[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

Kann dem so nur beipflichten, viele Jobs werden von der Gesellschaft schlicht unterbewertet... Jeder Job muss von irgendwem gemacht werden und ohne Ihn gehts nicht. Man kann über die Anzahl der Leute diskutieren, die Ihn machen, über die Bezahlung etc., es bleibt aber eine Arbeit die verrichtet werden muss und somit in einer Reihe von Verkettungen eine wichtige Aufgabe...

Zum "Sozialneid", ich bin wahrlich nicht neidisch auf irgendwelche Top-Manager... ich finds nur unverschämt und ungerechtfertigt, dass da solche Summen fließen... das Leute in solchen Positionen mehr verdienen, als ein "normaler Facharbeiter" (bitte nicht falsch verstehen, mehr bin ich auch nicht) ist völlig okay, aber wie mein Vorposter bereits erwähnte, es ist ungerechtfertigt, dass diese in einem Jahr mehr verdienen als andere in Ihrem ganzen Leben... Und das Menschen, die an der Existenzgrenze leben und dafür 200h+ im Monat klopfen mit einem Top-Manager tauschen wollen, find ich nur nachvollziehbar...

Kein Mensch auf der Welt ist mit dem Gedanken "ich werde Hartz-IV Empfänger" auf die Welt gekommen, alle Menschen, die in der Situation stecken oder eine Gleichgültigkeit entwickelt haben, sind das "Produkt unserer Umwelt/Gesellschaft" - obwohl das eher in den "Wie steht ihr zur Arbeitslosigkeit" Thread passt^^"

Just my 2 Cents

Als Wirtschaftler sollte dir ja klar sein, dass diese Summen aus Angebot und Nachfrage entstehen. Solange man jemanden findet, der bereit ist das Gehalt zu zahlen, wirds auch immer jemanden geben, der es annimmt.
Mediziner i.A. haben teilweise gerade während ihrer sehr langen Ausbildungsphase extrem schlechte Arbeitsbedingungen. Andere mögen auch schlechte Bedingungen haben (Schichtarbeit etc.), allerdings ist es bei den Medizinern schon extrem.
Ihr Studium ist auch wahrscheinlich nicht das schwerste, da würde ich die Naturwissenschaften und Elektrotechnik davor ansiedeln. Allerdings sind sie in der heutigen Zeit einer der wenigen Studiengänge, in dem es in einer Abschlussprüfung im die Note geht.

@Studiert oder nicht-Thematik: Niemand hindert die Leute daran ebenfalls einen Abschluss zu machen, um mehr zu verdienen.
 
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Naja gerade bei Ärzten geht's es hält nicht wirklich um Angebot und Nachfrage.
 
Der Sozialneid nimmt in Deutschland immer mehr zu. Materielle Sachen werden einem immer öfter von Geringverdienern geneidet (gibt's das Wort?)
Das hat vielleicht auch damit zu tun, dass eine zunehmende Anzahl von Menschen so wenig Geld verdient, dass sie von ihrer Arbeit nicht mehr leben können. Das würde ich dann auch nicht mit Neid abstempeln, das ist einfach ungerecht. Und nein, nicht jeder hat es in der Hand, zu studieren und Arzt zu werden, um selbst 100.000 brutto p.a. zu haben. Viele wollen das vielleicht auch gar nicht, sondern einfach auch ohne staatliche Unterstützung am Ende des Monats sich um Ausgaben des täglichen Bedarfs keine Gedanken machen müssen. Das geht schon mit weit weniger Geld.
 
Ich habe nun einen recht großen Teil der Diskussion gelesen, und wisst ihr was mir auffällt?

Vergleiche sind der sicherste Weg zur Unzufriedenheit.

Auch ich könnte immer noch ein bißchen mehr Geld zur Verfügung haben, aber ich bekomme mein Haus abbezahlt, Frau und Kinder ernährt (2 Stück), und wir können uns ab und an mal was leisten.
Ich arbeite 40 Stunden die Woche als Disponent und 10 - 20 selbstständig als Handwerker. Meine Frau ist mit auch mit 10 Stunden pro Woche und Familie sehr fleißig, ein Studium haben wir beide nicht.
Allerdings steht auch kein Mercedes vor der Tür sondern ein 8 Jahre alter Ford und wir wohnen nicht in der Altstadt sondern "hinter" der Stadtmauer.

