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[Kaufberatung] Neuer stromsparender Windows Home-Server

tobi.wld

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Hallo zusammen,

ich würde gerne meinen aktuellen Server gerne einen anderen Server austauschen, der nun 24/7 laufen soll und daher möglichst stromsparend sein sollte.

Derzeit habe ich einen HPE ProLiant DL360e Gen8 (2x Intel Xeons E5-2430L v2, 48GB RAM, 2x Netzteil 450Watt, 1x 250GB SSD für das OS des Hosts und der VMs, 2x 450GB HDD für meinen Fileserver) im Einsatz. Die Platten müssen nicht unbedingt im neuen Server verbaut werden, das ist grundsätzlich erstmal egal.
Da dieser Server allerdings ca. 110 Watt verbraucht läuft er nicht 24/7. Dies soll sich beim neuen Server ändern, welcher dann 24/7 laufen soll und ich daher den Stromverbrauch deutlich senken muss.

Auf dem neuen Server sollten folgende VMs laufen:
- Domaincontroller (Windows Server 2019 Standard mit GUI + AD-Dienst)
- FileServer (Windows Server 2019 Standard mit GUI + Netzwerkfreigabe)
- Datenbankserver (Windows 10 Pro N + MySQL-Server) PS: Ubuntu Server habe ich bereits angesehen, aber da hat mit der Firewall irgend etwas nicht ganz geklappt
- Netzwerküberwachung (Ubuntu Server 20.04 + Zabbix-Server) PS: greift auf den Datenbank-Server zu und schreibt dort seine Daten hinein
- V-Client (Windows 10 Pro für Desktop-Anwendungen und leichtes Gaming z.B. Minecraft)
- Dynamic-Update-Client für No-IP (Ubuntu Server 20.04 + No-IP DynamicUpdateClient)
- V-Client (Windows 10 Pro N + MySQL-Server) PS: Wird für die Berufsschule genutzt - sprich ich erstelle einfache Datenbanken auf Ihm (Zugriff über VPN notwendig)

Sonstige Anforderungen:
- 2 oder mehr NICs wären schön, da ich dann NIC-Teaming betreiben kann (ist aber auch nicht schlimm wenn nicht)
- RAM würde ich gerne 32GB oder mehr einbauen
- Generell sollte der stromverbrauche (vor allem im IDLE-State möglichst gering sein)
- Bauweise ist grundsätzlich auch egal, jedoch gilt die Regel je kleiner desto schöner ;)
- Lautstärke ist auch relativ egal, da sich der Server wahrscheinlich im Keller befinden wird (zwecks Kühlung, Lautstärke). Er sollte allerdings nicht so laut sein, dass die Nachbarn mich wegen Ruhestörung anzeigen xD
- Würde gerne eine 500GB SSD und eine mindestens 2TB große HDD verbauen können (am besten 2x 2TB für Spiegelung)

Für mich stellt sich die Frage ob es irgendwelche vorhandenen Computersysteme gibt, die den Anforderungen gewachsen sind, oder ob ich lieber ein System selbst zusammenbauen sollte (dann bräuchte ich aber auch Hilfe bei den Komponenten)
 
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mwittrock82

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Wie wäre ein HP Microserver Gen10+ mit einem Xeon 2236? Der hat 6 Kerne + HT, läuft bei mir mit 2SSDs und einer EXOS 12TB super.
 

Supaman

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Intel c246 Chipsatz + Xeon 6c/12t +1x SSD braucht so ca 20w im Idle. Jeder weitere Datenträger + 1.5 - 4 Watt.
Gehäuse nach Wahl, für miniITX gibts auf etliche schicke NAS Gehäuse.

Boards von Supermicro + ASrock haben auch IMPI drauf.
Aktuelle Chipsatzserie wäre Intel C256 + Xeon-E23xxG CPU.

 

Falo999

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Ich würde auf jeden Fall drauf achten das du zumindest die option hast auf über 32GB zu gehen.
Deine VM Liste (alleine 5 Win VM) ist halt schon recht lang und damit hast du eigentlich 32GB schon gut ausgelastete.

