[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

Naja, wir sind im Luxx, entweder, wissen es sowieso alle anderen besser oder er hat prinzipiell eh alle Entscheidungen falsch gefällt, weil, Filialleiter braucht man nun echt nicht (mal so vom hohen Ross gesprochen)

Bei manchen hier scheint es echt so, als würden sie nicht mehr auf Erden wandeln, sondern schweben. Wie wenig Respekt teilweise, für die "einfachen" Berufe und Tätigkeiten/Lebensweisen vorhanden ist.

Aber klar, für das Geld geh ich sicher nicht arbeiten, wäre ja noch schöner
 
Wenn Du diese Anzeige nicht sehen willst, registriere Dich und/oder logge Dich ein.
Aber klar, für das Geld geh ich sicher nicht arbeiten, wäre ja noch schöner
Das ist eine Frage der Perspektive.

Für 10€/h bei Amazon im Lager arbeiten und in Flaschen pinkeln? Eher nicht. Da bleib ich lieber liegen.

Für 10€/h Nachhilfe in Mathe und Englisch geben? Warum nicht?

Also wenn der Zwang irgendwann Mal da sein sollte würde ich sicher versuchen mir eine "sinnstiftende" Beschäftigung zu suchen die mich ernährt, als dass ich den Reichtum des reichsten Mannes der Welt mehre und mich selbst dabei kaputt mache.

Und ob ich für 60k im Jahr im zivilen Maschinenbau arbeite oder für 120k im Jahr für Rheinmetall, KMW oder H&K ... Da weiß ich auch was ich wähle. Bevor ich bei letzteren arbeite bleib ich lieber liegen.
 
Ich persönlich bin da sicher keine Referenz. Ich weiß, wie wenig ich tatsächlich zum Leben brauche, momentan genieße ich das "Mehr" an Gehalt, wenn mich die Situation zu sehr auslaugt oder ich meine Lebensumstände wieder völlig umkrempeln möchte, bin ich auch absolut bereit, mit viel weniger auszukommen.

Ich weiß für mich, weil ich die Erfahrung schon gemacht habe, dass ich tatsächlich mit sehr wenig auskomme und ich nicht unglücklicher bin, eher im Gegenteil. Zuviel Zeug ist zuviel Ballast und eine schöne Zeit kann ich auch mit wenig Gehalt haben.

Aber das darf natürlich jeder für sich entscheiden, ich finde nur teilweise diese überhebliche Art faszinierend, wenn es dann aber Schlag auf Schlag kommt und die Leute ihren Job verlieren, sieht es oftmals ganz anders aus (oder sie denken, sich unter Wert zu verkaufen, wenn sie für weniger arbeiten gehen)
 
Flaschen pinkeln im Lager? Das trifft nur Zusteller im ländlichen Gebiet und trifft dort auch Ups, Fedex usw.
 
Das Problem hat doch theoretisch jeder Postbote jeder Förster und quasi jeder der draußen arbeitet ohne Baustellenklo.
 
Dass das Internet toxisch ist, ist nun aber auch nicht neu @Geforce3M3 :fresse:
Das Internet nicht, nur die Nutzer.

Aber ich Zweifel die 6000 Brutto mal ebenfalls an ... Das ist schon meilenweit entfernt vom Branchenstandard und von denen, die wirklich gut Zahlen (mal davon abgesehen das es die Obergrenze bei 59300€ im Jahr liegt). Wie ich das als 0815 3000€ Brutto Handwerksgesellendepp beurteilen kann? Fast meine ganze Verwandtschaft arbeitet im Einzelhandel (gut, "nur" Lebensmittel: Fressnapf, REWE, Aldi, Lidl), durch sämtliche Anstellungsverhältnisse durch. Keiner Verdient da auch nur annnähernd so viel.

Aber wenns stimmt, freut mich das für ihn :-)
 
Hab heute erst die Abrechnung von einem 31 Jahre alten Vertriebsingenieur in einem großen hier in der Nähe angesiedelten Unternehmen in der Hand gehabt. Da waren es 6.046 Euro für 38 Stunden.

So als vergleich...
 
Zuletzt bearbeitet:
Und wie genau vergleicht man eine Filialleitung mit einem Vertriebsingenieur?
 
Und wie genau vergleicht man eine Filialleitung mit einem Vertriebsingenieur?

Indem beide 6000 euro verdienen, beim ingenieur ist das ja auch realistisch

Das das beim Filialleiter ggf nicht stimmt, wurde hier ja schon geäußert.
 
