[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

Aus dem ganz einfachen Grund: Wenn beide verdienen und zb ein Haus abzahlen und einen Lebensstil haben und zwei Autos haben etc, dann reicht ein Gehalt meistens nicht aus, zumindest nicht 3 Jahre lang. In den 12 Monaten, die meine Frau zuhause bleibt und in den zwei Monaten, in denen ich zuhause bleibe, entgeht uns ein Nettoeinkommen von über 30k, trotz Kindergeld, Elterngeld. Das kriegen wir finanziell hin, weil wir drauf vorbereitet sind und auch Geld dafür angespart haben. Aber wir könnten, zumindest nicht ohne größere Einschnitte, nicht 3 Jahre lang komplett auf das Gehalt meiner Frau verzichten.

Früher ging sowas finanziell einfacher, einer geht arbeiten und kann damit alles finanzieren und Frau bleibt zuhause. Bei den heutigen Immobilienpreisen ist sowas unrealistisch und viele Frauen wollen auch wieder arbeiten.
 
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Kinder bedeuten aber immer finanzielle Einbußen, denn Kinder zu haben ist ein Luxus den man sich leisten will.
Es reicht schon eine Kleinigkeit aus die eine theoretische Planung aus der Bahn werfen kann. War bei uns der Fall und zum Glück war meine Firma das sehr flexibel.

Wir haben in den letzten 2,5 Jahren hohe finanziellen Einbußen hingenommen und das Kindergeld wird dabei nicht angerührt sondern direkt für die Kids gespart.
Denn richtige Ausgaben kommen erst noch wenn die etwas älter sind.
 
Wer was von Frau geht nach 12 Monaten arbeiten weil Kids sind ja in Kita erzählt hat entweder keine Frau und Kind oder ne Frau die mehr leistet als der Mann.

Ich hab im Bekanntenkreis jemanden der so ist und das sich sowas Vater schimpft ist mehr als Beschämend.

Es ist also beschämend wenn sich jemand Vater nennt, der die Erziehung nicht als alleinige Aufgabe der Frau sieht?

Es gibt eben heute immer mehr Frauen, die nicht ihr lebenlang nur Mutter und Hausfrau sein wollen. Und das ist auch gut so.

Wenn du einen nur halbwegs anspruchsvollen Job hast, wirst du da nach 3 Jahren nicht wieder so einfach anschließen können.

Ein Hoch auf alle Väter, die nicht auf dieses altmodische und überholte Weltbild pochen. Da sollten schon auch die Bedürfnisse der Frau im Vordergrund stehen.
 
@reishasser
Man muss die Tagesmutter selbst zu hohen Preis zahlen.
Per Gesetz darf die Tagesmutter nicht mehr kosten wie der KiTa Platz.
Zumindest ist das so in Hessen.
 
Meine Frau würde auch gerne Arbeiten gehen. Aber das geht nicht so einfach.

-Kindergarten in den die Kleinste ab Sommer geht ist mit den öffentlichen 45min. entfernt (und wir haben nur ein Auto), in unserem Stadtteil ist nichts frei, weil sie erst mit 3 in den KIGA sollte von meiner Frau aus.
-Noch 2 andere Kinder die eine Behinderung haben und man nicht einige Stunden alleine lassen kann.
-Meine Frau würde sich gerne als Tagesmutter selbständig machen oder im Sozialen Umfeld Arbeiten, da sieht es aber auf grund von 1 und 2 schlecht aus. Selbständigkeit als Tagesmutter heißt sie muß min. ein 45std. Platz anbieten. Die Kosten dafür bekommt sie vom Jugendamt (den standard satz) will SIe mehr verdienen müßen die Eltern des Tageskindes deutlich drauf Zahlen.
-Wenn sie sich Selbständig machen würde müßte ich um Punkt 1 und 2 zu erfüllen meine Arbeitszeit drastisch kürzen alleine um die kleinste in den Kiga zu bringen und wieder abzuholen.
-Wenn Sie Arbeiten gehen würde, würden unsere "Staatlichen Hilfen" wegfallen und dadurch das ich meine Stunden kürzen muß auf Halbtags (oder weniger) hätten wir weniger Geld als aktuell. Alos würde sie erstmal zuhause bleiben bis es eine Lösung gibt. Den unsere Eltern wollen die kleine nicht dauerhaft in den Kiga bringen und abholen. Ergo müßen wir das alleine machen.
 