Wobei man da natürlich auch einiges einsparen kann, z.B. warum AD/SMB Server trennen ?
Ja klar ich weiß auch das man auf den AD eigentlich nichts weiter draufmachen soll läuft aber so in den meisten kleineren Firmen also warum dann ausgerechnet im Home bereich trennen ?

Die Frage ist halt auch was bedeutet bei dir 'Datenbankserver' normal gib man einen SQL Server schon 32+ GB an Ram für den DB Cache aber ist natürlich nicht nötig wenn da nur eine mini MySql DB drauf läuft.
 

oNyX`

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Komische Anforderungen, wozu aufm SMB Server nen GUI, wozu ne extra VM für nen DYNDNS Client, was für ne Datenbank mit welchen Anforderungen... zu den HW Empfehlungen das was @Supaman bereits gesagt hat. Und wenns Anfangs nur ein 1x 32GB Riegel ist... hauptsache die Möglichkeit stressfrei und ohne Reste auf 64 bzw 128GB zu kommen.
 

tobi.wld

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Wie wäre ein HP Microserver Gen10+ mit einem Xeon 2236? Der hat 6 Kerne + HT, läuft bei mir mit 2SSDs und einer EXOS 12TB super.
Sieht auf den ersten Blick interessant aus. Wie siehts denn mit dem Stromverbrauch aus? Und auf der Website steht "Maximaler Hauptspeicher: 32 GB mit 16 GB DDR4 UDIMM" stimmt das so?

Aktuelle Chipsatzserie wäre Intel C256
Kann es sein dass es dafür noch gar keine Motherboards gibt? xD

ist natürlich nicht nötig wenn da nur eine mini MySql DB drauf läuft.
Das wären keine Riesen-Datenbanken. Ich hatte folgendes geplant:
- Wetterdatenbank für einen Ort (alle 5 Minuten Abfrage und Speicherung in die DB)
- Zabbix-Datenbank (Netzwerkmonitoring)

wozu aufm SMB Server nen GUI, wozu ne extra VM für nen DYNDNS Client
Wollte am besten alles trennen, sodass ich immer den Überblick behalte
 

Supaman

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Da ich ähnliche Überlegungen und Anforderungen im letzten Jahr umgesetzt habe hier mal ein paar Tipps und Fragen zum Nachdenken:

-Schau dir mal den Dell T40 an - ist relativ sparsam und den bekommt man auch ab und zu im Angebot für einen guten Preis. Sicherlich gibt es noch sparsamere Lösungen, die sind aber in der Regel deutlich teurer in der Anschaffung.

-Was für eine Virtualisierungs-Lösung soll es denn werden? Da es Windows-lastig zu sein scheint evtl. Hyper-V? (gibts ja auch als kostenlose Variante)

-Wie fit bist du mit PowerShell und CMD? Den DC und Fileserver kann man wirklich gut ohne GUI laufen lassen - Mein DC benötigt deutlich unter 1GB RAM. Wenn du da nicht so fit bist, dann schau dir das Windows Admin Center an, das kann mittlerweile sehr viel und ist einfach zu bedienen. Sonst gibts halt noch die ganzen Remote-Konsolen für AD, DNS usw....

-Dem DC würde ich keine andere Aufgabe geben - Ein separater Fileserver ist sinnvoll.

-Muss der DB-Server separat sein? Den könnte man evtl. noch mit dem Fileserver zusammenfassen (sind ja auch nur Daten die gespeichert werden müssen - ggf. aber auf einer eigenen SSD).

-Netzwerküberwachung - Kennst du Zabbix? Ist nicht gerade das einfachste Programm, für den Heimgebrauch empfehle ich PRTG (läuft auch auf Windows Server ohne GUI, obwohl nicht offiziell supported). Finde ich für (kleinere) Microsoft-lastige Umgebungen besser. Zabbix hat meiner Meinung nach den Fokus in anderen Umgebungen.

- Je nachdem was genau im Gamingbereich alles gemacht werden soll brauchst du evtl. eine separate Grafikkarte (dann fällt aber Hyper-V raus, dann bist du eher bei VMware).

