[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

Öffentlicher Dienst hat bis auf brauchbare Bezahlung für mich auch andere Vorteile.. Sofern ich die Firma nicht wegen irgend einer Sache (weitaus mehr Geld in einer anderen Firma mit unbefristeten Vertrag z.b.) nicht verlassen muss werde ich es auch nicht tun. Da sind mir die 38 Std + Gleitzeit + den ganzen Rest im ÖD mehr wert.
 
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Ist trotzdem frustrierend nach 3Jahren Abendschule und es wurde oft darüber gesprochen das ich mehr bekomme wenn ich es schaffen sollte.

Also eine (Aufstiegs-)Fortbildung? (mit anschließend höherem Abschluss?)

Hast du denn eine Gehaltserhöhung verlangt? Wer nicht fragt bekommt nichts/wenig.
 
Ach, E11 ist doch praktisch dasselbe...

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@Taker, ja eine Meisterausbildung um genau zu sein. Im Gespräch (er hat geladen) habe ich das natürlich auch erwähnt.
 
Frage nach einem neuen Gesprächstermin in dem es konkret um das Thema Gehalt geht. Dann kann dein Chef sich vorbereiten und ihr könnt konkret sprechen.

Ich denke aber wenn du wirklich spürbar mehr verdienen möchtest musst du wechseln.
 
Btw. gibt es Studien darüber, dass eine Gehaltserhöhung die Motivation nur kurzfristig hebt

Ob es die Motivation 'hebt' und wielange das Plus anhält ist so ne sache.

Fakt ist definitiv, dass die Motivation extrem sinkt, wenn man weiß oder zumindest denkt, dass man für seine Arbeit nicht gerecht entlohnt wird.

Zumindest ist das bei mir so. Ich habe zb in meiner Abteilung als einziger ein paar spezielle Qualifikationen die der Rest nicht hat. Muss also entsprechend den 'normalo' Kram machen und nebenbei zusehen das ich 'meine' spezial Aufgaben auch erledige.

Ansich, schön und gut. Mehr Geld gibt's aber nicht, bzw bin ich in der Abteilung der in der kleinsten gehaltsstufe.
Begründung: kann ich nicht machen, guck mal der und der ist erst nach 15Jahren in Gruppe X gekommen.

Möchte keine sahne auf dem Kuchen.... Möchte nur ein gleich großes kuchenstück wie der Rest es bekommt.

Naja, wie gesagt, hebt das die Motivation auf keinen Fall. Entsprechend bleibt aufgrund von wenig Bock einiges liegen.... Dafür gibts dann natürlich auch nicht mehr Kuchen.... Willkommen im Teufelskreis :d


Zur Geschichte mit der Fortbildung: man muss die Randbedingungen kennen.

Angenommen ein bandarbeiter macht mal eben nebenbei nen Meister, ist fertig und klopft am Büro um mitzuteilen, dass er nun gerne schichtführer sein möchte.

Der AG hat aber keinen neuen schichtführer gesucht... Und möchte auch keinen neuen bandarbeiter suchen und anlernen...

Und nu?
 
Das mit der Motivation ist soweit richtig. Wenn ich aber sehe dass der Kollege, der das gleiche macht wie ich 2000€ Brutto mehr bekommt demotiviert das schon ein bisschen. Ich will eigentlich auch nur wie vpower schon sagt, das gleiche oder annähernd so viel haben. Was kann ich dafür wenn eine Trantüte 15 Jahre brauch um fachlich eine Gehaltserhöhung zu rechtfertigen. Also müsst ich den mist einfach nur aussitzen. Aber was soll's ich bin bis jetzt gut gefahren und in Zukunft gehts auf jeden Fall bergauf, wenn auch nur in kleinen Happen.
 
Intrinsische und extrinsische Motivation ist da das Thema. Du kannst einen Mitarbeiter mit Geld für eine gewisse Zeit locken und zu mehr Leistung antreiben. Aber er wird dann immer mehr haben wollen. Angst ist auch ein extrinsischer Motivator, kann aber im Gegenteil zu Geld eine längerfristige Änderung herbeiführen. Zum Beispiel wenn ein ein Mitarbeiter Angst um seine Stelle hat. Es kann aber natürlich auch umschlagen.

Intrinsische Motivation kann zum Beispiel starke identifikation mit der Position/Aufgabe/Projekt sein.
 
2 mündlich versprochene Meisterstellen (vor und während der Weiterbildung) und nun garnichts.. Naja ist halt so. Wir haben ja auf der Schule gelernt es gibt im Arbeitsleben immer nur 3 Entscheidungen... Akzeptieren, verändern, verlassen. Ich habe meine Entscheidung getroffen.
 