Einer bringt, einer holt, da kann jeder Vollzeit arbeiten. Voraussetzung natürlich, dass das von den Arbeitszeiten irgendwie machbar ist.
 
35std. Kindergarten Platz.
7Uhr bringen 14Uhr Abholen.
Kein 2. Auto verfügbar
3 Mal die Woche ist unser Sohn (Autist) um 14Uhr zuhause (und man kann ihn nicht alleine lassen)
SIe muß wenn Selbstständig ein 45std. Platz anbieten, d.h. min., 45std. Arbeit die Woche.
Ich habe eine 40std. Woche. Wenn ich die kleine um 7Uhr in den Kiga bringen würde, wäre ich 7.30Uhr auf der Arbeit und hätte dann 16Uhr Feierabend.
 
Weniger als 35h Plätze gibt es aber in den KIGAs nicht. Und mehr wäre dann ein 45std. Platz (so einer wäre in dem Kindergarten aber nicht frei).
 
@reishasser
Man muss die Tagesmutter selbst zu hohen Preis zahlen.
Per Gesetz darf die Tagesmutter nicht mehr kosten wie der KiTa Platz.
Zumindest ist das so in Hessen.
Die Tagesmutter kann natürlich auch mehr verlangen, einzig für die Vermittlung durch das Jugendamt gibt es Grenzen.

Dabei die Kosten für die Verpflegung der Kids nicht außer acht lassen, das beträgt meist allein schon um die 200€.


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Bei uns ist das Leben sehr kinderfreundlich.

Die Kita kostet je nach Buchungszeit 57,50 - 87,50€ im Monat (4-7+ Std) + 2€ Essenspauschale am Tag, und ist nur 3 Gehminuten entfernt, Plätze gibt es genug.

Kindergartenbeiträge entfallen.

Meine Frau würde 1800€ Elterngeld (-Steuern) bekommen (bei vorherigen Wechsel in Steuerklasse 3), dazu 204€ Kindergeld und 250€ Familiengeld.
 
Die Tagesmutter kann natürlich auch mehr verlangen, einzig für die Vermittlung durch das Jugendamt gibt es Grenzen.

Dabei die Kosten für die Verpflegung der Kids nicht außer acht lassen, das beträgt meist allein schon um die 200€.


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Ich kann nur von persönlichen Erfahrungen sprechen und weis, dass der Beitrag gedeckelt ist.
Die Gemeinde muss genügend Plätze bieten, ist dies nicht der Fall, muss diese den Mehraufwand für Tagesmutter tragen.

Ich bringe die beiden am Mittwoch und Donnerstag in die KiTa die anderen Tage die Frau.
Abholung nur im Notfall durch mich.
Obwohl ich keine feste Arbeitszeit habe, bin ich allein durch die nötige Organisation der Arbeit fast ständig anwesend.

Wir bezahlen mittlerweile nur 300€ für beide.
Vor Änderung der Betreuung und Krippe+KiTa waren es 750€.
 
Bei uns fehlen rund 1000 Kindergartenplätze. Nebenan ist ein Kindergarten (nehmen nur Kinder unter 2), die haben 4 Gruppen. 8 Gruppen könnten Sie machen die Räume wären da sie bekommen aber nicht genügend Personal.
 