- DynDNS - Braucht keine separate VM, kann z.B. auf dem Fileserver oder bei der Netzwerküberwachung mitlaufen (gibts vermutlich als Mini-Tool oder notfalls kleine Batch-Datei die regelmäßig aufgerufen wird)

- Warum 2 NICs? Was erhoffst du dir da? Bringt ja nur was, wenn die Gegenstelle ebenfalls 2Gbit kann (Ausfallsicherheit ist eher eine Spielerei)

- RAM - ja, 32GB könnten erstmal reichen, ich hab zum 8GB Riegel im T40 noch ein 32GB Riegel dazugesteckt - reicht für mich erstmal aus.

-HDDs kannst du im T40 bis zu 3 Stück verbauen, die SSDs sind bei mir teilweise nur per Kabelbinder "irgendwo" befestigt, die brauchen nicht unbedingt einen separaten Käfig für den Einbau.
 

Liesel Weppen

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:ROFLMAO: - Wetterdatenbank für einen Ort (alle 5 Minuten Abfrage und Speicherung in die DB)
Das macht bei mir ein Raspberry Pi mit aktuell 5 Sensoren die teils sogar in nur 2-Minutenabständen senden.

Wollte am besten alles trennen, sodass ich immer den Überblick behalte
Wenn du halt jeden Krimskrams in eine eigene VM separierst, hast du halt jedesmal den Overhead des eigentlichen OS mit dabei.
Uanhängig davon, wie du deine Hardware dimensionierst, würde ich mir überlegen was man davon konsolidieren kann.
Wozu z.B. 2 Datenbanken?
Einge ganze VM nur für einen No-IP-Client? Würde eher mal gucken, ob das nichtsogar dein Router selbst schon kann.

Ein V-Client für Desktop und Gaming? Wie willst du denn darauf zugreifen? Anwendungen geht ja ggf. noch über Remotedesktop, aber Gaming? Du willst selbst nur Minecraft nicht über RDP spielen. Und dir ist klar, das du eine GPU per PCI-Passthrough an die VM durchreichen musst, wenn die auch nur irgendwie brauchbar 3D-Beschleunigung können soll, auch für nur Minecraft?

- Würde gerne eine 500GB SSD und eine mindestens 2TB große HDD verbauen können (am besten 2x 2TB für Spiegelung)
Macht eigentlich kaum Sinn. Die 500GB SSD sind für deine ganzen VMs zu wenig und nur für den Host schon viel zuviel (Preislich wahrscheinlich trotzdem sinnvoller eine 500GB zu nehmen als eine (steinalte) 128GB).
Wenn deine ganzen VMs dann aber von den HDDs laufen, solltest du von denen auch nicht mehr Performance erwarten, als so Zeug eben typischerweise bringt, wenn es von HDD läuft.

Am Ende ists natürlich eine Preisfrage, aber HDDs benutze ich heutzutage nur noch als "Massenspeicher". Alles was irgendwie direkt ausgeführt wird, liegt mittlerweile auf SSDs.
 

Liesel Weppen

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Stefan 0815

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Stromverbrauch meines Gen 10 plus:
24W Idle

Es laufen:
Nextcloud VM Ubuntu (etwa 20 Nutzer der Familie über Internet)
Jellyfin VM Ubuntu mit GUI (wieso auch immer ne GUI, hat mein Mitbewohner eingerichtet)
Reverse Proxy VM Ubuntu mit GUI (wieso auch immer ne GUI, hat mein Mitbewohner eingerichtet)
Windows Server als VM (um ältere Software per RDP laufen zu lassen)
Pihole als VM

Verbaut sind:
4x 3,5 zoll WD White
1x SATA 3 Controller und 4TB Samsung SATA SSD
1x ILO
CPU I3 9100f (4C 4T -> sehr billig in der Aufrüstung)
2x 8GB Speicherriegel

Kurioserweise komme ich gut sogar nur mit 16GB RAM klar. Wenn du bereits 48GB hattest und den großzügig verteilt hast, dann schau mal ob du es wirklich merkst, wenn die VMs weniger haben. Bei mir läuft selbst ein Windows Server MIT GUI und 1GB Speicher ausreichend flott.

