[Sammelthread] Elektroautos

So dramatisch die Lage auf der Welt ist, vielleicht wachen ja jetzt noch ein paar mehr Leute auf.
Den Gedanken hatte ich bis 2022 auch mal. Aber die Leute wollen verarscht werden und erzählt bekommen, dass alles erstmal so weiter gehen kann wie bisher.
@Ein Lamm borg I nie
Meine Kritik ist aber nicht nur die Höhe der Steuern, sondern auch, dass der Staat nix gegen die willkürlichen Preise der Ölkonzerne unternimmt, eben weil der Staat selbst von diesen Preisen profitiert.
Polen als Beispiel zeigt ja, dass - auch in der derzeitigen Lage - durchaus andere Preise möglich sind.
In Polen kann man sich für den Lohn seiner gleichwertigen Arbeit dennoch weniger Benzin kaufen. Billig ist das nur für Deutsche, die da hinfahren. Wir brauchen ein klares Bekenntnis und einen strikten Pfad zu Unabhängigkeit im Energiesektor. An den Symptomen rumzudoktorn, hilft mit Sicherheit kurzfristig auch den Menschen, denen das hier und heute Probleme macht, lässt sie aber morgen wieder vergessen, dass sie diese Probleme bei der nächsten Krise 1:1 wieder haben.
 
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Business Manager Taxi vom HOtel zum Flughafen und zurück ;)
Beitrag automatisch zusammengeführt:


Naja, klar, die typische Familie mit 2-3 Kindern kauft sich ja auch das 100.000€ Auto ;)

Ist schon klar für wen sowas ist, aber es ist halt nicht das "typische" Familienauto.

Dann sind wohl eher reiche Chinesen als Zielgruppe geplant. Dort gibt es ja viele dieser Luxus Vans wie z.B. der Li Mega: https://www.autohaus.de/nachrichten...gleiter-aus-china-die-van-welle-rollt-3619017

Meist sind bei den Familienausflügen auch noch Opa und Oma dabei. Kinder eher nur zwei.
 
Der VLE ist echt stark. Wenn der Hausbau fertig ist, ist der dank 75% Turboabschreibung eine echte Option als Firmenwagen.
Geladen wird zu Hause über die Solaranlage.
(Ok, die Front ist Geschmackssache - aber sonst...)
 
Ist die Degradation nicht etwas hoch bei einem KM Stand von unter 30.000? Akku ist ein BYD Blade.
also zumindest bei NMC und NCA sind die ersten 2% Degradation in einem Akku nicht unüblich. Und bei Tesla wird auch keine Unterscheidung unter "Degradation" zwischen echter Batterie-Degradation und "Pack-Inbalance" gemacht. Heisst, vielleicht hat sich auch das BMS etwas verstellt, was gerne passiert wenn das Fahrzeug zwischen 30-70% gehalten wird. Bei den BYD Blade Zellen wird aber wahrscheinlich schon regelmäßig 100% geladen worden sein. Aber das wäre jetzt nichts was mich beängstigen würde.

