[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

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Der Begriff "Wirtschaftssubjekte (WS)" ist da wohl der Kernpunkt.

Ich behaupt mal das es "ideale Wirtschaftssubjekte" garnicht gibt, allerdings natürlich Grossunternehmen schon relativ nahe dran rankommen. Aber Privathaushalte und Kleinunternehmen sind meistens sehr weit davon weg.

Für die spielen vorallem persönliche bzw. lokale Umstände und auch Emotionen weitaus grössere Rolle als ein paar Zinspunkte hin oder her. Und wenn es z.B. um Technik oder auch Mode geht, spielen auch da die Zyklen eine Rolle. Wenn es eine neue Generation oder eine neue Kollektion gibt, die man gerne haben möchte, schlägt man auch zu wenn es etwas teurer ist.

Bei der Lucas-Kritik geht es nicht um ideale Wirtschaftssubjekte; sie werden auch nicht impliziert. Lucas kritisiert kurz formuliert dass Wirtschaftssubjekte (Unternehmen, Haushalte, etc. – also letztendlich Menschen) ihr Verhalten als Reaktion auf wirtschaftspolitische Änderungen ebenfalls unerwartet ändern können.

Beispiel:
- Wirtschaftssubjekte zeigen Verhalten A auf. Ein bestimmtes ökonomisches Modell beschreibt und erklärt dieses Verhalten A.
- Wirtschaftspolitisch hätte man gerne Verhalten B. Man analysiert Verhalten A anhand eines Modells. Darauf schlägt man eine bestimmte wirtschaftspolitische Änderung vor die laut dem ökonomischen Modell Verhalten A zu B ändern soll.
- Nachdem die Änderung eingeführt wurde reagieren die Wirtschaftssubjekte plötzlich mit Verhalten C statt mit B, ein Verhalten dass das eingesetzte Modell gar nicht vorhergesehen hat.

Es geht also um schlechte oder gar völlig falsche Prädiktionen/Vorhersagen basierend auf bestimmten Modellannahmen. Und diese Modellannahmen sind laut Lucas zu statisch und nicht dynamisch genug. D.h. nach neuen wirtschaftspolitischen Inputs verändert sich das Modell selbst bzw. ist das alte statische Modell nicht mehr gültig; deshalb versagen seine vorhersagen. Die Kritik beinhaltet auch den Glauben dass man Menschen rein durch externale Faktoren in ihrem Verhalten ändern bzw. steuern kann, d.h. man ignoriert internale Faktoren.

Was Lucas auf der wirtschaftlichen Ebene kritisiert ist letztendlich ein allgemeines Problem wenn es darum geht menschliches Verhalten vorherzusagen.
In eingegrenzt Untersuchungsparadigmen in denen Verhalten in engen Rahmen genau operationalisiert wird kann man Verhalten mitunter gut vorhersagen und brauchbare Modelle entwickeln. Wenn es aber darum geht Verhalten in der "freien Wildbahn" bzw. realen Welt vorherzusagen wird es extrem schwer. Man spricht dann von der ökologischen Validität solcher Modelle – d.h. der Frage bzw. der Qualität/Validität wie gut Ergebnisse aus eng absteckten Experimente und theoretischen Modellen auf die Realität übertragbar sind.

Bottom line: Lucas-Kritik setzt keine idealen Wirtschaftssubjekte voraus, wobei man ohnehin klären müsste was "ideale" sind, da sonst jeder etwas anderes darunter versteht.
 
So, mein Nachfolger wurde Mitte Ende November benannt und hat sich meinem Team bereits vorgestellt.

Die Einarbeitung gestaltet sich aufgrund seiner aktuellen Teamleiter Tätigkeit als schwierig, wir sind jedoch auf einem guten Weg und auch weitgehend damit durch.
Ist eben ein Vorteil wenn jemand Internes die Stelle antritt und alle Prozesse im Unternehmen prinzipiell kennt.

Aktuell übernimmt er schon Abnahmen und tastet sich in Richtung Zusammenarbeit mit Malaysia voran.

