[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

inflation deutschland
Kommen diese 10% von den gleichen Statistikern die uns seit langem erzählen wir hätten unter 1% Inflation? Nur weil vor der Bundestagswahl die geplanten Steuererhöhungen >80k argumentiert wurden mit "trifft nur einen kleinen Teil <10% unserer Bevölkerung" heißt dies noch lange nicht, dass es auch stimmt.

Überlegt mal wenn die Gehälter tatsächlich so niedrig sind wie die Statistiker uns sagen, wie kommt es dann, dass in Metropolregionen irrsinnige Immobilienpreise gezahlt werden, und dann Baufinanzierer sogar noch einen drauf legen und was von Eigenkapitalanteilen von annähernd 50% erzählen. Ja ne is klar, in FFM kosten Reihenhäuser >500k, davon 40% Eigenkapital sind 200k, Kaufnebenkosten von ~15% drauf -> 275k bringt der Eigenheimkäufer mit laut Baufinanzierern. Wie soll das bitte gehen wenn die Leute angeblich noch keine 35k Brutto im Jahr haben? Geht mal in Foren zum Thema Hausbau..... da gibt es Familien mit >5.000 Netto im Monat und die haben Angst bei einer Rate von 1,5-2k im Monat sie wären auf Hartz4 Niveau und könnten sich das nicht leisten. Wenn man sich das mal vor Augen führt schätze ich ist die Dunkelziffer von Familien mit >10k Netto im Monat gigantisch - mindestens jeder der in Boomregionen Heute das Doppelte für ein Häuschen latzt wie der ursprüngliche Bauherr vor ein paar Jahren der Baufirma bezahlt hat.

Und woher soll so eine Dunkelziffer kommen? Einkommen wird schließlich gut erfasst hier in D, Schwarzarbeit ist da natürlich ein Faktor, spielt sich aber größtenteils in den niedrigeren Lohnklassen ab (Gärtner, Haushaltshilfen etc.) und nicht beim gut Ingenieur, Manager etc.

Und wie viel % der von Privatpersonen gekauften Immobilien machen denn diese teuren Reihenhäuser aus? Eben nur ein paar %. Die meisten "Geringverdiener" in FFM etc. werden eben in einer Mietwohnung wohnen oder höchstens eine ETW kaufen, statt einem Reihenhaus für fast 600k.

Und klar, ohne Beweise rumschreien, die Statistiken seien gefälscht, ist immer leicht.
 
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Da es hier ja immer mehr in die Richtung "Wie hoch muss ein Gehalt sein" driftet, möchte ich mal kurz eine Frage in den Raum werfen.

Ich bin in zwei Wochen (voraussichtlich) ausgelernter Industriekaufmann, da hab' ich meine IHK-Prüfung, schriftlich habe ich schon bestanden.
Ausgangssituation: Mittelständischer Baustoffhersteller, Familienunternehmen, BaWü, 20 Mitarbeiter im Innen- (mit Produktion) und nochmal 20 im Außendienst.
Flache Hierarchien, lockere Arbeitsatmosphäre. Mein Chef möchte mich behalten, ich werde den Einkauf übernehmen. Da es bei uns aber auch ab und zu recht chaotisch
zugeht (keine Vorgaben, wie Prozesse abzulaufen haben etc...) habe ich kommende Woche erst Verhandlungen zum Arbeitsvertrag. Wir sind nicht tarifgebunden und im Lohnniveau
eher unteres Mittelfeld. Leider ist die wirtschaftliche Situation gerade nicht optimal, es ist aber zu erwarten, dass das nur vorübergehend so ist.

Von meinen Berufssschulkollegen und jetzigen Kollegen weiß ich, dass am Anfang nicht immens viel rauszuholen ist, aber meint ihr, als Ziel 2.200 Brutto (ca. 1300-1400 netto, StKl. I) sind realistisch?
Ich mache bereits seit gut einem Jahr vieles alleine und auch eigenverantwortlich und denke, dass ich damit ein paar gute Argumente hab, um in der Verhandlung zu überzeugen.
 
