[Sammelthread] Immobilien

Unsere Nachbarin hinterm Haus pumpt seit Dezember ihren Keller aus. Die Pumpe läuft immer wieder, weil das Grundwasser nachdrückt. Auf sowas hätte ich keinen Bock. Man gut, dass das Geld nicht für einen Keller gereicht hat.
 
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Ich liebe es ( nicht ) unter Spannung so ein alten scheiß zurück zu bauen
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Da fällt mir das ein, was ich heute "Ausgegraben" habe im Haus :fresse:
 
Tatsächlich sieht es auf dem Bild auch schlimmer aus als es tatsächlich ist.
 
Sind halt alte abzweigdosen. Der klassiker ist das bei den roten Adern die Isolierung zerbröselt
 
Bei meiner Exfrau ging immer das Licht im Flur aus, wenn man das Licht im Außenbereich angemacht hat. Übelster Wackelkontakt des Todes. Ihr Vater ist Elektrikermeister und konnte das nicht beheben.

Sie hat die gesamte Wohnung neu verputzt. Ratet mal, was sie nicht gemacht hat bei ihrer Kernsanierung... Die Leitungen sind alle noch immer 50 Jahre alt, obwohl Ihr Stecher damals Elektriker war und ihr Vater sogar Meister. Aber keiner wollte irgendwie vernünftig mithelfen. Das man am Ende einen Elektriker braucht für die Endprüfung usw... ist eh klar. Aber bestimmte Arbeiten wie Kabelschlitze ziehen und Kabel verlegen kann man super selbst und beauftragt dann nur das Anschließen, Prüfen und Freigeben.

Elektrik wirklich vernünftig neu machen ist halt im Altbau gefühlt das Beschissenste, weil wirklich alles völlig zerlegt wird. Zu mindestens ist es Gefühlt das, was die Leute am wenigsten machen. Wenn, dann werden einzelne Räume neu gemacht oder irgendwelche provisorischen Spielereien.
 
Das ist generell das Problem am Bestandsbau. Im Grunde müsstest du bis zum Rohbau Niveau zurückbauen, dann Bodenaufbauten, Leitungen (Eletkro/Netzwerk und Wasser/Abwasser/Heizung) neu einziehen und dann denn Innenausbau starten gerade so wie beim Neubau. Aber das kostet und man hat unbändigen Dreck. Also macht das kaum einer.

War für mich damals auch einer der Gründe nicht das alte Haus zu sanieren, sondern komplett neu zu bauen. Übrigens mit trockenem Keller - obwohl hier alles ein Lehmgemisch ist. Gehen tut das alles. Ist halt nicht einfach und nicht billig. Heute sowieso nicht mehr.
 
Bin so froh jetzt im Neubau zu wohnen, wie die Elektrik im Plattenbau aussah muss ich euch ja vermutlich nicht erklären. Meine Highlights: Alles auf klassische Nullung und Aluminiumkabel überall, sodass gefühlt alle Auslässe für die Lampen nen Kabelbruch hatten weil sie zu oft verbogen wurden :fresse: Ok und (fast) alle Steckdosen auf einer einzigen 10A Sicherung.
 
Das ist generell das Problem am Bestandsbau. Im Grunde müsstest du bis zum Rohbau Niveau zurückbauen, dann Bodenaufbauten, Leitungen (Eletkro/Netzwerk und Wasser/Abwasser/Heizung) neu einziehen und dann denn Innenausbau starten gerade so wie beim Neubau. Aber das kostet und man hat unbändigen Dreck. Also macht das kaum einer.

Ist doch die klassische Kernsanierung?

Wir haben das durchgezogen. Neubau wäre für uns deutlich teurer geworden.

Alles raus, Haus nackig gemacht, so dass man quasi vom Keller auf die Ziegel gucken konnte, und dann Anbau dran und alles neu rein. Nur zwei Deckenlampen im EG haben die alte Stegleitung, weil wir die Decke nicht aufschlitzen wollten.
Einzig original ist der Keller - der wurde nur mit Silikatfarbe gestrichen und Vlies auf den Boden gelegt.
 
Ich sage ja nicht dass man das nicht so machen kann. Ich sage, dass es nur so geht, wenn man es ordentlich haben will.