Trotzdem bin ich glücklich...
 
Da gebe ich euch beiden recht ,ich bin seit 2jahren Rentner und bekomme 3200€ netto ,was für mich sehr viel Geld ist ,habe eine bezahlte Eigentums Wohnung ,was will ich mehr .muss aber dabei sagen das ich 25j sehr genügsam gelebt habe und ca 80% von mein Sold immer gespart worden ist ,deswegen habe ich sehr gute Rücklagen .
Aber ich kenne auch kein Neid ,weil ich glücklich und zufrieden bin
 
Um 3200€ Rente zu bekommen müsste man heute um die 8.000€ Netto verdienen, zwar über 45 Jahre lang!


Sent from my iPhone 4S
 
Halt ich bekomme nach französischen recht Rente .habe da 44.3 Renten Jahre ,nach 40jahren hätte ich 75% vom netto Lohn bekommen ,bei 44j bekomme ich 80% vom netto Lohn das sind ca 2900€+300€ Zulagen
Das ich gute Rente bekomme ,das weiß ich ,mir ging es darum das ich Leute kenne die das doppelte an Geld verdienen als ich ,können sich auch mehr leisten ,aber deswegen bin ich nicht neidisch
 
Zuletzt bearbeitet:
3200€ fürs nix tun würd ich auch nicht neidisch sein, arbeite als Facharbeiter 40Stundenwoche und bekomme 1300€ netto.
Produktionshelfer bekommen bei uns knappe 1000€
 
Naja nichts tun ist übertrieben ,habe Haushalt eine 15jährige Tochter und für ein Freund arbeite ich ein bissl für seine Security Firma ,aber ich genieße jetzt mein leben ,weil ich mir eigentlich alles leisten kann ,was ich möchte
Schickes Auto und Wohnung
Motorrad
Urlaub
 
Joa ich glaube blacky war da... In Masar hatten wir 06 eine Einheit von den Jungs ne Zeit lang da. Hartes Pflaster...

Gesendet von meinem HTC One V mit der Hardwareluxx App
 
Was ist denn bei dir eine extreme Verantwortung? Es ist sicherlich unbestritten, dass der Arzt eine große Verantwortung gegenüber seinen Patienten hat, inbesondere dann, wenn er unmittelbar an ihm "arbeitet".
Aber was ist mit dem Zugführer, dem Piloten, dem Busfahrer, den Kapitän, den Fernkraftfahrer, dem Statiker...?
Auch das sind alles Jobs, die eine Verantwortung haben und das zum Teil in der Situation mit weitaus mehr und vorallem breiteren Folgen, als der Arzt, der sich am OP Tisch verschnippelt (wenn man das mal runterbricht).

Dieses Spiel kann man noch weiterspinnen, zB hat der Elektriker bei seiner täglichen Arbeit auch eine Verantwortung....

Die Verantwortung eines Arztes ist bei weitem nicht über dem Maß, wie du/ihr evtl. glauben mögt. Keine Frage, die falsche Entscheidung in der Sekunde X kann dem Patienten sein restlichen Leben zur Hölle machen, wenn er noch dazu kommt. Aber das hat der Fluglotze auch.


Auch hier scheint es mir, dass du die Kompetenz eines Arztes überbewertest und die eines Wirtschaftlers unterbewertest. Keine Frage, die unmittelbare Konsequenz in der Wirtschaft ist sicherlich nicht lebensgefährdend, aber existenzgefährdend und das kann in letzter Konsequenz auch lebensgefährdend sein. (falsche Entscheidung, Bankrott der Firma, Depressionen, Alkoholabhängigkeit, Obdachlosigkeit,...., alles Konsequenzen des Wirtschafters, der ja nur am Schreibtisch hockt und Zahlen schiebt) (man sehe sich mal die Bankenkrise an und die Geschichten in Südeuropa, ganz ehrlich, da wäre ich lieber Arzt, als verantworten zu müssen, dass ich(sicherlich nicht alleine) ganze Wirtschaftssysteme zu Grund gerichtet habe) (oder auch diese Hypothekensachen in USA, wo Familien nun auf der Straße sitzen)