Schaffst beim Kemmler? :d

Ich würde einfach mal versuchen rauszufinden was woanders so bezahlt wird direkt als Einstieg und dann einfach mal paar Euro höher gehen als Angebot, du hast ja immerhin gute Argumente die für einen höhren Lohn sprechen.

Was verdient man denn so in größeren Unternehemn als Kaufmann nach der Ausbildung?
 
2200 brutto sind auf jedenfall realistisch. darunter würde ich auf keinen Fall gehen.du hast ja auch eine Ausbildung dort gemacht.

Gesendet von meinem Nexus 5 mit der Hardwareluxx App
 
Schaffst beim Kemmler? :d

Ich würde einfach mal versuchen rauszufinden was woanders so bezahlt wird direkt als Einstieg und dann einfach mal paar Euro höher gehen als Angebot, du hast ja immerhin gute Argumente die für einen höhren Lohn sprechen.

Was verdient man denn so in größeren Unternehemn als Kaufmann nach der Ausbildung?

Negativ, nicht Kemmler, sind aber Kunde von uns :d Die Vergleichbarkeit ist halt insofern ein Problem, als dass es
kaum was vergleichbares gibt in der Region :fresse: Bei größeren Unternehmen könnte ich evtl. ein wenig mehr rausholen, jedoch
würde sich das mit den Vorteilen, die ich hier habe (im gleichen Ort, cooler Chef, lockere Arbeitsatmosphäre) in Verbindung mit einem evtl.
weiteren Arbeitsweg wieder relativieren. Da nutze ich lieber den Vorteil, noch weiter Berufserfahrung im Ausbildungsbetrieb zu sammeln,
um nen gewissen roten Faden im Lebenslauf zu haben. Zumal ich noch nciht weiß, ob ich noch ein Studium hinterherschieb.

Ich habe 2.500 Brutto verdient, allerdings auch nach Tarif.

Jop, Tarif fehlt halt. Du warst doch glaub bei nem größeren Hersteller diverser Haushaltgeräte, richtig?

2200 brutto sind auf jedenfall realistisch. darunter würde ich auf keinen Fall gehen.du hast ja auch eine Ausbildung dort gemacht.

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So sehe ich das auch.
 
Freundin hatte als Industriekauffrau mit 2600-2700 brutto angefangen (weiß nicht mehr genau).
SH und nach Tarif (Chemie)

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2200 brutto sind auf jedenfall realistisch. darunter würde ich auf keinen Fall gehen.du hast ja auch eine Ausbildung dort gemacht.

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gerade leute die in der firma gelernt haben (und den laden und die abläufe schon kennen) werden am wenigsten dafür belohnt.
jeder neueingestellte (und wenn er auch keine ahnung hat) bekommt mehr geld als jemand der der firma schon 10 oder mehr jahre die treue hält.
 
ich fange am 15. in BaWü bei einem Übersetzungsbüro als festangestellter Übersetzer an (Vollzeit) und habe ungefähr den selben Lohn. Da komme ich (bei einer kleinen Wohnung) denke ich ganz gut hin und kann noch was auf die Seite legen für Rente, Urlaub etc.

Ist das nicht eher wenig? Hatte da bei dem Beruf mehr im Hinterkopf, wobei das sicherlich auch abhängig von den Sprachen ist?
 
Naja, ich bin Berufsanfänger ohne Erfahrung und, wie du erkannt hast ist das auch von den Sprachen abhängig und da brauche ich nur Deutsch und Englisch. Als festangestellter Übersetzer überhaupt eine Arbeit zu finden ist schon nicht leicht. Außerdem habe ich schon für nach der Probezeit eine Erhöhung zugesagt bekommen (nicht ganz 6 %)

Gut da kommt dann einiges zusammen, was den Verdienst dann doch erklärt. Wenn die erste Erhöhung bereits angekündigt ist, werden ja auch die folgenden nicht in unendlicher Ferne sein. :)
 
gerade leute die in der firma gelernt haben (und den laden und die abläufe schon kennen) werden am wenigsten dafür belohnt.
jeder neueingestellte (und wenn er auch keine ahnung hat) bekommt mehr geld als jemand der der firma schon 10 oder mehr jahre die treue hält.
Bei uns ist es genau umgekehrt. Liegt wohl am Tarif.
 
