[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

Kenne auch jemanden mit einem Gehalt von 19.000€ netto im Monat. Dafür hat diese Person keine Freizeit, kein “Leben” wie der Ottonormalo sagen würde, Stress ohne Ende, etc. Manch eine Person, die dieses Leben 3 Monate führen müsste, würde danach vielleicht wieder schreien “gibt mir meinen alten Job mit normalen Gehalt zurück, Hauptsache ich kann wieder normal leben!“.
wenn man jung ist ohne kinder und frau, kann man das vielleicht einige zeit machen. ist man dabei auch noch halbwegs sparsam, kann man sich in paar jahren zurückziehen und nen gemütlichen machen.

die kanzlerin zb arbeitet auch deutlich mehr als die typische 40std woche, auch wenn man immer glaubt, das sie nichts macht. die hat garantiert auch kein privatleben und was viele für erstrebenswert und geil halten, ist am ende wohl trotzdem eher harte arbeit.
 
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Kenne auch jemanden mit einem Gehalt von 19.000€ netto im Monat. Dafür hat diese Person keine Freizeit, kein “Leben” wie der Ottonormalo sagen würde, Stress ohne Ende, etc. Manch eine Person, die dieses Leben 3 Monate führen müsste, würde danach vielleicht wieder schreien “gibt mir meinen alten Job mit normalen Gehalt zurück, Hauptsache ich kann wieder normal leben!“.

Wenn man es clever anstellt, ziehst du zehn Jahre diesen Lifestyle durch und gehst dann in Rente. bei monatlich 19k Einkommen sollte man im Jahr 150k sparen können, ohne auf irgendwas zu verzichten (man arbeitet ja eh die ganze Zeit). Danach bleibt Zeit für Frau und Kind.
 
Wenn man es clever anstellt, ziehst du zehn Jahre diesen Lifestyle durch und gehst dann in Rente. bei monatlich 19k Einkommen sollte man im Jahr 150k sparen können, ohne auf irgendwas zu verzichten (man arbeitet ja eh die ganze Zeit). Danach bleibt Zeit für Frau und Kind.
aber gerade diese Leute sind eben nicht diejenigen die damit aufhören, nicht um sonst kommen diese Personen in diese Ebenen ;)

ist zumindest meine persönliche Erfahrung damit :)


€:
PS: Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel ;)
 
Mein direkter Vorgesetzter geht auch grob mit 6k netto nach Hause. Dafür hat er gefühlt einen 24/7-Job. Wenn abends noch ne Veranstaltung oder ein wichtiger Termin ist, gehe ich um acht nach Hause und er geht noch ins Büro und erledigt den Kram, zu dem er über Tag nicht gekommen ist. Ich schreib mir die Arbeitszeit abends ggf. mit Zuschlägen als Überstunden auf, er nicht.

Für mich wäre das absolut nichts.

Von daher sehe ich hier für mich auch keinen weiteren Karriereaufstieg :fresse: Ich bin ganz froh, dass ich selbst als Abteilungsleiter ein Auge drauf haben kann, dass meine Stunden im Rahmen bleiben - das sieht die Hausspitze vll. noch anders, aber es sind mehrere junge Leute neu in Führungspositionen im Haus, und das Thema Work Life Balance hat selbst der oberste Chef zuletzt öffentlich propagiert. Ich lebe das.
Wessen Leben lebst du hier eigentlich? Veranstaltungen bis abends beim Bauamt, träum weiter.
 
Ich kann dir nicht folgen - über wen und wovon sprichst du die ganze Zeit?
Wer auch auch immer dich in deinen Träumen verfolgt und wen du hier versuchst auf mich zu projizieren, ich habe keinen blassen schimmer was uns verbindet.
 
Klar hast du dadurch keinen Euro weniger. Aber es gibt durchaus Leute, an denen sowas dann im Nachhinein nagt und den eigenen Euro kleiner wirken lässt.

