[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

hatte witzigerweise eben beide Dokumente so nebeneinander offen:

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Könnte ich auch im "Was-freut-euch" Thread posten, in jedem Fall für mich ein absoluter Karrieremeilenstein und ein langer Wunsch & Weg zum Traumarbeitgeber
 
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Dann erzähl mal, was steht an? Gehst du zu von SAP zu google? :d
 
Bei SAP war ich Teil eines Industrie-bezogenen Managementteams, das einen Teil der Servicedienstleistung im Supportumfeld abbildet.
Ich war jetzt 9 Jahre im Konzern (vorher 9 Jahre bei mittelständigen Partnern) und die Luft war etwas raus.
Hatte eines Abends zufällig die Stelle bei G gesehen und eher aus Spaß beworben (war wohl schon im 4ten Monat ausgeschrieben und kurz vorm Offline-nehmen).
Bei G werde ich im SAP Umfeld bleiben und Teil des Google Cloud Services Managementteam für MEE.

Der ganze Recruitingprozess bei G war absolut phantastisch! Es waren sieben sehr fordernde Runden - ich hatte am Ende das Gefühl, dass die unterschiedlichen Gesprächspartner bis zum Kern analysiert haben, wie ich ticke, was ich mitbringe und wo ein Nachholbedarf liegt. Das hat sich dabei an keiner Stelle wie ein "Grillen" oder "hart verhandeln" angefühlt...das waren allesamt Gespräche auf Augenhöhe und auch ich hatte am Ende ein transparentes Bild, was mich erwartet/wie die Kultur ist etc..

Ich habe jetzt einen Mix aus riesiger Vorfreude und etwas Respekt vor der Challenge beim neuen AG - aber eigentlich ist diese Challenge genau das, was mir fehlte und mich reizt. In Summe wird mein Job etwas breiter und technisch wieder deutlich tiefer - das war genau das, was ich suchte :)
 
Viel Spaß und toi toi toi im neuen Job. Klingt spannend :d
 
Cool, hört sich gut an. Arbeitest du dann Remote? Weil in Ba-Wü hat Google doch gar kein Office? Dachte die sind in München.
 
Cool, hört sich gut an. Arbeitest du dann Remote? Weil in Ba-Wü hat Google doch gar kein Office? Dachte die sind in München.
In Deutschland sind FFM, Mu und Hamburg offizielle Standorte.
In Walldorf im SAP HQ gibt es aber wohl im Partnerport auch ein Büro
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Theoretisch hat Google doch schon alle Daten von dir. Wieso also nochmal 7 runden?
:)
Als ob ich den Inkongito Mode nicht kennen würde
 
Zuletzt bearbeitet:
Als ob ich den Inkongito Mode nicht kennen würde
Ich glaub ja eher, dass er, wenn er das ernst meint, eher nicht so ganz begreift wie diese Datenkraken so arbeiten und wie sie Daten miteinander verknüpfen und zuordnen.

Drück dir die Daumen. Kenne SAP nicht, aber über Bekannte Google. sagen wirs mal so, die ganz goldenen Zeiten sind auch da vorbei, aber gehört natürlich immer noch zu den AGs, die viel bieten.

PS: 7 runden ist natürlich auch hart. Möcht mal wissen, ob der Aufwand bei sowas wirklich im Ergebnis sichtbar ist, sprich es das wert ist.
 
Ach das Gras ist auf der anderen Seite immer grüner.
Und strukturelle Probleme im Konzern hast du gefühlt in einer ähnlichen Art und Weise auch immer. Am Ende sehe ich es als persönliche Verantwortung, einen gesunden Work-Life Mix hinzubekommen und sich von Frust nicht fressen zu lassen/selber die Zukunft aktiv durch Wechsel/Weiterbildung etc. zu gestalten (natürlich nur, sofern man das kann).

PS: 7 runden ist natürlich auch hart. Möcht mal wissen, ob der Aufwand bei sowas wirklich im Ergebnis sichtbar ist, sprich es das wert ist.
Ich denke schon. In meinem Fall lies sich aus den Gesprächen ein konkreter Onboarding Plan ableiten - das hätte regulär sicherlich in den ersten Wochen länger gedauert oder wäre nicht so klar identifiziert worden.
Die Hiring Prozesse, die ich sonst kenne, prüfen in der Tat nur rudimentär oder erlauben, dass zwischen Eindruck aus einem Gespräch und tatsächlicher Performance Welten liegen können.
Auch einmalige Case Studies sind in meinen Augen nicht immer geeignet - das erlaubt einfach zu viel externe Vorbereitung; gerade in Zeiten von AI
 
hatte witzigerweise eben beide Dokumente so nebeneinander offen:

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Könnte ich auch im "Was-freut-euch" Thread posten, in jedem Fall für mich ein absoluter Karrieremeilenstein und ein langer Wunsch & Weg zum Traumarbeitgeber
Wow, congrats!