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So viele wird es nicht geben, da die Aufstiegsmöglichkeiten nicht so hoch sind (flache Strukturen und so). Bin aber (wie gesagt) froh, dass ich als Anfänger überhaupt eine Chance bekomme und mit den Konditionen bin ich auch alles andere als unzufrieden.

Das ist die falsche Einstellung. Die Firma soll froh sein, dass sie dich bekommen, der den Betrieb kennt, und weiß wie es läuft.
 
gerade leute die in der firma gelernt haben (und den laden und die abläufe schon kennen) werden am wenigsten dafür belohnt.
jeder neueingestellte (und wenn er auch keine ahnung hat) bekommt mehr geld als jemand der der firma schon 10 oder mehr jahre die treue hält.


Da muss ich dir leider Recht geben.
Vor kurzem hat mein Chef ne Welle Leiharbeiter eingestellt für über 1€ mehr die Stunde. Darunter auch ungelernte Kräfte ohne jegliche Berufsausbildung.


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Die aber im Gegensatz zum festen personal morgen wieder weg sein können....natuerlich ist das nicht schoen zu sehen das andere mehr bekommen, letztendlich haben die leiharbeiter aber vermutlich das schlechtere los gezogen.

Freundin hatte als Industriekauffrau mit 2600-2700 brutto angefangen (weiß nicht mehr genau).
SH und nach Tarif (Chemie)

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Irgendwie fällt es mir schwer das zu glauben.

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Da braucht nix schwer fallen, hab auch chemische Industrie Tarif. Und ich bin "nur" Bürokaufmann, IndustrieKaufleute könnten sicher noch mehr rauskriegen.

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Die Chemie-Tarife sind hier auch ziemlich gut bezahlt. Kann mir das schon vorstellen was er schreibt.

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Da muss ich dir leider Recht geben.
Vor kurzem hat mein Chef ne Welle Leiharbeiter eingestellt für über 1€ mehr die Stunde. Darunter auch ungelernte Kräfte ohne jegliche Berufsausbildung.


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So sollte das mit Leiharbeitern auch gemacht werden. Sollen mehr bekommen, jeder Tag könnte der Letzte sein.
Fix Eingestellte sollten, wenn möglich nach eRfahrung und erst dann nach Ausbildung bezahlt werden. Sehe ich auch bei meinem Bruder, der seit 15 Jahren Tischler ist. Kommt ein anderer daher und bekommt mehr..
 
Einnahmen:

Gehalt Erstjob: 1750,- netto
Gehalt Nebenjob: ~800,- netto (Schnitt pro Monat, mal mehr mal weniger, je nach Saison)
= 2550,- netto

Ausgaben:
Rate Wohnung: 550,- (ab nächstes Jahr 600,-)
Nebenkosten Wohnung: 60,-
Müll/Straßenreinigung/Grundbesitzabgaben und co: ~ 50,-
PKW: ~120,- (inkl. alles, Sprit und co. Kleiner Toyota Starlet BJ 97, kostet nix und ist bezahlt)
Ticket 2000: 93,-
iPhone all inkl: 30,-
iPad m. Mobilfunk: 25,-
DSL/Telefon: 20,-
Strom: 40,-
Wasser/Gas: ~60-80,-
VerDi: 27,-
Versicherungen (BUF, Haftpfl., Hausrat usw): ~70,-
Essen/Trinken auf Arbeit: 150,-
Lebensmittel: 150,-
Drogerieeinkäufe und co: 30,-
Klamotten: ~50,- im Monat
Musik: 20,-

Ausgaben: 1550,- im Monat (alles ca., wohne erst seit 2 Monaten in der Hütte)
Ansonsten gehen noch 100-300 für Party, Kippen, McDonalds, Hallo Pizza und die sonstigen schönen Dinge des Lebens drauf.