In der Tat... Theorie des sozialen Vergleichs (u.a. von Leon Festinger) lässt grußen. Das wäre dann ein aufwärtsgerichteter Vergleich der fehlschlägt (statt sich positiv auszuwirken) und in negative Emotionen (und beispielsweise auch negative Kognition über einen selbst) mündet.

wenn man jung ist ohne kinder und frau, kann man das vielleicht einige zeit machen. ist man dabei auch noch halbwegs sparsam, kann man sich in paar jahren zurückziehen und nen gemütlichen machen.

die kanzlerin zb arbeitet auch deutlich mehr als die typische 40std woche, auch wenn man immer glaubt, das sie nichts macht. die hat garantiert auch kein privatleben und was viele für erstrebenswert und geil halten, ist am ende wohl trotzdem eher harte arbeit.

Verstehe natürlich was du meinst und sogesehen hast du dann auch Recht, das wäre möglich, ja. Aber um in diese Position zu kommen bist du natürlich auch in gewisse Richtungen gestrickt, entwickelt, ausgebildet, etc... was ich damit sagen möchte: man entwickelt sich darein und muss das auch erst Mal überhaupt alles umsetzen können. Selbst wenn ich wollte, so könnte ich nicht, ich würde scheitern. Ich persönlich würde z.B. diesen Stress nicht aushalten, mir fehlen die Kompetenzen im Umgang mit anderen Menschen in dem Bereich etc. Es geht also nicht nur ums wollen (z.B. ich wäre bereit jegliche Freizeit zu opfern), sondern auch um die Fähigkeiten die für solche Stellen notwendig sind... Es macht also gar keinen Sinn wenn ich mich persönlich mit solchen Personen vergleiche, da der Vergleich selbst nicht realistisch ist, da ich in dieser Rolle nicht überleben würde...
 
Verstehe natürlich was du meinst und sogesehen hast du dann auch Recht, das wäre möglich, ja. Aber um in diese Position zu kommen bist du natürlich auch in gewisse Richtungen gestrickt, entwickelt, ausgebildet, etc... was ich damit sagen möchte: man entwickelt sich darein und muss das auch erst Mal überhaupt alles umsetzen können. Selbst wenn ich wollte, so könnte ich nicht, ich würde scheitern. Ich persönlich würde z.B. diesen Stress nicht aushalten, mir fehlen die Kompetenzen im Umgang mit anderen Menschen in dem Bereich etc. Es geht also nicht nur ums wollen (z.B. ich wäre bereit jegliche Freizeit zu opfern), sondern auch um die Fähigkeiten die für solche Stellen notwendig sind... Es macht also gar keinen Sinn wenn ich mich persönlich mit solchen Personen vergleiche, da der Vergleich selbst nicht realistisch ist, da ich in dieser Rolle nicht überleben würde...
da 19k never ever ein angestellter ist, hat er als selbstständiger die sache auch anders in der hand. es ist ein riesen unterschied, ob man für sich oder für seinen chef arbeitet.

aber gerade diese Leute sind eben nicht diejenigen die damit aufhören, nicht um sonst kommen diese Personen in diese Ebenen ;)

ist zumindest meine persönliche Erfahrung damit

das ist natürlich ein großes thema. aufhören sagt sich so leicht, ist aber für jemanden mit solchen geldern auch superschwer. aber ggf. schafft man mit mehreren hundert tausend auf dem konto auch, etwas weniger zu arbeiten. zumindestens die vorstellung ist schonmal nett.
 
Der letzte den ich kannte, der 19k bekommen hat - allerdings brutto - war einer von zwei geschäftsführenden Gesellschaftern. Also im Grunde das Gehalt was er sich selbst gezahlt hat als Junior - der Senior hatte hier ne 3 vorne stehen.
 
400.000€ Gehalt sind für Geschäftsführer, Partner oder höhere leitende Angestellte in Konzernen auf jeden Fall Realität.

GF und Partner sind aber keine Angestellten. Ja sie könnten sich selbst anstellen, aber es ist doch klar, was gemeint ist. höhere leitende Angestellte sind doch auch eher was anderes. Wenn, dann reden wir hier mal wieder nur von korinthenkackerei, weil 0,0001% aller der aussage "falsch" ist. klar sollte sein, das quasi kein normaler angestellter 19k verdient im monat. mit die bestbezahlten normalsterblichen angestellten sind doch lotsen zu luft und zur see.
 
