[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

vll bin ich da auch nur befangen, weil eben vor ein paar Jahren in der Familie jemand nach einer OP durch einen groben Behandlungsfehler gestorben ist.
Es traten wenige Stunden nach der OP Blutungen auf weil die Naht sich gelöst hatte. Der Assistenzarzt der in der 24h-Schicht für die Überwachung zuständig war hat Embolie vermutet und den Patienten mit Blutverdünner vollgepumpt.. tja..
 
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Wieso bricht dann das System zusammen? Bei Polizei und Feuerwehr funktioniert es ja auch ohne 24h-Schichten.
Bitte was?
Die Feuerwehr hat ganz überwiegend 24h Schichten. 24/48 Modell genannt.
Also 24h Schicht und dann 48h frei.
Von den 24h Schicht muss man 8h aktiv arbeiten, also Wartungsarbeiten etc was auf einer Wache halt anfällt und den Rest halt Bereitschaft.
 
Wieso bricht dann das System zusammen? Bei Polizei und Feuerwehr funktioniert es ja auch ohne 24h-Schichten.



Ist das nicht an sich schon Quatsch? Wenn einer nach 20 Stunden nen Fehler macht, dessen Behebung auch mal etwas länger dauert, sollte man sich doch mal fragen, ob ausgeschlafene und erholte Mitarbeiter nicht generell besser sind.

Weil man für Schichtdienst mehr Personal braucht, und da es sowieso schon einen Ärztemangel gibt...

vll bin ich da auch nur befangen, weil eben vor ein paar Jahren in der Familie jemand nach einer OP durch einen groben Behandlungsfehler gestorben ist.
Es traten wenige Stunden nach der OP Blutungen auf weil die Naht sich gelöst hatte. Der Assistenzarzt der in der 24h-Schicht für die Überwachung zuständig war hat Embolie vermutet und den Patienten mit Blutverdünner vollgepumpt.. tja..

Kann passieren, sollte aber nicht. Und das liegt nicht am 24h Dienst. Da gab es einige Tests, dass die Ärzte in den OPs trotzdem hochkonzentriert waren.
 
Nee aber manche Menschen sind halt belastbarer als andere. Gibt auch Leute die, wenn sie mal nach der Arbeit ein paar Tapeten an die Wand bringen müssen, gleich einen Burnout kriegen.
 
Achso, also einige Tests sind schlauer als Biologie?

Ich rede von validen Studien. Und nein ich suche jetzt keine Quelle heraus. Klar ist man nach 24h arbeiten im Eimer, meist hat man aber trotzdem dazwischen Ruhezeiten.

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Nee aber manche Menschen sind halt belastbarer als andere. Gibt auch Leute die, wenn sie mal nach der Arbeit ein paar Tapeten an die Wand bringen müssen, gleich einen Burnout kriegen.

Danke.
 
Es gibt sicher auch fette Marathonläufer.


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Bekommst du die 24h eigentlich voll bezahlt oder ist da auch ein Teil Bereitschaft? Denn ob ich einen 24h oder 3 Leute 8h da hinstelle, macht ja an Personalbedarf erstmal keinen Unterschied.
 
Bekommst du die 24h eigentlich voll bezahlt oder ist da auch ein Teil Bereitschaft? Denn ob ich einen 24h oder 3 Leute 8h da hinstelle, macht ja an Personalbedarf erstmal keinen Unterschied.

Zu 80%.(bei maximal 49% Arbeitszeit laut Vertrag)

Der Unterschied sind 3 vs. 1, sagst du doch selbst. Wenn du die Nebenkosten für 2 weitere Ärzte zusätzlich zahlen musst...
 
Wenn allerdings an medizinischen Personal gespart wird, läuft was grundlegend falsch. Wir zahlen hohe Versicherungsbeiträge, die Krankenhäuser sollen sparen und die Versicherungen bauen sich neue vorzeige Gebäude. Da passt doch was nicht.
 
Das ist allerdings wahr. Ich bin aber auch der Meinung, dass man das Gesiundheitswesen sowieso nicht hätte privatisieren dürfen.
 
Ich hab ja schon die Kriese bekommen, als ich mir damals einen Rheumatologen gesucht habe. Drei Praxen in einer 600k Einwohner Stadt. Wartezeiten bis 12 Monate. Unser Gesundheitssystem kränkelt schon länger vor sich hin und müsste reformiert werden. Mir kann doch keiner erzählen, daß mehr als 50% der Kassenbeiträge zweckgebunden genutzt werden.
 
Ich denke, das Problem ist nicht, dass am Personal gespart wird, sondern, dass man einfach keine Ärzte bekommt.
 
Was an de rfehlenden Regulierung von Arbeitszeiten liegen könnte. Wer will schon 24h Dienste machen?
 
Wenn die gesetzlichen Kassen sich zweistellige Milliardenpolster anlegen erkenne ich da keinen Unterschied mehr zu den Privaten. Am Ende geht's um den Gewinn am Jahresende.
Da ist genug Geld für die Medizin oder niedrigere Beiträge vorhanden.

Wenn ich dann höre, dass man das Inselkrankenhaus auf Borkum nicht mehr mit 500k im Jahr unterstützen will, weil den Krankenkassen das zu teuer ist..
 
Das einzige was die gesetzlichen Kassen immer besser können ist abzocken, riesen Polster anlegen und für immer mehr Sachen nix mehr bezahlen. Aber das ist unseren privat versicherten erster Klasse Patient Politikern natürlich (wie so vieles) scheißegal.

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Das System ist doch irgendwie sowieso Bullshit, sei es die ganzen Gruppen wie Helios und co. oder die Krankenkassen.
Da werden dann Geburtsstationen minimiert/eingestampft, weil man damit einfach kein Geld verdient. Aber freie Hebammen/freie Kliniken werden nicht von den KK unterstützt, weil die Beiträge so horrend hoch sind, das man sichs nicht leisten könnte sowas anzubieten.
Im selben Atemzug über die Demographie schimpfen. Logik 1a
 
Also das hab ich noch nie als Grund gehört, wegen dem man kein Arzt wird.

Das dürfte auch weit vor einer Entscheidung passieren, wie "Arzt oder Architekt", ...
Natürlich kommt auch die hohge Anforderung an Ärzte hinzu, weil einfach ein riesen Wissen überblickt werdne muss, damit umgegangen, ...
 
Ich sehe es so, dass man sich auch mal etwas länger abbuckeln kann sofern der Ausgleich kommt.
Ich hatte vor 2 Wochen durchgehend von Montag 5:30 bis Freitag 12:00 Dienst und dabei 12 oder 13h Schlaf für die ganze Woche. Ja gut, war anstrengend genug, aber dafür gibt es bald Überstundenausgleich.
 
Da würde ich mal eben nach 2,5 Tagen nicht mehr mitmachen.
Und das kann man auch keiner sagen, dass das gesund ist, weder für den Arzt noch für den Patienten.
 
Klar körperlich machbar, aber im Grunde darf so eine Arbeitszeit eigentlich ned erlaubt sein. Irgendwann ist halt auch mal too much.

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