Gab eine Tariferhöhung.
Brutto + 200€
Macht Netto in etwa + 100€.
Im April steht dann die höhere Eingruppierung an :bigok:

Nach Abzug aller Fixkosten, Besparungen und sonstigen Dingen, hab ich ca 750€ nun für die Freizeit.

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Es ist also beschämend wenn sich jemand Vater nennt, der die Erziehung nicht als alleinige Aufgabe der Frau sieht?

Es gibt eben heute immer mehr Frauen, die nicht ihr lebenlang nur Mutter und Hausfrau sein wollen. Und das ist auch gut so.

Wenn du einen nur halbwegs anspruchsvollen Job hast, wirst du da nach 3 Jahren nicht wieder so einfach anschließen können.

Ein Hoch auf alle Väter, die nicht auf dieses altmodische und überholte Weltbild pochen. Da sollten schon auch die Bedürfnisse der Frau im Vordergrund stehen.

Ich finde aber, dass gerade Kleinkinder Mutter/Vater benötigen und nicht irgend eine Fremde Person auf sie aufpasst, nur damit Mama auf Karriere machen kann.
Das wichtigste für Kinder sind die Eltern. Da hilft kein KITA Platz.

Darf man sich halt nicht wundern, wenn das Kind älter ist und den Elter nichts mehr erzählt und vertraut, wenn man es schon mit 1 Jahr abgeschoben hat um sich in einem unnötigen Job wichtig zu machen.
 
Ich finde aber, dass gerade Kleinkinder Mutter/Vater benötigen und nicht irgend eine Fremde Person auf sie aufpasst, nur damit Mama auf Karriere machen kann.
Das wichtigste für Kinder sind die Eltern. Da hilft kein KITA Platz.

Darf man sich halt nicht wundern, wenn das Kind älter ist und den Elter nichts mehr erzählt und vertraut, wenn man es schon mit 1 Jahr abgeschoben hat um sich in einem unnötigen Job wichtig zu machen.

Zeiten ändern sich. Es gibt sicherlich Ecken in Deutschland wo die Zahnräder extrem viel langsamer drehen, dennoch wird es heutzutage und in Zukunft nicht günstiger. Nach dem Bundesdeutschen Durchschnittsverdienst ist das nicht in jeder Region machbar, Alleinverdiener zu sein, damit einer 24/7 bei den Kindern bleiben kann,
 
Papa darf aber Karriere machen? Aber wenn man mit Kindererziehung nichts zu tun hat und alles der Frau überlässt, redet man so einen Schwachsinn daher.
Aber zeig gern Mal eine Studie, die deine Theorie stützt.
 
Ein Jahr geht ja fast noch...
In der Grippe der Kita meiner Freundin haben sie einige Zeit Säuglinge mit 8 Wochen aufgenommen...

Aber klar, hier braucht's ne dreiviertel Millionen für das Häuschen und dazu noch zwei schicke Autos. Da bleibt ja ned viel anderes übrig.
Außerdem denke ich bei so mancher Erzählung meiner Freundin das die Eltern tatsächlich halt nur deshalb ein Kind haben um zur Nachbarschaft zu gehören. Zumindest sind viele sehr froh ihr Kind 5 Tage die Woche von 7:00 Uhr bis 17:15 abschieben zu können...

Letztes Jahr gab es einen Ansturm auf's Rathaus wie es denn eigentlich sein Kann das die Kita immer zu festen 5 Wochen im Jahr zu hat (drei im Sommer und zwei über Weihnachten/Silvester). Und ob es nicht gehen würde dass die Erzieher ihren Urlaub nach den Urlaubswünschen der Eltern ausrichten... :wall:
 
Zeiten ändern sich. Es gibt sicherlich Ecken in Deutschland wo die Zahnräder extrem viel langsamer drehen, dennoch wird es heutzutage und in Zukunft nicht günstiger. Nach dem Bundesdeutschen Durchschnittsverdienst ist das nicht in jeder Region machbar, Alleinverdiener zu sein, damit einer 24/7 bei den Kindern bleiben kann,