Ist das Benefit-technisch nochmal besser? die Benefits im SAP Konzern an sich sind ja schon stark, ist ein sehr guter Arbeitgeber IMO.
Hast dann mit der Stackit auch irgendwas zu tun?
 
Benefits-seitig kann ich noch keinen Vergleich machen, auf den ersten Blick war es aber ähnlich.
Von SAP kommend ist es natürlich schwierig das zu toppen: der Konzern ist einfach riesig und hat dadurch sehr tolle und attraktive Möglichkeiten/Konditionen.

Sehr guter Arbeitgeber kann ich bei SAP bestätigen: der Konzern ist kulturell und von den Möglichkeiten immer noch ein unglaublich toller Arbeitgeber.
Das variiert je nach Bereich/Organisation natürlich mitunter stark, aber in Summe lässt sich zusammenfassen, dass man bei SAP sein eigenes Glück einfach in die Hand nehmen muss. Das heißt, dass die Prozesse in Richtung Mitarbeiterentwicklung voraussetzen, dass der Mitarbeiter selbst die Initiative ergreift. Wenn man das verinnerlicht, fühlt man sich mit hoher Wahrscheinlichkeit sehr wohl und hat immer wieder weite Möglichkeiten etwas neues zu probieren
 
In DE zahlt google nicht wie in den USA, von SAP kommend ist das vermutlich kein riesen Sprung. Aber würde mich natürlich auch interessieren ;)
Was ich hier aber so raushöre ist, dass er vorallem wegen dem Inhalt wechselt.
 
yoar aber nach 9 Jahren SAP wird das Gehalt sicherlich schon sehr gut gewesen sein schätze ich, aber denke trotzdem nicht dass man sich zu google hin verschlechtert?
Na vielleicht löst er ja noch auf ;-)
 
Ne verschlechtern glaube ich nicht, ich vermute mal dass er mehr Stock Anteil hat. Auflösung wäre interessant :d
 
Primär wechsle ich inhaltlich, korrekt. Monetär ist es eine signifikante Veränderung.

Ohne abgehoben klingen zu wollen: die Anforderungen für das Level (bei mir sowohl jetzt, als auch künftig) verlangen einem extrem viel persönlich ab. Also völlig unabhängig von der "Qualität" der Aufgaben, ist es quantitativ einfach ein konstanter Berg, mit vielen Abhängigkeiten und Faktoren. Damit will ich sagen, dass man nach regulär mit einem Wochenminimum von 60-80h/Woche rechnen kann. Salopp gesagt, wird man entsprechend vergütet, weil man gefühlt auch die Arbeitskraft von zwei regulären Jobs leistet.

Ich hatte Mitte letzten Jahres dadurch ein persönliches Tief, weil meine Balance aus Privatleben und Job einfach völlig ungesund war. Ich hab das glücklicherweise sehr stringent angegangen und habe mittlerweile einen guten Alltag mit vielen, fordernden Strukturen, allerdings ohne dass ich konstant abbaue oder ins Minus muss.

Völlig simplifiziert: es ist eine Abwägung aus Geld und persönlicher Zeit - je älter ich werde, desto wichtiger wird mir meine Zeit.
Ich denke deswegen: man findet heutzutage unzählige Angebote diese Rechnung beliebig in eines der beiden Extreme zu verschieben.
 
Das kann ich jetzt noch nicht bewerten: am Anfang wird es durch das Onboarding definitiv erst einmal mehr und fordernder - langfristig wird es vermutlich auch eher mehr als weniger.
Also ja - das ist schon ein Widerspruch zu meiner Erkenntnis, dass du dir Zeit nicht erkaufen kannst.

Für mich ist Stress/Arbeit aber auch weniger quantitativ, sondern mehr qualitativ: mich belastet viel "dumme/unnötige" Arbeit ungleich mehr, als viel "sinnvolle/herausragende" Arbeit.
Ich arbeite einfach gern viel und wenn der Erfolg ein fachlich/strategisch toller war, ist das ein super Lohn für mich auch wenn es quantitativ viel abverlangte.

