[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

Kann ja die Politik nichts dafür, dass du nicht Millionär bist:coffee:
 
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In der Schweiz funktioniert btw dieses system gabz herrausragend gut. In Norwegen auch. Weil eine kapitalrente schon allein vom System was komplett anderes ist als eben ein Umlagesystem.

Wie genau ist eine Kapitalrente denn anders, als ein Umlagesystem, wenn da jeder a) beliebig lange Rente beziehen kann und b) bei vorzeitigem Ableben die Reste des Kapitals jemanden anders zugute kommen?

In der Schweiz sinkt die Rente recht massiv:

Das funktioniert auch im Umlagesystem.

In Norwegen heißt Kapitalrente: Staatsunternehmen graben Öl aus, und die Gewinne fließen in die Staatskasse ohne dass ein Ölmulti seine Hand wie in der 3ten Welt aufhält - https://de.wikipedia.org/wiki/Staatlicher_Pensionsfonds_(Norwegen)

Das funktioniert wenn man Öl hat. Alternativ kann man bspw. Immobilientransaktionen mit Ölmillionen hierzulande entsprechend besteuern.

EDIT: lustig - der norwegische Ölfonds besitzt 10% der deutschen Wohnen... - deutsche Wohnen verstaatlichen würde also hier den Bedarf an Rente senken und in Norwegen Einnahmen wegnehmen :bigok:
 
Wie genau ist eine Kapitalrente denn anders, als ein Umlagesystem,
Bei dem einen kann das Geld über eine Zeitlang für einen arbeiten, bei dem anderen drücke ich Geld aus meiner Wertschöpfung direkt einem anderen zum ausgeben in die Hand. Und hoffe, dass das genauso funktioniert, wenn ich Rentner bin. Der Kapitalstock, der aufgebaut wird, ist der klitzekleine Unterschied.
In der Schweiz sinkt die Rente recht massiv:
Ja uch dort gibt es Probleme. Aber zu einem den ganzen Artikel lesen, letzter Absatz: "Die Pensionskassenrenten sind in den letzten Jahren stark gesunken. Laut VZ ist die Alterung der Gesellschaft aber mittlerweile eingepreist, das Schlimmste dürfte also überstanden sein", zum anderen das Schweizer Modell der 3 Säulen kennen und verstehen. Im Artikel angesprochen ist Säule 2, Kapitalrente. Das, was es bei uns nicht einmal gibt... Und eine der 3 Säulen hatte nun etwas Probleme. Fällt dir da nichts auf?

Zu Norwegen, ja da kommt Geld aus Öl. Aber weißt du was das faszinierende an solchen Modellen ist? WOher das Geld kommt ist relativ egal, dass muss gar nicht aus Öl kommen. Faszinirend oder? Hier kann jedes Land schauen, wie und mit was sie den Fonds füllen über die Zeit.

Der eigentliche Punkt ist auch, das payday null und nada versteht, was das der Unterschied zwischen den beiden Systemen ist und warum es soviel besser ist, mehr als eine Säule zu haben. Leider hast auch du dich auf das Problem EINER Säule versteift, statt zu erkennen, dass die vErteilung auf 3 Säulen, die Synergie aus 3 verschiedenen Systemen das eigentlich gut funktionierende in der Schweiz ist. Auf jeden Fall ist es nicht alles das selbe, wie der gute payday so schön wettert.

PS: Was der Artikel auch nicht wirklich beleuchtet in bezug auf die PK Rente in der Schweiz: Die zwischenzeitliche ENtkopplung des Franken vom Euro und die damit einhergehnde gallopierende Steigerung des Wert des Franken. Diese (einmalige Sonder-)Problematik ist der 2. große Punkt, den die PK Rente in der Schweiz verkraften musste, aber mit der ZEit eingepreist wird.

2002: 1,46 Franken pro Euro
2025: 0,937 Franken pro Euro.
 