Ich hatte hier den Luxus eines großen Grundstücks. Das alte Haus steht auf der Grenze und direkt an der Straße. Keller extrem niedrig und leicht feucht (nicht nass, aber definitiv nichts richtig trockenes). Noch dazu eine Zimmeraufteilung wie eben in alten bayerischen Bauernhäusern der 60er: drölf kleine Zimmer mit dem höhergelegten zentralen Gang. Ein Umbau wäre gegangen, wäre aber in Summe ähnlich teuer gewesen wie der Neubau und hatte den Nachteil dass nicht alles nach unseren Wünschen gestaltet werden hätte können.

Also blieb die alte Hütte erstmal stehen und der Neubau entstand. Was ich mit dem alten Ding mache weiß ich noch nicht. Zur Sanierung müsste ich mindestens schuldenfrei sein. Vermutlich irgendwann Abriss. Wird sich zeigen. Vermietung ist ohne Sanierung nicht realistisch, falls jemand darauf kommt. Dazu kommt, dass da nicht unbedingt nur gute Erinnerungen in dem alten Haus stecken. Das ist aber ein persönliches Ding.
 
Das ist generell das Problem am Bestandsbau. Im Grunde müsstest du bis zum Rohbau Niveau zurückbauen, dann Bodenaufbauten, Leitungen (Eletkro/Netzwerk und Wasser/Abwasser/Heizung) neu einziehen und dann denn Innenausbau starten gerade so wie beim Neubau. Aber das kostet und man hat unbändigen Dreck. Also macht das kaum einer.
Wir haben das bei einer Wohnung gemacht. So wild ist das eigentlich gar nicht. Man darf dort natürlich nicht wohnen und ja klar, ist es eine Kernsanierung. Man bekommt alle Kabel in die Wand, der Fußboden ist nicht notwendig. Im zentralen Flur wo alle Leitungen zusammen laufen, kann man darüber nachdenken, ob man die Decke abhängen möchte, so das die Kabel leichter verlegt werden können. Notwendig ist das aber nicht. Schwierig (bzw. teuer) wird es eigentlich nur bei den Lichtauslässen (das Kabel für Licht an der Decke), wenn man die Decke nicht neu machen möchte. Bei mir waren das schon neue Kabel, die bei der letzten Deckenrenovierung getauscht wurden gegen aktuelle NYM Kabel (bis zur Verteilerdose, was aber locker reichte).

Das zumachen der Leitungen danach ist auch nicht weiter wild. Wir haben damit einen Maler beauftragt, der hat das dann 2x übergespachtelt und abgeglättet. Die eigentlich Spachtel und Tapezierarbeiten haben wir selbst gemacht. Wir haben es ziemlich übertrieben, dafür ist die Arbeit aber gut geworden. (Erst Tiefengrundiert, dann weiße Spachtelmasse inkl. Schleifen, Anschließend wieder mit weißer Grundierung drüber) Dafür gibt es nun keine Farbabweichungen und trotz der schiefen Wände ist es Großteils echt gut geworden. Wenn man sich die gemachte Decke im Flur vom Maler anguckt, arbeiten die auch nicht besser...

Heizungsrohre haben wir bei uns in der Wohnung "keine". Alle Leitungen kommen von der Wohnung da drunter, wir haben selbst nur den kurzen Stummel, der aus den Boden kommt und in den Heizkörper geht. Tauscht man die Leitungen mal aus, ist es bei uns ohne nennenswerte Arbeiten getan. Wasser und Abwasser wurde während der Badsanierung komplett neu gemacht bis zum Übergabepunkt. Somit sind alle relevanten Leitungen in der Wohnung neu. Die Heizkörper sind bestimmt auch schon 20 Jahre alt, sind aber optisch noch "neu" und entsprechen der aktuellen Standardoptik. Ich würde mir andere schönere kaufen, aber da die (noch) gut sind, tun sie es auch.
 
@PayDay passt ja auch alles. Kommt auch immer darauf an was man vorfindet. Was eben idR nicht geht (abhängig von z.B. der Deckenhöhe) sind so Späße wie überall Fußbodenheizung. Das wollte ich zum Beispiel haben und das wäre im Bestand so nicht gegangen.