Motivation hin oder her, ja das lernt man auch in der Schule, trotzdem sollte eine Annerkennung da sein, sei es mit Gehalt oder halt anders. Ist das nicht der Fall, sinkt die Motivation schneller als man denkt.
@Sl3vin kopf hoch wird hatten es ja privat schon darüber. AG braucht sich auch nicht wundern, wenn man geht.

In meiner Firma gings jetzt auch schneller wie man denkt, Kollege hat für weniger Gehalt und dafür geregeltes in den ÖD gewechselt, auch hier wurde es vorher beim jetzigen AG angesprochen. Es wurde wie meist ignoriert jetzt ist er bald weg und sehr viel Fachwissen 7 Jahre... aber hey es stehen ja "5" andere schon da, nur das die noch teurer sind und auch erst eingelernt werden müssen. Ich versteh die AG manchmal nicht.
Mal gespannt wie es bei mir wird wenn ich den Meister hab. Umgucken werde ich mich auf jeden Fall, man sollte immer wieder seinen Marktwert checken. Machen die AG mit "unbesetzten" Stellen auch die es gar nicht gibt ;)
 
Warum glaubt eigentlich jeder, dass ein Meister oder Techniker Titel immer mit mehr Geld einher geht, finde ich ehrlich gesagt leicht naiv. Für mehr Gehalt ist vieles anderes deutlich wichtiger als eine theoretische Ausbildung. Am Ende zählen die Ergebnisse und nicht die Ausbildung, was bitte bringt dir der Meistertitel, wenn jeder Azubi dieselbe Arbeit auch kann, würdest du dann jemanden nur für seinen Titel mehr Gehalt bezahlen also ich nicht, weil ich bin der Meinung der Mehrwert des Einzelnen für ein Unternehmen ist deutlich mehr wert und dazu muss man versuchen Dinge zu tun die andere nicht machen können oder wollen und dann kommt das mitm Geld von alleine, wenn ich aber denke ich mache den Meister Techniker und bekomme dadurch mehr Geld dann ist man einfach schief gewickelt, weil mehr Geld kommt später meist nur durch mehr Arbeit oder mehr Verantwortung

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So sollte es im Idealfall sein (Gehalt nach Leistung und nicht nach dem Papier), aber wenn dem wirklich so wäre, würde niemand mehr studieren ;)
 
Ich habe zum 01.08 einen neuen Kollegen eingestellt. 'Nur' gelernt, nicht studiert. Wirkt sehr bemüht und war in den Gesprächen deutlich bodenständiger, als so manch Studierter, der total abgehoben war. Nervig, wenn Studierte meinen, das Gespräch hätte ja eh schon alles besiegelt. Nicht immer die Regel , aber schon oft vorgekommen. Gibt bestimmt keinen Handkuss.


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Ein Studium muss ja auch nicht zwangsläufig was bedeuten, Erfahrung kann mehr fachliche Kompetenz bringen als die graue Theorie ;)
 
Idealerweise ist ein Studium auch nur der Beweis, dass man etwas abstraktere und komplexere Dinge begreifen und entwickeln kann.
Natürlich ist jemand der schon 20 Jahre für das Unternehmen tätig ist vll 'wertvoller' für das Unternehmen, aber beides ist nicht die Regel.
 
Warum glaubt eigentlich jeder, dass ein Meister oder Techniker Titel immer mit mehr Geld einher geht, finde ich ehrlich gesagt leicht naiv. Für mehr Gehalt ist vieles anderes deutlich wichtiger als eine theoretische Ausbildung. Am Ende zählen die Ergebnisse und nicht die Ausbildung, was bitte bringt dir der Meistertitel, wenn jeder Azubi dieselbe Arbeit auch kann, würdest du dann jemanden nur für seinen Titel mehr Gehalt bezahlen also ich nicht, weil ich bin der Meinung der Mehrwert des Einzelnen für ein Unternehmen ist deutlich mehr wert und dazu muss man versuchen Dinge zu tun die andere nicht machen können oder wollen und dann kommt das mitm Geld von alleine, wenn ich aber denke ich mache den Meister Techniker und bekomme dadurch mehr Geld dann ist man einfach schief gewickelt, weil mehr Geld kommt später meist nur durch mehr Arbeit oder mehr Verantwortung

