite habe ich auch erstmal entfernt, um genug Platz zu haben, das Mainboard unfallfrei einzubauen, was auch gut gelang. Der Einbau der weiteren Komponenten verlief ebenfalls problemlos, da man von allen Seiten gut rankommt und mit demontierten Wänden problemlos alle Stecker auf dem Board einstecken kann.

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Ich habe die 4 höheren Klebefüße verwendet, und das Gehäuse so aufgestellt, dass der Powerknopf rechts unten und die USB-Anschlüsse an der linken Seite sind. Das Board steht somit senkrecht im Gehäuse, während die Grafikkarte an der unteren Seite waagerecht angebracht ist. Nachteil an den Klebefüßen ist, dass diese abknicken können, wenn man das Gehäuse etwas schiebt (was man natürlich nicht tun sollte). Dass die Standfüße nicht festmontiert sind, sind dem Umstand geschuldet, dass man das Gehäuse in 2 Positionen aufstellen kann. Diese Problematik hätte Silverstone umgehen können, wenn sie das Gehäuse noch 32 mm höher gebaut hätte, denn dann wären alle Seitenteile gleich groß gewesen und hätten beliebig am Gehäuse verbaut werden können.

Insgesamt macht das Gehäuse einen guten Eindruck und bietet für ein so kleines Gehäuse eine große Anzahl an Kombinationsmöglichkeit wie zum Beispiel den Einsatz leistungsstarker (und dementsprechend großer) Grafikkarten und einer Wasserkühlung, was nicht viele Mini-ITX Gehäuse unterstützen. Ich selber bräuchte die Einbaumöglichkeit für DVD/Blu-ray Laufwerk nicht, aber es gibt sicherlich den ein oder anderen, der froh ist, dass Silverstone dies bei dem Gehäuse noch anbietet.

Nachdem dies mein erster Testbericht hier im Forum war, hoffe ich, dass ihr nicht zu hart mit mir ins Gericht geht.

Die Tests der beiden anderen Sugo 14 Gehäuse findet ihr unter: https://www.hardwareluxx.de/communi...-fragen-testergebnisse-24-27-12-2020.1285166/ (Test mit Wasserkühlung von @efkano ) und unter: https://www.hardwareluxx.de/community/threads/lesertest-silverstone-sugo-14.1285641/ ( von @Devellow )

Danke nochmal an das Hardwareluxx, dass ich die Möglichkeit bekommen habe das Silverstone Sugo 14 zu testen.

edit: aus irgendeinem Grund werden mehrere Bilder nicht an den richtigen Stellen angezeigt, da ich beim Erstellen des Threads die Meldung bekam, dass die Bilder noch hochgeladen werden (mehr als 30 Min nachdem ich sie hochgeladen habe). Ich versuche diese morgen erneut hochzuladen.
 
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