Auch was die CPU Last angeht, wo bist du da im Moment? So ein I3 ist eben sehr viel günstiger als ein Xeon mit 6C/12T und auch der standardmäßige Pentium ist vermutlich schon ausreichend.
Denn irgendwie muss die Stromersparnis auch in Relation zur Investitionssumme stehen. Wenn dann irgendwann in der Zukunft die ganzen Firmenworkstations ausrangiert werden, lässt sich die CPU dann sicher noch aufrüsten.
Dieser Zeitpunkt wird bei C246 Hardware die jetzt schon etwas "altbacken" ist, wesentlich schneller erreicht werden als bei Brandaktueller Hardware.
 
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tobi.wld

Neuling
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Was für eine Virtualisierungs-Lösung soll es denn werden?
Soll definitiv Windows werden, sprich Hyper-V. Habe jetzt vorhin mal den Windows Hyper-V Server 2019 ausprobiert. Zusammen mit dem Windows Admin Center scheint dies ja eine gute Kombi zu sein, jedoch finde ich keine Möglichkeit auf eine GUI auf die frisch erstellte VM zu machen (zwecks Leertaste und Eingabe einiger Daten für die Installation). Deshalb denke ich werde ich jetzt wieder auf Windows Server 2019 Standard umsatteln.

Ja, benutzen in der Firma Icinga2, dies möchte ich allerdings nicht da es mir dann doch zu Komplex ist.

Ist nicht unbedingt essentiell, bloß Nice-to-Have

dein Router selbst schon kann
Ja kann er, war auch eher als Spielerei gedacht.

Wie willst du denn darauf zugreifen?
RDP hatte ich geplant

Welcher Server denn? HPE MicroServer?
 

Liesel Weppen

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RDP hatte ich geplant
Wie gesagt: Für Anwendungen (also GUI, nicht unbedingt CAD oder so) noch erträglich, Zocken kannst du so vergessen.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Ja kann er, war auch eher als Spielerei gedacht.
Joa, wenn man zuviel Ressourcen hat und nicht weiß wohin damit würde ich empfehlen auf dem Proxmox eine Windows-VM zu installieren, darin dann in einem Docker-Container einen ARM-Emulator auf dem man dann auf einem Android zsnes via WINE laufen lässt.
Ist auch ne nette spielerei, aber halt trotzdem komplett sinnfrei. ;)
Da würde ich weit eher empfehlen Link-Aggregation mit 2 Nics auszuprobieren, da kommt, wenns denn läuft wenigstens dabei rum.


Du bist frisch in der Ausbildung (da ja schon Berufsschule erwähnt wurde) und hast Basteldrang oder?
Dein Engagement in Ehren, aber zu lernen das manche Sachen zwar durchaus interessant aber absolut sinnfrei sind, gehört auch dazu. ;)

Und gerade in dem Bereich.. ja, man kann viel ausprobieren, aber wenn das auch brauchbar sein soll, kostet das meist viel Geld.

Ich war mal so ähnlich und hab mir damals (tm) Serverhardware mit nem Dual-Pentium 2 gekauft, weil ich unbedingt mal ein System mit mehr als einer CPU ausprobieren wollte (da gabs noch keine Multicore-CPUs). War im Nachhinein absolut verschwendet.

Edit: Gerade gemerkt, das ich das mit einem anderen Thread verwechselt habe, daher Proxmox, ändert aber nichts an der Grundaussage. ;)

Edit2:
Wenn das alles mehr oder weniger eh nur Spielerei ist und das nicht wirklich Produktivsysteme sind, kann ich mich der Empfehlung zu einem T40 anschließen. Bei mir läuft ein T20, der kann aber nur maximal 32GB RAM, aber da kann man auch schon einiges drauf laufen lassen, vorallem wenns eh nur zum Ausprobieren ist und da eher selten wirklich Last drauf kommt. Der Vorteil ist halt, das der im Idle nahzu unschlagbar sparsam ist (mit HDD off, läuft meiner mit 16W).

Edit3: Falls man darauf aber auch aus einer VM zocken will (nativ mit durchgereichter dedizierter GPU mit Monitor dran, weil RDP taugt dafür wiegesagt sowieso nicht), wirds aber sowohl auf dem T20 als auch auf dem T40, wegen dem nur 290/300W Netzteil knapp. Mehr als maximale eine GTX 1060 oder vergleichbar wird da schon kritisch.
 