Da werfe ich nochmal den Elektriker in den Raum. Wenn der Scheiße baut, dann brennt dir nach 5 Jahre die Bude ab. Wenn das Nachts im Schlafzimmer passiert, dann brauche ich wohl nicht erzählen, wie du (ein Beispiel) und Frau/Freundin ausseht, wenn die Feuerwehr damit fertig ist. (Holzkohle ist hier das Zauberwort)

Mir scheint, dass du deine Kompetenz und die Folgen deines zukünftigen Handelns weit über das Maß hinaus bewertest. Klar, Ärzte haben eine Verantwortung, aber bei weitem keine so enorme, wie man das hier propagiert. Es gibt etliche Berufsbeispiele, wo das ähnlich gelagert ist.

Zum Sozialneid:
Sozialneid ist das nur in den wenigsten Fällen. Wenn ein Herr Winterkorn 20Mio im Jahr verdient, dann kann man sich als kleiner Mann schon fragen, wo dieser Wert herkommt. Und das hat nichts mit Neid zu tun, sondern viel mehr mit der Frage, wie man glaubwürdig die Arbeit bewertet. Die Top-Manager haben 100%ig eine hohe Verantwortung und auch ein Arbeitspensum was weit über dem liegt, was das Arbeitsschutzgesetz vorsieht. Aber liegt das bei einem Wert, der 20Mannlebensarbeitszeit eines normalen Arbeiters entspricht, in einem Topmanagerjahr wohlgemerkt?

Und das selbe kann man sich auch bei Ärzten fragen. Entspricht die Leistung dem, was sie verdienen? Auch kann man sich das bei Politikern fragen... usw.

Was ihr hier mit Sozialneid abstempelt hat rein garnichts damit zu tun. Das ist eine gesellschaftliche Frage. Das was so einige Leute leisten hat nichts mehr mit dem zu tun, was am Ende auf dem Lohnzettel steht. Und ja, da kann man sich auch fragen, wie man auf die Idee kommt und eine 20%ige Lohnerhöhung verlangt.
Der Begriff Sozialneid wird meiner Meinung immer von Leuten verwendet, die glauben, dass sie Aufgrund ihrer Einkommenssituation in einer anderen sozialen Liga wohnen. Und das kommt daher, dass man sich für was Besseres hält und da frage ich mich, wie man auf diesen Schluß kommt. (grenzenlose Selbstüberschätzung?)

Und angesichts der Sache, dass die Einkommens- und Vermögensschere auseinandergeht und dass alteingesessene Strukturen in Städten (Einkommensschichten) durch Besserverdiener verdrängt werden, da darf man sehr wohl Diskussionen führen. Selbiges kann man übrigens auch bei den Ärtzen machen. Warum müssen die 24h Schichten schieben, regulär?

Ihr verkennt ebenfalls die Situation. Ein Arztgehalt mit einem Winterkorn zu vergleichen..
Ärzte gibt es nur begrenzt, daher u.a. auch 24h und länger, trotz Arbeitszeitgesetz.

free
 

Ja 25.5jahre

@bkruemel
Ich habe ja nicht gesagt das ich dafür bezahlt werden soll ,ich wollte damit nur sagen das ich schon was Zutun habe ,ich bin Mutter und Vater in einer Person und das finde ich Schwerstarbeit
 
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Sehr schön zusammengefasst, danke.




Gibt doch etliche Rentenrechner online

Gesendet von meinem GT-I9300 mit der Hardwareluxx App

Bei der gesetzlichen Rentenversicherung kann das bestimmt hinkommen. Ich bekomme jährlich meine Rentenabrechnung bzw. die Auswertung wieviel Rente ich bekomme, wenn ich weiter bis zum Rentenalter arbeite. Aber wir sind auch befreit, da ist das bestimmt noch anders.

free
 
Ihr verkennt ebenfalls die Situation. Ein Arztgehalt mit einem Winterkorn zu vergleichen..