Was ich aber auch sagen muss ist, dass so ein Neubau ordentlichst an die Nervern geht. Ich habe seinerzeit die Gewerke selbst angefragt, Aufträge selbst vergeben, selbst aufeinander koordiniert und auch mitgeholfen wo es ging. Wenn ich das vorher gewusst hätte was das heißt, hätte ich das nicht so gemacht. Aber es ging. Irgendwie. Und gottlob hatte ich SEHR konservativ kalkuliert. Es hätte sonst einige Punkte im Bau gegeben, die in einen finanziellen Engpass geführt hätten. Unter den heutigen Bedingungen mit den heutigen Kosten würde ich mir das nicht mehr antun. Als wir das 2016 gemacht haben war vieles noch anders.

Und ich muss ganz klar sagen dass es einen Unterschied macht von wo man startet. Wenn man alles kaufen muss ist das nochmal was ganz anderes. Ich hatte hier das Grundstück mit dem alten Haus (Erbe bzw. Hofübergabe) indem ich während des Baus auch wohnen konnte. Flüssiges Eigenkapital war auch vorhanden, weil das schon immer klar war dass man ein eigenes Haus wollte und darauf gespart hat. Bauholz kam zum Teil aus dem eigenen Wald und dadurch dass man in so einem Umfeld schon immer anpacken musste, waren auch Kraft und Maschinen da. Und natürlich der Platz. Ich konnte immer alles relativ bequem auf dem Hof und um die Baustelle lagern (lassen). Die Startbedingungen machen wirklich sehr viel aus.

Auch laufende Kosten. Ich heize zum Beispiel per Holzvergaser als Zentralheizung (incl. Thermie). Geheizt wird das Kalamitätsholz aus dem eigenen Wald. Muss zwar als Privatentnahme versteuert werden, aber wenn man das mit Gas, Öl oder ähnlichem vergleicht fließt da einfach weniger Geld. Dafür kostet es natürlich sehr viel Arbeitszeit. Kein Urlaub anderswo, sondern Urlaub ist freie Zeit vom Hauptjob, um sein Zeug daheim halbwegs in Ordnung halten zu können. Aber ich darf mich nicht beschweren. Ich habe vieles was andere nicht haben können.
 
Ich habe 2015 neu gebaut und letztes Jahr eine 1970 BJ Wohnung Kernsaniert. Der Neubau damals war zwar schon stressig, aber wenn man sich einen echten Profi als Bauunternehmer und den GF der 250 Mann Bude als Bauleiter hat, läuft aber auch alles wie am Schnürchen. Die Mängel beliefen sich unter "lächerlich" und nicht der Rede wert, auch wenn es trotzdem einige Seiten war. Einige Dinge waren einfach dumm, wie die neue superduperteure Aufpreistür beim Einbau gleich zu zerkratzen und dann 50e Entschädigung dafür zu bieten vom Subunternehmer, aber wenn das die einzigen Sorgen sind, hat man mit einer echt guten Firma gebaut.

Eine Einzelvergabe der Gewerke ist im Prinzip gewollter Selbstmord. Wenn man nicht mit einen Bauunternehmen arbeitet, der diese Schritte koordiniert, muss das wenigstens ein Architekt machen. Macht man das selbst, kann das ja eigentlich gar nicht klappen, da jeder einen sonst was erzählt - und der Druck fehlt, das die Leute auch wie vereinbart kommen.

Ich heize zum Beispiel per Holzvergaser als Zentralheizung (incl. Thermie). Geheizt wird das Kalamitätsholz aus dem eigenen Wald. Muss zwar als Privatentnahme versteuert werden, aber wenn man das mit Gas, Öl oder ähnlichem vergleicht fließt da einfach weniger Geld.
Von was für einer Steuer redest du hier eigentlich? Mein Vater verbrennt seit über 20 Jahren Holz vom "Knicken" von meinen Cousin über so einen Holzvergaser. Knicken ist das Abholzen der erhöhten Feldabgrenzungen. Seit wann man muss denn eine Steuer zahlen, wenn man Holz aus seinen eigenen! Wald entnimmt und verbrennt. Man bekommt doch auch kein Geld für den Wald für die CO2 Beseitigung.
 
