Neue Hardware wird gebraucht

Vielleicht könntest du auch die Situation entschärfen, wenn du etwas die Anwendungszwecke trennst. Insbesondere würde ich prüfen, ob nicht das eigentliche Problem die IO-Schicht des Prozessors ist, was ich bei dem Beispiel für Gameserver stark annehme.
Statt in der aktuellen Zeit eine eierlegende Wollmilchsau zu erstellen würde ich eher versuchen, große Dauerrenner auszulagern und damit platz für die eher Echtzeit-Systeme herzustellen.
Daher würde ich eher mal schauen, ob du nicht ein kleines System aufbaust mit einem Intel N100/N305, welcher die Dauerlast-Läufer übernimmt und den bestehenden Server damit entlastest.

Konkreter Vorschlag, sollte noch irgendwo im Rack platz finden können:
CWWK NUC N350 inklusive 256GB System SSD und 16g DDR5 Ram (~500€)
- Unterbau nach Wahl, vermutlich mit Proxmox relativ einfach erstellbar
- Hier die Frigate und HomeAssistant Instanzen laufen lassen (aufpassen, dass der iHD Treiber richtig installiert ist)
- 10G ist eher unwichtig, da 8 Kameras auf 10FPS in FHD vermutlich realistich eher 15MBit/s an Daten versenden
- Bestehende Festplattenkapazität vom alten System freigeben
- Wenn noch nicht vorhanden über Netzwerktrennung von IOT, NVR und User-Lan nachdenken, um alle Systeme im Netzerk zu entlasten

Mit etwas mehr Platz wäre auch ein Nas-Mainboard mit N100/N305 derivaten möglich, aber ohne ECC.

Wenn die Haupt-CPU-Last auf dem bestehenden Server weg ist, würde ich Prüfen, wie sich das System verhält, wenn SMT nicht mehr aktiv ist und welche Teilsysteme danach viel CPU/IO verbrauchen. Gerade Datenbanken und Gameserver profitieren eher weniger von SMT und können bei schlechter Kernverteilung auch zu größerem Performance-Einbußen führen.

Mit den Desktop-Intel-Prozessoren sollte analog zu meinem Vorschlag unbedingt SMT deaktiviert werden und dann insbesondere die E-Kerne für kleine Docker Systeme, NVR und HomeAssistant zugewiesen werden, die P-Kerne dann für die Game-Server. Bei den Windows-VMs wäre die Frage, was damit gemacht wird und ob diese Leistung brauchen. Da aber der Stromverbrauch höher ist und der Aufwand die Kerne richtig zu verteilen, würde ich dann doch eher zu einem AM5 tendieren und hier auch darauf achten, dass du zwei Chiplets hast, damit du Bereiche definieren kannst, in denen der L2-Cache geshared wird.

Falls du eine etwas robustere Variante haben willst, kannst du auch schauen, ob hier ein zusätzliches NAS eine bessere Option bietet, da eigentlich alle Anbieter auch VMs und Docker mit anbieten, was dein Festplatten-Problem reduzieren würde. Beispielsweise ein UGREEN NASync DXP8800 Plus (~1350€ inkl. 8G Ram) mit 32GB Ram (Kleinanzeigen ~200€) würde abgesehen von den Windows VMs und vielleicht kleineren GameServer alles abdecken können, ohne dass auf Leistung verzichtet werden müsste. Auch kann hier ein alternatives Betriebssystem ohne Garantieverlust installiert werden, solange die interne System-SSD nicht überschrieben wird, die aber gewechselt werden kann.

Wie wichtig ist IPMI bei dir wirklich, also verwendest du IPMI für Management oder nur für KVM/Monitoring?
 
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