Es spricht ja keiner von Alleinverdiener. Die gibts sowieso so gut wie gar nicht mehr.
Ich meinte damit, dass man zumindest 2 Jahre daheim bleiben sollte (wer nun, Mama, Papa oder wie auch immer), wäre schon schön für das Kind.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Papa darf aber Karriere machen? Aber wenn man mit Kindererziehung nichts zu tun hat und alles der Frau überlässt, redet man so einen Schwachsinn daher.
Aber zeig gern Mal eine Studie, die deine Theorie stützt.
Ich rede hier nicht von Karriere, ich meine für das WOHL vom Kind.
Aber ja bitte, wie du meinst.
Wenn man sich für ein Kind entscheidet, läuft das Leben nicht wie vorher normal weiter. Das sollte doch jedem halbwegs vernünftigen Menschen klar sein.
Ist aber auch wieder ein guter Beweis, warum viele so ist, wie es ist. Egoismus pur.
Da will man sich über einen "Scheinkarriere" verwirklichen und das Kind läuft halt nebenbei.
Wenn ich schon was von einer Studie lesen muss, komm ich aus dem lachen nicht raus.

Was wäre dir als Kleinkind lieber, dass Mama oder Papa zu Hause sind oder du Fremd betreut wirst?

Dazu benötigt man keine Studie...auch wenn man es nicht für möglich hält.
 
Ich finde aber, dass gerade Kleinkinder Mutter/Vater benötigen und nicht irgend eine Fremde Person auf sie aufpasst, nur damit Mama auf Karriere machen kann.
Das wichtigste für Kinder sind die Eltern. Da hilft kein KITA Platz.

Darf man sich halt nicht wundern, wenn das Kind älter ist und den Elter nichts mehr erzählt und vertraut, wenn man es schon mit 1 Jahr abgeschoben hat um sich in einem unnötigen Job wichtig zu machen.

Gehe ich recht in der Annahme, dass du selbst keine Kinder hast?
 
Gehe ich recht in der Annahme, dass du selbst keine Kinder hast?

Muss ich dich leider enttäuschen, habe ein Kind.
Weiß nicht was dir die Info bringt.
Meine Frau arbeitet sogar als Sozialpädagogin und hat in div. Einrichtungen und Kinderdörfern genug mit Kinder etc. zu tun.
Ihr könnt mir hier noch so "klug"Dinge erzählen.

Muss jeder das machen, was er für richtig hält.
Ich sehe auch, dass hier viele halt die extra geile Karriere feiern. Ist auch das Recht von den Menschen.
Auch super wenn Mutti Überstunde um Überstunde macht und das Kind gerade noch beim Bett gehen sieht.
Großteils das Kind evt. noch bei den Großeltern aufwächst.

ALLES ok, jeder muss das für sich entscheiden.

Edit: Was vielleicht zu Verwirrung führt ist, dass ich aus Österreich komme und da evt. die Möglichkeiten anders sind, als in Deutschland. KITA etc.
 
Ich frage mich viel eher woher du deine Annahmen nimmst, das alle arbeitenden Muttis Überstunden schieben und ihr Kind nur abends ein mal sehen.
Du stellst in jedem Post irgendwelche Vermutungen und Behauptungen auf, die in keinster Weise was mit der breiten Realität zu tun haben.
 
Ich seh tagtäglich Leute die alles sich so geplant haben mit Kita etc. und wieder Berufseinstieg aber nur am straucheln sind.

Weil von den Leute die du kennst, ein Großteil nicht in der Lage ist sich die Schuhe richtig zuzubinden, nimmst du an, dass dies auf den Rest der Menschheit zutrifft und es daher eigentlich unmöglich sein kann, sich die Schuhe zuzubinden. Die Konsequenz, die du daraus ableitest, ist, dass es nur noch Schuhe mit Klettband geben kann.
Das ist ja mal ne geile Logik. Klingt nach der selben Weitsicht wie payday.

