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[User-Review] [Lesertest] AeroCool ACD2-140

estudioize

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22.09.2020
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Hallo zusammen,

vorweg noch einmal ein Danke an das Hardwareluxx- und AeroCool-Team für die Möglichkeit den Tisch zu testen.

Ich habe jetzt 4 Wochen mit dem Tisch verbracht und möchte hier meine Erfahrungen mit euch teilen.

Hier kurz der Inhalt:
1. Lieferumfang
2. Montage und Kabelmanagement
3. Praxis
4. Fazit


1. Lieferumfang und Verarbeitung
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Geliefert wird der Tisch in einem recht kompakten Karton, worin sich noch einmal sicher verpackt
alle Einzelteile befinden.

Enthalten ist:
- 2 Tischbeine
- 2 Kunstoffabdeckungen für die Tischbeine
- 2 Querstreben (unterteilt in jeweils 2 Einzelteile)
- 3 Trägerbleche für die Tischplatte
- 1 Tischplatte 18mm Stärke (bestehend aus 2 Hälften)
- 1 Verbundplatte für die Tischplatten
- 1 Kunststoff Ablage
- 2 Halterungen für die Ablage
- 1 Mauspad
- 5 Füße (1 mehr als man benötigt)
- 2 Schonkappen für den Kopfhörerhalter (1 mehr als man benötigt)
- 1 Getränkehalter aus Kunstoff
- 2 Inbusschlüssel
- 1 Schraubendreher
- diverse Schrauben für die Montage
- 1 Packliste / Bebilderte Anleitung
- 1 Anleitung für Montage der Getränkehalterung
- 1 Garantiebestimmungen
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Das Gestell ist vollständig aus Stahl gefertigt. Die Tischplatte ist eine Spanplatte mit einer Kunststoffoberfläche.
Beides ist von der Verarbeitung absolut in Ordnung. Bei den restlichen Kunststoffteilen merkt man sofort beim
Anfassen, dass diese leider nicht gerade von bester Qualität sind.


2. Montage und Kabelmanagement
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Die Montage ist mithilfe der Anleitung denkbar einfach und ließ sich problemlos alleine aufbauen. Das mitgelieferte
Werkzeug erfüllt seinen Zweck, lediglich bei den Tischplatten bin ich auf die elektrische Variante umgestiegen da es
doch wesentlich schneller ging.

Zu Beginn werden die 2-Teiligen Streben zusammengebaut und anschließend mit den Tischbeinen verbunden.
Nachdem man die 3 Trägerbleche montiert hat, kann man schon mit den Tischplatten fortfahren.
Die Löcher für die Schrauben sind in den Platten bereits vorgebohrt, sodass man auch hier nichts falsch machen kann.
Danach werden nur noch die Füße, die Ablage, die Abdeckungen der Tischbeine und wenn man möchte der
Getränkehalter befestigt.
Zum Schluss wird noch das übergroße Mauspad aufgelegt.

Die Konstruktion ist zwar simpel gehalten, aber der Tisch gibt nicht den Eindruck das er jeden Moment zusammen
brechen könnte. Laut Hersteller kann er bis 50Kg belastet werden, was ich allerdings nicht überprüft habe.

Einmal aufgebaut lässt sich der Tisch aufgrund des relativ geringen Gewichts mühelos an die gewünschte Position
bewegen.

Für das Kabelmanagement besitzt die Tischplatte 2 Durchführungen und auf der Unterseite eine Ablage, auf dieser
man z.B. Netzteile unterbringen kann, sofern diese nicht zu groß sind. Allerdings finde ich dass die Ablage sich
deutlich zu weit hinten ist. Steht der Tisch direkt an einer Wand, ist zwischen dieser und der Ablage kaum Platz,
sodass es nicht möglich wäre ein Kabel direkt nach hinten zu führen.

Da die Platte auf Träger liegt kann man auch bei Bedarf das komplette Gestell mithilfe von Kabelbindern zum befestigen
von Kabel ausnutzen, sodass so wenig wie möglich in der "Luft" hängt.


3. Der Tisch in der Praxis

3.1 Grund Setup

Für die folgenden Test wurde zum größten Teil folgendes Grundequipment verwendet:
- 34" 21:9 Monitor mit 1080p
- ein Paar Nahfeldmonitore
- ein Tablet

Die Tischhöhe von etwa 75cm kam mir sehr gelegen, da es so ziemlich dem Vorgänger entsprach.
Es ist unabdingbar dass Sitzmöbel und Tisch aufeinander abgestimmt sind, damit man eine angenehme
Sitzposition einnehmen kann. So konnte ich einfach meine Klavierbank weiterverwenden, da mit
ihr bereits die beste Sitzhöhe gegeben war ohne etwas zu verstellen.