Wo habe ich das denn verglichen? Nur weil ich es im selben Post geschrieben habe? Dann dürfte man ja in einer Diskussion nur eine Thematik an einem Tag anführen, da man ja sonst nach deiner Meinung es vergleichend in Beziehung setzt.
Zur Info: So führt man keine Diskussionen im Netz. Innerhalb eines Posts kann es mehrere Sachverhalte geben, die themenbezogen sind, ohne dabei direkt zu interaggieren.

@buxtehude
Und dennoch ist ein Arzt auch eine ganz normale Anstellung. Das braucht man nicht in ein herorisches Licht mit extremer Verantwortung stellen.

genauso wird die rente eines langjährig gedienten fremdenlegionärs, der sie sich bestimmt mehr als verdient hat, mit einem einkommen eines arbeiters verglichen und ihm unterstellt, er erhalte die rente ja "fürs nichts tun"...
Das ist keine Unterstellung, sondern ein unumstößlicher Fakt. Vielmehr, es ist der Sinn hinter der Rente. Man soll in seinem Lebensabend (mehr oder weniger) ein "gesichertes" Einkommen haben, ohne dabei die Leistung zu erbringen, wie es ein berufstätiger macht.
Rente: Man hat vorgearbeitet. Ist nichts anderes als Überstunden machen und dann Abbummeln. Da bekommste auch Kohle fürs nix und das ist doch auch OK so.

EDIT:
Ich habe auch 1/4 Jahr Geld fürs Nixtun bekommen. Überstunden abbummeln machts möglich, da trifft Nixtun des Pudels Kern.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich wohne seit wenigen Jahren in einem der besten Viertel in Leipzig. Hier wohnen hauptsächlich Ärzte, Wirtschaftler, Juristen und andere Gutverdienen. Vom Audi RS6 bis zum Porsche ist hier alles vertreten, auch merhmals bei gewissen Personen.

Diese Leute haben geerbt oder verdienen nicht auf ehrliche weise ihr Geld behaupte ich jetzt einfach mal.

Ich kenne viele Chefärzte und mir fällt spontan keiner ein der Porsche (neu, einer mag Oldtimer Porsche) oder nen rs6 fährt... Eher so Richtung VW Golf oder E-Klasse.

An viel Geld kommst du entweder:

Geerbt (die meisten)
Erfolgreiche Firma und selbstständig.
Nicht ehrlich;-)
 
Gibt noch eine Option: die Autos gehören der Bank. Gibt ja genug Leute, die Privatleasing machen..
 
@superdoc
Du musst auch berücksichtigen, dass die Leute ihre Priotitäten vielleicht wo anders setzen, als beim Auto ;)
 
Naja gut, ich kenne schon einen Chefarzt der Ferrari fährt. Und der ehemalige Chef meines Vaters hat eine Privatklinik aufgemacht :fresse: Also das geht schon auf gewissen Wegen. Aber es sind wie gesagt Ausnahmen und das große Problem ist, dass die Allgemeinheit an genau diesen Ausnahmen ihr Ärztebild festmacht. Der Mythos des reichen Arztes hält bis heute an, was man in diesem Thread auch gut erkennen kann.

Natürlich war meine Aussage von "Geld wird nur mit Privatpatienten gemacht" überspitzt, aber da steckt schon etwas hinter. Mein Vater ist mittlerweile selbstständiger Facharzt in einer Gemeinschaftspraxis und wenn die nicht so einen großen Stamm an Privatpatienten hätten, naja. Ich will nicht sagen dass man dann bankrott wäre, das wohl nicht. Aber mit "Mittelschicht" bzw. "gut leben" ist dann nicht mehr so viel los, der Anteil der Privatpatienten am Gewinn ist schon enorm hoch. Und klar kommt da auf dem Papier erst mal viel rein, aber bringt dir ein hohes Einkommen, wenn man die ganzen Steuern bezahlen muss, die absurden Immobilienpreise in Hamburg, das ganze Verbrauchsmaterial und technische Gerät? Da sind dann hier mal 15.000€ für einen neuen Röntgenkopf, dort mal 10.000€ für ein neues Computersystem und so weiter und so fort. Und den Kredit, um überhaupt mal einsteigen und an den Kassensitz kommen zu können, den man zwingend benötigt?

