[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

Hat hier irgendjemand Ahnung was den Vorbereitungsdienst (Referendariat) betrifft, wenn man sich bei der Finanzverwaltung für den höheren Dienst bewerben will (bzw. gilt wahrscheinlich generell für Beamte)?
Wie ich das verstehe, muss ich nach einem Studium im Bereich Wirtschaftswissenschaften einen zweijährigen Vorbereitungsdienst nachweisen? Läuft das parallel zum Berufseinstieg?
Denn ich mache doch nicht diesen Dienst, um anschließend bei einer Bewerbung gar nicht berücksichtigt zu werden oder beim Assessment-Center durchzufallen, wodurch das ja komplett umsonst gewesen wäre. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass das so angedacht ist. Aber im Bewerbungsportal muss ich eine Behörde pflichtmäßig angeben, wo ich diesen Vorbereitungsdienst absolviert habe ..
 
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Soweit ich weiß findet da vorher die Auswahl statt. Das ist doch quasi eine Fortbildung für den höheren Dienst während der du schon Anwärterbezüge erhältst?!
 
Wenn man schon drin ist, dann scheint das eine Art Fortbildung zu sein. Ich würde aber von außerhalb kommen und in die Finanzverwaltung wollen.
Um diese Anzeige geht es:
Führungs- und Leitungsfunktion | FINANZVERWALTUNG

Die suchen da Berufsanfänger, deswegen sehe ich den Sinn nicht, wie man von außerhalb kommend diesen zweijährigen Vorbereitungsdienst nachweisen soll. Und offenbar kann ich mich darauf nur bewerben, wenn ich den Dienst halt nachweisen kann.
 
wäre doch irgendwie doof wenn man nicht zuvor die geeigneten kandidaten auswählt, vorallem zeitverschwendung
 
Wenn man schon drin ist, dann scheint das eine Art Fortbildung zu sein. Ich würde aber von außerhalb kommen und in die Finanzverwaltung wollen.
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Die suchen da Berufsanfänger, deswegen sehe ich den Sinn nicht, wie man von außerhalb kommend diesen zweijährigen Vorbereitungsdienst nachweisen soll. Und offenbar kann ich mich darauf nur bewerben, wenn ich den Dienst halt nachweisen kann.
Wer das juristische staatsexamen ablegt hat ein referendariat da mit dabei.

Wie willst du mit deiner Qualifikation in den höheren Dienst in der Finanzverwaltung wenn die jemand mit beiden juristischen staatsexamen suchen?

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Vor allem ist das offenbar nichts mal so nebenbei::

Die Betreuung im Finanzamt wird durch eine Beamtin bzw. einen Beamten des höheren Dienstes mit
der Befähigung zum Richteramt und ausreichender Berufserfahrung erfolgen.

DIe haben wahrscheinlich auch besseres zu tun, als Leute betreuen, die möglicherweise hinterher nie bei der Finanzverwaltung arbeiten werden, weil sie den Bewerbungsprozess nicht packen.

Ich schreibe da mal eine Mail hin. Die sollen mal bisschen detaillierter diesen Vorbereitungsdienst beschreiben. In der Stellenanzeige steht dazu ja praktisch gar nichts. Und per Google erscheint das irgendwie nur im Zusammenhang mit Lehramtsstellen.

@Roach13
Der dritte Punk inkl. * bringt mich ins Spiel. Also rein theoretisch.

Auch lustig, dass die für Steuerpositionen Juraleute direkt einstellen und Leute, die steuerlich viel besser ausgebildet sind wie ich, irgendwelche Vorbereitungsdienste nachweisen müssen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Sie suchen halt Volljuristen. Ohne erstes Examen gibts auch kein Vorbereitungsdienst ( = Referendariat). Da es mehr als genug Volljuristen auf dem Markt gibt, gehen sie mit den Anforderungen nicht runter. Diese Nachweise etc. dienen eigentlich nur europarechtlichen Vorgaben, damit EU Bürger nicht benachteiligt werden. Denke nicht, dass da realistische Chancen bestehen.
 
Ist das so ?

Ich habe bei vielen Stellen ab höherem Dienst in den Anforderungen gelesen (sinngemäß - keine Gewähr)

- 2. Jurististisches Staatsexamen also Befähigung zum Richteramt
oder
- Hochschulabschluss (Dipl. Ing. oder Master) einer Universität
oder
- Befähigung zur Laufbahngruppe II (?) höherer Dienst

Sonst dürften ja im höheren Dienst bestimmter Verwaltungen nur noch Volljuristen zu finden sein. Dem ist aber bei weitem nicht so.
 
Ging ja auch nur um diese Stellenanzeige.
Ich denke die drei großen Gruppen im höheren Dienst sind 1) aufgestiegene Beamte aus dem gehobenen Dienst 2) im technischen Bereich mit entsprechendem Master und 3) Volljuristen. Ausnahmen gibt es wohl auch unzählige - je nach Bewerberlage.
 
Sie suchen halt Volljuristen. Ohne erstes Examen gibts auch kein Vorbereitungsdienst ( = Referendariat). Da es mehr als genug Volljuristen auf dem Markt gibt, gehen sie mit den Anforderungen nicht runter. Diese Nachweise etc. dienen eigentlich nur europarechtlichen Vorgaben, damit EU Bürger nicht benachteiligt werden. Denke nicht, dass da realistische Chancen bestehen.