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Stefan 0815

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Ja ich meinte den GEN 10 Plus Microserver von HP.

Sicher teurer in der Anschaffung als ein T40 oder T20 (bei vergleichbarer Leistung) aber dafür sehr kompakt. Und wenn man sich auf lange Zeit die Gebrauchtpreise der HP Server ansieht, recht wertstabil. Falls du den nicht mehr brauchst, wirst du ihn als Ganzes gut los. Das gilt leider nicht immer für selbst zusammengestellte Geräte, wo man dann aber meistens auch einen Teil behalten könnte. Nur wie oben ja bereits gezeigt, ein "ordentliches" Gehäuse kostet dann alleine schon so viel wie ein halber Server von Dell/HP/Fujitsu.

Man mag mich korrigieren, aber der T20 T40 hatte keine Remotemanagement Option bzw. das Intel AMT war nicht ganz vergleichbar mit ILO oder ähnlichen OEM Lösungen.
Diese Option hat mir aus der Ferne dann doch ab und an weitergeholfen. Selten aber doch schon vorgekommen; der RDP Dienst schmiert z.B. ab. Dann steht der Server im Flur Headless (ohne Monitor) und in ohne Management geht dann nur ein Hardreset oder man muss hoffen das er mit einmal Ausschalter drücken normal herunterfährt. Durch die zusätzliche Hardware verbrauchen die meisten Rechner mit Remotemanagement Support aber ein paar W mehr Strom.

Nachteil beim Gen 10 sind aber definitiv nur 2 Speicherslots, dort gehen zwar 64GB rein, große Speicherriegel sind aber immer teurer als mehrere kleine.
Auch die ILO Funktion hat ihre Nachteile, du wirst nie "Freude" daran haben einen Monitor direkt am Rechner anzuschließen, da die GPU Beschleunigung nicht vorhanden ist. Auch funktionieren Video Codec Funktionen der CPU nicht was für einige Multimediaserver interessant sein kann (selbst wenn die CPU eine GPU hätte).

Was das Spielen aus der Ferne angeht:
RDP ist dafür unbrauchbar. Es gibt zwar Streaming alternativen aber dafür Bedarf es einer dezidierten GPU wie schon geschrieben.
Und selbst mit einer sehr Sparsamen Karte landet man im Idle sicher bei +10W.
In den Gen 10 Plus bekommst du eine solche Karte gar nicht und in den T20 wird es mit der Stromversorgung vermutlich je nach Karte schwer oder artet in Bastellösungen aus.

Wenn man nun überlegt, dass alles gerade in der Anschaffung eigentlich jeder Spieletauglichen Karte jenseits der 200€ liegt und zudem 2,5€ Strom im Monat Idle verbraucht, dann ist finanziell ein bezahlter Streaming Gamingdienst nicht weit entfernt.


Für Low Budget würde ich auch mal folgendes einwerfen:

TX 1320 bei Ebay (nur als Beispiel, Angebote gibt es da viele. Teils für 70€)

Selbst der Vorgänger mit 32nm v1 CPUs verbraucht im Idle weniger als die HP Gen 8 (17W gemessen ohne Raid Controller -> würde ich ohnehin nicht nutzen).
Eine Management ist dabei, allerdings findet man für eine Bildübertragung per Management keine günstigen Lizenzen. Ins Bios mal ein Bootlaufwerk umstellen geht per Serieller Remote Konsole dennoch. Ausschalten, Anschalten etc. alles kein Problem.

Klarer Nachteil ist jedoch, dass bei 4 Kernen 8 Threads Schluss ist und die "großen" CPUs immer noch vergleichsweise teuer sind. Wobei ich vermute, dass auch die aktuellen Xeon 6-Kerner laaaange teuer bleiben.
Das sich nur 2,5 Zoll Festplatten einbauen lassen, ist für deine Benutzungsidee ja eher förderlich. Bei 2,5Zoll ist leider bei 5TB schluss. Dir würde als Datenplatte vermutlich auch 2x 2TB Notebook platten reichen.