Mein Vater hat sich jetzt einige Jahre nach dem Einstieg noch ein Haus in einem Vorort gekauft (näher an Hamburg ist erst recht Wahnsinn von den Preisen) und nun fast eine halbe Million Schulden, bis er die weg hat wird er fast in Rente sein. Okay nun kann man sagen "Ein Eigenheim braucht man doch nicht, das ist doch Luxus". Das kann man nun so und so sehen (ich persönlich finde die deutschen Vorstellungen über Wohneigentum nach wie vor äußerst befremdlich, in anderen Ländern hat jeder vierte 25-Jährige ein Eigenheim, da würde keine Sau auf die Idee kommen das als Luxus zu bezeichnen), aber man muss das auch mal aus der Perspektive sehen: Wozu so lange so studieren, so einen verantwortungsvollen Beruf ausüben, wenn ich mir dann nicht mal ein Haus für meine Familie leisten darf?

Natürlich darf man das. Aber damit ist die Grenze des Möglichen dann auch recht schnell erreicht. Abgesehen von dem "Luxus" des Hauses ist nicht viel Luxus zu sehen wenn ich nach Hause komme. Da steht ein Röhrenfernseher, der da schon stand als ich noch ein Kind war. Meine Mutter fährt eine kleine Billig-Reisschüssel und mein Vater einen alten Schweden. Porsche und ähnliches Gedöns sehe ich nirgendwo, im Geld wird da trotz gutem Patientenstamm nicht geschwommen. Ich glaube meine Freundin und ich haben am Ende sogar mehr Geld "über", bei meinen Eltern klappt das manchmal nur gerade so. Vor allem Steuervorauszahlungen sind immer heftig. Aber da unsere liebe SPD ja meint, dass nur Leute mit Geldspeicher á la Dagobert im Spitzensteuersatz hängen, können wir den ja noch mal eben anheben :rolleyes: Und da dann noch die Privatpatienten kappen? Nee, das endet eher nicht so gut.

Ich will das Bild jetzt auch nicht zu schlecht zeichnen, sicherlich ist Hamburg ein Negativbeispiel von den Kosten her, ein Facharzt auf dem Land mag das alles viel rosiger haben, sicherlich kann man unterm Strich "gut leben" wenn man es richtig macht. Ich will nur sagen, dass es purer Schwachsinn ist anzunehmen, dass Ärzte mit ihren tollen Gehältern (sofern sie diese denn haben, kann auch nicht jeder Krankenhausarzt von sich behaupten) alle reiche Säcke wären. Da steckt noch ne Menge dahinter, aber das bekommt man in den Medien nicht zu sehen, die erzählen lieber über Zweiklassenmedizin und Korruption. Sollten mal lieber über das Auswanderungsverhalten von deutschen Ärzten berichten, denn das hat nichts mit Gier zu tun.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zwischen selbstbewußt sein und offen über den Beruf sprechen und

"ich habe extreme Verantwortung"
"ich studiere länger als andere"
"der Wirtschaftler hat keine Verantwortung für Leben und Tod"
raushauen ist schon ein weiter Unterschied.

Das liest sich sehr doll nach weitaus mehr, nämlich stark nach Selberüberschätzung und Negierung der Leistung anderer. Ob du das so gemeint hast, weiß ich nicht, liest sich aber so.

Warum ihr nicht mehr haben wolltet kann auch daran liegen, dass man zufrieden war, zumindest am Anfang. Und scheinbar hats gereicht, sonst wäre das schon viel früher gekommen. Klar in anderen Bereichen ist die Tarifverhandlung ja ne Art Happening, wo man sich alljährlich zum Kaffeetrinken trifft. Aber es gibt weitaus mehr Menschen, die sind auch nicht organisiert und müssen das auch im Einzelgespräch mit dem Chef klären.

Und der Vergleich mit Heckkmans Gehalt kann doch gezogen werden. Schließlich ist das sein Maßstab um das Einkommen eines anderen zu bewerten. Man muß aber auch sagen, das blacky mehr als nur ein Sonderfall ist. Sein Leben war ne lange Strecke anders und hätte auch von heute auf morgen am Ende sein können. Daher relativiert sich seine Rente schon etwas. Ob das der bessere Weg war/ist, dass kann nur er selber bewerten.