In der verlinkten Anzeige steht drin:

die Staatsprüfung für die Befähigung zum höheren, allgemeinen Verwaltungsdienst mit der Note "befriedigend" (8,0 Punkte oder besser) abgelegt*.

*) Voraussetzung für die Einstellung in die Ämtergruppe des zweiten Einstiegsamtes der Laufbahngruppe 2 der Steuerverwaltung (ehemals Laufbahn des höheren Dienstes) ist gemäß § 5 Abs. 1 Nr. 1 StBAG ein abgeschlossenes mindestens dreijähriges akkreditiertes Hochschulstudium (bei konsekutiven Studiengängen unter Berücksichtigung des Bachelorstudiums) der Rechts- oder Wirtschaftswissenschaften. Sozial- oder finanzwissenschaftliche Anteile eines überwiegend wirtschaftswissenschaftlichen Studiums sind bis zu einem Umfang von 20 v.H. des Gesamtstudiums unschädlich. Zusätzlich müssen Sie gemäß § 5 Abs. 1 Nr. 2 und 3 StBAG einen mindestens zweijährigen Vorbereitungsdienst (Referendariat) sowie eine erfolgreiche zweite Staatsprüfung nachweisen.

Dort steht dann nämlich mit keinem Wort Juraabsolvent. Und darauf hat sich meine Hoffnung gestützt.
Also geht es auch ohne Volljurist zu sein, so wie ich das sehe.

Aber bevor ich da meine Energie in etwas reinstecke, was eh nichts wird oder nur schwer realisierbar ist, lass ich es lieber und such mir was in der Industrie. Was man bei der Finanzverwaltung in der Steuerabteilung bevorzugt mit Volljuristen will, ist mir ein Rätsel. Bei der Steuerfahndung, ok. Aber z.B. beim Betriebsprüfungsfinanzamt? Wer ist da besser geeignet als jemand, der sowohl in der Steuerabteilung als auch in der Wirtschaftsprüfung Erfahrungen vorweisen kann? .. dieses engstirnige Denken kann ich manchmal nicht nachvollziehen.
 
Hach ist das Herrlich oben eine 7xxx stehen zu haben ,aber Traurig das unten nur eine 4xxx€ stehen bleibt ;-)
 
Wenn du damit nicht klar kommst such dir einfach einen Job in dem du weniger verdienst, dann sind die Abzüge auch nicht so hoch ;)
 
Top Antwort, ich musste schmunzeln ;)
 
Hach ist das Herrlich oben eine 7xxx stehen zu haben ,aber Traurig das unten nur eine 4xxx€ stehen bleibt ;-)

dass-das.de - Der Unterschied zwischen mit Übungen! :hust:

Habe beschlossen, den Job zu wechseln, ist dringend nötig. Die Strukturen und Arbeitsweisen hier fressen mich auf. Informiere mich gerade auch in Richtung öD (Public Management-Studium, also gehobender Dienst).

Wenn du damit nicht klar kommst such dir einfach einen Job in dem du weniger verdienst, dann sind die Abzüge auch nicht so hoch ;)

Nice one :fresse2:
 
Besser: Arbeitszeit reduzieren. 20h die Woche ist immer noch genug
 
Ich kann mich nur wiederholen. Nachdem mein letzter Job regelmäßig 60 Stunden plus in Ansprach nahm, will ich nicht (nach möglich nie!) mehr von meinen jetzigen 35 Stunden weg. Das ist ein riesen Gewinn an Lebensqualität, was die Work/Life Balance an geht. Natürlich macht man auch Überstunden. Trotzdem ist die Basis eine ganz Andere.
 
Sehe ich auch so. Geld hin oder her.
Aber bei >10-11 Std. Arbeitszeit am Tag können einen dann die 70-80K Jahrebrutto auch nicht Glücklich machen.
Vor allem ist der Stundenlohn dann auch nicht höher als jemand der 50K Jahresbrutto hat aber nur 35-40 Std. dafür Arbeiten muss.
 
Also ich hätte auch mit 50K Jahresgehalt persönlich keine Probleme.


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Sehe ich auch so. Geld hin oder her.
Aber bei >10-11 Std. Arbeitszeit am Tag können einen dann die 70-80K Jahrebrutto auch nicht Glücklich machen.
Vor allem ist der Stundenlohn dann auch nicht höher als jemand der 50K Jahresbrutto hat aber nur 35-40 Std. dafür Arbeiten muss.
Oder man hat Glück und kriegt die 70-80k bei 38,5 Std :fresse2:

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Und unterstützt dann noch Vorschläge der Gewerkschaften, bitte auf 30 zu gehen bei vollem Ausgleich.
Manche haben echt nen Pin im Kopp.

Würde mal behaupten, die fetten Jahre sind zumindest in der autobranche bald vorbei wenn die Autobauer sich nicht komplett neu strukturieren.
 
Zuletzt bearbeitet:
ich würde eher sagen der Wirtschaft geht es so gut wie noch nie bzw. schon ewig nicht mehr. Wäre natürlich echt doof für alle die dann im ÖD 40 und mehr Stunden abhocken müssen ;)
 
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