Und klar, ein Plan kann immer schief gehen, besonders dann, wenn er eben viele Unwegbarkeiten hat.
Aber nur, weil etwas nicht klappt, heißt es nicht, dass es niemals klappt.
Evtl. stellt sich dein Umkreis auch an wie der letzte Bauer? (muss ja nicht so sein)
Es gibt viele Gründe, die eben ab ein Jahr Kita ermöglichen und eben nicht ermöglichen. Beides ist möglich.

Wenn gleich man die Situation von vor 30 Jahren sicherlich nicht mehr 1:1 übertragen kann. Die Welt ist viel dynamischer geworden. Das heißt aber nicht, dass das plötzlich unmöglich geworden ist.
Merke: Niemals die beschränkte Erfahrung global ausdehnen.

Ich finde aber, dass gerade Kleinkinder Mutter/Vater benötigen und nicht irgend eine Fremde Person auf sie aufpasst, nur damit Mama auf Karriere machen kann.
Das wichtigste für Kinder sind die Eltern. Da hilft kein KITA Platz.

Darf man sich halt nicht wundern, wenn das Kind älter ist und den Elter nichts mehr erzählt und vertraut, wenn man es schon mit 1 Jahr abgeschoben hat um sich in einem unnötigen Job wichtig zu machen.

Was du findest ist schön und gut für dich.
Und natürlich benötigen Kinder ihre Eltern. Eine Kita ist aber kein Internat, wo man das Kind abgibt und dann zu Weihnachten und im Sommer mal abholt.
Das Kind ist JEDEN Nachmittag @home, glaubt man kaum, ist aber tatsächlich so.

Auch ist richtig, dass für die Kinder die Eltern das wichtigste sind (oder sein sollten), aber wichtigste heißt nicht 100%, sondern eben nur den größten Anteil.
Und den größten Teil kann man allein schon damit erreichen, dass das Kind eben nur max. 1/3 des Tages nicht da ist. Wo ist das Kind der Rest der Zeit? Richtig, man glaubt es kaum, bei den Eltern.

Wenn man Kinder zu sehr begluckt kommen dabei Helikoptereltern raus. Und bei solchen Eltern ist die Gefahr da, dass das Kind mit 16 noch die Brust bekommt (und das meine ich fast wörtlich) und wenn man diesen Menschen dann ins Gesicht schaut, bekommen sie keinen geraden Satz raus, weil nämlich Mutti immer alles geregelt hat.

Ich wills nochmal ansprechen. In der DDR war sowas Standard und die Kinder aus der Zeit sind heute keine Massenmörder, keine Psychos, haben keine verkrüppelten Verhältnisse zu den Eltern und leben auch nicht unter der Brücke.
Wie kann all das sein, wenn es doch für das Wohl des Kindes garnicht zuträglich ist, dass man sie so früh abgibt?
Das wichtige ist, dass man die Kinder eben am Nachmittag auch betreut, ihnen den Freiraum gibt den sie brauchen, ohne sie komplett freidrehen zu lassen.



Am Ende ist es wichtig, dass die Kinder und Eltern das machen können, was sie für richtig halten ohne für das eine oder das andere verurteilt werden.
Fakt ist aber auch eins, wenn das eine oder das anderen ins Extreme ausschlägt, dann ist es für das Kind in keinem Fall zuträglich. (Stichwort Helikoptereltern und völlig alleingelassene Kinder)
Eigentlich kann man froh sein, dass man das heute finanziell unterstützt bekommt, das was früher anders.