Letztendlich leistet der Facharbeiter, der Ing., der BWLer und alle anderen ihren Teil zur Gesellschaft und keiner ist perse besser als der andere. Und Geld ist schon garkein grundlegender Maßstab(des Aufwiegens wegen, nicht zum bewerten, die Bewertung braucht immer ne Art Referenz). Allerdings funktioniert der Kapitalismus und auch der Mensch nur nach dem "Haben-Prinzip", leider.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das "Nix tun" sollte nicht negativ wahrgenommen werden. Dafür hat er ja sein 25 Dienstjahre erbracht. Ich wollte da nur sagen, dass man mit 3200€ und sehr viel Zeit sich einen sehr schönen Lebensabend machen kann, obwohl mit 44 ist man noch lange nicht tot.

Würde ich z.b. nicht sehr sparsam mit meinem Geld umgehen (1300€ netto inkl. 40€ Tankgutschein als Gewinnprämie der Firma) würde ich mir manches Hobby nicht leisten können.
Werde zwar in den nächsten 2 Jahren bis auf 2000€ Brutto aufsteigen, aber das ist mir für 3 Jahre Ausbildung zu wenig (habe 1/2 Jahr verkürzt) Meine Firma nutzt ihren Haustarif aus und bekommt so niedrige Personalkosten...

Also von 1300€ gehen ab:
50€ Versicherung Auto
160€ Sprit Auto
24€ Steuer Auto

16,67€ Versichung Motorrad
10€ Steuer Motorrad
60€ Sprit Motorrad

15€ halbjährlich für Handy Prepaid (nutze das Teil eigentlich fast nie und wenn W-lan zuhaus)
35€ Berufsunfähigkeit
90€ Bausparer
8€ Zahnersatzversicherung
50€ Essen in der Arbeit

Mein Vorteil ist das mein Vater zurzeit keinen Zuschuss haben will, deswegen spare ich mir da 200€

Also komplett: ~ 520€ Festkosten, übrig bleiben 780€
Rest geht fürs Hobby drauf oder wird gespart für irgendwelche Ausgaben, bin keiner der alles aufm Kopf haut.
 
Halt ich bekomme nach französischen recht Rente .habe da 44.3 Renten Jahre ,nach 40jahren hätte ich 75% vom netto Lohn bekommen ,bei 44j bekomme ich 80% vom netto Lohn das sind ca 2900€+300€ Zulagen
Das ich gute Rente bekomme ,das weiß ich ,mir ging es darum das ich Leute kenne die das doppelte an Geld verdienen als ich ,können sich auch mehr leisten ,aber deswegen bin ich nicht neidisch

Wenn du 80% Rente bekommst, hast du vorher aber auch um 4500€ Netto verdient, dass ist bei Gott kein schlechter Verdienst, egal wie man es sieht, dafür müsste man heute auch knapp 9000€ Brutto verdienen und hat dann aber nicht so eine gute Rente.


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aber es ging mir vorher darum, ausführlich darzustellen, wie und warum ärzte (im krankenhaus) ein bestimmtes gehalt bekommen und wo deren hohe verantwortung liegt. ja, auch andere berufe tragen verantwortung. und ja, dann sollen bitte auch diese dafür angemessen bezahlt werden, wobei das bei piloten und vielen leuten in der freien wirtschaft bereits der fall ist.
Also Krankenhausärzte verdienen eindeutig zu wenig, für das was sie leisten. Als meine Frau neulich im Krankenhaus war, hat eine Ärztin bereits deutlich über 24h gearbeitet (abzüglich gewissen Ruhezeiten im Aufenthaltsraum aber sie war permanent in der Klinik und erreichbar). Ebenso wie damals bei einer guten Freundin von mir, die Ärzte nach den OPs sehr gute Arbeit geleistet haben und auch viel Feingefühl bewiesen haben, einer 16 Jährigen zu erklären das sie wegen einer Sufftussi nie wieder laufen wird. Allein schon diese postoperative Betreuung ist eine riesige Verantwortung. Allgemein verdient Klinikpersonal zu wenig egal ob Arzt oder Schwester/Pfleger.
 
Wie hast du das jetzt errechnet?

free

Weil meine Generation...also Baujahr 85 oder älter mal 43% Rente vom Netto erhält, war grob überschlagen.