Schön, ich kann mich zurücklehnen und zuschauen, nur gehen die letzten Tage (8 + Rest von Heute) jetzt noch langsamer rum :fresse:

Vom neuen AG habe ich nochmals einige Infos erhalten bzgl. Ansprechpartner, Bedingungen für das Parkhaus in dem ich später Parken muss etc.
Ist zwar vom Arbeitsweg echt eine massive Verschlechterung, aber das war mir im Vorfeld bewusst und auch das einzige was bisher "stört".
Die AN können pauschal für 2€ am Tag im Parkhaus in der Nähe parken, müssen jedoch einen Fußweg von ~6min in Kauf nehmen um zum Hauptsitz zu kommen.

Bei mir siehts dann ab 1.1. wie folgt aus:
Von 7km ~10min mit dem Auto oder 15min mit dem Rad
Zu 33km ~35min mit dem Auto zzgl. 600m ~8min zu Fuß.

Einerseits "ärgerlich", andererseits muss ich täglich 30min weniger Arbeiten und habe nach der Probezeit wie bereits erwähnt 80% HomeOffice bzw. Mobiles Arbeiten.

Dann relativiert sich das ganze sehr schnell. Zudem Kaffee auch kostenlos am Standort ist...
Da legen die drauf bei mir :coffee3: :fresse:
Lohnt sich das Audible Abo definitiv wieder und ich kann auf der Heimfahrt schön abschalten zum Feierabend.
 
Zuletzt bearbeitet:
@undervolter19
Da sollten auch 35min stehen, sorry habs schon angepasst
Morgens wahrscheinlich etwas schneller, abends dafür etwas zäher dank Feierabendverkehr.
 
Von 7km ~10min mit dem Auto oder 15min mit dem Rad
Zu 33km ~25min mit dem Auto zzgl. 600m ~8min zu Fuß.
Ich hab mich Anfang das Jahres ähnlich verschlechtert von 8km auf 50km (eine Strecke)...

Und das ist echt mega verschwendete Zeit, stört mich wirklich MASSIV.
Versuche soviel HO wie möglich zu machen, darf aber eigentlich nur 2 Tage die Woche, vor meinem ersten Tag hieß es 3 Tage :heul:

Wünsche dir trotzdem viel Erfolg und Spaß auf der neuen Stelle, 80%HO klingt super :bigok:

Ich bin aktuell so demotiviert, dass ich quasi jeden Tag früher gehe (Gleitzeit) und nicht mehr als nötig mache. Meine seit Anfang des Jahres versprochene Neueingruppierung ist auch nicht passiert, obwohl ich JEDE Woche meinen Chef frage, wie der Stand ist. Es gibt halt wichtigere Dinge als seine Mitarbeiter.
 
Also ich finde einen Heimweg immer ganz gut. Oftmals bin ich nicht wirklich im Feierabend nach dem Home Office, da gehen einem noch zu viele (arbeitsbezogene) Gedanken durch den Kopf. Ein Heimweg ist super zum Abschalten.

Meine aktuelle Situation ist etwas speziell, daher hab ich das nicht. Aber ich möchte niemals direkt neben der Arbeit wohnen oder dauerhaft Home Office machen.
 
Ich hatte über 50km und direkt in Ballungsraum 2X HO in der Woche.
Nach 3 Jahren war das der Grund nach was anderes zu schauen.
Jetzt sind es 7km und fahre das im Sommer mit dem Fahrrad kein HO, aber viel zu frieden er
 
Die meisten unterschätzen oft wie belastend ein verlängerter Arbeitsweg ist, auch wenn dafür ne Mark mehr blüht. Mag alles eine Zeit lang gehen, aber irgendwann holts einen ein.
 
Durch meinen längeren Anfahrtsweg sitze ich effektiv täglich rund 60% weniger im Auto (nur noch 2-3Std/Tag statt 6-8Std/Tag). Fahrzeugkosten bleiben selbstverständlich bei 0€.
Es ist nicht alles so schwarz-weiß, wie es auf den ersten Blick aussieht.
 
Ich bin auch ziemlich verärgert langsam. Seit 4 Jahren gibts nichts, seit einem Jahr frage ich regelmäßig nach - zur Inflationsbereinigung bräuchte ich ca. 20k mehr. Und dann hätte ich noch keine Erhöhung erhalten.
 