Deutschland bietet nicht ohne Grund 3 Jahre Elternzeit pro Kind.
Sicherlich hat das nen Grund, aber Kinderfreundlichkeit ist es ganz sicher nicht.
Das System in Deutschland ist nicht kinderfreundlich, weil Kinder nur Probleme verursachen, weil man die Infrastruktur für die Stöpsel nicht ausbauen kann/will/mag.
Wir wollen Wirtschaftskraft exportieren und keine Kinder. Daher stören Kinder nur. Dass aber aus diesen Kindern aber mal Erwachsene werden und mit der richtigen Unterstützung werden das auch mal Leistungsträger, die für die Wirtschaftskraft gut ist, das wird nur zu gerne nicht bedacht.

Heute kam erst nen Bericht, dass sich das Handwerk gerne wünscht, dass es in der Schule Werkunterricht gibt. Man hat nämlich irgendwie festgestellt, dass ein Großteil der Jugend lieber studiert. (auch wenn sie das eigentlich garnicht können, weil sie nichts aufm Kasten haben)
Dummerweise merkt man, dass man auch irgendwen braucht, der einem die Lampe an die Decke schrauben kann. (irgendwie sind das scheinbar neuste wissenschaftliche Erkenntnisse)
Zur Info, in der DDR war Werkunterricht in der Schule Standard. Warum? Weil man wusste, dass man eben genau diese Lampenleute braucht.
(und natürlich, weil das nen Arbeiter- und Bauernstaat war, da kommen 60% Akademiker nicht gut an)
Das hat man aber, wie so vieles vom DDR-Schulsystem, komplett abgeschafft, weil man es ja viel besser wusste. Jetzt führt (oder will) wieder die Dinge ein, die man vor 30 Jahren großspurig abgeschafft hat.
Wo stünden wir heute, wenn man nachgedacht hätte?
Irgendwie fehlt dem System die Weitsicht, weil die Entscheider Hohlköpfe sind und auch nicht weiter denken als bis zur Zehnspitze.
 
Zuletzt bearbeitet:
Was du findest ist schön und gut für dich.
Und natürlich benötigen Kinder ihre Eltern. Eine Kita ist aber kein Internat, wo man das Kind abgibt und dann zu Weihnachten und im Sommer mal abholt.
Das Kind ist JEDEN Nachmittag @home, glaubt man kaum, ist aber tatsächlich so.

Auch ist richtig, dass für die Kinder die Eltern das wichtigste sind (oder sein sollten), aber wichtigste heißt nicht 100%, sondern eben nur den größten Anteil.
Und den größten Teil kann man allein schon damit erreichen, dass das Kind eben nur max. 1/3 des Tages nicht da ist. Wo ist das Kind der Rest der Zeit? Richtig, man glaubt es kaum, bei den Eltern.

Wenn man Kinder zu sehr begluckt kommen dabei Helikoptereltern raus. Und bei solchen Eltern ist die Gefahr da, dass das Kind mit 16 noch die Brust bekommt (und das meine ich fast wörtlich) und wenn man diesen Menschen dann ins Gesicht schaut, bekommen sie keinen geraden Satz raus, weil nämlich Mutti immer alles geregelt hat.

Toller Erster Satz von dir. Super Diskussionsgrundlage.
Ich bin von einer KITA ausgegangen, in der man das Kind um 0700Uhr oder so absetzt und dann um 1700/1800 Uhr abholt (gibts bei uns).
DAS finde ich einfach unverantwortlich.
Dass ein Kind 3-4 Stunden in der KITA verbringt und dann am Nachmittag daheim ist. Das ist natürlich ein deutlich besser Niveau.
Das soll es nun auch gewesen sein, weil hier im Forum gibt es eh nur eine Meinung und das ist die EIGENE.
Dann noch vielleicht 1000 Statistiken anführen und schön zerkauen.
 
Schön, dass du das unverantwortlich findest.
(ich gehe genau von solchen 16:00-18:00 Kitas auch, sonst wäre das nämlich ne HaKiTa -Halbkindertagesstätte)
Leider ist es Fakt, und ich meine JAHRZEHNTE Erfahrung, der, dass es eben nicht unverantwortlich ist.
Das funktioniert, man glaubt es kaum.
Es war bei hundertausenden, millionen Kindern der Fall, und was ist? Richtig,, nichts ist, alle leben ihr Leben und setzen heute selber Kinder in die Welt.
Also, wo genau ist das Problem?