Wer jetzt Angst vor gebrauchter Hardware hat. Die Server sind so günstig, dass man gleich einen zweites System (ohne HDD Caddys als Ersatz daneben stellt). Dann kann man bei fehlerhafter Hardware gleich umbauen. Denn Ersatzteile (auch wenn ich selbst noch keine Benötigt habe) bei Dell und HP sind unbezahlbar und was dann dann auf einen Neukauf hinausläuft.
Warten sollte man mit dem Doppelkauf aber nicht, weil die Preise nach Marktübeschwemmung einer Servergeneration wieder ansteigen.
 
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Digi-Quick

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Ich war mal so ähnlich und hab mir damals (tm) Serverhardware mit nem Dual-Pentium 2 gekauft, weil ich unbedingt mal ein System mit mehr als einer CPU ausprobieren wollte (da gabs noch keine Multicore-CPUs). War im Nachhinein absolut verschwendet.
Ich fand das damals (tm) genial, die Leute haben mich immer wieder gefragt, wie ich das hinbekomme so viele Anwendungen parallel offen zu halten und trotzdem flüssig arbeiten zu können - und mit 512 MB RAM war man sowieso König 8-)
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Man mag mich korrigieren, aber der T20 T40 hatte keine Remotemanagement Option bzw. das Intel AMT war nicht ganz vergleichbar mit ILO oder ähnlichen OEM Lösungen.
Doch, ist es - wenn man es denn nach Stunden erstmal richtig eingerichtet hat - so im Prinzip....

Daher: iAMT kommt mir nicht mehr ins Haus / zum Kunden.
 
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tobi.wld

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Hallo zusammen, wollte mich nun nochmal melden.
Ich habe in den letzten Tagen ein bisschen herumgestöbert und bin auf folgendes gekommen:

Gehäuse + Mainboard: https://www.mindfactory.de/product_info.php/ASRock-DeskMini-X300--90BXG3T01-A10GA0W-_1383763.html (ca. 140€)
Prozessor: https://www.mindfactory.de/product_info.php/AMD-Ryzen-5-3600-6x-3-60GHz-So-AM4-TRAY_1320345.html (ca. 220€)
HDD: 2x https://www.mindfactory.de/product_...128MB-2-5Zoll--6-4cm--SATA-6Gb-s_1229289.html (ca. 125€)
SSD: https://www.mindfactory.de/product_...280-PCIe-3-0-x4-3D-NAND-TLC--CSS_1355347.html (ca. 65€)
RAM: https://www.mindfactory.de/product_...gis-DDR4-3200-DIMM-CL16-Dual-Kit_1332101.html (ca. 115€)
Insgesamt: ca. 665€

Würden die Komponenten denn zusammenpassen und könnte ich damit ein RAID 1 betreiben? (mit den beiden HDDs)
Reicht der Prozessor denn für meine Tätigkeiten aus oder wird es da schon schwierig?
 

Falo999

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Würden die Komponenten denn zusammenpassen und könnte ich damit ein RAID 1 betreiben? (mit den beiden HDDs)
Theoretisch JA, aber ich sehe wirklich keinen Sinn 2 * 2,5" SMR HDD ein Raid 1 zu erstellen um darauf VM's zu erstellen wo dann sogar noch Datenbanken drauf laufen sollen.

Oder hast du gerne besonders langsame VM's ?

VM's gehören entweder auf SSD oder auf einen SCHNELLEN HDD Raid was halt aus schnell drehnen (10-15K) HDD's besteht.
 
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Man mag mich korrigieren, aber der T20 T40 hatte keine Remotemanagement Option bzw. das Intel AMT war nicht ganz vergleichbar mit ILO oder ähnlichen OEM Lösungen.
Diese Option hat mir aus der Ferne dann doch ab und an weitergeholfen. Selten aber doch schon vorgekommen; der RDP Dienst schmiert z.B. ab. Dann steht der Server im Flur Headless (ohne Monitor) und in ohne Management geht dann nur ein Hardreset oder man muss hoffen das er mit einmal Ausschalter drücken normal herunterfährt. Durch die zusätzliche Hardware verbrauchen die meisten Rechner mit Remotemanagement Support aber ein paar W mehr Strom.
Zumindest für den T40 gibt es per MeshCommander eine Remote-Konsole-Lösung - Zwar immer noch weniger Funktionen als ein iLO, iDRAC oder sonstiges, aber im Privaten Umfeld dürfte diese Lösung ausreichen (war auch mein einziger wirklicher Kritikpunkt am T40). Zusätzlich braucht man noch einen Dummy-Displayport Adapter (ohne den merkt der Server das kein Monitor angeschlossen ist und gibt kein Bild aus, damit funktioniert auch die Remote-Konsole nicht).
 