@PayDay ich habe 5,6 Ha Wald (minus knapp unter 2000m² seit dem Sturm letzten Sommer). Ich falle somit per Definition unter "Forstwirtschaftlicher Betrieb" im Sinne "Bauernwald". Ich muss dafür eine Steuererklärung ausfüllen, bin pflichtweise in der landwirtschaftlichen BG und habe ein grünes Nummernschild für den Traktor (die Steuerbefreiung bleibt ja jetzt gottseidank erhalten). Der Wald ist damit per Definition Betriebsvermögen. Arbeiten im Wald erfordern besondere Ausrüstung und das kann ich als Betriebsausgaben ansetzen (Sägen, Klamotten, Sonderkraftstoff, Maschinenerhalt).

Wenn ich davon selbst etwas etnehme und verheize, oder als Brennholz verkaufe, ist das natürlich als eine Art "Einnahme" zu versteuern. Das ist so wie wenn ein Schreiner für sich selbst einen Stuhl baut und das im eigenen Haushalt nutzt. Wenn du kein forstwirtschaftlicher Betrieb bist, trifft dich das nicht. Und vermutlich wird das im Detail so auch keiner mitbekommen was du so alles privat entnimmst. ABER: mein Vater wurde bereits mal befragt vom Finanzamt als ihm das noch gehörte was er denn so mit dem Wald macht. Er hat es dann mit Fotos belegen müssen, dass das Holz auf Holzstößen noch vorhanden ist und nicht schwarz verkauft wurde. Ich bin da mittlerweile sehr vorsichtig deshalb und erkläre jede Privatentnahme. Sogar das Holz das meine Eltern bekommen (Übergabevertrag regelt das) ist bei mir ein pauschaler Aufwand und bei ihnen ein pauschaler, zu versteuernder geldwerter Vorteil. In diesem Staat ist jeder Handschlag zu versteuern.

Die Selbstvergabe und Koordination ging eigentlich zum Großteil problemlos. Ich hatte mir fein säuberlich ordentliche Handwerker gesucht. Viele davon kannte ich vorab persönlich. Nur 1x war ein Schlawiner Betrieb dabei (Fensterbau). Da kamen wir auch etwas ins Streiten. Und ja, es ist gefährlich. Aber so haben es hier seit jahrzenten viele Leute erfolgreich durchgezogen. Klappt schon, geht aber etwas an die Nerven. Ich komme vom Land. Hier gibts noch sowas wie Handwerkerehre und Pfusch spricht sich herum.
 
Zuletzt bearbeitet:
Gut, zwar kein Neubau aber Haus BJ60 kernsaniert. Also wirklich alles neu. Nur die Grundmauern standen noch.

Hab alles einzeln vergeben. Auch den "Abriss". Ich lebe noch
so haben wir es vor 2 Jahren auch gemacht. Gut, wir kannten auch viele Leute, die das schon hinter sich hatten und hatten daher gute Kontakte.

Das, finde ich, sollte man bei unterschiedlichen Gewerken nicht unterschätzen: Gute Kontakte im Wissen, dass die Handwerker gute Arbeit leisten.
 
@PayDay ich habe 5,6 Ha Wald (minus knapp unter 2000m² seit dem Sturm letzten Sommer). Ich falle somit per Definition unter "Forstwirtschaftlicher Betrieb" im Sinne "Bauernwald". Ich muss dafür eine Steuererklärung ausfüllen, bin pflichtweise in der landwirtschaftlichen BG und habe ein grünes Nummernschild für den Traktor (die Steuerbefreiung bleibt ja jetzt gottseidank erhalten). Der Wald ist damit per Definition Betriebsvermögen. Arbeiten im Wald erfordern besondere Ausrüstung und das kann ich als Betriebsausgaben ansetzen (Sägen, Klamotten, Sonderkraftstoff, Maschinenerhalt).

Wenn ich davon selbst etwas etnehme und verheize, oder als Brennholz verkaufe, ist das natürlich als eine Art "Einnahme" zu versteuern. Das ist so wie wenn ein Schreiner für sich selbst einen Stuhl baut und das im eigenen Haushalt nutzt. Wenn du kein forstwirtschaftlicher Betrieb bist, trifft dich das nicht. Und vermutlich wird das im Detail so auch keiner mitbekommen was du so alles privat entnimmst. ABER: mein Vater wurde bereits mal befragt vom Finanzamt als ihm das noch gehörte was er denn so mit dem Wald macht. Er hat es dann mit Fotos belegen müssen, dass das Holz auf Holzstößen noch vorhanden ist und nicht schwarz verkauft wurde. Ich bin da mittlerweile sehr vorsichtig deshalb und erkläre jede Privatentnahme. Sogar das Holz das meine Eltern bekommen (Übergabevertrag regelt das) ist bei mir ein pauschaler Aufwand und bei ihnen ein pauschaler, zu versteuernder geldwerter Vorteil. In diesem Staat ist jeder Handschlag zu versteuern.