Dass du das anders siehst, und auch machst, ist gut für dich. Aber warum muss man anderen vorwerfen, und das kommt am Ende bei den Texten raus, sie würden ihre Kinder vernachlässigen, wären Rabeneltern und die Kindern werden mal drogenabhängige introvertierte Psycho-Massenmörder?

Das mit eigener Meinung und Forum solltest du dir mal selber zu Herzen nehmen.

EDIT:
Keiner sagt, dass man nicht 3 Jahre (oder 4 oder 10) @home sein darf. Aber viele sagen, das man nicht nach einem Jahr wieder arbeiten gehen kann.
Die Leute, die nach 1Jahr wieder arbeiten gehen, lassen doch auch den Leuten den Freiraum 3 Jahre @home zu bleiben ohne direkt Helikoptereltern zu unterstellen.
Warum geht das nicht anders rum?

Fakt ist eins, es gibt in .de mehrere Möglichkeiten bezüglich der Kinder, die unterschiedlicher nicht sein könnetn und das ist das wichtigste.
In anderen Gesellschaften oder anderen Familiensituationen stellt sich garnicht die Frage, da geht die Frau zwingend mit dem Neugeborenen auf Arbeit, weil die nämlich sonst nix zu fressen haben.
Aber auch in .de gibt es AGs(wenn auch selten), wo man im Büro ne Krabbelecke hat, auch das kann eine Möglichkeit sein, die sogar beides gleichzeitig ermöglicht.
Aber ich weiß, das ist alles unvorstellbar und unverantwortlich.
 
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Wenn die Frau z.B. mit 2 Tagen pro Woche wieder einsteigt, ist das doch kein Problem für das Kind. Es redet doch keiner von Vollzeit.

Je nach Flexibilität des Arbeitgebers kann man als Mann auch Mal für ne Zeit auf 4 Tage reduzieren.
 
Muss ich dich leider enttäuschen, habe ein Kind.
Weiß nicht was dir die Info bringt.
Meine Frau arbeitet sogar als Sozialpädagogin und hat in div. Einrichtungen und Kinderdörfern genug mit Kinder etc. zu tun.
Ihr könnt mir hier noch so "klug"Dinge erzählen.

Muss jeder das machen, was er für richtig hält.
Ich sehe auch, dass hier viele halt die extra geile Karriere feiern. Ist auch das Recht von den Menschen.
Auch super wenn Mutti Überstunde um Überstunde macht und das Kind gerade noch beim Bett gehen sieht.
Großteils das Kind evt. noch bei den Großeltern aufwächst.

ALLES ok, jeder muss das für sich entscheiden.

Edit: Was vielleicht zu Verwirrung führt ist, dass ich aus Österreich komme und da evt. die Möglichkeiten anders sind, als in Deutschland. KITA etc.

Dann finde ich aber so eine Aussage für ziemlich überzogen und pauschal....

Darf man sich halt nicht wundern, wenn das Kind älter ist und den Elter nichts mehr erzählt und vertraut, wenn man es schon mit 1 Jahr abgeschoben hat um sich in einem unnötigen Job wichtig zu machen.

Meine Frau arbeitet auch Teilzeit wieder und das nicht mit Überstunden.

Es gibt auch Meinungen wonach es Kindern gut tut, soziale Kontakte außerhalb der eigenen Familie zu haben. Meine Tochter ist auch in der Krippe (2 Jahre) und ihr tut es sehr gut. Ich habe nicht das Gefühl, dass ich meine Tochter abgeschoben habe.

Vielleicht solltest du einfach mal ein bisschen nachdenken bevor du so Stammtischparolen loslässt.
 
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