Zuletzt bearbeitet:
Bei dem einen kann das Geld über eine Zeitlang für einen arbeiten, bei dem anderen drücke ich Geld aus meiner Wertschöpfung direkt einem anderen zum ausgeben in die Hand. Und hoffe, dass das genauso funktioniert, wenn ich Rentner bin
Umlage: ich gebe x% meiner Arbeitsleistung an den jetzigen Renter
Kapital: ich gebe y% meiner Arbeitsleistung in einen Fonds, der sich dann an meiner Arbeitskraft beteiligt und dafür sorgt, dass von meiner Wertschöpfung weitere z% im Fonds landen. Währenddessen muss der Rentner jetzt immer noch seine x% irgendwoher bekommen. Irgendwie muss da meine Wertschöpfung massiv steigen, damit ich 3 statt einer Position bedienen kann. Wenn das so ist, wäre auch die Umlage kein Problem, wo ich dann immer mehr Rentner mit x% meiner Arbeitsleistung versorgen muss und mehr Geld für mich übrig bleibt...

Zu Norwegen, ja da kommt Geld aus Öl. Aber weißt du was das faszinierende an solchen Modellen ist? WOher das Geld kommt ist relativ egal, dass muss gar nicht aus Öl kommen. Faszinirend oder? Hier kann jedes Land schauen, wie und mit was sie den Fonds füllen über die Zeit.
Also Schulden oder Vermögenssteuer für die Aktienrente? Damit das Geld mehr wird, muss man sich im übrigen auch in irgendeinen Wertschöpfungsprozess einklinken und das bedeute das dann irgendjemand weniger vom aktuellen Kuchen bekommt - entweder man selbst als Angestellter dadurch, dass eben jetzt Unternehmensgewinne neben Steuern in die Rente fließen oder jemand im Ausland....

Im wesentlichen zielen alle die Modelle darauf ab, die Souveränität der Sozialgemeinschaft sich selbst zu organisieren zu schwächen und bieten viele Gelegenheiten, dass sich Intermediäre daran bereichern. Wie schon so oft: Kälber wählen ihre Metzger selber...
 
Der hat doch selber eingezahlt in den Stock? Oder lehnst du das system ab, weil es sich zwangsweise erstmal aufbauen muss?

der jetztige Rentner erhält seine Rente aus der Umlage, die muss (das Rentenniveau "muss" ja steigen, sonst hätte man die Debatte nicht...) weiterhin (leicht sinkend mit den Aktienrentner) aufgebracht werden. Gleichzeitig spart man jetzt für die ferne Zukunft. Irgendwie etwas problematisch, wenn jetzt nicht genug Geld im Staatshaushalt und bei den Arbeitnehmern zu finden ist...

Da nochmal zurück zu Deinem vorherigen Beitrag
Der eigentliche Punkt ist auch, das payday null und nada versteht, was das der Unterschied zwischen den beiden Systemen ist und warum es soviel besser ist, mehr als eine Säule zu haben. Leider hast auch du dich auf das Problem EINER Säule versteift, statt zu erkennen, dass die vErteilung auf 3 Säulen, die Synergie aus 3 verschiedenen Systemen das eigentlich gut funktionierende in der Schweiz ist.
Das ist tatsächlich das erste halbwegs sinnvolle Argument: man würde quasi die Rente nicht nur an die aktuelle, sondern auch an die vergangene wirtschaftliche Entwicklung knüpfen und könnte damit die Variabilität reduzieren, meinst du?

Ändert aber nix, dass die Umstellung von "wir zahlen für jetzt" auf "wir zahlen für die Zukunft" jetzt erheblich mehr Geld erfordert, als "wir zahlen für jetzt" an die Realität anzupassen.

Es bleibt dann das Problem, dass vmtl. mit sinkender Zahl an Arbeitskräften die Inflation für rentnerrelevante Dienstleistungen auch kräftig steigen wird, was auch jetzt schon das eigentliche Problem ist... Was bringen 5-10% Brutto-Rendite auf ein Depot, wenn die Kosten für die Pflegekraft im gleichen Zeitraum zwischen 10-15% steigen: https://www.vdek.com/presse/pressemitteilungen/2026/eigenanteile-pflegeheim-auswertung.html
 
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