Keine Ahnung wo du da die Grenze ziehst zwischen normalsterblich und nicht, aber jeder Großprojektleiter bei nem Konzern verdient mehr als ein Fluglotse. Und davon gibts auch nicht nur 5 in Deutschland.

Wenn ich mir überlege das mein Chef schon >150k im Jahr macht und es da noch 4 Stufen obendrüber gibt seh ich 19k als Angestellter als gar nicht so abwegig.
 
Hast du ne Ahnung was ein erfahrener Fluglotse verdient? Am besten noch Chief of Section?
Da sind wir in der Größenordnung von 15+k€
 
... Danach bleibt Zeit für Frau und Kind.
Den Hund nicht vergessen, er wollte doch auch den Stress hinter sich lassen, oder? :)
Nein, dies ist mitnichten allgemeingültig der Fall.
Ich würde nichtmal behaupten wollen, dass dies überwiegend der Fall ist.
Ich glaube du hast PayDay falsch verstanden.
Es ist durchaus gängige Praxis, bei Firmen, wo auch der Umsatz, Gewinn,... so ist, dass das geht.
Firmen die das nicht haben, sind natürlich nicht so großzügig mit der Entlohnung.
Aber mal ganz ehrlich, je nach dem, wo man sich selbst im Gehalts-/Lohngefüge sieht, ist auch die Sichtweise eben etwas anders.


Ich sehe jemanden mit 1200€ Brutto als eher schlecht verdienen Menschen, jemand aus dem "Torf und Erdwerk" wo ich auch mal gearbeitet habe, sieht das schon als tolle Summe.
 
Wer in einem Torfwerk arbeitet wohnt eigentlich auch nicht in Ballungsräumen und kann sich damit einen guten Lebensstandard leisten.

Andersherum muss man einige sicherlich wieder auf den Boden holen was Zahlen angeht. Ich sehe regelmäßig Unterlagen von Anträgen für Fördermittel zum Hauskauf (sowas wie kfw) und da machen sich die Leute finanziell nackig. Jedesmal wenn wir uns hier Gedanken machen ob wir uns am Haus was leisten sollen, sehe ich was andere für Einkommen haben, Kinder dazu und trotzdem ein Haus finanzieren können.
 
Mit 1200 Brutto n guten Standard. Blödsinn.

Das sind netto gerade mal 950€.

Jetzt rechne mal Miete, Lebensmittel und die Kosten für ein evtl notwendiges Auto weg.

Da bleiben vielleicht noch 100-200€ zum sparen über und dann darf nichts kaputt gehen

Seit ich von zuhause ausgezogen bin lag mein niedrigster Verdienst bei 1.400€ netto.

Das ging trotz 500€ Miete und eigenem Auto ganz gut. Konnte sogar bissl was sparen.

Mit 1.200€ ginge es evtl auch.

Darunter kann ich es mir nicht vorstellen.

Jetzt habe ich derzeit im Schnitt 2.000€ netto bei gleicher Miete und vorhandenem Auto und genieße das mehr an finanzieller Freiheit sehr.
 
Zuletzt bearbeitet:
Aber mal ganz ehrlich, je nach dem, wo man sich selbst im Gehalts-/Lohngefüge sieht, ist auch die Sichtweise eben etwas anders.

Mit 1200 Brutto n guten Standard. Blödsinn.
...

Darunter kann ich es mir nicht vorstellen.

Jetzt habe ich derzeit im Schnitt 2.000€ netto bei gleicher Miete und vorhandenem Auto und genieße das mehr an finanzieller Freiheit sehr.