tobi.wld

Neuling
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Hallo zusammen, ich habe mich dazu entschieden mir ein NUC als neuen Heimserver zu kaufen.
Die Frage die sich mir nun stellt, welches NUC ich mir kaufen soll. Die Entscheidung wird auf entweder das Intel BXNUC10I7FNHN oder das Intel NUC11PAHi7 fallen. Da das NUC10 mehr Kerne hat als das NUC11, jedoch das NUC11 eine höhere Geschwindigkeit bei der SSD sowie eine höhere Taktfrequenz beim RAM, kann ich mich nicht wirklich entscheiden und wäre für eine Beratung sehr dankbar.

1642454612251.png


SSD (NUC10):
https://www.cyberport.de/?DEEP=3306-05F&APID=14
SSD (NUC11):
https://www.amazon.de/dp/B08GS7748F...re03-21&ascsubtag=b6Bhnb88hy64pbTJ8WvdkA&th=1
RAM (NUC10):
https://www.amazon.de/dp/B083VW4H2S...re03-21&ascsubtag=2rpyVxFg4J1vtngUc7FaOw&th=1
RAM (NUC11):
https://direkt.jacob.de/produkte/g-...edium=cpc&utm_campaign=Preisvergleich&ref=103

Als OS-SSD würde ich eine alte Samsung SSD 870 EVO mit 250GB verwenden.

Passt die Zusammensetzung und für welches der beiden Setups würdet Ihr euch entscheiden?
 

mardsis

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Wenn es ein NUC werden soll, würde ich den NUC11PAHI5 nehmen. Zum einen ist der Geschwindigkeitsunterschied sehr gering (5-10%), der Preisunterschied mit 150€ recht hoch und die Erfahrung hat gezeigt, dass die i7 Modelle häufig im Vergleich doch ein Stück wärmer werden, was meist vor allem auf die Lautstärke einen Einfluss hat (für dich ja wohl nicht so wichtig)
 

tobi.wld

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Alles klar, werde ich mir einmal ansehen, aber würde die Zusammensetzung denn passen von meiner obigen Konfiguration?
 

Trambahner

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Wenn ein normaler Mini-PC ohne ECC, eventuell ein X300 Deskmini mit 4000er oder 5000er APU? Das Ding braucht 7W Idle im Windows Desktop z.B. mit 32GB Ram und nem 4350G. Natürlich kannst bis 5700G/5750G hochgehen. Wenn Du als Kühler einen Noctua NH-L9 AM4 drauf packst statt stock, bleibt das Ding leise und wird im Idle unhörbar.
Verbauen kannst Du 2x NVME + 2x Sata 2,5" (9mm hoch) und 1x WiFi. Größter Nachteil ist die NIC (Realtek 8111).

Alternativ kannst Du mit einem PCIe x4 Riserkabel einen der M.2-Slots herausführen und dort ne Intel i350-T4 dranhängen. Damit hättest Du 4 Server-grade NICs.
Optisch nicht sonderlich hübsch, aber funktioniert.

Alternativ noch etwas warten, Asrock hat den "DeskMeet" als vergrößerten Deskmini auf der CES vorgestellt: Deskmeet . Der hat dann der X300 im miniITX-Format mit 4 Ramslots und nem PCIe-Slot. Mit etwas Glück vielleicht sogar ECC-Support.
 
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Wenn Du als Kühler einen Noctua NH-L9 AM4 drauf packst statt stock, bleibt das Ding leise und wird im Idle unhörbar.
Auf meinem ASRock DeskMini A300 mit AMD Ryzen 3 3200G ist dieser Kühler verbaut und der Rechner ist im IDLE alles andere als unhörbar.
Leise OK (je nach Definition). Lautlos nein. Ein Mac mini M1, der daneben steht, ist wirklich lauftlos.
 