Sent from my Girlfriend's iPad

---------- Post added at 20:55 ---------- Previous post was at 20:49 ----------

Ach ja die Leute die hier Porsche und Co. fahren haben nichts geerbt, das ist eben die Gesellschaft, die Mittelschicht bricht weg. Ich kenne eine Ärztefamilie, die eigene Praxen betreiben, haben 2 Kinder, sehr klug aber verzogen. Diese Familie fährt nicht nur ein Porsche...also da ist wirklich Geld vorhanden. Natürlich haben die Kinder die besten Voraussetzungen, als erstes wurde sich ins Medizinstudium eingeklagt, dann gab es eine Eigentumswohnung im besten Viertel dazu, natürlich auch mehrere Autos, Taschengeld im Monat was andere nicht verdienen, die Urlaube dürfen natürlich auch nicht zu kurz kommen.


Wie gesagt ich finde das Gehalt eines Arztes nicht so hoch, auch eines Piloten nicht, die zudem ca. 125.000€ an Ausbildung bezahlen müssen...ich habe lediglich bemerken wollen...wenn Personen heute ca. 5.000€ Netto oder mehr verdienen und dann meckern oder sich beschweren, dann ist das Realitätsverkennung.

Herrn Winterkorn kann man auch nicht mit einem 0815 Arzt vergleichen, man müsste dann schon auf Krankenhausleiter schauen oder so, hier hat man auch schnell Gehälter die fast im Millionenbereich liegen.

Aber darum geht's ja jetzt auch nicht wirklich.

@Bux...ich gönne die dein Gehalt, keine Frage!

Zum Thema Gehaltssteigerungen...in der BWL unterscheidet man Hukas und Hupas.

Hupas sind Humanpauperisten, Menschen mit geringer Qualifikation, diese sind in der Regel abhängig von Gewerkschaften und eben auch von Tarifverhandlungen.

Hukas sind Humankapitalisten, Menschen mit hoher Qualifikation, diese Personen sind in der Regel nicht mehr auf sowas angewiesen. Wer bei VW als Ing. arbeitet, den juckt doch die IG-Metall und deren Tarifverhandlungen nicht, in der Regel verdient er viel besser...war jetzt nur mal ein Denkanstoß.

Das Mediziner generell zu wenig verdienen ist jedem bewusst, lieber gebe ich dem Arzt mehr Geld als das die Krankenkassen und deren Wasserköpfe noch fetter werden, noch lieber gebe ich aber der Krankenschwester etwas bzw. auch Altenpflegern, die hier im Osten mit allen Zulagen evtl. 800€ bekommen.


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Zuletzt bearbeitet:
Wenn du 80% Rente bekommst, hast du vorher aber auch um 4500€ Netto verdient, dass ist bei Gott kein schlechter Verdienst, egal wie man es sieht, dafür müsste man heute auch knapp 9000€ Brutto verdienen und hat dann aber nicht so eine gute Rente.


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Dafür muss man aber auch bereit sein Dinge zu tuen und mit anzusehen die andere sich nichtmal Vorstellen können und mit Urlaub ist in dem Verein ja auch nicht viel oder hat sich das mittlerweile geändert?
 
Dafür muss man aber auch bereit sein Dinge zu tuen und mit anzusehen die andere sich nichtmal Vorstellen können und mit Urlaub ist in dem Verein ja auch nicht viel oder hat sich das mittlerweile geändert?

Richtig...keine Frage...wollte ich nur mal auf den privaten Sektor übertragen.


Sent from my Girlfriend's iPad
 
Wenn du 80% Rente bekommst, hast du vorher aber auch um 4500€ Netto verdient, dass ist bei Gott kein schlechter Verdienst, egal wie man es sieht, dafür müsste man heute auch knapp 9000€ Brutto verdienen und hat dann aber nicht so eine gute Rente.


Sent from my Girlfriend's iPad


Habe 3690€ netto bekommen - 20% = ca 2900€,ich habe jetzt aber glatte Zahlen benutzt
Bei uns gibst kein brutto ,alle Bezüge sind netto und ja Urlaub gibt es auch 30tage ,aber nicht wenn man im Einsatz ist
 
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