Das ist doch genau der Punkt. Ich würde auch nie bei 2000€ von finanzieller Freiheit sprechen. Das geht schon vor dem ersten des Monats vom Konto. Wovon soll ich dann noch meine Familie ernähren? Ich bin während meiner Ausbildung mit 550€+150€ in meine erste eigene Wohnung gezogen. Es ging und es geht auch heute noch. Man muss halt seine Ansprüche runter schrauben oder besser gesagt nicht so hoch ansetzen. Das war halt nur eine 2 Zimmer Wohnung welche nicht im besten Viertel war. Es war halt ein 20 Jahre altes Auto und man hat mal Wege mit dem Rad gemacht, die heute unvorstellbar sind.
 
Damals waren die Mieten aber sicher noch deutlich günstiger, oder?

Ich hab auch nur 35qm. Mir reicht das aber und mein Auto ist auch schon 14Jahre alt.
 
wenn ich überlege, dass ich vor wenigen Jahren Fixkosten von rund 1200 Euro bei einem Gehalt von 1600€ Netto hatte... und ich jetzt rund 1000 mehr Fixkosten habe (gehalt ist natürlich gestiegen), frage ich mich oft, wo denn all das Geld hingeht. Große Wohnung, großes Auto und Allerlei wollen aber auch bezahlt und unterhalten werden, gell.
 
Ich könnte jetzt auch nicht mehr mit 2 Riesen auskommen.

Ich sage ganz klar, dass sich mein Lebensstandard seit mehr Verdienst über die Jahre auch definitiv gesteigert hat.

Das ist aber auch relativ normal.
 
Definiere normal. Alles eine Frage der persönlichen Prioritäten. Unsere Gesellschaft ist nunmal stark auf Konsum ausgerichtet. Mit mehr Einkommen kann man auch mehr konsumieren und weil z.b. durch Werbung Bedarf geweckt wird, der nicht mal zwingend vorhanden ist, wird dann mit steigendem Einkommen auch gekauft. Es wird also auch oft etwas gekauft, was vorher nie als nötig erachtet wurde, nur weil jetzt mehr Geld da ist.
 
Da muss man sich halt selbst ein bisschen unter Kontrolle haben und auch mal hinterfragen ob man den neuen PC das neue Handy oder den neuen Fernseher wirklich braucht.

Ich konnte das früher nicht so gut. Es gab Zeiten da hatte ich jedes Jahr ein neues Handy.

Mittlerweile bin ich da ruhiger geworden. Ein neues Handy gibt es ca alle 3 Jahre.

Auch was PC angeht muss ich nicht das neuste und teuerste haben.

Aktuell nutze ich ein Thinkpad was ich 2012 gebraucht gekauft habe.

Mein Fernseher ist jetzt auch schon 4 oder sogar 5 Jahre alt
 
Zuletzt bearbeitet:
Brauchen nicht. Nein.

Ich mache es aber, weil ich es kann und ich morgens dafür aufstehe.

Hobby und persönliche Belohnung muss nicht rational sein. Besonders, wenn das Ganze nicht auf Pump geht.

Obwohl sich meine Prioritäten mittlerweile auch gewandelt haben. Handys sind zum Beispiel nicht mehr so wichtig, wie früher.
 
Für 2021 habe ich mir vorgenommen ein bisschen mehr zu reisen.

Kleine Wochenend Trips in Deutschland, Österreich und Italien sind angedacht.

Vielleicht auch mal Holland.
 
Ich finde, es kommt darauf an, was wirklich Hobby ist. Da dürfte kaum jemand geizen, wenn er nicht muss (selbst die, die weniger Geld zur Verfügung haben, wissen, was ein mehr an Qualität dort wert ist). Leider fallen mir viel zu viele Beispiele ein, wo etwas gekauft wird, was nicht wirklich gebraucht wird oder eben "weil es geht". Oma und Opa fahren ihr Leben lang Golf, weil es immer gereicht hat und sie nie mehr brauchten, aber zur Rente muss es dann ein dickes Schiff sein. "Man will sich ja mal was gönnen". Zum Dank wirds mit dem Parken schwierig. Da frag ich mich immer: warum? Das Geld lässt sich besser investieren.
 
Besser ist immer subjektiv. Das kann ein Außenstehender nie ermessen. Es wäre vermessen für andere Menschen ‚besser‘ zu definieren.
 
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