Bei mir ists auch eher die Einstellung zu dem Stress: ich kann mittlerweile viel/intensiv arbeiten, auch Nachts und am Wochenende -> aber danach auch komplett abschalten und regenerieren. Früher hatte ich die Arbeit permanent im Kopf, auch wenn ich eigentlich im Feierabend war.
 
Klingt noch immer ungesund. Und klingt nicht nach deinem vorhin gemachten Resümee bezüglich Zeit. Aber das ist mein Blickwinkel. für mich würde bedeuten, dass wenn mir Zeit wichtiger wird, ich davon am Ende des Tages auch mehr habe und nicht nur, dass ich besser abschalten kann. Kann ich beim Moped fahren oder angeln auch, nur wenn ich keine Zeit habe, das öfter zu tun, dann bringt das wenig. Sind für mich definitiv 2 Paar Schuhe.
 
Ich glaube du hattest keine Kinder, oder? Da ist sowas natürlich möglich. Wenn das noch on Top kommt, brennst du aus ... Wäre unmöglich für mich so nen Job noch zu machen, da bleib ich lieber arm ^^
 
Genau - wir sind Dinkies, das ist natürlich ein riesiger Faktor und Vorteil. Mit Nachwuchs wäre das für mich völlig undenkbar

@Mustis: verstehe deinen Punkt und für mich nachvollziehbar. Für mich aber dennoch hochgradig individuell: für mich ist private Zeit eher qualitativ statt quantitativ. Das kann sich problemlos mit der Zeit ändern, aber aktuell bin ich einfach in dem Lebensabschnitt, in dem ich mein persönliches Maximum in den beruflichen Anteil stecke.
Ein Leistungssportler, der Rekorde bricht, lebt jetzt auch nicht wirklich (physisch nachhaltig und damit gesund)...dem würde man auch nicht abraten, seinen eingeschlagenen Weg weiterzugehen - einfach als Analogie.
 
Weiß jetzt nicht wie alt du bist aber Ende 20 bis Mitte 30 hab ich das auch so gemacht und bereue es nicht. Die Freizeit die man hatte, war dafür extrem hochwertig. Geld dafür war da. Jetzt mit Familie geht das Geld halt da rein und die Kids wollen eben ihre Zeit. Die Abende auf der Couch sind keine Faulheit sondern sichern das Überleben. :fresse:
 
dem würde man auch nicht abraten, seinen eingeschlagenen Weg weiterzugehen - einfach als Analogie.
Klar würde man das. Objektiv betrachtet und gesellschaftlich gesehen ist das genauso "schädlich". Aber Menschen sind ambivalent. Ich mache auch nicht alles zwingend (bzw. habe es) getan, was man rät, insbesondere aus einer möglichst sachlichen Perspektive. Fängt doch schon bei ganz simplen Sachen an. Rät man, sich an Geschwindigkeitslimits zu halten? Natürlich. Hält man sich selber ejdes Mal dran? Eher nicht.
Ich verstehe deinen Standpunkt absolut. Ich habe auch 10 Jahre lang mit 60h+ Die Woche gelebt. Raten würd ichs trotzdem keinem objektiv. Die Folgen spürst du erst Jahre später wenn sie auftreten (was nicht zwingend sein muss) und kannst sie dann nichtmal zwingend diesem Lebensstil von damals zuordnen.
 
Natürlich ist das langfristig nicht gesund aber man kann sicher schon festhalten, dass es bei einem Job bei dem man intrinsisch motiviert ist besser und gesünder klappt als bei ner Tätigkeit auf die man null Bock hat.
 
Hab mal bei uns nachgeschaut, Data Science ist bei uns eine der best bezahlten Gruppen. Senior Positionen (ist nach 5 Jahren realistisch wenn man was kann) im Schnitt ca. 115k und als Lead bzw. Principal 140k aufwärts. Junior Positionen haben wir keine, aber als Applied Scientist (also die Stufe vor Senior) fängt man bei 80k an. Scientist und Analyst ist zumindest bei uns ein großer Unterschied, auch im Gehalt, da kannst du von den oben genannten zahlen auf den jeweiligen Positionen locker 30k abziehen. Analyst ist bei uns eher ne Reporting Rolle wo man KPIs usw. aufbereitet, während Scientist ne Rolle ist in der man den crazy shit macht also Algorythmen baut um z.B. Kundendaten zu bewerten oder Einkaufsentscheidungen zu treffen, Sales prediction etc.. Die genaue Rollenbeschreibung kann natürlich je nach Firma komplett variieren.
Danke, so Dinge wie Modelle bauen etc. für prediction mache ich auch. Ich will nicht wechseln, ich überlege nur manchmal was ich als Alternative tun soll wenn ich irgendwann keine Finanzierung mehr bekomme.
 