3.2 Office Setup
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Beim ersten Test gesellten sich ein Notebook, eine Maus und eine Tastatur hinzu.
Im Grunde kann man hier auch nicht viel zu sagen. An dem Tisch lässt es sich angenehm schreiben und
mir ist dabei nichts negatives aufgefallen.


3.3 Gaming Setup
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Der Gaming Test setzte sich erst einmal mit dem vorherigen Setup fort. Beim spielen von Shootern
gab es keine Probleme.

Interessant wurde es allerdings als ich auf Rennspiele umgestiegen. Nutzt man nur Lenkrad und Pedale,
ist es noch unproblematisch. Besitzt man allerdings noch einen separaten Shifter, stößt man aufgrund
der untypischen Bauform auf das Problem, dass man das Lenkrad nicht mehr zentriert montieren kann.
Ist das Lenkrad mittig, befindet sich der Shifter entweder zu nah am Lenkrad, oder wird weiter außen
durch die Bauform leicht gedreht, sodass er nicht mehr einwandfrei bedient werden kann.

Zum testen habe ich mich dazu entschieden, dass Lenkrad leicht nach links zu versetzen, sodass der Shifter
in einem passablen Abstand montierbar ist.

Je Nach Situation kommt es schon mal vor, dass der Tisch etwas wackelt, allerdings hält es sich noch im
akzeptablen Rahmen und ich hatte nicht als Störend empfunden.


3.4 DAW Setup
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Der Letzte Test ist dann auch der Zweck den er hauptsächlich erfüllen soll, ein relativ einfaches Setup für
Home Recording.
Als System steht neben dem Tisch eine Workstation. Dazu kam noch eine Tastatur, eine Maus, ein Midi-Keyboard
und das Tablet kommt hier auch zum Einsatz. Zu dem Setup gehört noch ein Mischpult und ursprünglich ein
USB Audio-Interface. Letzteres wurde allerdings kürzlich durch ein PCI-Interface ersetzt. Das Mischpult musste
leider auf einen Schrank nebenan wandern, da es nicht mehr auf den Tisch gepasst hat. Hier hat sich dann leider
die kleinere Fläche bzw. hauptsächlich die Tiefe merkbar gemacht.

Ansonsten ließ sich alles auf den Tisch unterbringen und es lässt sich angenehm daran arbeiten. Der Abstand der
Monitore passt auch um ein gutes Klangbild zu erzeugen.


3.5 kurz zum Mauspad

Das Mauspad über die gesamte Tischfläche ist an sich in Ordnung. Egal wo die Maus gerade ist (aus welchen Gründen auch immer),
sie befindet sich auf der selben Oberfläche und gleitet gut darüber. Wie sich das Mauspad zwecks Reinigung und Abnutzung verhält,
wird dann die Zeit zeigen.



4. Fazit

Insgesamt erfüllt der ACD2-140 als Tisch seinen Zweck, egal ob es sich nun um grundlegende Office, Gaming oder Studio
Szenarien handelt.
Die Ablage auf der Unterseite hätte ruhig etwas größer und von der Position variabler sein
können. Ansonsten macht der Tisch einen besseren Eindruck als man zunächst annehmen würde und mit genug Kreativität
bekommt man ein befriedigendes Kabelmanagement hin.

Generell wären wertigere Kunststoffteile wünschenswert.

Die theoretische Fläche von 140x60 ist an sich in Ordnung, allerdings sollte man darauf Achten, einen
passenden Monitor zu wählen. In meinem Fall war er einfach zu groß bzw. die Pixeldichte zu gering, weshalb es nicht möglich
war einen angenehmen Sitzabstand zu erreichen. Da aber der Tisch nicht dafür kann, dass der gegebene Monitor zu groß war, sehe
ich auch davon ab dies negativ zu werten.

Ein klare Empfehlung auszusprechen, ist bei diesem Tisch gar nicht so einfach. Leider ist es so, dass man bereits für weniger Geld
einen Tisch bekommt der zumindest den Zweck als solchen erfüllt. Hier sollte man als Käufer abwägen ob ein spezielles
"Gaming" Design, ein ganz flächiges Mauspad und etwas Kabelmanagement wichtig sind. Hardcore Gamer sollten auf alle Fälle auf
einen Tisch zurückgreifen die auch für solche Belastungen ausgelegt sind.​
 
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