Trambahner

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Interessant, hier steht er mit dem 4350G und ich kann ihn im Idle nicht hören (Lüfterkurven stehen auf Silent). (Bios müsste bei mir 1.46 oder 1.72 von JZ sein, da bin ich aktuell nit sicher was ich drauf hab.)

In der Nacht, wenn alles ruhig ist und ich das Ohr draufdrück, dann kann man ihn ganz leise hören.
 

27k1

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Interessant, hier steht er mit dem 4350G und ich kann ihn im Idle nicht hören (Lüfterkurven stehen auf Silent). (Bios müsste bei mir 1.46 oder 1.72 von JZ sein, da bin ich aktuell nit sicher was ich drauf hab.)

In der Nacht, wenn alles ruhig ist und ich das Ohr draufdrück, dann kann man ihn ganz leise hören.
Ich kann nicht ausschließen, dass der Deskmini bei mir nicht optimal konfiguriert ist. Er wird eher selten genutzt und läuft mit Linux. Zukünftig wird er voraussichtlich wieder mehr genutzt.
Danke für die Hinweise zu deinen Bios-Einstellungen. Ich werde das die Tage mal checken (weitere Hinweise nehme ich gerne entgegen).
Was übrigens bei mir nervt: unter bestimmten Bedingungen fiept der (ich glaube es war im Standby ohne angeschlossene USB-Geräte).
 

asche77

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Asrock hat den "DeskMeet" als vergrößerten Deskmini auf der CES vorgestellt: Deskmeet . Der hat dann der X300 im miniITX-Format mit 4 Ramslots und nem PCIe-Slot. Mit etwas Glück vielleicht sogar ECC-Support.
Spannend, aber die Intel Variante wäre noch etwas netter, da Intel NIC und PCIe 4.0 Slot. Das hat man der AMD Variante leider nicht gegönnt.
 

Stefan 0815

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Also die NUCs finde ich schon immer ziemlich schick, das Problem ist nur, dass man sich die Kompaktheit teuer erkauft. Nicht nur vom Geld.

So ist auch die Kühlungslösun eher als "nicht mehr als notwendig" anzusehen. Aber immerhin ist es inzwischen möglich, dass man IDLE nur noch wenig hört.
Der Windowsalltag für die Teile ist ja vermutlich auch 90% Idle und 10% Halblast oder so ähnlich ausgelegt.

So richtig gab es von dir ja noch keine Antwort welche CPU Last du aktuell fährst. Denn entweder brauchst du quasi keine Leistung oder in Anbetracht der alten Hardware schon deutlich mehr.
Der NUC wird es jedenfalls akustisch nicht mögen dauerhaft in Halblast/Vollast zu laufen und wird dann auch nicht mehr (viel) stromsparender sein als ein Desktoprechner.
Das Kühlkonzept ist auch nicht besonders staubtolerant.

HWluxx ist ja eine sehr große und dafür teils auch unpersönliche Community, der Heimserverbereich ist da schon etwas überschaubarer. Dennoch zeigt mir dieser Thread ein wenig, dass es manchmal sehr frustrierend ist zu solchen Threads ausführlich zu antworten.

Zuerst wird ein Server Ersatz für ehemals ausgewachsenen Server gesucht, jetzt schweift das ganze zu einem NUC ohne ECC und ohne eine "ordentliche" Remote Konsole mit lediglich einem Netzwerkport ab.
Das ist ja vollkommen in Ordnung, wenn immer mehr klar wird, das dieser Server gar nicht gebraucht wird, dennoch bleiben Vorschläge und Ideen (die man ja offensichtlich sucht) kommentarlos.

Gerade weil du noch neu bist, will ich einfach wiederspiegeln, dass so die Kommunikation schwer ist.

Nicht böse gemeint, aber dann geht es einfach eher in Richtung "suche kleinen Office PC" oder " ist meine Zusammenstellung so kompatibel".
Wenn du beim NUC angekommen bist, kannst du dir unter umständen für den Preis auch einen Server mit Konsole und USV kaufen (also ein Notebook). Denn Notebooks sind einem weitaus größeren Preiskampf unterlegen.
 
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