Meine Kritik ist aber nicht nur die Höhe der Steuern, sondern auch, dass der Staat nix gegen die willkürlichen Preise der Ölkonzerne unternimmt, eben weil der Staat selbst von diesen Preisen profitiert.
Polen als Beispiel zeigt ja, dass - auch in der derzeitigen Lage - durchaus andere Preise möglich sind.
Naja, an den Rahmenbedingungen außer dem Eingangswert hat sich ja nichts geändert. Der Staat hat ja nicht pünktlich zur Krise die Steuern erhöht sondern die Steuern kommen eben jetzt immer mehr zum tragen je höher die Preise sind.
Ich finde die Diskussion ehrlich gesagt inzwischen auch echt absurd. Ja, auf persönlicher Ebene kann ich das natürlich nachvollziehen. Aber ganz ehrlich, wieviele Diskussionen hatten wir schon hier, dass bei Ladesäulen und fehlendem oder falschen Abo die Ladestromanbieter einen Preisaufschlag von stellenweise 100% verlangen. (Das wäre so als wenn du ohne Aral Karte an einer Aral Tanke 3,50€ für den Liter zahlst) Gab es da Diskussionen im Bundestag? Wurde da auch der Notstand ausgerufen? Wurde da auf politischer Ebene verlangt dass die Ladeanbieter bitte Preistransparenz schaffen sollen? Wurde darüber diskutiert ob man eine Ladepreisbremse einführt? Alles nicht. Die Lobby war da wohl nicht groß genug.
Jetzt, wo der Spritpreis einen Preisanstieg von 20-30% hinlegt, wird ein riesen Fass aufgemacht.
Und wenn man jetzt mal die Inflation betrachtet: 2023 lag der Spritpreis bei 1,80€. Wir haben allein in den letzten 3 Jahren knapp 10% Gesamtinflationsrate gehabt. Im Bereich der Gastronomie noch mehr. Wäre der Spritpreis nicht jetzt in den letzten Jahren horizontal gelaufen sondern mit der jeweiligen Inflation würde da auch schon längst eine 2 davorstehen.

Ernsthafte Frage, was macht die polnische Regierung denn dagegen? Oder ist das vlt. einfach nur der Effekt, dass die Kaufkraft in PL so viel niedriger ist als in DE, dass man einfach weiß, das ist der Maximalpreis den man hier holen kann weil die Leute sonst quasi zu Fuß gehen?
*edit*
Und eins ist ja Glasklar, die Konzerne zocken hier jetzt schon massiv ab, der Sprit wurde ja aktuell noch zu alten Ölpreisen eingekauft. Dass die Wut hier gegen den Staat und Steuern geht obwohl man ganz klar von den Konzernen abgezogen wird ist schon ziemlich geil für die Konzerne
naja, es ist schon richtig, dass der Sprit oder der Diesel der hier jetzt ABVERKAUFT wird zu damaligen Konditionen erworben wurde. Aber ich glaube jeder Geschäftsmann würde dir wahrscheinlich besser als ich erklären können dass in den jetzigen Preisen auch immer das drinstecken muss was zukünftig an den Märkten für das Rohöl bezahlt werden muss. Das wäre in etwa so als wenn ich noch 10x 20TB HDDs hier liegen hätte die ich für 400€ gekauft hätte aber derzeit im Nachkauf 600€ kosten. Warum sollte ich die dann für 400€ an die Kunden rausgeben? Ich glaube auch nicht, dass die Ölkonzerne hier der wirkliche Preistreiber sind. Es sind eher die Steuern und Steuern auf die Steuern die dann vielfach zuschlagen.
 
Ich glaube auch nicht, dass die Ölkonzerne hier der wirkliche Preistreiber sind. Es sind eher die Steuern und Steuern auf die Steuern die dann vielfach zuschlagen.
Wurde schon weiter oben korrigiert. ;)
Die Kritik ist an der Stelle bisschen billig, weil mit Ausnahme der MwSt. alle Steuern und Abgaben auf Kraftstoffe literbezogen sind. Ja, das Steuerniveau ist hoch, aber an den Preissprüngen der letzten Woche verdienen im Wesentlichen die Öl-Multis.

Siehe auch:
1773234614794.png


--> Schuld sind im Wesentlichen die Ölkonzerne.

Verwundert mich als BEV-Fahrer aber auch nicht. Ist doch beim Laden noch schlimmer...
 
Zuletzt bearbeitet:
naja, es ist schon richtig, dass der Sprit oder der Diesel der hier jetzt ABVERKAUFT wird zu damaligen Konditionen erworben wurde. Aber ich glaube jeder Geschäftsmann würde dir wahrscheinlich besser als ich erklären können dass in den jetzigen Preisen auch immer das drinstecken muss was zukünftig an den Märkten für das Rohöl bezahlt werden muss. Das wäre in etwa so als wenn ich noch 10x 20TB HDDs hier liegen hätte die ich für 400€ gekauft hätte aber derzeit im Nachkauf 600€ kosten. Warum sollte ich die dann für 400€ an die Kunden rausgeben? Ich glaube auch nicht, dass die Ölkonzerne hier der wirkliche Preistreiber sind. Es sind eher die Steuern und Steuern auf die Steuern die dann vielfach zuschlagen.