Die Selbstvergabe und Koordination ging eigentlich zum Großteil problemlos. Ich hatte mir fein säuberlich ordentliche Handwerker gesucht. Viele davon kannte ich vorab persönlich. Nur 1x war ein Schlawiner Betrieb dabei (Fensterbau). Da kamen wir auch etwas ins Streiten. Und ja, es ist gefährlich. Aber so haben es hier seit jahrzenten viele Leute erfolgreich durchgezogen. Klappt schon, geht aber etwas an die Nerven. Ich komme vom Land. Hier gibts noch sowas wie Handwerkerehre und Pfusch spricht sich herum.

Also auf gut deutsch sind die "Einnahmen" die aus der Nutzung des Holzes entstehen ziemlich genau so hoch wie die "Ausgaben" für Sprit/Wartung/Lohnkosten ? :fresse:
 
Unterm Strich ja. Es wäre schon geschickt, wenn immer mal wieder etwas "Gewinn" die Ausgaben übersteigt, weil man sich sonst im Bereich Liebhaberei bewegt. Wobei in dem Umfeld "Bäuerlicher Kleinwald" von dieser Prüfung idR abgesehen wird. Das Dumme wäre dann nämlich, dass die Liebhaberei rückwirkend erklärt wird und dann steuermindernde Aufwände zurückgerechnet werden... Außerdem unterstellt dir der Fiskus ohnehin eine gewisse Eigenentnahme und wird stutzig wenn du keine erklärst. Dann wird mal nachgefragt und man muss die Vermutung der Eigenentnahme entkräften, wenn man denn wirklich nix verheizt.

Es ist aber auch gar nicht so einfach mit so wenig Wald "gewinnorientiert" zu arbeiten. Die klimatischen Bedingungen (Trockenheit, Stürme) richten für sich betrachtet schon genügend Schaden an. Sie begünstigen aber eben auch die Ausbreitung von Kalamitäten. Und beides ist dann kein 1A zu vermarktendes Holz mehr, auch wenn das später in der Industrie bei den Leimhölzer völlig egal ist. Aber du kämpfst quasi gegen Windmühlen. In einigen Bereichen (Südhanglagen) habe ich schon leicht aufgegeben und zum Großteil ertragsarme Holzarten (Kirschsorten, Kastaniensorten u.ä.) angepflanzt, die aber wenigstens mit dem Klima zurechtkommen sollten. Ich will wirklich Wald erhalten auch als Lebensraum und Nahrungslieferant für Tiere. Wenn ich dann irgendwann dafür "zahlen" muss weil mir doch Liebhaberei unterstellt wird, dann trage ich das auch gerne. Ich fühle mich zu alt um an jedem rein gewinnorientierten Spielchen teilzunehmen.

Und so komm ich auch wieder zu den Immobilien zurück. Denn ich wollte beim Hausbau keine Spielchen und habe auch deshalb bewusst alles selbst vergeben, damit ich die Handwerker bestimmen kann. Zum Teil habe ich nicht einmal ausgeschrieben sondern es war klar wer welches Gewerk macht. Einfach weil ich mir keinen anderen vorstellen konnte. Vertrauenssache. Und dann ging das automatisch mit einem Generalunternehmer nicht mehr, weil die eben gewinnorientiert ihre Stammhandwerker beschäftigen wollen, die sie vorher maximal gedrückt haben im Gegenzug zu vollen Auftragsbüchern.
 
Heute ist mir mal wieder ein schöner Exot begegnet. Ein fast schon antiker Rollladenmotor, der allerdings schon einen Anlaufkondensator verbaut hat und somit 220V-kompatibel ist.

Das ist erst das dritte mal, dass ich in meinen 15 Jahren so eine schöne Antiquität zu Gesicht bekomme. :drool:
 

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... und, läuft der auch noch? Wie alt ist denn sowas etwa? West Germany ist ja schon mal min. vor 1990.
 
