@Mustis Ich hab ja auch nach Beispiele gebeten und als dann das Zitat von ihm kam, hab ich es ignoriert....
Dann ging es darum, dass "Broker" als Alternative scheinbar nicht so sicher seien wie man das denken würde und als Beispiel kommt dann, dass man Geld im Schließfach von dem keiner weiß bei ner Privatinsolvenz nicht wegnehmen kann bzw. man darauf keine Steuer zahlt. Das eine hat nix mit dem anderen zu tun.
Dann will ich mal dafür sorgen, dass du und auch andere nicht dumm sterben.
1. Wie kommt man denn darauf, dass mit Insolvenz eigentlich nur die Insolvenz des Broker gemeint sein kann? Ist man schon fokussiert, dass die einzige existierenden Insolvenz die von Unternehmen ist? So schlechte Erfahrungen gemacht? Aber vermutlich ist man durch das ständige Brokern so vorkonditioniert, dass einem der Blick für externe Einflussfaktoren abhandengekommen ist.
2. Das war der Aufhänger:
Sein komplettes Vermögen in einem Bankschließfach zu deponieren ist empfehlenswert? Das ist wahrscheinlich die Definition von Klumpenrisiko im Duden.
Bzw. davor ging es darum, dass man sein Geld ins Schließfach bringt, wenn man keine Rendite haben will.
Worauf hin ich dann gesagt habe, dass die renditenbessere Variante (also Broker) eben andere "Probleme" (für einige sind es welche, für andere nicht) hat.
Man hat also nicht verstanden, warum überhaupt (Geld)Werte in einem Bankschließfach deponiert werden können.
3. z.B. Insolvenz, Arbeitslosigkeit oder was auch immer.
Sollte schon ein Hinweis sein, was genau mit "Insolvenz" gemeint ist, also welche Insolvenz im Speziellen.
Ich kenne kein Unternehmen, was der Definition nach in die "Arbeitslosigkeit" geraten kann, besonders bei Brokern/Geldinstituten wirds absurd.
Unternehmen werden, wenn überhaupt, auftragslos.
Wenn also mit Arbeitslosigkeit wohl die Arbeitslosigkeit von Personen gemeint ist, dann wird wohl mit Insolvenz die einer Person gemeint sein. Privatinsolvenz ist hier die spezifische Form der Insolvenz.
Und es ist nun mal so, dass Geld, was auf irgendwelchen Banken (als Oberbegriff) liegt, sich nachvollziehen lässt. Nicht nur was den Ort an sich angeht, sondern auch Geldströme.
Wenn man also 100k beim Broker hat und man z.B. in die Insolvenz muss, dann wird einem das Geld weggenommen. Schafft man das Geld vorher zur Seite, also schafft das zum Beispiel zur Mutti, dann ist das nachvollziehbar, auch über 3 Ecken. Und kann somit nicht so ohne weiteres vor dem Zugriff geschützt werden.
Und ne Insolvenz muss nicht perse durch die persönliche Zahlungsunfähigkeit begründet sein.
Das ist jetzt nur ein konkretes Beispiel, gilt aber noch für andere Sachen, wo das ähnlich abläuft.
Bei einem Schließfach, als Beispiel für die physische Verwahrung von (Geld)Werten, ist das etwas anders.
Zwar werden Schließfächer grundsätzlich auch erfasst/gemeldet, aber eben nicht der Inhalt, weil dieser eben nicht bekannt ist.
Das wäre so, als wenn die Bank sagt, gibt es gibt ein Konto, aber wir wissen nicht was drin ist.
Und so ist es relativ einfach, bei sich anbahnenden Verfahren (und das bekommt man ja mit, aber nicht in jedem Fall, bzw. leitet die auch selber ein), dann entsprechend zu handeln und somit Werte dem Zugriff entziehen.
Man geht also ans Schließfach, nimmt die Schatulle raus und packt die woanders hin, wo oder wem auch immer.
@Mustis
Und dabei geht es nicht um rechtlich zulässig oder nicht oder peng.
Es geht dabei erstmal rein um die technischen Unterschiede. Wie/wofür man das nun nutzt, ist dabei erstmal egal.
Und zum Benko, natürlich versucht der Staat ihm da was wegzunehmen.
Wenn ich dir nen Lutscher gebe, damit du den auch mal in der Hand halten darfst, hast du den dann oder hast du den dann nicht in der Hand?
Wenn du ihn mir dann nicht zurückgeben willst, was ist dann? Muss ich ihn dir dann evtl. wegnehmen, damit du ihn nicht mehr hast, sondern ich?
Sprich also, du bist um Besitz einer Sache, wenn du die nicht freiwillig hergibst, dann muss man dir diese wegnehmen.
Dass die Eigentumsverhältnisse vorher verändert wurden, hat nichts mit dem Besitz zu tun.
Denn zwischen Eigentum und Besitz besteht keine Korrelation.
Man kann Eigentum an einer Sachen haben, aber muss nicht im Besitz selbiger sein und man kann auch eine Sache besitzen ohne Eigentum an selbiger Sachen zu haben.
Das heißt für das Beispiel, dass du eben im Besitz des Lutschers bist, aber kein Eigentum am selbigen. Und dennoch hast du ihn (im Besitz) und ich muss ihn dir trotzdem wegnehmen, eben weil du ihn nicht rausrückst, obwohl ich das Eigentum an ihm habe.
Und so ist das eben beim Benko. Formal hat der keinen Besitz und Eigentum an irgendwas. Real hat er aber mindestens Besitz an so einigem.
Zusammenfassend:
Wenn man nicht will, das einem der Staat irgendwas einfach wegnehmen kann, muss man dafür sorgen, dass (Geld)Werte einem nicht zugeordnet werden können. (was die Gründe dafür sind ist gar nicht in Diskussion)
Und das geht am einfachsten, wenn man diese Werte in physischer Form verschieben kann, denn eine Ortsänderung von A nach B ist schwerlich durch Computer/Systeme zu erfassen.
Das mag sich für euch alles nach Jason Bourne und 007 anhören, das ist aber Tagesgeschäft für so einige da draußen.
Ich sage nicht, dass das eine signifikante Anzahl an Schließfachbesitzer betrifft. Der Großteil hat einfach eine entsprechende Einstellung zum Ort des Geldes, analog zum Sparbuch.
Man kann aber davon ausgehen, das mit einigen Schließfächern eben so Schindluder getrieben wird.
Und das ist mit digitalen Geldströmen, wie z.B. dem Broker, ungleich schwerer, wenn nicht sogar unmöglich für den einfachen Menschen, im Vergleich zum Schließfach.
Und aus genau diesem Grund ist der Broker eben nicht so sicher, wie man glaubt, wenn man den passenden Blickwinkel einnimmt, dazu muss man aber aus seiner Bubble mal raus.
Man kann sich ja mal Gedanken machen, warum Regierungen beim Thema Bargeld so hinterher sind. Da geht es nicht zwingend um die Drogenbosse, da geht es auch um vermeintlich kleine Sachen.
@Tundor
Wenn man Sachen nicht versteht, dann muss (im Kopf) man dem Gegenüber nicht gleich Windigkeit unterstellen, sondern evtl. erstmal an sich arbeiten und die eigenen Betrachtung der Sache prüfen.