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Hab ich mit keinem Wort gesagt, das deswegen mehr Geld einher geht. Mir gings um die Annerkennung. Fakt ist halt auch meiner Meinung nach das ein Techniker oder Meister mind. dassselbe weiß wie ein Bachelor was das betriebliche angeht, weil diese haben die Berufserfahrung nicht. Mir persönlich geht es um mein Gehalt zu festigen.
mastergamer hat es schon richtig geschrieben, wenn es so wäre würde keiner mehr studieren. Und schau dir mal die "jugend" an jeder will viel Geld aber nicht die Hände schmutzig machen. Ich bin sogar eher jemand der die Meinung vertritt Handwerk muss sich wieder lohnen. Die Wirtschaft und die Politik sieht das leider anders. So ist Deutschland nunmal du bist was du auf dem Papier hast. Sonst würde es ja mehr Probearbeiten geben und ich glaube die meisten würdest dann gleich wieder schmeißen.

@ UsAs: Die Frage ist kriegt er das gleiche was ein Studierter bekommen hätte gehaltstechnisch? Ich glaube/vermute eher nicht.
@ Hardwareverkäufer: Ja er ist mehr Wert kriegt dann aber wieder von der GL gesagt, tut mir leid uns gehts schlecht bzw. sie haben ja nicht die gleichen Qualifaktionen.
 
Er bekommt die exakt gleiche Lohngruppierung. Da unterscheide ich nicht, nein.


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Die Anerkennung ist doch nichts anderes als mehr Geld, mehr Urlaub, Geschäftswagen oder oder, wie gesagt wenn dein AG kommt und sagt hier Mr Maier, wir brauchen jemanden auf dieser Stelle machen Sie den Meister dann bekommen Sie diese ist das was anderes, wie wenn man sich erster Linie mal für sich selber entscheidet sich weiter zu bilden, und meine Erfahrung im Bekanntenkreis war eben auch so, ich mach jetzt mal den Meister / Techniker gehe zum Chef und wenn der nicht mehr Geld gibt gehe ich, kann man machen aber dann auch durchziehen und nicht rumjammern von wegen Motivation etc.

Die Hauptmotivation meiner Arbeit ist für mich Geld zu verdienen und was ich verdiene hab ich über viele Jahre erarbeitet, Titel haben da 0 die Rolle gespielt, ich versuche einfach immer mich überall unersetzlich zu machen, Problemlöser zu sein, damit ich für die Firma einen Mehrwert zu anderen habe, und genau dann kann ich auch mehr fordern, und so bin ich bisher ganz gut gefahren, trotz das mein Studium abgebrochen habe und eine Ausbildung gemacht habe.

In meinem Bekanntenkreis verdienen heute wirklich nur die IT Consultants mehr wie ich, die arbeiten dafür aber auch rund 20h die Woche mehr, weil ich habe 40h und arbeite selbstbestimmt aber auch mal 43h und diese müssen meist noch extrem flexibel sein bzgl. Außendienst und Kunden besuchen und ich sitze da halt den ganzen Tag im eigenen Büro
 
Zuletzt bearbeitet:
Er bekommt die exakt gleiche Lohngruppierung. Da unterscheide ich nicht, nein.


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In Betrieben mit Tarifvertrag ist sowas nicht möglich.
 
Und wieso nicht? Ich habe inzwischen alle meine MA in der selben ERA Gruppe (bis auf eine Ausnahme der macht aber auch ganz andere Tätigkeit) unabhängig vom Alter. Differenziert wird ausschließlich über Leistungszulage. Entscheidend dafür ist die Leistung.
 
Gut, habe mich falsch ausgedrückt. Eine Stelle, die als Voraussetzung ein Studium hat, wird nicht mit einem Techniker oder Meister besetzt werden können.
 
Doch auch das geht und passiert hier öfters.
Wenn man was kann, interessieren diese blöden Nachweise aka Studium / Zeugnisse manchmal plötzlich gar nicht mehr ;)
Gerade in Zeiten, wo sich mittelständische Unternehmen ihre Leute nicht mehr aussuchen können, weil der Markt doch recht leer gefegt ist.
Firmen wie VW und co bilden da die Ausnahme, die können sich ihre Leute immer noch aussuchen :d
 
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Hier definitiv nicht. Sowohl IG Metall (Siemens, KuFi, ZF) als auch Verdi.
 
Das ist halt eben der Nachteil wenn alles bis in kleinste Detail geregelt (vorgeschrieben) ist von den Gewerkschaften.

Bei uns gibt es mehr als genug nicht studierte in Führungspositionen, mich inbegriffen. Es gibt Programme für Nachwuchsführungskräfte, Fachkarrieren, etc., da ist, grob gesagt, für jeden was dabei.
 
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