Gespart wird bisher noch nicht langfristig, da ich noch einige Dinge für die Hütte anschaffen muss (demnächst neues Bett, Duschwand und nochn paar Möbelstücke)

...Wohnen tu ich im südlichsten Zipfel des Ruhrgebietes, 500m an der Stadtgrenze zu Wuppertal. Wohnen ist hier zwar nicht teuer, aber im Gegensatz zu den anderen Städten im Umkreis sind die Preise schon etwas gehobener.
Liegt an der hervorragenden Anbindung. Flächenkleinste Stadt in NRW, die Stadt hat im Verhältnis zu ihrer Größe eine der besten Verkehrsanbindungen in ganz Europa.

Arbeiten tu ich in Dortmund-City mit Blick auf das U, deswegen auch das Ticket 2000.
 
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Ich plane Mobilfunknetze für einen magentafarbenen Telekommunikationskonzern.
DJ als Nebenberuf, genau :)
 
In jungen Jahren alleine eine Wohnung gekauft? Auch nicht schlecht ;)

Hast du keine Angst das du in ein paar Jährchen mal umziehen willst?

Edit: Ok, hatte "Erstjob" als "mein erster Job" interpretiert :d
 
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Warum mieten wenn man auch kaufen kann? Ob ich jetzt 500 Miete zahle oder etwas mehr an die Sparkasse. In 20 Jahren gehört die Bude mir und ich wohn mit anfang 40 mietfrei :)

Job ist sicher und Vertrag unbefristet. Standort ebenfalls und ich fühl mich hier im Pott wohl :) Außerdem werd ich in ein paar Jahren noch mehr verdienen, bin erst seit einem Jahr hier, vorher Azubi.

Habe die Bude auch nur gekauft, weil man da später noch problemlos mit zwei Kindern wohnen kann (4 Zimmer) und das Haus (zwei Wohnparteien) keine 10 Jahre alt ist. Also brauch ich mir die nächsten Jahre auch keinen Kopf um irgendwelche Sanierungen machen.

Und falls es mich dochmal hier wegzieht oder ich arbeitslos werde, dann verkauf ich die Hütte halt wieder ohne Verlust oder vermiete diese. Hatte die Wohnung schon ein halbes Jahr vermietet und die Mieteinnahmen haben den Kredit vollständig übernommen.
 
Genau das wollte ich wissen :d Hat sich ja schön ergeben ;) Rate ist auch alleine absolut zu meistern, und wer weiß vl bekommt ein Luxxer ja doch mal ne Freundin :p
 
Bei Miete musst du vorallem Miete bezahlen.

Wenn er den Wohnort toll findet und es ihn nicht in andere Gebiete zieht, wieso sollte er nicht kaufen? Wenn die Rate grad mal 100€ überm Mietzins ist.
 
@Tobi: Wo hast du deine Glaskugel gekauft und wie teuer war die? Woher willst du wissen dass du die Wohnung ohne Verlust verkaufen kannst? Gerade wenn du arbeitslos wirst (was ich nicht hoffe) dann musst du die Wohnung wahrscheinlich recht schnell verkaufen und wenn dann gerade eine Marktflaute ist...

Die meisten Leute beachten nicht wie hoch die Instandhaltungskosten bei einer Immobilie sind. Es ist eben nicht so dass man sagen kann: Anstatt 500€ Kaltmiete investiere ich die 500€ in Eigentum, das funktioniert nicht 1:1.
 
Und die Instandhaltungskosten habe ich bei ner Mietwohnung nicht?! Betriebskosten zahle ich da wie dort, wenn wir jetzt mal bei ner Whg bleiben.
 
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