Ich würde den Motor auf ca. 50-60 Jahre schätzen. Das Haus dürfte aus den 60er sein.
Villeicht finde ich am Donnerstag oder Freitag noch auf der Messe jemanden, der mir ein genaueres Datum nennen kann. Sonst finde ich vielleicht bei der Demontage noch Hinweise.
Bei neueren (Rohr-)Motoren findet sich übrigens das Produktionsjahr+Woche in der Seriennummer versteckt. Die sind aber erst 1969 entwickelt worden.
... und, läuft der auch noch?
Ich hab ihn nur ganz kurz minimal drehen lassen um die Aufhänger zu entfernen. Da die ganze Rollladenanlage getauscht werden muss und unser Aufmaßtechniker nicht aufgepasst hat, wird der Motor erst in den nächsten Wochen ausgebaut. Dann kann ich den noch genauer prüfen und ein Kuriositätenkabinett aufbauen.
 
Kleine Ergänzung zu oben. Der Motor könnte aus KW01/79 sein (kann ich aber fast nicht glauben).
So eine elektrische Rolladensteuerung war damals bestimmt eher selten und teurer High End Luxus?
Soetwas war fast unbezahlbar. Deshalb sind das auch so schöne Raritäten. Schon die Stahlwellen (Butzbach) wurden wegen des hohen Preis im Vergleich zu Holz kaum verbaut.
 
Musst mal hier in Hamburg schauen..gerade bei den bauten aus den 70ern hast du teilweise soviel Luxus verbaut...Fensterfronten mit riesen Schiebeelementen die schon elektrisch betrieben wurden ....da sind vor den Fenstern große schächte wo ein Motor mit Kettenantrieb verbaut ist usw ...die hatten damals schon was drauf 👍
 
Damals wurde der Kram auch noch für die Ewigkeit gebaut, weil man absolut keinen Wert auf Leichtigkeit (Schwächung) oder Optik gelegt hat. Wir bauen im Maschinenbau noch immer nach dieser Methode mit "viel hilft viel" und so hält der Spaß auch ewig. Im Privatkundensektor ist aber ganz klar zu erkennen, das man alles immer leichter und "optimierter" baut, was dann dazu führt, das der Spaß auch nicht mehr hält. Damals war der Verbindungsstift aus Stahl, heute aus Kunststoff. Beispiele kennt jeder zu genüge...
 
Weil es gerade passt..noch ein kleiner Leckerbissen🤣Steuerung für ein lastenaufzug
 

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Damals wurde der Kram auch noch für die Ewigkeit gebaut, weil man absolut keinen Wert auf Leichtigkeit (Schwächung) oder Optik gelegt hat. Wir bauen im Maschinenbau noch immer nach dieser Methode mit "viel hilft viel" und so hält der Spaß auch ewig. Im Privatkundensektor ist aber ganz klar zu erkennen, das man alles immer leichter und "optimierter" baut, was dann dazu führt, das der Spaß auch nicht mehr hält. Damals war der Verbindungsstift aus Stahl, heute aus Kunststoff. Beispiele kennt jeder zu genüge...
Kommt man wieder zu den Immobilien. Wir im Süden bauen ja idR rot (= Ziegel). Als meine Eltern gebaut hatten, waren das schon Hochlochziegel. Aber eben recht stabil mit massiven Stegen. Als ich gebaut habe war die Wärmedämmung wichtiger. Was für Bröselkekse das waren/sind. Unfassbar. Da hast mal zu grob angefasst und bist mit den Fingern ins Innenleben gekommen und schon war alles rausgebrochen.

Bloß nicht mit dem Schlagbohrer in den Bröselkeks rein - außer du willst eh Platz für einen Safe haben. Wenn ich im Rohbau Öffnungen oder Schlitze gebraucht habe, habe ich mit der Flex vorgeschnitten und mit dem Stemmeisen ohne Hammer die Öffnung geformt. Unfassbar.

Wer bei mir einbrechen will, sollte sich nicht die Arbeit über Türen und Fenster machen. Ein Vorschlaghammer und etwas Motivation und das Mauerwerk gibt bestimmt nach. Aber die Wärmedämmung ist wirklich in Ordnung. Wobei ich nicht den Eindruck habe dass die beim Haus meiner Eltern so viel schlechter ist. Dort hat man andere Bausünden betrieben wie z.B. Betondecken überhängen lassen, um oben mehr Raum zu haben und unten eine kleine Überdachung. Wärmebrücke per Definition.
 
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