Denke auch, dass das was du machst eher in die Data Science Rolle passt. Also in der Wirtschaft hättest du dafür momentan ne Perspektive. Hauptsächlich würdest du dann natürlich Dinge bauen die kapitalistische Zwecke erfüllen :d
 
Damit will ich sagen, dass man nach regulär mit einem Wochenminimum von 60-80h/Woche rechnen kann
nachdem ich noch kein Exemplar der 12h minimum pro Werktag-Kategorie zum Ansprechen gefunden habe: wie sieht so ein normaler Arbeitstag bei Dir aus? Wie setzen sich die 12h Bildschirmzeit zusammen? Du bist ja quasi von 6 Uhr morgens bis 7 Uhr abends beschäftigt, wenn man noch 1h Zeit für "sonstiges" einplant. Wie erledigt man da so Dinge wie einkaufen und wo sind Wegezeiten?
 
nachdem ich noch kein Exemplar der 12h minimum pro Werktag-Kategorie zum Ansprechen gefunden habe: wie sieht so ein normaler Arbeitstag bei Dir aus? Wie setzen sich die 12h Bildschirmzeit zusammen? Du bist ja quasi von 6 Uhr morgens bis 7 Uhr abends beschäftigt, wenn man noch 1h Zeit für "sonstiges" einplant. Wie erledigt man da so Dinge wie einkaufen und wo sind Wegezeiten?
Je nach Monat mal mehr/weniger - im Schnitt habe ich etwa 3-5 Tage onsite bei einem Kunden für Meetings/Workshops...die Tage klammer ich mal aus, da ist mitunter einfach viel Reisezeit dabei

Regulärer "Büro" Arbeitstag:
  • Mein Wecker klingelt zwischen 7 und 7:30 - ich brauch 30min im Bad/Kaffee/Hund
  • Entweder von daheim direkter Start 08:00 / 08:30 oder von mir 20min Fahrt ins Büro - > sagen wir: 08:30 Uhr bin ich am Rechner
  • Bis 12 Uhr hab ich Meetings oder Tasks (primär Auswertungen; Folienbauen; internes Reporting; Abstimmung mit umliegenden Teams...
  • MiPa (12-13 Uhr) skipp ich in 95% der Fällen und nutz die Zeit für Mails / einfach weiter arbeiten
    • ich hab einfach bis Abends auch keinen Hunger und bekomm nix großartiges runter
    • oft (also in den verbleibenden 5%) nutz ich 30 bis 45min für eine Runde mit dem Hund wenn ich im Homeoffice bin
  • 13 - 17 oder 18 Uhr hab ich regulär Termine intern oder mit Kunden/Partnern; interne Aufgaben usw.
D.h. von 08:30 - 17/18:00 Uhr gehen schon mal 9 bis 10h drauf.

Ab 18 Uhr geh ich oft eine große Runde mit dem Hund; danach einkaufen; Wäsche waschen (idr. 3h für ein Programm; dann schaff ich am selben Tag das Zeug in den Trockner zu werfen); bisschen Haushalt und vor allem Abendbrot. Oft spiel ich auch einfach mal eine Stunde Gitarre, mach Sport...das geht bis etwa 21 Uhr.

21 Uhr geh ich nochmal mit dem Hund und setz mich eigentlich jeden Abend gegen 22 Uhr nochmal hin: bereite etwas für den Folgetag vor; bearbeite, was ich an dem Tag nicht geschafft habe usw.
Da gehen oft nochmal 0.5 - 2h ins Land. Da bin ich dann regulär bei 9.5 bis 12h pro Tag.
00:00 bis 00:30 Uhr zwing ich mich ins Bett, damit ich etwa konstant auf 6.5 - 7.5h Schlaf täglich habe; am WE etwas mehr, aber da wach ich ausgeschlafen auch oft nach 7h auf.
Am WE gibt es in Ausnahmefällen und situativ bei mir oft einen Arbeitsblock: bspw. wenn irgendwas abgeschlossen werden muss, nehm ich mir 2-4h Zeit; ansonsten ist WE/Feiertage arbeitsfrei.

Bei wichtigen Vorgängen/Eskalation gibts einfach 17/18 Uhr keinen regulären Feierabend - da müssen Dinge abgeschlossen werden und es kann auch mal bis 22 Uhr durchgehend gehen. Da trennen sich alle Akteure in einem Call vllt für 30min um eine Pizza zu essen und sind dann wieder zurück. Das ist aber eher die Ausnahme
 
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