Ja eben, das wird aber bei der ganzen Diskussion aktuell nicht berücksichtigt. So ein schnell durchlaufender Posten (im wahrsten Sinne des Wortes) wie Benzin/Diesel reagiert natürlich auch schnell auf höhere Einkaufspreise. Natürlich wird aktuell Öl mit Preis vom Tag X mit zusätzlichem Gewinn verarbeitet und verkauft, aber an Tag Y wird man ggfs. noch Abnahmeverpflichtungen zum höheren Preis haben, wenn der aber eigentlich schon gesunken ist. In der Theorie, ausgehend von gleichem Preis vor und nach der Krise und gleichlangen Restpreisbindungszeiten, wird man so mit einem Nullsummenspiel rauskommen. Klar, das wird in der Praxis nicht passieren, die ziehen schon ihren Gewinn aus der Situation. Aber das die Preise sofort hochgehen ist aus betriebswirtschaftlicher Sicht nur logisch.

Und heuchlerisch wird es dann, wenn die Politik den Ölkonzernen das vorwirft und gleichzeitig selbst der größte Preistreiber ist.
 
Trotzdem ist doch bekannt, dass Preissteigerungen beim Öl quasi immer unverzüglich an den Kunden weitergegeben werden, während das bei Preissenkungen verzögert oder gar nicht passiert.
Das Kartellamt prüft die Situation aktuell auch schärfer.

Ich glaube aber auch nicht, dass jetzt wesentlich mehr Menschen die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern und der Importe hinterfragen und sich um Alternativen kümmern.
Die Wärmepumpe wird auch weiter verteufelt, trotz Energiekrise nach dem russischen Angriffskrieg.
Natürlich gibt es auch bei der Wärmepumpe valide Kritikpunkte, die Technik ist aber klar überlegen.

Unsere Wirtschaft wird das Argument Energiekosten jetzt auch wieder ausreizen, um die Preise ständig zu erhöhen. Zuletzt waren wir wieder fast auf Vorkrisenniveau und trotzdem konnte man anhand der Aussagen ja meinen, wir hätten noch immer Preise wie zur Krise.
 
Die Wärmepumpe wird auch weiter verteufelt, trotz Energiekrise nach dem russischen Angriffskrieg.
die Menschen sind Meister darin zu prokrastinieren oder kommende Probleme gänzlich wegzublenden. Du sprichst es ja an. Schon heute weiß man, dass dieses Erdgas-Ding noch die CO² Besteuerung im Gepäck hat. Und eigentlich liegt der Kurs ja auch sogar fest, nämlich steil nach oben in den nächsten Jahren. Dass es da, grade bei hohen absoluten Verbräuchen signifikant teuer werden KANN ist bekannt. Aber man blendet es aus, hofft bis kurz vor dem Abgrund das irgendjemand in der Politik sagt "ach wisst ihr was, lassen wir die Steuer doch weg". Aber das wird nicht passieren.
Und die in den letzten Jahren stagnierenden oder sogar leicht rückläufigen Gaspreise wiegen die Leute in der Scheinsicherheit, dass Gas auch in 20 Jahren absolut genial ist zur Gebäuderwärmung. Und technisch ist es ja tatsächlich auch absurd günstig, wenn man es auf die Kilowattleistung zurückführt.
Ganz ehrlich, warum sollte ich mir in meinen Warmwasserspeicher einen elektrischen Heizstab montieren der vom PV Dach beheizt wird, aber mir entgehen knapp 8Cent Einspeisevergütung pro Kilowattstunde, wenn ich gleichzeitig die Kilowattstunde Gas für 9Cent einkaufen kann. Ist unrentabel. Aber das wird sich wahrscheinlich bald alles ändern.
 
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