Ich verdiene als Faulenzer im Büro nichts, kriege aber trotzdem viel :)
 
Und ob ich für 60k im Jahr im zivilen Maschinenbau arbeite oder für 120k im Jahr für Rheinmetall, KMW oder H&K ... Da weiß ich auch was ich wähle. Bevor ich bei letzteren arbeite bleib ich lieber liegen.
also für 120k fange ich gerne morgen für irgendeinen militärausrüster an. ist mir völlig latte, was damit am ende gemacht wird. :shot:
 
Ist auch nicht anders als andere Großindustrie.
Das sehe ich nicht so.
Außerdem sollte man grade als jemand der die Moral hoch hält solche Jobs machen, ist am Ende besser als
wenn man moralisch flexible Leute in solche Firmen steckt.
Die Aussage von mir im Bezug auf das was ich persönlich machen würde und was nicht impliziert kein normatives Urteil. Ich halte hier also gar keine bestimmte Moral hoch.
 
Du vertrittst deine eigene moralische Überzeugung.

Ich möchte meine Antwort einmal an einem Beispiel verdeutlichen. In der medizinischen Forschung, beispielsweise in den Neurowissenschaften, werden laufend Tiere getötet. Es gibt viele Menschen die das hinnehmen da auf diesem Wege beispielsweise die Entwicklung von Medikamenten und medizinischer Techniken vorangetrieben wird, die dann wiederum final den Menschen hilft.

Viele Menschen möchten diese Arbeit trotzdem nicht selbst ausführen. Teilweise könnten sie das auch nicht (Tiere enthaupten um das Gehirn zu entnehmen etc.).

Was ich moralisch über die Existenz von Forschung, Entwicklung und Produktion für das Militär halte ist ein anderes Thema. Ich habe mir darüber nie Gedanken gemacht. Genau genommen habe ich also gar keine ausformulierte Ansicht dazu. Ich kann nur sagen dass ich persönlich es nicht machen würde. Wie sinnvoll beispielsweise die Existenz der Waffenproduktion für Deutschland ist ist ein anderes Thema.
 
Viele Menschen möchten diese Arbeit trotzdem nicht selbst ausführen. Teilweise könnten sie das auch nicht.
Die Argumentation kann man für das konkrete Beispiel durchaus führen, bei so einem Unternehmen überhaupt nicht arbeiten zu wollen geht einen Schritt weiter, weil
du die konkrete Tätigkeit nur für eine bestimmte Branche nicht machen willst und es für eine andere Branche kein Problem wäre.

Daher sehe ich schon eine gewisse Moral darin, nicht in einer Branche arbeiten zu wollen deren Produkte dafür gemacht sind um andere Menschen zu verletzen unabhängig wie gut der Grund für den eventuellen Einsatz ist.

Wenn es aber nur darum geht ob Moral das richtige Wort ist um das alles zu beschreiben, ich finde ja, wenn du es anders siehst ist das für mich auch in Ordnung.
 
Der Punkt ist:
Ein Messer oder ne Kettensäge sind primär Werkzeuge und haben eine im Beamtendeutsch "Bestimmungsgemäße Verwendung". Dass damit auch Leute umgebracht werden können ist so. Gleiches gilt für viele andere Produkte.
Schusswaffen sind auch Werkzeuge, aber die haben nur eine einzige "Bestimmungsgemäße Verwendung", welche ich persönlich ablehne. Ist doch gut wenn andere den Job machen wollen, muss ich ihn nicht machen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Filialleiter ist ja auch nicht gleich Filialleiter. Ein Freund ist Franchisenehmer bei rewe. Praktisch ist der auch Filialleiter und wenn da nur 6000 im Monat bleiben, dann weil der Markt am 10. des Monats geplündert wurde und dann abgebrannt ist.
 
Aber ich Zweifel die 6000 Brutto mal ebenfalls an ...
Da wird mir irgendwie zu viel pauschalisiert...

Kenne auch nen "Filialleiter", weiß nicht ob die Bezeichnung passend ist, er ist in der Geschäftsleitung von nem Franchisenehmer, der etwa das doppelte verdient. Aber halt auch mit entsprechendem Einsatz.... 55-60h (inkl. Homeoffice) ist da eher die Regel als die Ausnahme.
 
Hardwareluxx setzt keine externen Werbe- und Tracking-Cookies ein. Auf unserer Webseite finden Sie nur noch Cookies nach berechtigtem Interesse (Art. 6 Abs. 1 Satz 1 lit. f DSGVO) oder eigene funktionelle Cookies. Durch die Nutzung unserer Webseite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir diese Cookies setzen. Mehr Informationen und Möglichkeiten zur Einstellung unserer Cookies finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.


Zurück
Oben Unten refresh