Gehalt seit 2023 unverändert aber dafür gibt es bei Übernahme als Interner mehr Verantwortung und ca. 10% weniger Gehalt. Ich freue mich schon auf das Gespräch. :LOL: Gucke mich weiter um.
 
Durch meinen längeren Anfahrtsweg sitze ich effektiv täglich rund 60% weniger im Auto (nur noch 2-3Std/Tag statt 6-8Std/Tag). Fahrzeugkosten bleiben selbstverständlich bei 0€.
Es ist nicht alles so schwarz-weiß, wie es auf den ersten Blick aussieht.
Kann dir irgendwie nicht folgen...
 
@Martin Preiß, he Martin, ich frag nochmal lieb: was machst du eigentlich beruflich? Echt jetzt, hätte mich interessiert. Man kann es ja nochmal versuchen. :)
Also dann, freue mich wieder von dir zu lesen, egal was kommt. :d
 
Also macht er jetzt Rolladenbau im HO? 😅 Ich tippe auch mal: @Cherio fährt länger in den Betrieb aber der Kundenumkreis ist näher, daher mehr Zeit bei der „echten“ Arbeit statt Stunden in der Anfahrt zum Kunden zu verbringen.
 
Also macht er jetzt Rolladenbau im HO? 😅 Ich tippe auch mal: @Cherio fährt länger in den Betrieb aber der Kundenumkreis ist näher, daher mehr Zeit bei der „echten“ Arbeit statt Stunden in der Anfahrt zum Kunden zu verbringen.
Oh, ja, dass könnte natürlich auch sein. 😂 Aufklärung folgt..
 
Dann werfe ich meinen Hut hier auch mal in die Runde und nenne ein paar Daten vom bisherigen Job und vom neuen Job:
Tätigkeit bisher: Kundendienst in einem Fensterbau. Heißt so viel wie in ganz Süddeutschland (BaWü+BY) rumfahren und Reparaturen an Fenstern, Haustüren, Rolläden und Jalousien/Raffstoren ausführen, Scheiben tauschen und die "Mängel" der Monteure ausbessern (alles, was verbockt wurde neu machen).
Tägliche Zeit im Fahrzeug: 3-8 Stunden
Arbeitsbeginn: sobald ich die Haustüre abgeschlossen habe
Anstellung: 50% effektiv 75%
Jahresbrutto auf 100% hochgerechnet inkl. Nettozahlungen wie Spesen, Erschwerniszulage und 13. Jahreslohn (Weihnachts- und Urlaubsgeld brutto): rund 58.000€ brutto.
Urlaubsanspruch: 28 Tage (bei 100%).

Tätigkeit ab Februar: überwiegend Montage von Rolläden und richtigen Sonnenschutzlösungen hauptsächlich im Neubau, sowie zwischendurch Reparaturen und Montageunterstützung bei großen Sonnenschutzlösungen im näheren Umkreis.
Arbeitsbeginn und -ende sind in der Firma mit rund 26km Fahrtweg (einfach).
Anstellung auf 60% (entspricht inkl. Fahrtwegen den 75% von oben)
Jahresbrutto bleibt das erste halbe Jahr gleich, nur eben ohne die Massen an Überstunden. Lohnerhöhungen um 13% innerhalb eines Jahres sind vertraglich festgehalten. Auch hier werden Spesen, Urlaubs- und Weihnachtsgeld bezahlt. Zusätzlich kommt noch eine Betriebsrente hinzu.
Unterm Strich bleiben sogar monatlich 50€ mehr hängen.
Urlaubsanspruch erhöht sich auf 30 Tage (auf 100% gerechnet).
Arbeitskleidung gibt es auf die Bedürfnisse vor Ort angepasst (sogar eine Heizweste!). Aktuell bekomme ich nur noch Zeltplanen statt passender T-Shirts.
Fahrzeug verkleinert sich von einem großen IVECO zu einem zu Sonnenschutz passendem Kastenwagen ähnlich einem Vito.
Ich werde hauptsächlich alleine unterwegs sein und brauche mir deshalb den Blödsinn meiner Kollegen nicht mehr antun und die Minderleistung der Kollegen ausgleichen (Mann geht mir denen ihr Gejammer auf den Zeiger).
Weitere Vorteile sind:
- keine Bereitschaft mehr zwischen den Jahren
- zur Fasnet hat der Betrieb generell geschlossen
- Kollegium sitzt auch mal auf ein Bier zusammen

Der Überstundenzuschlag von 25% bleibt bestehen.

Sollte die Formatierung nicht passen oder es etwas durcheinander sein - ich habe es am Handy geschrieben, während ich mich als oberschwäbische Mutter um kranke Kinder kümmere.
 
Hört sich gut an, viel Erfolg. Aber ich hab schon genau identifziert warum du wirklich wechselst :d
- zur Fasnet hat der Betrieb generell geschlossen
Hört sich für mich so an als wäre Neubau deutlich unstressiger bzw. planbarer als Kundendienst wo man in der Weltgeschichte rumfährt.
 
Ich hab nur ein Mal versucht an der Fasnet zu arbeiten, weil ich vergessen habe, Urlaub einzutragen. 1. Lehrjahr. Unterwegs zum Bahnhof musste ich schon ein paar Schnäpsle zwitschern. :lol:
Neubau ist wesentlich planbarer. Hat aber auch den Vorteil, dass ich körperlich fit bleibe. Da ist es normal, ca. 10km pro Tag zu Fuß zurück zu legen. Außerdem ist es egal, ob die Baustelle einen Tag früher oder später fertig wird. So kann ich auch mal früher los, sollte etwas mit den Kids sein.
 
Dienstbeginn in der Firma ist einfach richtiger Schmutz, hab ich mittlerweile null Verständnis mehr für.

Damals als ich noch Montage/Inbetriebnahme gemacht hab war Dienstbeginn auf dem Firmenwagen. Wenn ich da noch jeden Tag von Reutlingen nach Weilimdorf in die Firma hätte fahren müssen wär ich kaum überhaupt zum Arbeiten gekommen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hab einen Arbeitsweg von einfach 68km. Überwiegend Autobahn, weshalb ich bis zu der Stadt, wo meine Arbeit ist auch "nur" 30 Minuten brauche, aber die letzten 8km über die Landstraße bringen das dann auf ~43 Minuten :fresse:
 
Hab einen Arbeitsweg von einfach 68km. Überwiegend Autobahn, weshalb ich bis zu der Stadt, wo meine Arbeit ist auch "nur" 30 Minuten brauche, aber die letzten 8km über die Landstraße bringen das dann auf ~43 Minuten :fresse:

Sehr ähnlich bei mir, knapp 70km von mir zur Arbeit - primär Autobahn und zum Schluss noch eine Handvoll KM Landstraße wo sich dann aber alle treffen die dorthin wollen.

mein Problem ist eher, dass ich auf Grund der Kinder erst zur Rush Hour auf die Autobahn komme und dann kann es auch mal 1,5h sein wegen Stau und Verkehr :( Aktuell fahre ich aber nicht öfter als 1x pro Woche ins Office zum Glück (mal schauen ob es dabei bleibt :fresse: )
 
Bin froh, dass ich inzwischen meinen Weg auch von 43km und ~40 Minuten auf 12km und ~15 Minuten verkürzen konnte. Da kann man dann auch spontaner zwischen den Meetings einmal heimfahren, und auf dem Weg auch noch schnell einkaufen gehen. Und man ist auch weniger genervt, weil man sich nicht ganz so lange im Straßenverkehr aufregen muss. Gegen einen dritten Homeoffice-Tag hätte ich natürlich trotzdem nichts, aber die Hoffnung hab ich schon aufgegeben, das wird unter der aktuellen Führung nichts mehr.
Die Strecke wäre auch mit dem Bus gut zu bewältigen, muss mir nur irgendwann einmal das Jahresticket besorgen. Langfristiges Ziel wäre ja, dass wir mit einem Auto auskommen, und da sind die ~500€ für das Jahresticket dann gleich wieder drinnen.
 
Ja, das Arbeitsweg-Thema hat es in sich: Ich finde die 10 m aus dem Schlafzimmer ins Büro manchmal schon sehr „belastend und zeitaufwändig“. Aber notfalls kann ich Bett-Office machen – bin ein max. flexibler Cheffe. :d
 
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